Gewerkschaft verhindert erneut verkaufsoffenen Sonntag – Interessen des Einzelhandels werden bewusst ignoriert

Lingen. Kurzfristig hat die Dienstleistungsgewerkschaft ver.di den für Sonntag (03. April 2022) geplanten verkaufsoffenen Sonntag mit einem gerichtlichem Eilantrag torpediert. „Nur einen Tag vor Fristablauf hat uns der Eilantrag der Gewerkschaft erreicht“, beschreibt LWT-Geschäftsführer Jan Koormann die Situation. Trotzdem hatten LWT und Stadt Lingen versucht, das zuständige Verwaltungsgericht Osnabrück von der Automeile und Oldtimerausstellung mit verkaufsoffenem Sonntag zu überzeugen. „Leider ist das Gericht der Auffassung der Gegenseite gefolgt und hat damit den verkaufsoffenen Sonntag verboten“, bedauert Koormann die richterliche Entscheidung. Damit muss die Automeile, die inzwischen zum zehnten Mal am Sonntag in der Innenstadt stattgefunden hätte, ausfallen. Die zusätzlich geplante Oldtimerausstellung wird allerdings trotzdem stattfinden. „Wir wollen damit zeigen, dass es eben nicht nur um den verkaufsoffenen Sonntag geht, sondern wir allgemein die Innenstadt mit attraktiven Veranstaltungen auch an Sonntagen beleben wollen“, sagt Koormann. Verärgert sind auch die Lingener Einzelhändler, für die jede Sonderaktion nach den zurückliegenden Corona-Einschränkungen eine Abmilderung der angespannten Situation bedeutet hätte. „Ver.di agiert aktiv gegen die Händler und die Ausbildungs- und Arbeitsplätze im Einzelhandel“, macht Dirk Iserlohe, Vorsitzender des LWT e.V. seinem Ärger Luft.

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