Polizei beklagt mehr Verkehrstote und steigende Unfallzahlen Mehr Präventionsmaßnahmen und Geschwindigkeitskontrollen

 

Lingen Polizei Verkehrsunfallstatistik 2015 HLW

Am Mittwoch hat die Polizeiinspektion (Pi) Emsland / Grafschaft Bentheim die Verkehrsunfallstatistik 2015 in Lingen vorgestellt. Im letzten Jahr sind bei 10.390 Unfällen 30 Menschen (26 in 2014) gestorben. Die Zahl der Schwerverletzten ist auf von 556 auf 522 zurückgegangen.

hlw Lingen. Der Leiter der Pi Emsland /Grafschaft Bentheim, Leitender Polizeidirektor Karl-Heinz Brüggemann erklärte: „Die präventive Arbeit der Polizei in Kooperation mit den beiden Kreisverwaltungen scheint nicht so erfolgreich gewesen zu sein. Wir müssen noch ein bisschen nachjustieren. Auch müssen wird die Geschwindigkeitsüberwachung optimieren. Wir setzen die Geräte länger an wechselnden Standort ein und tauschen das Personal direkt vor Ort. Wir scheinen die Verursacher der tödlichen Unfälle in der Altersgruppe 18 bis 24 Jahre (fünf Tote) und ab 65 Jahre (fünf Tote) noch nicht zu erreichen.“

Tendenziell sei in den letzten zehn Jahren die Zahl der Verkehrstoten rückläufig. Im letzten Jahr seien im Inspektionsbereich 30 Menschen bei Verkehrsunfällen ums Leben gekommen: 23 im Emsland (davon allein zehn im Raum Papenburg) und sieben in der Grafschaft Bentheim. Verursacher der tödlichen Unfälle seien 24 Männer und fünf Frauen gewesen: 14 Pkw- und ein Lkw-Fahrer, ein Lenker eines landwirtschaftlichen Fahrzeugs, sechs motorisierte Zweiradfahrer, drei Fahrradfahrerund und zwei Fußgänger. Bei den Unfallursachen hätten die Geschwindigkeitsübertretungen, das Fahren unter Drogen und Alkohol sowie Wildunfälle zugenommen, erklärte Polizeioberrat Klaus Albers.

Die Aufklärungsquote bei den von 2.023 auf 2.254 gestiegenen Unfallfluchten liege bei über 40 Prozent. Insgesamt seien die Unfallzahlen in der Region von 9.960 auf 10.390 gestiegen. Die Unfälle mit schweren Personenschäden sein von 556 auf 522 gesunken. Mit „verstärkter Präsents wolle die Polizei ihre Verkehrsüberwachung insbesondere im Bereich der Tempokontrollen verstärken. Polizei und die Verkehrsbehörden der beiden Landkreise stimmten ihre Messeinsätze so aufeinander ab, dass die Autofahrer an sieben Tagen in der Woche rund um die Uhr mit Tempokontrollen rechnen könnten.

Brüggemann sah noch keine Auswirkungen des 80-km/h-Tempolimits auf Straßen mit Bäumen. Ich wolle erst abwarten und wies daraufhin, dass es in Cuxhaven sehr positiv laufe. Dies sahen auch die Fachbereichsleiterin für Sicherheit und Ordnung Stefanie Geiger (Nordhorn) und Dezernent Marc-André Burgdorf sowie Fachbereichsleiter Georg Schulte (beide Meppen). „Auf das Treffen bestimmter Gruppierungen am Karfreitag sind wir vorbereitet. Es hat sich in den letzten Jahren mächtig entspannt. Dass Klientel scheint seine Autos mehr auszufahren anstatt Wettrennen zu veranstalten“, so der Leitende Polizeidirektor.

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