Am Sonntag, den 7. Juni, verwandelte sich Hamburg erneut in die Bühne für eine der größten Triathlon-Veranstaltungen Europas.
Beim Ironman Hamburg stellten sich rund 3.000 Athletinnen und Athleten aus 83 Nationen der Herausforderung über die klassische Langdistanz. Auf dem Programm standen 3,8 Kilometer Schwimmen in der Alster, 180 Kilometer Radfahren durch die Hamburger Innenstadt und das Umland sowie abschließend ein Marathon über 42,2 Kilometer entlang der Alster.
Während es für die Profi-Frauen zugleich um den Titel der Europameisterin ging, standen gemeinsam mit ihnen knapp 3.000 Athletinnen und Athleten aus 83 Nationen am Start am Alsterufer.
Auch Björn Höving von der Laufgruppe des SC Spelle-Venhaus stellte sich nach acht Monaten intensiver Vorbereitung dieser außergewöhnlichen Herausforderung.

Die äußeren Bedingungen verlangten den Sportlerinnen und Sportlern dabei alles ab. Starker Wind sorgte bereits beim Schwimmen für Wellengang und erschwerte Verhältnisse in der Alster.
Auch auf der Radstrecke machten kräftige Böen und längere Gegenwindpassagen das Rennen besonders anspruchsvoll. Hinzu kamen immer wieder Regenfälle, die die Bedingungen zusätzlich verschärften.
Überschattet wurde der Wettkampf zudem von Sabotageaktionen auf der Radstrecke. Unbekannte hatten kleine Metallteile auf Teilen des Kurses ausgebracht, was bei zahlreichen Athletinnen und Athleten zu Reifenschäden und teils zum vorzeitigen Rennende führte. Björn Höving blieb von diesen Vorfällen glücklicherweise verschont und konnte das Rennen ohne technische Probleme fortsetzen.
Für besondere Stimmung sorgte die Laufstrecke rund um die Alster. Trotz des wechselhaften Wetters säumten tausende Zuschauerinnen und Zuschauer die Strecke und unterstützten die Athletinnen und Athleten lautstark. Zahlreiche Stimmungsnester und Musikpunkte entlang des Marathons trugen dazu bei, die Teilnehmer auf den letzten Kilometern zusätzlich zu motivieren.
Nach insgesamt 14 Stunden und 4 Minuten erreichte Höving das Ziel am Hamburger Rathausmarkt.
„Die allergrößte Herausforderung bei einem Ironman ist oft nicht der Wettkampftag selbst, sondern die konsequente Vorbereitung über viele Monate hinweg. Entscheidend ist, das Training Woche für Woche durchzuziehen und vor allem gesund und verletzungsfrei an die Startlinie zu kommen“, fasste Höving seine Erfahrungen zusammen.
Mit dem erfolgreichen Finish seines ersten Ironman erfüllte sich Höving einen lange gehegten Traum und setzte zugleich einen besonderen Meilenstein in seiner sportlichen Laufbahn. Nach 226 Kilometern durch die Hansestadt durfte er sich erschöpft, aber glücklich mit den Worten des Moderators „You are an Ironman“ feiern lassen.
Foto: Björn Höving
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