Artikel vom 12. November 2025
Ehrenamtliche der Hospizgruppe Spelle und des ökumenisch-ambulanten Hospizvereins Rheine waren wieder zu Gast an der Johannes Grundschule Spelle mit dem einwöchigen Projekt „Hospiz macht Schule“. Im Gepäck hatten sie Geschichten, Farben, Bilder und Filme und viele kreative Ideen und Methoden, um in der Klasse 4b mit den Kindern an dem Thema Tod und Sterben zu arbeiten.
Der Tod passiert mitten unter uns. Auch Kinder werden damit konfrontiert: in der Familie, weil Oma oder Opa gestorben sind, in den Medien, weil Menschen in Kriegen oder bei Umweltkatastrophen ums Leben kommen.
Kinder haben ein besonderes Interesse an dem Thema. Sie sind sich der eigenen Sterblichkeit zwar noch nicht bewusst, sorgen sich aber um den Verlust von Familienmitgliedern.
Es gibt Eltern, die ihr Kind schützen wollen. Aber es gibt kein zu jung oder zu alt, um sich mit dem Tod auseinander zu setzen. Kinder fragen so lange, bis sie selbst meinen, dass es genug ist.
„Hospiz macht Schule“ hat zum Ziel, im Rahmen einer Projektwoche Kinder im Grundschulalter behutsam an das Thema „Tod und Sterben“ heranzuführen und ihnen zu helfen, mit einem eventuellen Verlust besser umgehen zu können. Im Umgang mit den Ehrenamtlichen der Hospizgruppe nehmen sie wahr, dass sie nicht geschont, nicht belogen werden. Sie bekommen ehrliche Antworten. Sie lernen, dass Leben und Sterben untrennbar miteinander verbunden sind.
Am letzten Tag der Woche wurden den geladenen Eltern alle Projektergebnisse präsentiert. Stolz zeigten die Kinder nicht nur ihre beeindruckenden Bilder von ihrer Vorstellung vom Jenseits, auch ihrer Gefühlswelt hatten sie in bunten Farben Ausdruck verliehen.

Es war nicht immer leicht, über Themen wie Abschied, Krankheit oder Tod zu sprechen. Sie haben sich Gedanken gemacht über Dinge, die sie traurig machen, die ihnen Sorgen bereiten oder sogar Angst machen. Diese Gedanken durften sie auf Zettelchen schreiben und nun im Rahmen des Abschlussfestes draußen in einer Feuerschale verbrennen. Sie müssen ihre schweren Gedanken nicht festhalten. Das Feuer verwandelt sie in Asche und Rauch. Sie verabschieden sich von ihren traurigen Gefühlen und haben Platz für neue, schöne Gedanken.
Die Klasse 4b mit ihrer Klassenlehrerin Dianna Uhlenkotte bedankte sich mit einem liebevoll gestalteten Geschenk bei jeder Ehrenamtlichen. Die Schulleiterin Annette Brinkmann verwies auf die große Bedeutung dieses Themas, nicht nur für die Kinder. Auch die Erwachsenen werden sicherlich von den Eindrücken dieser Projektwoche profitieren können. Sie bedankte sich für die erlebnisreiche und emotionale Woche und freut sich auf die kommenden Projekte, wenn die Klassen 4c und 4d die Möglichkeit bekommen, sich intensiv mit dem Thema Tod und Sterben auseinander zu setzen und zu lernen, dass der Tod zum Leben dazu gehört.
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