Samtgemeinde setzt auf Mietkauf – weiterhin hoher Bedarf an Unterkünften für Geflüchtete und Wohnungslose
Spelle. Die Containeranlage am „Brink 1“ in Spelle soll künftig der Samtgemeinde Spelle gehören. Nach mehreren Jahren der Anmietung ist vorgesehen, die Anlage im Rahmen eines Mietkaufs von der ELA Container SALES GmbH zu übernehmen. Ausschlaggebend sind vor allem die weiterhin benötigten Unterbringungsmöglichkeiten und die hohen laufenden Mietkosten.

Rund 10.000 Euro zahlt die Samtgemeinde derzeit jeden Monat für die Containeranlage. Mit dem Mietkauf soll diese finanzielle Belastung langfristig reduziert und gleichzeitig die Unterkunftskapazität gesichert werden. Nach einem Angebot der ELA Container SALES GmbH vom 5. Mai 2026 kostet die Übernahme 151.260,90 Euro.
Die Anlage wird bereits seit mehreren Jahren genutzt, um geflüchtete und obdachlose Menschen unterzubringen. In der ersten Zeit fanden dort vor allem Familien aus der Ukraine eine vorübergehende Unterkunft, nachdem sie vor dem Krieg geflohen waren. Inzwischen leben dort ausschließlich alleinstehende Männer aus verschiedenen Ländern. Von den insgesamt 24 vorhandenen Plätzen sind derzeit 14 belegt.
Dass die Unterkünfte auch künftig benötigt werden, zeigt die aktuelle Aufnahmequote der Samtgemeinde. Rund 75 weitere Personen müssen nach derzeitiger Berechnung noch aufgenommen werden. Die Verwaltung geht daher davon aus, dass der Bedarf an geeigneten Unterbringungsmöglichkeiten weiterhin bestehen bleibt.
Vor diesem Hintergrund wurde geprüft, ob sich die weitere Anmietung oder ein Erwerb der Anlage wirtschaftlich mehr lohnt. Das Ergebnis fiel zugunsten des Mietkaufs aus. Die Verwaltung schlägt deshalb vor, die Containeranlage dauerhaft zu übernehmen.
Für die Finanzierung sollen verschiedene Mittel zusammengeführt werden. Vorgesehen sind unter anderem 55.000 Euro aus dem Ergebnishaushalt sowie Einnahmen aus der Vermietung der Unterkünfte. Weitere 100.000 Euro sollen aus den bislang eingeplanten Mitteln für die energetische Sanierung der Oberschule Spelle bereitgestellt werden. Insgesamt soll vorsorglich ein außerplanmäßiger Betrag von 155.000 Euro zur Verfügung gestellt werden, um auch mögliche zusätzliche Kosten abdecken zu können.
Mit dem Erwerb der Containeranlage verbindet die Samtgemeinde nicht nur eine wirtschaftliche Entscheidung. Auch bei der künftigen Nutzung soll mehr Spielraum entstehen. Sollte der Standort „Brink 1“ irgendwann nicht mehr benötigt werden, könnte die Anlage abgebaut und an einem anderen geeigneten Standort wieder aufgebaut werden.
Damit will die Samtgemeinde zwei Ziele miteinander verbinden: die aktuell dringend benötigten Unterbringungsmöglichkeiten langfristig sichern und gleichzeitig die finanzielle Belastung durch die bisherige monatliche Miete verringern.
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