Getränke Korte übernimmt Panning & Hundt Getränkefachmarkt in Salzbergen unter neuer Leitung

Salzbergen. Fast schon unbemerkt von den Bürgerinnen und Bürgern Salzbergens verlief die Übergabe des Getränkemarktes Panning & Hundt an die Getränke Korte GmbH aus Rheine – so reibungslos und unspektakulär ging die Geschäftsübergabe von statten.Bürgermeister Andreas Kaiser gratulierte nun zur neuen Geschäftseröffnung.

Bereits seit Mitte August wird der Getränkefachmarkt an der Freiherr-von-Twickel-Straße nun als „Getränkepartner“ geführt. Er gehört damit zu Getränke Korte aus Rheine unter der Geschäftsführung von Michael Korte. Neben dem Unternehmenssitz und einem weiteren Getränkemarkt in Rheine gehört nun auch der Standort Salzbergen zu Korte. Korte ist in Salzbergen kein Unbekannter: So beliefert er bereits seit Jahren das Dorfgemeinschaftshaus in Hummeldorf und ab sofort auch in Steide und fungiert bei einigen Salzbergener Schützenfesten als Festwirt. In den letzten Jahren hatte er auch den Getränkeausschank auf dem Salz- und Ölmarkt übernommen. Alle Märkte, Veranstaltungen und Lokalitäten beliefert er im Übrigen direkt von der Zentrale in Rheine. Im Getränkemarkt in Salzbergen wird auch künftig Nicole Panning anzutreffen sein, die vorher gemeinsam mit Marion Hundt den Getränkemarkt betrieben hat.

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Bild: Bürgermeister Andreas Kaiser gratuliert Michael Korte und Nicole Panning zur Geschäftseröffnung

Besuch aus Brüssel in Salzbergen Empfang von Jens Gieseke, Mitglied des Europäischen Parlaments

Salzbergen. In der letzten Woche begrüßte Bürgermeister Andreas Kaiser Jens Gieseke, Mitglied des Europäischen Parlaments, bei einem offiziellen Empfang in der Gemeinde Salzbergen, an dem nicht nur Vertreter aus der lokalen Politik, sondern auch der Geschäftsführer der H&R ChemPharm Dieter Pohl und Betriebsleiter der H&R ChemPharm GmbH Martin Ahmann teilnahmen.

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Bild: Obere Reihe v.l.: Helmut Eden, Hermann Hermeling, Alfred Vehring, Frank Elling, Detlev Walter, Martin Ahmann, untere Reihe v.l.: Dieter Pohl, Bürgermeister Andreas Kaiser, Jens Gieseke MdEP, Franz-Josef Evers.

Jens Gieseke ist seit der Europawahl 2014 Abgeordneter für das westliche Niedersachsen (Osnabrück/Emsland) und Mitglied des Ausschusses für Umwelt, öffentliche Gesundheit und Lebensmittelsicherheit, sowie für Landwirtschaft, ländliche Entwicklung und Fischerei. So nutzte Bürgermeister Andreas Kaiser das Treffen um Salzbergen allgemein vorzustellen und über aktuelle Projekte, Vorhaben und auch Entwicklungspotenziale zu sprechen. Neben der Neugestaltung des Ortskerns Salzbergens sowie dem Projekt „Ortskernentlastungsstraße“ waren insbesondere die neue Förderperiode des EU-Förderprogramms LEADER und die aktuelle Flüchtlingssituation in Salzbergen Thema des mehrstündigen Treffens. Im weiteren Verlauf des Empfangs stellten Dieter Pohl und Martin Ahmann die bereits seit über 150 Jahren aktive H&R Raffinerie in Salzbergen sowie den aktuellen Prozess zur europäischen REACH-Verordnung vor. Jens Gieseke zeigte sich beeindruckt von der positiven Entwicklung Salzbergens, den anstehenden Projekten und sicherte seine Unterstützung in aktuellen Angelegenheiten Salzbergens sowie der Raffinerie zu.

Bezahlbares Fleisch und artgerechte Tierhaltung? SPD-Bundestagsabgeordnete Dr. Daniela De Ridder diskutierte mit Experten für Tierhaltung in Salzbergen

 De Ridder

Salzbergen. Die SPD-Bundestagsabgeordnete Dr. Daniela De Ridder lud zu einer Veranstaltung mit ihrer Kollegin Christina Jantz, der Tierschutzbeauftragten ihrer Fraktion, in das Gemeindehaus Holsten ein. Regionale Expertise zu den Themen Tierschutz und Intensivtierhaltung holte sie dabei von Lambertus Arends, Züchter des Bentheimer Landschweins, sowie von Lambert Hurink, dem Hauptgeschäftsführer des Emsländischen Landvolkes, ein. 

„Die SPD-Bundestagsfraktion macht sich für den Tierschutz stark – das ist unsere klare Botschaft. Es freut mich sehr, dass wir dazu konstruktiv miteinander diskutieren konnten. Die Skandale um die Massentierhaltung haben uns gezeigt, dass Verbraucherinnen und Verbraucher dringend eine artgerechten Haltung von Tieren in unserer Gesellschaft stärken müssen, die auch der wirtschaftlichen Ausgangslage der Bauern Rechnung trägt“, erklärt Dr. Daniela De Ridder, Bundestagsabgeordnete für den Wahlkreis Mittelems.

Die Tierschutzbeauftragte der SPD-Bundestagsfraktion, Christina Jantz, folgte der Einladung nach Salzbergen und präsentierte dabei das Eckpunktepapier der Fraktion zum Tierschutz. Neben der Schaffung und Durchsetzung von Mindeststandards in der Tierhaltung enthält es Forderungen nach einer deutlichen Absenkung des Einsatzes von Antibiotika sowie der Abschaffung belastender Eingriffe, wie etwa das Kupieren von Schweineschwänzen.

„Die Tierhaltung ist in den letzten Jahren in eine deutliche Schieflage gegenüber dem Tierschutz geraten“, so De Ridder. Das machte auch Lambert Hurink deutlich, der sich für eine artgerechte Tierhaltung einsetzt und vor allem auf den ökonomischen Druck verwies, der die Landwirtschaft verändert habe. Gerade in der Grafschaft und im Emsland seien noch viele Familienbetriebe tätig, die sich den Herausforderungen eines immer stärker globalisierten Marktes stellen müssten. Wie artgerechte Tierhaltung jedoch auch aussehen kann, beschrieb Lambertus Arends, der auf seinem Hof in Eschebrügge alte Haustierrassen wie das bunte Bentheimer Landschwein hält. Unmissverständlich machte er seine Position deutlich: „Aus Nutztieren dürfen keine ‚Ausnutztiere‘ werden.“

Dies bestärkte auch die die SPD-Politikerin Jantz: „Wir müssen neben der Implementierung von Mindeststandards auch die Transparenz stärken. Durch eine standardisierte und verlässliche Kennzeichnung der Haltungsbedingungen von tierischen Produkten im Supermarkt können die Verbraucherinnen und Verbraucher den Tierschutz über eine Kaufentscheidung verlässlich stärken“, betonte sie. Daraus entwickelte sich eine intensive Diskussion mit dem Publikum.

 

Einig waren sich die Beteiligten vor allem darin, dass die Menschen in der Gesellschaft ihre Konsumgewohnheiten hinterfragen müssen, damit Tierschutz effektiv gelingen kann.

 

Dr. Daniela De Ridder dankte ihrer Kollegin Christina Jantz sowie den beiden Referenten Lambertus Arends und Lambert Hurink für ihre klaren Positionen: „Wenn es um artgerechte Tierhaltung geht, müssen wir noch besser  über Haltungs- und Produktionsbedingungen in ländlichen Räumen informieren und unsere Landwirte dabei unterstützen, ihr Image verbessern zu können. Da sind wir auch als SPD gefordert“, betonte De Ridder abschließend.