Wählergemeinschaft Schapen stoppt Kindergartenanbau das sin die Gründe


In Schapen sorgt die geplante Erweiterung der
Kita Sonnenschein derzeit insbesondere bei jungen Familien für Gesprächsbedarf. Der Vorsitzende der Wählergemeinschaft Schapen Hermann Hofhus stand uns für ein Interview zur Verfügung und nahm darin Stellung zur aktuellen Situation sowie zu neuen Erkenntnissen hinsichtlich der bisherigen Planung.

„Im Sinne der Transparenz nehmen wir gerne Stellung über den aktuellen Stand der Planungen“, erklärt Hofhus. Im Rahmen von Prüfungen und Recherchen seien offizielle Dokumente des Landkreises sowie der Landesschulbehörde aus Hannover aus den Monaten März und Juni dieses Jahres bekannt geworden.

Aus diesen Unterlagen gehe hervor, dass die Genehmigung für die bestehende Containerlösung am Kita St. Ludgerus Schapen nicht, wie bislang von den zuständigen Gremien kommuniziert, im Sommer 2027 auslaufe. Vielmehr bestehe die Genehmigung nach den vorliegenden Dokumenten bis zum Sommer 2028. Damit könne die derzeitige Übergangslösung ein weiteres Jahr genutzt werden.

Diese neue Erkenntnis hat Auswirkungen auf die bisherige Planung. Der geplante Anbau wurde zunächst gestoppt, um weitere Möglichkeiten sorgfältig prüfen zu können. „Eine Investition dieser Größenordnung darf nicht nur baulich funktionieren. Sie muss auch einen tatsächlichen pädagogischen Mehrwert für die Kinder und für die tägliche Arbeit im Kindergarten schaffen“, betont der Vorsitzende.

Das zusätzliche Jahr soll nun genutzt werden, um gemeinsam mit den zuständigen Behörden und Institutionen verschiedene Varianten zu prüfen und ein nachhaltiges Gesamtkonzept zu entwickeln.

Dabei sollen auch die voraussichtlichen Entwicklungen der Kinderzahlen berücksichtigt werden. Nach den von der Verwaltung vorgelegten Zahlen wird erwartet, dass die Kinderzahlen in Schapen in den kommenden drei Jahren auf einem vergleichbaren Niveau bleiben. Danach könnte der derzeitige Höchststand erreicht sein. Wie bereits in umliegenden Gemeinden zu beobachten sei, könnten die Kinderzahlen anschließend zurückgehen.

Vor diesem Hintergrund werden verschiedene Lösungsansätze diskutiert. Diese könnten mit deutlich geringeren Kosten verbunden sein und zugleich pädagogisch sinnvoller gestaltet werden. „Unser Ziel ist es nicht, kurzfristig eine kostenintensive Lösung zu schaffen. Wir wollen ein Konzept entwickeln, das pädagogisch überzeugt, wirtschaftlich sinnvoll ist und langfristig zum tatsächlichen Bedarf in Schapen passt“, erklärt der Vorsitzende.

Zugleich weist er darauf hin, dass unzutreffende Informationen verbreitet werden, die insbesondere junge Eltern verunsichern könnten. Deshalb sei es wichtig, die weitere Entwicklung transparent zu begleiten und alle Entscheidungen auf Grundlage gesicherter Informationen zu treffen.

Die zentrale Botschaft an die Eltern bleibt dabei eindeutig: „Alle Kinder aus Schapen sollen auch weiterhin einen Betreuungsplatz in Schapen erhalten.“

Das zusätzliche Jahr soll dazu beitragen, eine durchdachte, wirtschaftliche und zukunftsfähige Lösung zu entwickeln, die den Bedürfnissen der Kinder, der Familien und der Beschäftigten im Kindergarten gerecht wird, so Hermann Hofhus.

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