Wie sieht es wohl im Himmel aus? – Projektwoche an der Johannes-Grundschule

Artikel vom 23. Februar 2026

 

Spelle- Im Rahmen der Projektwoche „Hospiz macht Schule“ haben die Kinder der Klasse 4c  der Johannes-Grundschule Spelle mit Ehrenamtlichen der HospizGruppe Spelle e.V. und des ökumenisch ambulanten Hospizvereins Rheine fünf intensive, aber dennoch keine todtraurigen Tage zum Thema „Sterben und Tod“erlebt. Es gab viele fröhliche Momente.

 

Kinder haben ein unbefangenes und angstfreieres Verhältnis zum Tod als Erwachsene. Das nutzte das Team der Ehrenamtlichen und brachte ihnen mit unterschiedlichsten Methoden und Materialien dieses Thema näher. Es wurde gesungen und gemalt, gespielt und gepflanzt. Es gab Geschichten und Fotos, Gesprächsrunden und Besichtigungen. 

Die Schüler haben sich ernsthaft mit Krankheit, Abschied und Verlust auseinandergesetzt. Fragen zu diesen Themen konnten an eine Ärztin und an eine Bestatterin gestellt werden.

Auch im Umgang mit den Ehrenamtlichen der Hospizgruppe nahmen sie wahr, dass sie bei all ihren Fragen nicht geschont, nicht belogen wurden. Sie bekamen ehrliche Antworten und lernten, dass Leben und Sterben untrennbar miteinander verbunden sind.

Nach der allmorgentlichen Begrüßung kümmerten sich die Ehrenamtlichen jeweils in Kleingruppen um die Kinder. Auch über die ehrenamtliche Arbeit von Hospizvereinen wurde berichtet. Sogar ein Besuch beim Bestatter in der Friedhofskapelle und auf dem Friedhof stand auf dem Programm. Für viele Kinder war es der erste Kontakt mit diesen Orten. 

Aber durch all diese neuen Erfahrungen konnten ihnen Ängste genommen werden. In der Projektwoche war vieles möglich: sie konnten frei reden, offen fragen und bekamen ehrliche Antworten. Sie konnten weinen und lachen, traurig und fröhlich sein. Alle Gefühle waren zugelassen.

Es war nicht immer leicht, über Themen wie Abschied, Krankheit oder Tod zu sprechen. Die Kinder machten sich Gedanken über Dinge, die sie traurig machen, die ihnen Sorgen bereiten oder sogar Angst machen. Diese Gedanken durften sie am Abschlusstag der Projektwoche auf Zettelchen schreiben und  draußen in einer Feuerschale verbrennen. Sie müssen ihre schweren Gedanken nicht festhalten. Das Feuer verwandelt sie in Asche und Rauch. Sie verabschieden sich von ihren traurigen Gefühlen und haben Platz für neue, schöne Gedanken.

Beim Abschlussfest präsentierten die Kinder dann stolz den geladenen Eltern ihre beeindruckenden  Projektergebnisse der vergangenen Tage.

Dadurch konnten sie ihren Müttern und Vätern sogar vielfach Mut machen, mehr mit ihnen über Leid und Sterben, Tod und Trauer zu sprechen.

Die Klassenlehrerin der Klasse 4c Frau Sandra Wortmann dankte den Ehrenamtlichen der Hospizgruppe für die erlebnisreiche und emotionale Woche. Auch die Elten waren beeindruckt von den Ergebnissen und trugen mit leckerem Fingerfood zu einem gelungenen Verlauf der Projektwoche bei.

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