Wenn der Defi zum Einsatz kommt

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CDU-Fraktionsvorsitzende Bernadette Brüggemann (Mitte) dankte Sonja Wallmann, DRK-Ortsverein Spelle, (3.v.l.) für die anschauliche Anleitung zur Bedienung eines Laien-Defibrillators.

 

Schapen – Situationen wie diese lösen bei vielen Menschen schon in der Vorstellung Angst aus: Auf einer Feier, beim Sport oder bei der Arbeit erleidet ein Mensch Kammerflimmern, bricht zusammen und muss wiederbelebt werden. Die einzig wirksame Behandlung bei Kammerflimmern ist die sofortige elektrische Defibrillation in Kombination mit der Herz-Lungen-Wiederbelebung, die durch Laien eingeleitet werden sollte. Die Mitglieder der CDU-Fraktion des Schapener Gemeinderates haben sich den Umgang mit einem AED-Gerät erklären lassen, um so in Notfallsituationen keine Zeit zu verlieren und adäquate Erste Hilfe leisten zu können.

Sonja Wallmann, ehrenamtliche Mitarbeiterin des DRK-Ortsvereins Spelle, erklärte den Mandatsträgern die richtigen Erste-Hilfe-Maßnahmen. „Der Defibrillator ersetzt keineswegs die üblichen Wiederbelebungsmaßnahmen. Er gibt nach dem Einschalten alle notwendigen Tätigkeiten akustisch klar und unmissverständlich vor, überprüft die Herzfrequenz und beendet bei Bedarf durch gezielte Stromstöße die lebensbedrohlichen Rhythmusstörungen des Herzens. Das Gerät ist so konzipiert, dass kein Schaden verursacht werden kann. Ein Elektroschock wird nur abgegeben, wenn tatsächlich ein lebensgefährliches Kammerflimmern vorliegt“, berichtete Wallmann und legte dar, dass insbesondere die Ersthelfer gefordert sind: „Beim Herzflimmern spielt der Faktor Zeit eine entscheidende Rolle. Wenn der Defibrillator eingesetzt wird, ist es zwingend erforderlich, gleichzeitig auch den Rettungsdienst zu alarmieren“, machte Wallmann auf die Notwendigkeit einer schnellen Hilfe aufmerksam. Bereits seit 2008 wird in der Samtgemeinde Spelle eine möglichst flächendeckende Ausstattung mit Defibrillatoren angestrebt. Mit Unterstützung verschiedener Privatpersonen und Firmen ist es gelungen, an zentralen Punkten öffentlich zugängliche Defibrillatoren anzubringen. Diese werden fachmännisch vom DRK-Kreisverband Emsland gewartet, um eine stetige Einsatzbereitschaft sicherzustellen. Nach den Worten von Bernadette Brüggemann, Fraktionsvorsitzende, die die Initiative zu dieser Schulung gegeben hatte, seien bislang in der Samtgemeinde insgesamt 17 AED-Geräte öffentlich zugänglich

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