Tödlicher Unfall auf Baustelle in Lingen Polizei, Sachverständiger, BG und Gewerbeaufsicht ermitteln

Lingen- Nachdem am vergangenen Dienstagvormittag (07. Juli 2020) auf der Baustelle des neuen Medienhaues der NOZ an der Bernd-Rosemeyer-Straße ein 22-jähriger Bauarbeiter aus dem nördlichen Emsland ums Leben gekommen ist, führen die Polizei, Gewerbeaufsicht, Berufsgenossenschaft und das Ingenieurbüro Diekel aus Bad Bentheim die Ermittlungen. Am Freitagnachmittag (10. Juli 2020) wurde mit der Bergung der Betonpumpe begonnen. Dabei kam ein 220-Tonnen-Autokran zum Einsatz. Wie wir berichteten, war am Dienstag eine der vier Stützen, mit dem das Betonpumpenfahrzeug eines Unternehmens aus Nordhorn an der rückwärtigen Seite der Baustelle aufgebockt war, eingesackt. Der Ausleger mit dem sogenannten „Rüssel“, mit dem gerade quer über das Dach Beton gepumpt wurde, schlug auf die Betondecke auf und traf den 22-jährigen Bauarbeiter, der noch an der Unfallstelle starb. Sein 28-jähriger Kollege aus Westoverledingen war schwer verletzt worden. Die Baustelle wurde stillgelegt, beschlagnahmt und Experten haben die Ermittlungen aufgenommen. Wie ein Mitarbeiter des Ingenieurbüros Diekel erwähnte, erwies sich als schwierig, den Ausleger der Betonpumpe zu bewegen, in dem noch der ausgehärtete Beton befand, der zum Unfallzeitpunkt gerade gepumpt worden sei. Der Ausleger des Fahrzeugs, das insgesamt rund 30 Tonnen wiegt, wurde Stück für Stück demontier und des Betonpumpenfahrzeug mit dem 220-Tonnen-Autokran aufgerichtet.  

 

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