Schüler und Schülerinnen des Gymnasium Handrup pflanzen Grünkohl und Kürbis am Hof Hoffrogge

 

Einsatz in gemeinschaftlicher Lebensmittelproduktion

Spelle/ Hopsten- Um einen Beitrag zur Finanzierung ihrer bevorstehenden Schulfahrt zu leisten, engagierten sich die Schülerinnen und Schüler in einem ehrenamtlichen Projekt. Ziel war es, durch tatkräftigen Einsatz einen Zuschuss der „Stiftung HandrupPlus“ für die Klassenfahrt zu erhalten und gleichzeitig Verantwortung für ein gemeinnütziges Anliegen zu übernehmen.

An einem Nachmittag Anfang Juni machte sich nahezu die gesamte Klasse 5 d auf den Weg zum Hof Hoffrogge nach Spelle. Dort wartete eine Aufgabe für den Verein „Nahrungswald Spelle e. V.“. Dieser Verein setzt sichsolidarisch dafür ein, gemeinschaftlich Obst und Gemüse anzubauen, sodass am Ende alle Beteiligten – und die Gemeinschaft – davon profitieren können. Jeder kann sichnach seiner Motivation einbringen, mithelfen und schließlich ernten.

Die Schülerinnen und Schüler zeigten beeindruckend, dass gemeinschaftlich auch größere Aufgaben mit viel Spaß erledigt werden können: An nur einem Nachmittag pflanzten sie rund 1400 kleine Grünkohlpflänzchen. Ausgestattet mitGummistiefeln und Handschuhen arbeiteten die Kinder konzentriert und motiviert auf dem Feld. Mit viel Einsatz von Kopf, Herz und Hand setzten sie Pflänzchen für Pflänzchen in die mit Mulch abgedeckte vorbereitete Erde.

 

Eine Woche zuvor war die Klasse 8 e am Hof und hat den Feldtag mit der MulchTec Pflanzmaschine begleitet. Mit Hilfe der Maschine, die zukünftig die Pflanzungen am Hof übernehmen soll, wurden in kurzer Zeit fast 5.000 unterschiedliche Pflanzen in den Mulch gesetzt. Ziel dieser Pflanzung in Mulch ist eine enorme Arbeitserleichterung, weil Pflegearbeiten wie das Hacken von Beikraut dann wegfallen werden. Außerdem steht die Pflanze geschützt in feuchtem Boden und benötigt wesentlich weniger Wasser und der Boden selbst wird geschont. Die Schülerinnen und Schüler haben neben der maschinellen Pflanzung auch noch von Hand selbst angezogene Kürbisse gepflanzt.

Der Landwirt Johannes Hoffrogge nahm sich viel Zeit, um den Kindern nicht nur ihre konkrete Aufgabe zu erklären, sondern auch die Zusammenhänge rund um den Anbau. Dabei wurde den Schülerinnen und Schülern deutlich, dass unsere Lebensmittel nicht „wie von Zauberhand“ im Supermarkt erscheinen, sondern dass viel Arbeit, Planung und Pflege dahinterstecken.

Besonders eindrücklich erfuhren die Kinder, wie sehr das Wachstum von Witterung und Umwelteinflüssen abhängt. Sonne, Regen, Bodenbeschaffenheit und Temperatur – all das entscheidet darüber, ob aus einem kleinen Pflänzchen eine kräftige Gemüsepflanze wird. Denn gerade nach den starken Regenfällen am Wochenende vorher war die Arbeit auf der nassen Ackerfläche eine besondere Herausforderung. So wurde Landwirtschaft für die Klassen unmittelbar erlebbar.

Neben der lehrreichen Erfahrung kam auch der Spaß nicht zu kurz. Nach getaner Arbeit warteten Kuchen und ein ausgelassenes Bad im Maispool als krönender Abschluss. Erschöpft, aber glücklich traten die Schülerinnen und Schüler schließlich den Heimweg an – mit dem guten Gefühl, gemeinsam etwas Sinnvolles geleistet und ihrer Schulfahrt ein großes Stück nähergekommen zu sein.

Vielen Dank noch einmal an Johannes Hoffrogge, der die Kinder mit viel Geduld und Gelassenheit durch dieNachmittage begleitet hat.

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