Stadtwerke Meppen überzeugen erneut mit Energiemanagementsystem

(v. l.) Gregor Gonsior, TÜV Nord, überreichte das Zertifikat Mechthild Wessels, Betriebsleiterin Stadtwerke Meppen, Kevin Derks, Stellvertretender Betriebsleiter Stadtwerke Meppen, und Bürgermeister Helmut Knurbein.

Meppen. Die Stadtwerke Meppen wurden im Rahmen Ihres Energiemanagementsystems für die Bereiche Wasserversorgung und Parkeinrichtungen rezertifiziert. Dabei konnte sogar mehr Energie eingespart werden als ursprünglich angedacht.

Nach dem Energiedienstleistungsgesetz sind die Stadtwerke mit ihren Unternehmen Wasserversorgung und Parkeinrichtungen verpflichtet, ein Energieaudit nach DIN 16247-1 durchzuführen. Die Stadtwerke haben sich jedoch im Jahr 2015 dazu entschieden, ein deutlich umfangreicheres Energiemanagementsystem nach DIN EN ISO 50001 zu implementieren. Die erstmalige Zertifizierung erfolgte vor rund drei Jahren.

Das neue Energiemanagementsystem, das systematisch und transparent die Energieströme erfasst und analysiert, trägt zu einer nachhaltigen Optimierung des Energieeinsatzes, des Energieverbrauchs und damit schlussendlich zu einer Steigerung der Energieeffizienz bei. „Das Managementsystem hat gegenüber dem Energieaudit den deutlichen Vorteil, dass es sich nicht nur um eine Bestandsaufnahme, sondern um einen Begleiter im Rahmen eines kontinuierlichen Optimierungsprozesses handelt“, sagte Betriebsleiterin Mechthild Wessels. „Im Zuge dieses Verfahrens fiel beispielweise eine Reinwasserpumpe auf, die zwar noch funktionsfähig ist, es sich aber mit Blick auf den Energieverbrauch empfiehlt, diese auszutauschen“, ergänzte Stellvertretender Betriebsleiter Kevin Derks, der federführend das Energiemanagementsystem umsetzt.

„Das Energiemanagementsystem bedeutet natürlich ein Mehr an Zeit- und Arbeitsaufwand für die Kolleginnen und Kollegen unserer Stadtwerke – aber es rechnet sich im wahrsten Sinne des Wortes“, so Bürgermeister Helmut Knurbein und spielt damit auch auf das von den Stadtwerken selbstgesteckte Ziel, den Energieverbrauch von 2015 bis 2020 um sechs Prozent für die zertifizierten Unternehmensbereiche zu senken, an: So wurde der Energieverbrauch bislang sogar um acht Prozent gesenkt. Außerdem seien die Stadtwerke durch die Einführung dieses Systems berechtigt, den sogenannten Spitzenausgleich nach § 10 Stromsteuergesetz zu stellen. Das bringt eine Erstattung von rund 10.000 Euro jährlich.

Der Anforderungskatalog des Energiemanagementsystems wurde jüngst angepasst, sodass für die nächste Rezertifizierung mehr Bedingungen zu erfüllen sind. Im Fokus steht dabei die Nachhaltigkeit der betrieblichen Optimierungsprozesse.

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