Erste Fridays-for-Future-Demo in Lingen Klimastreik-Aktion der neuen Ortsgruppe

 Die neue Ortsgruppe Fridays for Future Lingen wurde am 14. März 2022 ins Leben gerufen. Am Freitagnachmittag hat sie zu ihrer ersten Kli­mastreik-Aktion aufgerufen. Der Einladung von Gründerin Kristin Aufenvenne und ihrer Kommilitonin Char­lotte Herlein zum Treffen am Bahnhof folgten mehr als 50 Gleichgesinnte. Sie gedachten mit einer Schweigeminute den Menschen in der Ukraine, die unter dem mörderischen Treiben in der Ukraine leiden. 

Lingen. Schon am Bahnhofsvorplatz eingestimmt zogen die Klimastreik-Demo-Teilnehmer laut rufend und die Maskenpflicht beachtend durch die Innenstadt zum Marktplatz. Dabei machten sie auf sich aufmerksam und riefen: „Wir sind laut, weil ihr uns die Zukunft klaut oder runter mit der Kohle, hoch mit dem Klimaschutz.“ Eingerahmt von vielen die Sonne genießenden Cafehausgästen ergriffen in Lingens Mitte Kristin Aufenvenne und Jeremy Zgrzebski das Wort. Sie forderten die Politiker auf, endlich ihre Hausaufgaben ordentlich zu machen.

Die beiden Aktivisten nahmen den zehnten globalen Klimastreik zum Anlass, um auf die miserable Lage in Sachen Klimaschutz aufmerksam zu machen. Aufenvenne betonte: „Die Klimakrise ist überall weltweit präsent. Dürre, große Hitze oder Stürme und zu wenig Niederschlag sind die Folge. Während der Corona-Krise hat die Bundesregierung gezeigt, dass in Deutschland Maßnahmen ergriffen werden können, um Krisen einzudämmen. Warum behandeln wir immer noch den Klimaschutz wie ein bockiges Kleinkind. Der Klimawandel ist Realität, und das erfordert Handlungen. Wir haben Politiker gewählt, die aber mit den Krisen nicht umgehen können.“

Kristin Aufenvenne fordert: „Sei drei Jahren gehen wir auf die Straße und verlangen dass ein, was Wissenschaftler schon seit Jahren fordern. Wir wollen eine Klima-Politik die endlich Wissenschaftler ernst nehmen, damit Wünsche und Träume einer ungeborenen Generation in Erfüllung gehen können. Wir fordern radikale Änderungen der Energiepolitik.“ Jeremy Zgrzebski ergänzte. „Wir leben in einer Gesellschaft, die nicht zur Ruhe kommt. Und das Co ²-Budgett wird immer kleiner. Wir erwarten, dass in dieser Krise mindestens so entschlossene Maßnahmen ergriffen werden wie bei Corona.“

Zgrzebski bemängelte, dass z. B. für die Bundeswehr ein Sondervermögen da sei, aber für den Klimaschutz nicht. Da stimme etwas nicht. „Wir werden die verantwortlichen Politiker in den Parlamenten nicht zur Ruhe kommen lassen!“.  Kristin Aufenvenne und Jeremy Zgrzebski stellten heraus: „Wir tragen Verantwortung für das Wohl der zukünftigen Weltgemeinschaft: Die Zukunft blickt auf uns! Wie sind alle verantwortlich und können nur gemeinsam etwas erreichen.“

Mitten in Europa herrsche Krieg in der Ukraine mit unsäglichem Leid für die Menschen. „Wenn wir von einem Man abhängig sind, der Menschenrechte, Pressefreiheit und Demokratie nicht kennt, bedeutet dies, dass wir auf Kosten dieses Krieges leben und wir dies akzeptieren. Liebe Regierung, wollt ihr innerhalb der EU täglich Millionen für Öl und Gas an einen Menschen geben, der die Demokratie mit Bombern beschmeißt? Macht ihr endlich euren Job, und zwar richtig.“

Am Lingener Bahnhof hieß Kristin Aufenvenne (rechts) die Teilnehmer zur ersten Fridays-for-Future-Demo in Lingen willkommen.

Vom Bahnhofsvorplatz zogen die Klimastreik-Demo-Teilnehmer laut rufend und die Maskenpflicht beachtend durch die Innenstadt zum Marktplatz.

Kristin Aufenvenne (links) und Jeremy Zgrzebski (rechts) riefen zu einer Gedenkminute für die Menschen in der Ukraine auf und für die Menschen, die in Russland für die Freiheit ihr Leben auf Spiel setzen.

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