Interview mit Daniel Knüwer, geschäftsführender Gesellschafter der emvion IT Solutions GmbH & Co. KG aus Spelle

Spelle- Seit Anfang des Jahres treten Sälker IT Solutions aus Spelle, RF Computer aus Rheine, MDSI aus Moormerland sowie venabo und pramux gemeinsam als emvion auf. Knapp ein Jahr später erzählt Daniel Knüwer, geschäftsführender Gesellschafter, von den Anfängen in einem Kotten in Hopsten, von Verlässlichkeit und davon, was sich für Kunden geändert hat.
Rund 170 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter arbeiten heute in Spelle, Rheine und Moormerland. Das Unternehmen ist inhabergeführt, die Ansprechpartner sind dieselben geblieben. Geändert hat sich vor allem der Name.
Interview
Herr Knüwer, viele kennen Ihr Unternehmen noch als Sälker IT Solutions. Seit Januar steht emvion auf dem Schild. Wurde verkauft?
Nein. Es sind dieselben Leute und dieselben Ansprechpartner, und wir sind unverändert inhabergeführt. Angefangen hat Erich Sälker 1994 in einem ehemaligen Kotten an der Halverder Straße in Hopsten, mit einem kleinen Laden und viel Einsatz vor Ort. Ich komme selbst aus Hopsten und bin 1998 mit 17 dazugekommen, eigentlich nur als Schülerjob. Geblieben bin ich bis heute. Über die Jahre sind weitere Firmen dazugekommen: 2006 MDSI in Moormerland, später unsere eigenen Firmen venabo und pramux und 2024 RF Computer in Rheine. Intern arbeiten wir längst zusammen. Mit emvion zeigen wir das seit Januar auch nach außen.
Was hat sich für die Kunden geändert?
Im Grunde nichts. Die Ansprechpartner sind geblieben, neu waren Name, Logo und E-Mail-Adressen. Der Grund für den Schritt war ganz praktisch: Fünf Namen haben eher verwirrt als geholfen. Mancher Kunde, dessen Rechner und Netzwerk wir betreuen, wusste gar nicht, dass wir ihm auch bei der Warenwirtschaft oder der Zeiterfassung helfen können. Heute gibt es einen Namen und einen Ansprechpartner, der weiß, wen er im Haus fragen kann.
Spelle, Rheine, Moormerland: Emsland, Münsterland, Ostfriesland. Wie passt das zusammen?
Besser, als man denkt. Das sind alles ländliche Gegenden mit vielen Familienbetrieben und Mittelständlern. Die Leute legen Wert darauf, dass man Wort hält. An jedem Standort sitzen eigene Teams, die ihre Kunden oft seit vielen Jahren kennen. Daran hat sich nichts geändert.
Mit welchen Betrieben arbeiten Sie zusammen?
Vom Handwerksbetrieb mit wenigen Arbeitsplätzen bis zum Industrieunternehmen ist alles dabei. Typisch ist ein Betrieb mit 30 bis 100 Arbeitsplätzen, der keine eigene IT-Abteilung hat. Dort kümmern wir uns darum, dass Rechner, Server und Netzwerk laufen, auf Wunsch zu einem festen Monatsbetrag. Dazu kommt die Software, mit der der Betrieb arbeitet, etwa für Warenwirtschaft, Buchhaltung oder Zeiterfassung.
Viele Unternehmer schieben das Thema IT-Sicherheit vor sich her. Zu Recht?
Nein, aber ich kann es verstehen. Im Alltag hat man andere Sorgen. Nur: Wenn die IT-Umgebung steht, stehen oft auch Aufträge, Rechnungen und Produktion. Wir sorgen dafür, dass die Systeme geschützt und aktuell sind und dass eine Datensicherung im Ernstfall auch funktioniert. Panik machen wir dabei nicht. Gute IT-Sicherheit ist unspektakulär. Man merkt im Alltag nicht, dass sie da ist.
Rund 170 Leute an drei Standorten. Wird man da nicht schnell zum anonymen Dienstleister?
Genau das wollen wir nicht. Unser Anspruch ist seit 1994 derselbe: ansprechbar sein, mit anpacken, Zusagen einhalten. Die meisten Kunden haben bei uns feste Ansprechpartner, die ihren Betrieb kennen. Vieles lösen wir per Fernwartung, wenn nötig kommen wir vorbei. Fehler passieren auch bei uns, das gehört dazu. Entscheidend ist, dass man sich dann kümmert.
Und was für ein Arbeitgeber ist emvion?
Das sollten eigentlich andere beantworten. Aber ein paar Zahlen sagen vielleicht mehr als ich: Rund 50 Kolleginnen und Kollegen sind seit zehn Jahren oder länger bei uns, im Schnitt sind es über sieben Jahre. Wir bilden aktuell 16 junge Leute in sieben Berufen aus, vom Fachinformatiker bis zu Kaufleuten für Digitalisierungsmanagement. Und wir bilden aus, um zu übernehmen. Das klappt fast immer.
Wer will, kann sich bei uns weiterentwickeln, ohne den Arbeitgeber zu wechseln, etwa vom IT-Service in die Softwareentwicklung. Und ich finde es gut, dass man für einen guten IT-Job nicht in eine Großstadt ziehen muss.
Zum Schluss: Was wünschen Sie sich für emvion in den nächsten Jahren?
Dass man in der Region sagt: Das sind die aus Spelle, aus Rheine, aus Moormerland. Die machen IT, und auf die ist Verlass. Wachsen wollen wir weiter, aber nur, wenn es regional und menschlich passt. Wir sind hier Nachbarn und für die Betriebe um uns herum ein Partner auf Augenhöhe.
Über emvion
emvion ist eine inhabergeführte IT-Gruppe mit 170 Mitarbeitenden an den Standorten Spelle, Rheine und Moormerland. Unter einer gemeinsamen Marke bündelt emvion Leistungen in vier spezialisierten Einheiten:
Systemhaus & Managed Services, Custom Software, Business Software sowie Smart Mobility. emvion begleitet Unternehmen von Beratung und Umsetzung bis zum stabilen Betrieb und entwickelt Lösungen, die IT-Infrastruktur und digitale Prozesse nachhaltig absichern und weiterentwickeln. Inhabergeführt, geschäftsführender Gesellschafter: Daniel Knüwer
Kontakt: emvion IT Solutions GmbH & Co. KG, Südfelde 13, 48480 Spelle, Telefon 05977 76855-0, www.emvion.de
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