„Es tut weh“: Jip Kemna verlässt den SC Spelle-Venhaus im Sommer

 

Jip Kemna wird den SC Spelle-Venhaus am Saisonende verlassen. „Aus persönlichen Gründen“, erklärt der niederländische Mittelstürmer, der erst in der Winterpause nach einem 18-monatigen Engagement beim HHC Hardenberg wieder zum SCSV zurückgekehrt ist. „Schade“, sagt der Sportliche Leiter Markus Schütte. „Aber wir sind froh, dass Jip in der  aktuellen Rückrunde wieder für uns aufläuft.“

Kemna hatte im Januar erklärt, seine Rückkehr nach Spelle fühle sich an, als wenn er wieder nach Hause komme. Er konnte sich vorstellen, im Sommer noch minimal um ein Jahr bei den Schwarz-Weißen zu verlängern. Aber er ergänzte auch: „Ich will wieder Fußball spielen. Aber ich muss schauen, ob das alles passt.“

An seinen Sympathien für den Verein, „für die coole Mannschaft“ und den Staff habe sich nichts geändert, erklärt Kemna „Der Abschied tut weh.“ Bisher sei Fußball in seinem Kopf immer das Wichtigste gewesen. Doch das habe sich geändert. „Ich kann es nicht erklären.“

Der Fußball, beschreibt es der sympathische Niederländer, der in der Regionalliga-Saison 2023/24 erstmals für die Speller auflief und gleich zum Publikumsliebling wurde, koste ihn viel Zeit und Energie. „Der Aufwand ist sehr groß“, erinnert er an An- und Abfahrt zu drei Trainingseinheiten in der Woche sowie die zumeist langen Auswärtsfahrten, die oft einen ganzen Tag in Anspruch nehmen. Dazu fehlt Kemna, der Vater eines eineinhalbjährigen Sohnes ist, aktuell die Motivation. Er wisse auch nicht, ob sich das kurzfristig ändere. Das machte er im Gespräch auch mit Schütte und Trainer Henry Hupe deutlich.

Der 28-Jährige, der beim SCSV in der Regionalliga mit acht Treffern gefährlichster Schütze war und durch gute Auftritte auf sich aufmerksam gemacht hatte, wechselte 2024 zum niederländischen Drittligisten HHC Hardenberg. Weil er in der Tweede Divisie nicht auf die erhofften Einsatzzeiten kam und der Verein noch einen Stürmer holen wollte, kehrte Kemna im Januar 2026 zurück nach Spelle, wo Mittelstürmer Elias Strotmann nach einem Kreuzbandriss und einem Meniskusschaden ausfiel.

Weil Kemna länger keine Partie mehr über 90 Minuten gespielt hatte, gab der SCSV ihm Zeit zur Akklimatisierung. Der Spieler hatte gehofft, an ehemaliger Wirkungsstätte noch einmal die Euphorie zu befeuern. Doch er bekennt, dass er nicht alles gezeigt habe, „was ich normal kann“. „Ihm fehlte die Leichtigkeit, die er im ersten Jahr in Spelle hatte“, erklärt Schütte. Zudem spielte der Mittelstürmer meist auf der Position hinter der Spitze Tom Winnemöller. Eine Entscheidung, die Kemna nachvollziehen kann. „Es soll immer die stärkste Mannschaft spielen.“

Im Sommer kehrt der in Oldenzaal geborene Kemna in seine Heimat zurück. Doch es zieht ihn nicht mehr in den höherklassigen Amateurfußball. Eine endgültige Entscheidung sei noch nicht gefallen. Wahrscheinlich wechsle er in die Kreisklasse, „um mit Kumpels zu zocken“. Eine große Umstellung für den Fußballer, der dann nur noch zweimal in der Woche trainiert. Sollte er spüren, dass ihm das nicht gefalle, könne er sich immer noch anders orientieren.

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