Höchste Auszeichnung für Feuerwehrnachwuchs Abnahme in besonderer Kulisse – Löschübung im Schatten des Schlosses

Was regelt die Feuerwehr-Dienstvorschrift 3? Wofür steht die Abkürzung KJFW? Wer ist Frank-Walter Steinmeier? Dies sind nur drei von vielen Fragen die sich 94 Jugendliche aus vier Landkreisen des Bezirkes Weser-Ems am vergangenen Sonntag in Sögel stellen mussten. Sie waren angetreten, um die höchste Auszeichnung der Deutschen Jugendfeuerwehr zu erwerben, die Leistungsspange.

Auf den Sportanlagen unweit vom Schloss Clemenswerth in Sögel stellten sich zwölf Gruppen dem Wertungsrichterteam in fünf Disziplinen. Neben der Schnelligkeitsübung (fehlerfreies Kuppeln von acht Schläuchen in unter einer Minute), dem Kugelstoßen über eine Distanz von mindestens 55 Meter, einem Staffellauf über 1500 Meter in unter vier Minuten und einer einstudierten Löschübung sind auch Fragen zur Gesellschafts- und Jugendpolitik sowie rund um die Feuerwehr zu beantworten. Bewertet wird aber auch der Gesamteindruck der Gruppe während der einzelnen Disziplinen.

Das Motto des Wettbewerbes ist dabei „Alle oder keiner“. Misslingt beispielsweise das Kugelstoßen eines Einzelnen, können die anderen Mitglieder der Gruppe dies wieder wettmachen. Es zählt allein die Leistung der Gruppe, da Teamgeist, gegenseitiges Vertrauen und Kameradschaft auch die Grundvoraussetzungen für die spätere Arbeit in den Einsatzabteilungen einer Feuerwehr sind. Jede Gruppe besteht dabei aus neun Jugendlichen.

Am Ende erhielten 81 Jungen und 13 Mädchen die heiß begehrte Leistungsspange. Auch der emsländische Feuerwehrnachwuchs aus Haren, Meppen, Gersten, Lengerich, Salzbergen, Papenburg-Untenende, Sögel und Emsbüren. „Einfach waren die letzten Wochen nicht. Aber es hat sich gelohnt!“, war von den Jugendlichen hinsichtlich der langen und intensiven Zeit des Vorbereitens zu hören. Am Ende zeigten sich die 14 bis 18 Jahre alten Brandschützer erleichtert und stolz nun das begehrte Abzeichen tragen dürfen. Mit der Verleihung der Nadeln verfliegt nicht nur bei den Jugendlichen die Anspannung. Auch die Betreuer fieberten mit. „Diese Erfahrung schweißt zusammen. Ich bin stolz auf meine Mädels und Jungs.“, so ein Jungendwart am Rande der Verleihung.

Der pandemischen Lage geschuldet wurde auf eine gemeinsame Übergabe der Leistungsspangennadeln an die Gruppen verzichtet. So konnten die JF nach erfolgreicher Ablage der Teilprüfungen ihre wohlverdienten Abzeichen beim Wertungsrichterteam in Empfang nehmen und zeitig den Heimweg antreten. Die Vertreter der Kreisjugendfeuerwehr Emsland gratulierten den stolzen Jugendlichen vor Ort zur erfolgreichen Teilnahme an der Leistungsspange und dankten den Jugendbetreuern und Ausbildern, dass sie den Feuerwehrnachwuchs so gut auf die Prüfung vorbereitet haben. Kreisjugendfeuerwehrwart Klaus Smit gratulierte im Rahmen der Verleihung der JF Sögel zu ihrem 20 jährigen Bestehen und danke für die logistische Unterstützung beim Ausrichten der Abnahme.

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