Warnstreik bei Krone und Storm in Spelle und Benteler in Lingen

 

Spelle / Lingen – Mit einem Demozug von Betrieb zu Betrieb machten 1200 Beschäftigte von Krone und Storm beim Warnstreik am Donnerstag, 05.11.26 Druck für höhere Entgelte und sichere Arbeitsplätze. Weitere 100 Beschäftigte der Firma Benteler in Lingen legten die Arbeit für die Forderung der IG Metall nieder.

Bei Sonnenschein und kühlen Temperaturen fanden sich bei der Firma Krone in Spelle schon bereits über 1000 Beschäftigte zu einem Demozug zusammen. Die ersten Warnstreikenden von der Firma Storm aus dem „alten“ Werk 1 im Ort trafen ein und führten den Demozug zu ihrem „neuen“ Werk 2 an der Siemensstraße an. Ihnen schlossen sich die Warnstreikenden von der Firma Krone an und zogen gemeinsam los. Von der Polizei begleitet und mit Trillerpfeifen ausgestattet machte der Demozug auf sich aufmerksam. Bei Storm erwarteten weitere Warnstreikende den Demozug für die eigentliche Warnstreik-Kundgebung.

In ihrer Warnstreikrede betonte Karin Hageböck, Geschäftsführerin der IG Metall Rheine: „Nur durch einen hohen Organisationsgrad und eine gute Beteiligung bei unseren Warnstreiks erhöhen wir den Druck auf die Arbeitgeber und können so einen guten Tarifabschluss erzielen.“

Der zweite Warnstreik des Tages fand bei der Firma Benteler in Lingen statt. Schichtübergreifend beteiligten sich 100 Beschäftigte. Eine der Forderungen der IG Metall ist eine tarifliche Gewinnbeteiligung für Betriebe mit guter wirtschaftlicher Lage. Hiermit handelt es sich um eine Differenzierung vom Tarifvertrag, allerdings nach „oben“ und nicht nach „unten“. Laura Belt, Gewerkschaftssekretärin der IG Metall Rheine erläutert in ihrer Warnstreikrede:

„Nach unten fordern die Arbeitgeber Differenzierung automatisch und auf Dauer. Nach oben, als tarifliche Gewinnbeteiligung in Betrieben, die eine gute Auftrags- und eine solide Gewinnlage vorweisen, ist sie für sie ein Bruch mit dem Flächentarif.mAbweichen also ja – aber nur zulasten der Beschäftigten! Das geht nicht! Wer so mit seinen Belegschaften umgeht, muss sich nicht wundern, dass wir warnstreiken. Wie lange dieser Konflikt dauert, entscheiden allein die Arbeitgeber.“

Die IG Metall fordert 5 Prozent mehr Entgelt für 12 Monate, sowie eine soziale Komponente zur Besserstellung der unteren Entgeltgruppen / Teilzeitbeschäftigten und Auszubildenden, eine tarifliche Sicherung von Zukunft und Beschäftigung in der Branche und eine tarifliche Gewinnbeteiligung für Betriebe mit guter wirtschaftlicher Lage.

Die Friedenspflicht endete am 31.10.2026. Die dritte Verhandlung für die Metall- und Elektroindustrie in NRW findet am 09.11.2026 statt.

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