Stegemann: Landwirtschaft 4.0 mit großem Potenzial für mehr Nachhaltigkeit Agrarsprecher Stegemann besucht Landmaschinenfabrik Krone in Spelle

Spelle. Nach der Wahl des Bundestagsabgeordneten Albert Stegemann zum agrarpolitischen Sprecher der CDU/CSU-Bundestagsfraktion stand nun der Antrittsbesuch bei der Landmaschinenfabrik Bernard Krone in Spelle an. „Die Impulse der Landmaschinentechniker und Ingenieure sind wichtig und hilfreich für meine Arbeit in Berlin. Gerade unsere Betriebe im Emsland und der Grafschaft Bentheim sind Innovationstreiber in der Landwirtschaft“, erklärt Stegemann.

Foto: Stegemann im Gespräch mit den Experten der Landmaschinenfabrik Krone in Spelle; (v.l.n.r.: Albert Stegemann, Lothar Riesenbeck, Leiter Abteilung Produktion, Dr.-Ing. Josef Horstmann, Geschäftsführer für Konstruktion und Entwicklung, Heiner Brüning, Leiter Abteilung Business Development (Copyright: Krone))

Insbesondere wurde die Entwicklung von kleinen bäuerlichen Betrieben hin zu größeren industriellen landwirtschaftlichen Betrieben diskutiert. „Mir ist es wichtig, dass gut aufgestellte Familienbetriebe auch künftig wettbewerbsfähig sind. Denn sie sind gesellschaftlich akzeptiert und in unserer Region verwurzelt“, so Stegemann. Dabei bietet die Digitalisierung gerade für mittelständische Betriebe große Chancen.

Deshalb unterstützt Stegemann Bundeslandwirtschaftsministerin Julia Klöckner bei der „Digitalisierung in der Landwirtschaft“. Im Haushaltsplan sind hierfür in diesem Jahr zehn Millionen Euro vorgesehen. Für 2019 wird diese Summe noch einmal um 50 Prozent erhöht. Zudem wird eine eigene Abteilung für die ländliche Entwicklung und für digitale Innovationen geschaffen. „So sollen beispielsweise ,Experimentierfelder‘ vor Ort entstehen. Ein solches Experimentierfeld für den Ackerbau wollen wir auch im Westen Niedersachsens etablieren“, unterstreicht Stegemann. Hier könnten neue Roboter- und Satellitentechniken getestet und weiterentwickelt werden.

Entscheidend für diesen Prozess ist eine einheitliche Steuerung der unterschiedlichen Landmaschinen. „Die Datendrehscheibe unserer Partnerfirma DKE-Data ist Mittel zum Zweck, damit Maschinen an alle Landwirte verkauft werden können“, so der Geschäftsführer für Konstruktion und Entwicklung Dr.-Ing. Josef Horstmann der Firma Krone aus dem Emsland über die neu geschaffene offene Plattform. Dabei dringen Landtechnik und Landwirte auf Datenhoheit über die eigenen Daten. In diesem Zusammenhang erwartet Stegemann noch intensive Diskussionen in den kommenden Monaten.

Zudem sehen die Gesprächspartner die Digitalisierung auch als eine Chance für mehr Akzeptanz gegenüber der Landwirtschaft. „Durch mehr Präzision helfen wir den Landwirten, umweltfreundlicher und kostengünstiger zu arbeiten“, unterstreicht Heiner Brüning, Leiter des Business Developments. Zudem könne eine erhöhte Transparenz viele Vorwürfe gegenüber Landwirten in Bezug auf Umweltschutz und Tierwohl entkräften. „270.000 landwirtschaftliche Betriebe versorgen 80 Millionen Menschen in Deutschland mit hochwertigen Lebensmitteln. Trotzdem hat kaum eine Branche so ein schlechtes Image wie die Landwirtschaft. Digitale Lösungen können dazu beitragen, diesen Riss in der Gesellschaft wieder zu schließen“, bekräftigt Stegemann.

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