Spelle- Zum fünften Pflegetisch in der Samtgemeinde Spelle kamen am vergangenen Mittwoch zahlreiche Vertreterinnen und Vertreter aus den Bereichen Pflege, Gesundheit und Ehrenamt im Wöhlehof zusammen. Ziel des regelmäßig stattfindenden Formats ist es, aktuelle Herausforderungen zu diskutieren, Erfahrungen auszutauschen und gemeinsam konkrete Maßnahmen für die Region zu entwickeln.
Samtgemeindebürgermeister Matthias Sils begrüßte die Teilnehmenden und betonte die Bedeutung des Pflegetisches als Plattform für Vernetzung und praxisnahe Lösungsansätze. Aufbauend auf den Ergebnissen der vergangenen Treffen stand diesmal insbesondere die Weiterentwicklung von Ideen rund um das Ehrenamt im Pflegebereich im Fokus.
Ein inhaltlicher Schwerpunkt lag auf der Vorstellung des landkreisweiten Projekts „EmslandCare“, das zur Entlastung der hausärztlichen Versorgung beitragen soll. In der Samtgemeinde ist mit dem Pflegestützpunkt bereits ein Teilbereich abgebildet. Jeden zweiten und vierten Montag im Monat ist Melanie Schulten von 09:00 – 13:00 Uhr im Rathaus vor Ort. Sie berät bei allen Fragen rund um die Pflege. Sowohl Pflegebedürftige als auch pflegende Personen können Sie um Rat fragen. Im Laufe des Jahres soll auch die psychosoziale Beratungsstelle in der Samtgemeinde Spelle etabliert werden und das Programm erweitern.
Darüber hinaus wurde über aktuelle Entwicklungen in der Samtgemeinde berichtet.
Im Mittelpunkt der Veranstaltung stand jedoch die Konkretisierung bereits entwickelter Ansätze. So wurde im Bereich Mobilität die Idee eines ehrenamtlich organisierten Fahrdienstes weiterverfolgt. Ziel ist es, ein gemeindeübergreifendes Netzwerk mit ehrenamtlichen Fahrerinnen und Fahrern sowie koordinierenden Personen aufzubauen, um insbesondere ältere Menschen im Alltag besser zu unterstützen.
Ein weiterer Ansatz betrifft die Techniksicherheit im Auto für Seniorinnen und Senioren. Geplant sind mehrere niedrigschwellige Angebote, bei denen technikaffine Ehrenamtliche älteren Menschen die Funktionen moderner Fahrzeuge erklären. Die Veranstaltungen sollen, nach den Vorstellungen der Teilnehmenden, in Spelle, Schapen und Lünne stattfinden.
Zudem wurde die Gründung eines Netzwerks für pflegende Angehörige angestoßen. Perspektivisch soll daraus eine Selbsthilfegruppe entstehen, die regelmäßige Treffen und Austauschmöglichkeiten bietet. Ziel ist es, Betroffene besser zu vernetzen, zu entlasten und bei Bedarf gezielt Informationen bereitzustellen. Nun gilt es die notwendigen Strukturen zu schaffen und benötigte Ressourcen zu planen.
Der Pflegetisch in der Samtgemeinde Spelle zeigt damit erneut, wie aus gemeinsam entwickelten Ideen konkrete Projekte entstehen können. Auch künftig soll das Format dazu beitragen, die Pflege- und Unterstützungsstrukturen in der Samtgemeinde weiter zu stärken und den Austausch zwischen den Akteuren zu fördern.
Der nächste Pflegetisch ist bereits für November angesetzt. Wer interessiert ist teilzunehmen, ob ehrenamtlich engagierte, betroffene oder pflegende Person, kann sich bei Ehrenamtskoordinatorin Kerstin Pfeiffer (05977 937-507 oder kerstin.pfeiffer@spelle.de) melden. Ebenso können sich alle melden, die etwas zum Netzwerk beitragen können und möchten (z. B. Anbieter von Essen auf Rädern, Haushaltshilfe, Pflegeanbieter etc.).
(v. l. n. r.) Samtgemeindebürgermeister Matthias Sils, Pflegebeauftragte Melanie Schulten und Petra Krandick vom Familienzentrum freuen sich auf baldige Unterstützung im Bereich psychosoziale Beratung.
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