Artikel vom 20. Februar 2026
Spelle – Die Samtgemeinde Spelle hat nach längerer Vorbereitungszeit ihr neues Logo vorgestellt. Während die Verwaltung den modernen Markenauftritt als zukunftsweisend beschreibt, regt sich in Teilen der Bevölkerung Kritik. Besonders deutlich äußert sich der ehemalige Bürgermeister von Spelle, Andreas Wenninghoff, zum Ablauf der Entscheidungsfindung.

In einem telefonischen Gespräch machte Wenninghoff deutlich, dass es ihm weniger um das grafische Erscheinungsbild an sich gehe, sondern vor allem um das Verfahren. Das neue Logo mit seinen drei Balken und zwei Wellen wirke nicht nur auf ihn, sondern auch auf viele Bürgerinnen und Bürger wenig aussagekräftig. In Gesprächen habe er wiederholt wahrgenommen, dass viele den neuen Markenauftritt als nichtssagend empfinden.
In der jüngsten Gemeinderatssitzung gab er hierzu eine persönliche Stellungnahme ab. Ursprünglich sei sogar ein Antrag von ihm vorgesehen gewesen, den er jedoch nach einem Austausch mit Samtgemeindebürgermeister Matthias Sils zurückgezogen habe. Er habe nicht damit gerechnet, für sein Anliegen eine Mehrheit im Rat zu finden.
Irritiert zeigte sich Wenninghoff darüber, dass es nach seinen Informationen weitere Entwürfe anderer Agenturen gegeben haben soll. Dass diese Varianten im Rat nicht vorgestellt worden seien, halte er für problematisch. Aus seiner Sicht hätten die Ratsmitglieder umfassend über alle Optionen informiert werden müssen, bevor eine endgültige Entscheidung falle.
Die Kosten für Gestaltung und den neuen Markenauftritt werden nach seinen Angaben einen sechsstelligen Betrag erreichen. Auch darüber hätten die Bürgerinnen und Bürger informiert werden müssen.
Das reine Logo hat 10.000 € gekostet. Hinzu kommen jedoch weitere Kosten, etwa für das Umkleben von Fahrzeugen sowie für Werbeartikel wie Kugelschreiber und Blöcke, die Anpassung der Homepage, neue Schilder im Rathaus, Briefpapier, Visitenkarten usw. Bei Protein sind ebenfalls bereits etliche Tausend Euro für den neuen Markenauftritt – inklusive Fördermittel – geflossen, so Wenninghoff

Dass die Entscheidung allein von den drei Bürgermeistern und den Mitarbeitenden der Verwaltung getroffen worden sei, stoße bei vielen auf Unverständnis.
Grundsätzlich hätte er sich mehr Transparenz und Beteiligung gewünscht. Eine Bürgerbefragung oder zumindest eine breitere Einbindung des Rates wäre aus seiner Sicht angemessen gewesen. Entscheidungen über das Erscheinungsbild einer gesamten Samtgemeinde sollten möglichst von einer breiten Mehrheit der Bürgerinnen und Bürger mitgetragen werden.
Abschließend betonte Wenninghoff, dass seine Kritik als Anstoß für künftige Verfahren verstanden werden solle. Es gehe ihm nicht um persönliche Angriffe, sondern um einen offenen und nachvollziehbaren Umgang mit wichtigen Entscheidungen innerhalb der Samtgemeinde Spelle.
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