Brückenbauteile „fliegen“ per Kran ein Radweg von Heitel nach Listrup kurz vor Fertigstellung

Meppen/Lünne. Etwa 7600 Kubikmeter Boden wurden abgetragen, 8000 Kubikmeter Füllsand geliefert und eingebaut sowie 200 Meter Entwässerungsrinnen hergestellt und auf 6300 Quadratmetern Asphalt eingebaut. Das sind nur einige der Kennzahlen des neu gebauten Radwegs an der Kreisstraße 308/310 von Heitel (Gemeinde Lünne) nach Listrup (Gemeinde Emsbüren), der mit der Fertigstellung der Radwegbrücke über die Speller Aa nun abgeschlossen wird.

„In aufwändigem Verfahren wurden die einzelnen, vorgefertigten Brückenbauteile am vergangenen Dienstag (19. Dezember) per Kran eingesetzt“, erläutert Landrat Reinhard Winter. Gemeinsam mit dem CDU-Landtagsabgeordneten Christian Fühner, dem CDU-Kreistagsabgeordneten Jonas Roosmann, der CDU-Kreistagsabgeordneten und Bürgermeisterin Magdalena Wilmes (Gemeinde Lünne), Samtgemeindebürgermeister Bernhard Hummeldorf (Samtgemeinde Spelle), Bürgermeister Bernhard Overberg (Gemeinde Emsbüren) und Detlev Thieke, Fachbereichsleiter Straßenbau, begutachtete er die Baustelle kurz vor Ende der Arbeiten. „Wir können damit eine weitere Lücke im Radwegenetz des Landkreises Emsland schließen“, betont Winter.

Im Juni 2017 waren die Bauarbeiten aufgenommen worden, mit Ende des Jahres werden sie nun beendet. Der neue Radweg mit einer Länge von rund 3 km wurde an den bereits bestehenden, von der Bundesstraße 70 bis Heitel verlaufenden Radweg angeschlossen. Für die Querung über die Speller Aa musste eine separate Radwegbrücke errichtet werden. Sie führt künftig den Radverkehr getrennt von der vorhandenen Straßenbrücke über den Flusslauf.

Im Zuge der Radwegbauarbeiten wurden die Gründungselemente (Stahlstützen, Anpflasterungen, Böschungsbefestigungen) fertiggestellt, um die Anschlüsse mit Asphalt in einem Zug herstellen zu können. Am Dienstag (19. Dezember) wurde nun der Brückenüberbau aus Holz in drei Teilen angeliefert und eingesetzt. Das Bauwerk kommt ohne Widerlager, Lager und massive Stahlbetonbauteile aus. In einem späteren Schritt werden noch Holzgeländer montiert. Für die Dauer der Brückenmontage war der Verkehr über die Brücke von 7 bis 18 Uhr halbseitig gesperrt worden.

Der zwei Meter breite Radweg wurde über die gesamte Strecke in bituminöser Bauweise erstellt. „Dabei wurde er auf dem Großteil der Strecke aus Gründen der Verkehrssicherheit in einem Abstand von 1,50 m abgesetzt von der Fahrbahn errichtet. In Teilbereichen liegt er hinter dem vorhandenen Baum- und Buschbewuchs und ist damit auch hinsichtlich der touristischen Nutzung von besonderer Attraktivität“, sagt Winter. Zudem ist in der Ortschaft Heitel eine neue Straßenbeleuchtung entlang des Radwegs angebracht worden.

Die Gesamtkosten für die Baumaßnahme belaufen sich auf rund 900.000 Euro. Davon fallen auf die Radweganlage rund 770.000 Euro und auf den Brückenbau etwa 130.000 Euro. Auf die Baukosten erhält der Landkreis Emsland Zuwendungen nach dem Niedersächsischen Gemeindeverkehrsfinanzierungsgesetz in Höhe von 540.000 Euro (60 Prozent).

Bild: Bürgermeister Bernhard Overberg, Bürgermeisterin Magdalena Wilmes, Fachbereichsleiter Detlev Thieke, Landrat Reinhard Winter, Kreistagsabgeordneter Jonas Roosmann, Landtagsabgeordneter Christian Fühner und Samtgemeindebürgermeister Bernhard Hummeldorf (v. l.) nehmen die neue Radwegbrücke in Augenschein. (Foto: Landkreis Emsland)

Betrüger erbeuten hohen Geldbetrag / Täter tarnen sich als Geldboten bei der K&K Firmenzentrale in Gronau

Zu einem spektakulären Betrugsfall kam es am Dienstag, dem 19.12.2017 in Gronau.

Gegen 14.30 Uhr erschienen zwei Männer auf einem Gelände der Firmenzentrale Des K&K an der Ochtruper Straße. Die Täter benutzten einen schwarzen VW Bulli mit Aufklebern der seit Jahren mit den Geldtransporten beauftragten Firma und Kennzeichen aus dem Kreis Recklinghausen. Die Täter trugen auch die typische Bekleidung der Sicherheitsfirma und kannten offenbar die Abläufe der Geldübergabe.

So gelang es den Betrügern, dass ihnen die Geldkiste mit den Einnahmen übergeben wurde. Kurze Zeit später stellte sich heraus, dass es sich um Betrüger handelte – der vorgesehene Transporter befand sich noch auf der Anfahrt. Eine sofort eingeleitete Fahndung der Polizei führte nicht zur Festnahme der Täter bzw. der Auffindung des Fahrzeugs.

Die beiden Täter werden wie folgt beschrieben:

Beide sehen sich ähnlich, sie sind ca. 170 bis 175 cm groß, haben einen dunklen Hauttyp, trugen einen kräftigen schwarzen längeren Vollbart und sind vom äußeren Erscheinungsbild her möglicherweise arabischer Herkunft. Beide sprachen akzentfrei deutsch und hatten ein gepflegtes Äußeres.

Die Ermittlungen hat die Kriminalinspektion I übernommen. Wer Hinweise zu dem Fall geben kann, wird gebeten, sich unter der Telefonnummer 02861-9000 zu melden.

Die Ermittler haben insbesondere die folgenden Fragen: Wer kann Hinweise zu den Tätern geben? Wer kann Hinweise zum Verbleib des Tatfahrzeugs geben (evtl. wurden die Aufkleber entfernt)? Fotos der Überwachungskamera, welche das Tatfahrzeug zeigen, sind dieser Meldung angehängt.

Festgestellte Schadstelle des Schmutzwasserkanals wird zur Sanierung freigelegt

Spelle – Als „Glück im Unglück“ kann man bezeichnen, dass die Schadstelle sich nicht direkt im Bereich der Fahrbahn der Schapener Straße, sondern im Einmündungsbereich Johannesstraße/Schapener Straße (Steuerbüro Räkers & Partner GbR) befindet.

Die Freilegung der Schadstelle hat begonnen. Der Schaden an der Schmutzwasserleitung ist durch eine Fremdeinwirkung, vermutlich bei Erdarbeiten der Kabelverlegung für die Telekom, entstanden. Die Reparaturarbeiten in drei Meter Tiefe gestalten sich schwierig. Die Vollsperrung muss mindestens bis in den Mittag des morgigen Tages, Donnerstag, 21.12.2017, bestehen bleiben. Danach geht man nach jetzigem Stand davon aus, dass gegen Nachmittag die Schapener Straße wieder in beiden Richtungen befahren werden kann. Die Sanierungsarbeiten werden zügig durchgeführt. Wenn alles 100%ig funktioniert und die Witterungsverhältnisse mitspielen, ist der Abschluss der Arbeiten für Freitagabend vorgesehen.

Sondersammlung für die Kolping-Entwicklungs-Hilfe

Spelle – Die Kolpingsfamilie Spelle-Venhaus führt die bereits bekannte Sammlung für die Entwicklungshilfe des Kolpingwerkes Bezirksverband Fürstenau unter dem Motto: „Jeder kann helfen“ auch im Jahr 2018 durch.

 

Gesammelt werden: Ansichtskarten, auch sehr alte Glückwunschkarten, Postkarten mit aufgedruckter Briefmarke (Karten mit ausgeschnittener Briefmarke sind wertlos), Sammelalben mit und ohne Inhalt, Kriegs-Orden, -Urkunden, -Bilder und –Fotos, Abzeichen, Anstecknadeln, Anhänger (besonders Schmuck, Modeschmuck, Broschen), Briefmarken, Postalische Ganzsachen, Briefumschläge, alles von der Briefpost, Brillen, Brillenteile, Gläser, Hörgeräte, Bücher, CDs, DVDs, PC-Spiele, Konsolen usw, Metall-, Silber-, Kupfer-, Zinn-, und Messing-Hausrat, Druckerpatronen, Kartuschen (Nachfüllbehälter ohne Technik sind wertlos), Handys (alle, auch defekt), Korken aus Kork, Schuhe (bitte paarweise gebündelt), Münzen, Medaillen, alle Devisen und Papiergeld, Religiöse Utensilien (Gebetbücher bitte nur vor 1950), (auch sehr altes) Spielzeug (bitte nur funktionstüchtig und ohne Elektronik), Uhren (groß und klein, auch defekt, besonders ohne Batterien). Handwerkzeug und brauchbare Werkzeugmaschinen (nicht defekt) werden ebenso angenommen wie Anstecker, Pins, Zinn-Becher-Krüge, gute neue Feuerzeuge, gute neue Füller, neue Kugelschreiber, Zollstöcke, Orden und Telefonkarten. Sammelstelle ist der Wöhlehof (Raum der Lingener Tafel), Pastor-Batsche-Weg 1, Spelle. An folgenden Tagen können die Sachen abgegeben werden: Freitag, 05. Januar 13.00 bis 17.00 Uhr, Samstag, 06. Januar 10.00 bis 13.00 Uhr, Freitag, 12. Januar 13.00 bis 17.00 Uhr und Samstag, 13. Januar 10.00 bis 13.00 Uhr. Die Kolpingsfamilie Spelle-Venhaus bittet um Unterstützung wie in den vergangenen Jahren. Weitere Informationen: Manfred Exner, Tel. 05977 1440.

Osteopathie – Neue Wege in der Medizin“ – Vortrag zum Thema „Osteopathie im Alter“ des Fördervereins im St. Johannes Stift Spelle

Spelle – „Was ist Osteopathie?“ Diese Frage stellte Franz Wilmes, stellvertretender Vorsitzender des Fördervereins St. Johannes Stift Spelle, in seiner Begrüßung dem Referenten Wolfgang Brinkmann. Etwa 50 interessierte Gäste stellten sich vermutlich die gleiche Frage. Sie waren der Einladung des Fördervereins gefolgt und warteten in der Cafeteria des St.-Johannes-Stiftes auf die Ausführungen des Referenten. Brinkmann, Arzt der Allgemeinmedizin in Spelle, ist zudem auch ausgebildeter Osteopath. Er bezeichnet die Osteopathie als eine Heilkunde, bei der der Osteopath mit seinen Händen die Menschen untersucht und behandelt. In der Osteopathie geht man von der Annahme aus, dass der menschliche Körper selbst in der Lage ist, sich zu heilen. Voraussetzung ist die gute Beweglichkeit und auch die gute Versorgung aller Knochen, Muskeln, Sehnen und Organe. Der Osteopath untersucht das Gewebe des ganzen Körpers, um etwaige Bewegungseinschränkungen aufzuspüren. Ist die Beweglichkeit eingeschränkt, entstehen zunächst Gewebespannungen und es folgen Funktionsstörungen. Diese Störungen kann der menschliche Organismus nicht mehr kompensieren. Die Folgen sind dann Beschwerden. Beim Aufspüren dieser Beschwerden, der sogenannten „somatischen Dysfunktion“, die der Osteopath beheben möchte, greift er auch häufig auf die klinische Diagnostik zurück wie Röntgenbilder und Laborwerte, um die eigenen Möglichkeiten optimal zu nutzen. Bei all diesen Untersuchungen und Therapien betrachtet der Osteopath den Patienten als Einheit von Körper, Geist und Seele. Im weiteren Verlauf seiner Ausführungen ging Wolfgang Brinkmann auch auf die „Geschichte“ der Osteopathie vom 19. Jahrhundert bis heute hin. Andrew Taylor Still (1828-1917) prägte den Begriff „osteopathy“. Er stellte sich die Frage, wie er Menschen helfen könne und suchte neue Wege über die frühere traditionelle „heroische“ Medizin hinaus. Weiterhin spannte Brinkmann einen weiten Bogen der Entwicklung der Osteopathie bis heute hin. Wichtige Stationen sind u.a. mit den Namen W.G. Sutherland, Anne Wales und Prof. J. Carreiro verbunden. In Deutschland werden an der „Hochschule für gesundheitsorientierte Wissenschaften Rhein-Neckar“ (HGWR) Studiengänge für „Osteopathische Medizin / Osteopathie“ angeboten. Zielsetzung ist hier die Vermittlung der osteopathischen Sichtweise in Diagnose und Therapie funktioneller Störungen des gesamten Körpers. In seinen Schlussworten wies der Referent noch einmal darauf hin, dass beide Verfahren, sowohl die Schulmedizin als auch die Osteopathie, wissenschaftlich begründet seien. Abschließend bedankte sich Wilmes für den informativen, kurzweiligen Vortrag und bemerkte, dass man einen ganz neuen Zugang zu der doch recht unbekannten Thematik „Osteopathie“ gefunden habe.

Neujahrskonzert 2018 Die Junge Bläserphilharmonie NRW

Rheine. Schon längst eine Tradition in Rheine: Das Neujahrskonzert der Jungen Bläserphilharmonie NRW.

Unter neuer musikalischer Leitung von Timor O. Chadik tritt das Blasorchester am 06.01.2018 um 17:00 Uhr in der Stadthalle Rheine auf und begrüßt das neue Jahr nicht nur mit Pauken und Trompeten, sondern auch mit Klarinetten und Querflöten.

Zum neunten Mal zeigt das Ensemble sein Repertoire, bestehend aus originalen und traditionellen Werken, gemischt mit Blasmusik-Kompositionen der letzten Jahrzehnte. Es sollte somit für jeden Geschmack etwas dabei sein.

Bei dieser Bandbreite ist es nicht verwunderlich, dass schon vorab die besonderen Talente der 14- bis 24-jährigen Musikerinnen und Musiker überprüft werden. Wer in dem Ensemble mitwirken will, muss mindestens einen Landessieg bei „Jugend musiziert“ vorweisen können und das Vorspiel bestehen.

Timor Chadik leitet seit diesem Jahr die Junge Bläserphilharmonie NRW. Geboren 1976, begann er nach Abschluss seines Studiums an der Musikhochschule Würzburg seine Dirigentenlaufbahn an der Oper Dortmund. 2006 trat er in die Bundeswehr ein und wurde beim Luftwaffenmusikkorps Münster, dem Heeresmusikkorps Koblenz und dem Stabsmusikkorps der Bundeswehr eingesetzt. Seit 2015 ist Timor Chadik Leiter der Big Band der Bundeswehr.

Um die Kraft und das Talent der jungen Künstler und ihres Dirigenten selbst zu erleben, bietet sich der Besuch eines Konzertes des Blasorchesters bestens an.

Die passende Gelegenheit dafür ist das traditionelle Konzert der Jungen Bläserphilharmonie zu Beginn des neuen Jahres in Rheine. Karten für das Neujahrskonzert erhalten Sie zum Preis von 25€ (ermäßigt 20€) bei der Stadtbibliothek Rheine, der Stadthalle Rheine und dem Kulturservice der Stadt Rheine (Tel.: 05971/939-350, -352, -353).

Teilstück der Schapener Straße wegen Beschädigung am Schmutzwasserkanal gesperrt

#Spelle- Das Teilstück ab dem Kreuzungsbereich Schapener Straße/Johannesstraße (Kirche) ist bis zur Abbiegung Höltingstraße aufgrund einer Beschädigung des Schmutzwasserkanals zurzeit voll gesperrt. Fußgänger können die anliegenden Geschäfte erreichen.

Festgestellt wurde der Schaden am gestrigen Abend gegen 19.00 Uhr. Der Wasserverband Lingener Land wurde als zuständige Stelle direkt informiert und reagierte sofort. Es zeichnete sich ab, dass der Schmutzwasserkanal beschädigt wurde. Die Schadensursache ist noch nicht bekannt, vermutet wird das durch Kabelverlegungsarbeiten der Telekom der Abwasserkanal beschädigt worden ist. Zurzeit wird das Schmutzwasser von der Höhe Bäckerei Herbers bis zur Höhe des Altenpflegeheimes St. Johannesstift „übergepumpt“, sodass der Abfluss weiterhin gewährleistet ist. Die Steinzeug-Abwasserrohre (Durchmesser 20cm) befinden sich in drei Meter Tiefe. Die Behebung des Schadens wird vermutlich durch offene Bauweise durchgeführt werden müssen. Dies hat zur Folge, dass der Teilbereich der Schapener Straße mindestens, auch in den nächsten Tagen, einseitig gesperrt wird. Eine Umleitung wird ausgeschildert. Neue Erkenntnisse bezüglich der Behebung des Schadens werden am heutigen Nachmittag erwartet. Um Verständnis für die damit verbundenen Beeinträchtigungen wird gebeten.

Auto geht bei Unfall in Messingen in Flammen auf 19-jähriger Autofahrer wird schwer verletzt

Foto: ES Media Spelle

Messingen. Am Dienstagmittag ist auf der Beestener Straße (L 57) bei einem Verkehrsunfall ein 19-jähriger Autofahrer aus Schapen verunglückt. Wie die Polizei mitteilte, wollte er kurz vor 13 Uhr mit seinem VW Polo nach einer Kurve das Auto eines 80-jährigen Mannes aus Messingen überholen. Dabei geriet der 19-Jährige offensichtlich auf den Grünstreifen und schleuderte gegen einen vorausfahrenden Bagger. Der VW fing zwar sofort Feuer, aber der junge Mann konnte im letzten Moment mit Hilfe von anderen Verkehrsteilnehmern seinen Wagen verlassen. Er kam mit schweren Verletzungen im Rettungswagen in das Lingener Krankenhaus. Der 80-jährige Autofahrer und der Führer des Baggers kamen mit dem Schrecken davon. Die Freiwillige Feuerwehr aus Messingen löschte den Brand und sicherte die Unfallstelle. Die L 57 war für rund zwei Stunden gesperrt. An dem Polo war Totalschaden, an dem Bagger geringerer Sachschaden entstanden.

Schornsteinbrand in Schapen ging glimpflich aus

Schapen- Am Dienstagmorgen sind die freiwilligen Feuerwehren Schapen und Spelle, mit der TLK um 07:33 Uhr zu einem Schornsteinbrand in die Straße Zur Handelsschule nach Schapen alarmiert worden. Die Kameraden der Feuerwehr Schapen gingen unter Atemschutz in das Gebäude und konnten so den Brand schnell ausfindig machen und ablöschen. Der Kamin wurde abschließend von einem Schornsteinfeger kontrolliert. So war der Einsatz nach ca. 1 Stunde abgearbeitet.

Jahresspende der Stadtwerke an die Lingener Tafel

Lingen. Die Jahresspende der Stadtwerke Lingen in Höhe von 3.000 Euro ging in diesem Jahr an die Lingener Tafel. Ulrich Boss (rechts), Geschäftsführer der Stadtwerke, überreichte Edeltraut Graeßner (2. V. rechts), Vorsitzender der Lingener Tafel den symbolischen Scheck. „Auch im Emsland gibt es viele Menschen, die z. B. durch Verlust des Arbeitsplatzes, Krankheit, Scheidung, geringe Rente oder Integrationsprobleme in finanzielle Not geraten sind. Sie müssen oft sogar am Essen sparen. Und dies, obwohl es in Deutschland Lebensmittel im Überfluss gibt. Ziel unserer Tafel ist es daher, qualitativ einwandfreie Nahrungsmittel, die im Wirtschaftsprozess nicht mehr verwendet werden können, zu sammeln und an Bedürftige zu verteilen. Monatlich werden knapp 10.000 km gefahren um diese Lebensmittel einzusammeln. Die Spende der Stadtwerke soll dafür eingesetzt werden, Kosten für die Kraftfahrzeuge abdecken zu können“, so Graeßner, die mit den Vorstandsmitgliedern der Tafel (v. links) Maria Dühnen (stellvertretende Vorsitzende) und Nobert Tewes den symbolischen Scheck entgegennahm.

Thilo Mösker ist 2.000ster Einwohner in Lünne

Lünne – Mit einem breiten Grinsen begrüßt der kleine Thilo Mösker auf dem Arm der Mutter die Gäste: Samtgemeindebürgermeister Bernhard Hummeldorf und Bürgermeisterin Magdalena Wilmes besuchten den elf Monate alten Neubürger und seine Eltern Andrea und Markus Mösker zuhause in dem gerade fertiggestellten Einfamilienhaus, um Thilo als 2.000sten Einwohner der Gemeinde Lünne Glückwünsche zu überbringen.

„Die Ehrung des 2.000sten Einwohners ist ein besonderes Ereignis für Lünne“, unterstrich Bürgermeisterin Magdalena Wilmes und Samtgemeindebürgermeister Bernhard Hummeldorf freute sich über die Ehrung: „Wenn junge Familien sich für einen Wohnort in der Samtgemeinde Spelle entscheiden, ist das eine tolle Bestätigung für die Bemühungen um familienfreundliche Akzente.“ Dieses bestätigten auch die Eltern: „Wir leben gerne hier in Lünne. Die Menschen halten zusammen und Einkaufsmöglichkeiten, Kindergarten und Schule sind vor Ort“, berichtete Markus Mösker, der auch gebürtig aus Lünne stammt und auch aktives Mitglied der Freiwilligen Feuerwehr ist. Wie Hummeldorf erläuterte, wurde Mitte der 1980er Jahre der 1.500ste Einwohner geehrt und man sei stolz, dass die Gemeinde, die vor kurzem den Kreiswettbewerb „Unser Dorf hat Zukunft“ gewonnen hat, weiterhin Wachstum zu verzeichnen habe, was bei kleineren Orten auf dem Land keine Selbstverständlichkeit sei. Und dass die Rahmenbedingungen für Familien in Lünne ansprechend sind, zeigt auch die starke Nachfrage nach Wohnbaugrundstücken. Da nur noch wenige Plätze verfügbar sind, laufen die Vorbereitungen für ein Neubaugebiet in attraktiver Lage, so Bürgermeisterin Wilmes.

Förderverein der Johannes Grundschule Spelle bedankt sich bei Schülerlotsen und Büchereiteam

Der Förderverein der Johannes Grundschule Spelle hat sich am Montag den 18.12.2017 bei den ehrenamtlichen Schülerlotsen für das freiwillige Engagement bedankt. Petra Brüggemann-Urban 1. Vorsitzende des Fördervereins der Johannes Grundschule Spelle begrüßte alle Anwesenden recht herzlich. Petra Brüggemann-Urban und Grundschullehrerin Elke Morhaus bedankten sich bei den Schülerlotsen für deren Bereitschaft, morgens und mittags, bei Wind und Wetter, immer pünktlich an der Straße zu stehen und somit einen großen Anteil daran haben, den Schulweg der Kinder sicherer zu machen.

Ein weiterer Dank ging an das Büchereiteam der Johannes Grundschule Spelle. Zweimal pro Woche ist die Schülerbücherei in der Johannes Grundschule Spelle für die Kinder geöffnet. Ebenso wie der Dienst der Schülerlotsen wird auch die Arbeit in der Bücherei ehrenamtlich verrichtet.

Als kleine Anerkennung für die großartige Arbeit übergab der Vorstand des Fördervereins der Johannes Grundschule Spelle und Elke Morhaus von der Johannes Grundschule Spelle den Schülerlotsen und dem Büchereiteam ein kleines Präsent. Ein großer Dank gilt Mario Surmann für die Organisation der Schülerlotsen.

Wir hoffen, dass der Funke für dieses Ehrenamt überspringt und sich auch in Zukunft genügend Helfer für diese Aufgaben finden, so Mario Surmann.

Interessenten können unter der angegebenen Adresse bei Mario Surmann gerne melden.

Mario Surmann Theodor-Heuss-Str. 8  48480 Spelle Tel: 05977-2046377  Handy: 0170-7339990  E-Mail: Lotsen-Spelle@fsas.de

Rheiner Winter-Weihnachtstreff mit Party und Shopping-Night

Erstmalig wird vom 21. bis 30. Dezember 2017 in Rheine ein Winter-Weihnachtstreff stattfinden. Die winterliche Stimmung breitet sich täglich vom Trakaiplatz über die Nepomukbrücke durch die Emsstraße bis zum Eingang der Emsgalerie aus. Eingeläutet wird in das Event durch die Eröffnungsparty am 21. Dezember von 17 bis 23 Uhr mit DJ Maik BO auf dem Trakaiplatz vor dem Modehaus Böckmann. An allen anderen Tagen lädt der Winter-Weihnachtstreff bis 19 Uhr auf einen Glühwein und weitere kulinarischen Angebote oder auch eine Fahrt mit dem Karussell für die kleineren Besucher ein.
Ein besonderes Highlight ist die Shopping-Night am 22. Dezember, die für Last-Minute Einkäufer die perfekte Gelegenheit bietet. Viele Geschäfte der Innenstadt haben für dieses vorweihnachtliche Einkaufserlebnis bis 22 Uhr geöffnet.
Veranstaltet wird der erste Rheiner Winter-Weihnachtstreff von dem Verein Rheine.Tourismus.Veranstaltungen. mit freundlicher Unterstützung vom Modehaus Böckmann, der Emsgalerie, der ISG Emsquartier Rheine und der EWG für Rheine mbH.

Verleihung des Lingener Bürgerpreises 2017 Alfons Acker und die Lingener Tafel e.V. sind die diesjährigen Preisträger


Lingen. „Heute lenken wir den Blick auf Menschen aus unserer Mitte, die sich seit langen Jahren für andere und die Allgemeinheit engagieren“, freute sich Oberbürgermeister Dieter Krone, als er zum dritten Mal persönlich den Lingener Bürgerpreis überreichte. In diesem Jahr wurden Alfons Acker und die Lingener Tafel e.V. für ihr ehrenamtliches Engagement ausgezeichnet. „So unterschiedlich das Engagement der beiden Preisträger ausgeprägt ist, eines ist ihnen gemein: Die Preisträger übernehmen Verantwortung, setzen durch ihr Wirken positive Zeichen und geben Hoffnung“, betonte Krone in seiner Laudatio.

Alfons Acker hat bereits im Alter von 16 Jahren begonnen, sich ehrenamtlich zu engagieren. Er war zunächst zehn Jahre lang im Vorstand des Sportvereins SG Bramsche aktiv. Von 1977 bis 2015 hatte er verschiedene Posten bei der Feuerwehr inne, unter anderem als stellvertretender Ortsbrandmeister und Abschnittsleiter Süd. Daneben war er 20 Jahre Mitglied im Pfarrgemeinderat Bramsche-Darme und ebenfalls fast 20 Jahre lang im Vorstand des örtlichen Schützenvereins. Seit 2003 setzt sich Alfons Acker im Freundeskreis der Ukrainefahrer aktiv für die Menschen in der Ukraine ein. „Als Oberbürgermeister habe ich dich in deiner Funktion als Abschnittsleiter Süd kennen gelernt und kann bestätigen: Du warst und bist immer ein absolut verlässlicher und hilfsbereiter Ansprechpartner für deine Kameraden“, würdigte Krone den Einsatz von Alfons Acker. Er habe in Lingen und darüber hinaus viel bewegt und viel für die Bürgerinnen und Bürger der Stadt getan. „All deine ehrenamtlichen Tätigkeiten zusammengenommen zeigen uns einen Menschen, der die Initiative ergreift, dem das Schicksal seiner Mitmenschen nicht gleichgültig ist und der sich für andere einsetzt“, so Krone.

Alfons Acker freute sich besonders über die Auszeichnung. Seine Mutter habe ihm schon in jungen Jahren gesagt, dass es selbstverständlich sei, sich ehrenamtlich für seine Mitmenschen zu engagieren. Für sie sei immer klar gewesen: „Irgendwann bekommst du einen Preis dafür.“

Als zweiter Preisträger wurde die Lingener Tafel e.V. mit dem Bürgerpreis 2017 ausgezeichnet. Die Lingener Tafel feierte in diesem Jahr ihr 20-jähriges Jubiläum und hat sich im Laufe der Jahre zu einem mittelständischen Unternehmen mit über 500 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern entwickelt. „Rund 70 Prozent der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter engagieren sich ehrenamtlich“, erläuterte Krone in seiner Laudatio. „Die Arbeit der ehrenamtlichen Helferinnen und Helfer ist unverzichtbar.“ Insgesamt 6.400 Kunden seien auf die Lingener Tafel angewiesen. „Die Ehrenamtlichen der Lingener Tafel tragen durch ihr Engagement zu mehr Lebensqualität für zahlreiche Familien, Alleinstehende und vor allem Kinder in unserer Stadt bei“, so Krone. Sie seien außerdem eine wichtige Anlaufstelle für die vielen Menschen in der Stadt, die aus ihrer eigenen Heimat fliehen mussten. „Damit leisten Sie einen wichtigen Beitrag zur Integration in unserer Stadt. Sie zeigen uns: Helfen kann so einfach sein!“

Edeltraut Graeßner, Vorsitzende der Lingener Tafel, bedankte sich im Namen aller Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter für die Ehrung. Die Auszeichnung sei wichtig, um Menschen zu motivieren, sich ehrenamtlich zu engagieren. „Wir möchten mit der Lingener Tafel auch weiterhin die Menschen in Lingen und Umgebung unterstützen und der Lebensmittelverschwendung entgegenwirken“, so Graeßner.

Der Lingener Bürgerpreis wird alle drei Jahre im Wechsel mit dem Umwelt- und dem Kulturpreis verliehen. „Damit möchten wir den Bürgerinnen und Bürgern, die anderen Menschen unserer Stadt so viel geben, etwas zurückgeben“, erklärte Krone bei der Preisverleihung.

Wenn Kinderaugen glänzen

Spelle-  Samstag Nachmittag lud Gaby’s Ponyparadies aus Spelle-Venhaus zu einen außergewöhnlichen Adventsamstag ein. Es wurden Kinder aus sozialschwachen Familien ermöglicht, einen Nachmittag mit Pferden und Ponys zu verbringen. Zunächst ging es in den Stall. Dort zeigte Gaby Schomaker mit ihrem Team den Kindern, wie die Ponys geputzt und gesattelt werden. Die Kinder schauten neugierig zu und konnten dann auch selbst mithelfen. Nach dem Satteln ging es dann los. Jedes Kind durfte sich einmal ganz groß fühlen, hoch auf einem Pony. Das Team von Gaby‘s Ponyparadies führte die Ponys mit den Kindern durch die kleine Welt in Venhaus. Nach dem Ausritt mussten die Ponys wieder abgesattelt und in den Stall gebracht werden. Ein anstrengender Tag geht zu Ende. Die Ponys bekamen von den Kindern noch eine extra Portion Heu und die Kinder ließen den schönen Tag mit Saft und Kuchen ausklingen. Zum Abschluss gab es noch leckere Süßigkeiten zum mitnehmen.

Fotostudio Stöveken bezieht neuen Standort

Verwirklicht hat sich die Fotografin Jenni Stöveken ihren Traum von einem eigenen Studio. Vor kurzem bezog Stöveken die Räumlichkeiten in der Mühlenstraße 7 in Lünne.

Lünne: „Über zwei Jahre lang fotografierte ich mobil, das heißt bei Familien vor Ort oder draußen in der Natur, bis sich nun die Möglichkeit ergeben hat, Räumlichkeiten für ein Tageslichtstudio anzumieten. Nach ca. 2,5 Monaten Renovierungszeit habe ich die Türen meines neuen Studios geöffnet“, strahlte Stöveken ihre Zufriedenheit aus. Neben der Fotografie im Studio werden auch weiterhin Outdoor-Shootings angeboten. „Es begeistert mich sehr, die Kinder beim Spielen in der Natur oder bei dem Entdecken neuer Dinge fotografisch zu begleiten“, betonte Stöveken, die weiterhin auf Babybäuche, Neugeborene und Kinder ihren Schwerpunkt setzt. Bevor es vor die Kamera geht, findet ein Vorabgespräch statt. Hier haben die Kunden die Gelegenheit, Wünsche zu äußern und die Vorgehensweise abzustimmen. „Das Fotostudio hat in den vergangenen Jahren einen äußerst guten Ruf erworben. Insofern ist es für unsere Gemeinde ein Glücksfall, dass vor Ort ein neues Fotostudio errichtet wurde. Das helle Ambiente strahlt Gemütlichkeit aus und lädt zum Fotografieren ein“, waren sich Samtgemeindebürgermeister Bernhard Hummeldorf und Lünnes Bürgermeisterin Magdalena Wilmes einig. Anfragen und weitere Informationen: Tel. 05906-4079813, E-Mail foto@stoeveken.com oder unter der Internetseite www.stoeveken.com

Lünner Haushalt 2018 mit CDU-Mehrheit beschlossen

Lünne – Mit den Stimmen der CDU-Mehrheit im Lünner Gemeinderat wurde der Haushaltsplan 2018 beschlossen. Die Fraktion „Lünner Liste“ stimmte geschlossen dagegen. Nachdem Lünne seit 2004 schuldenfrei ist, wird nun erstmals eine Kreditaufnahme vorgesehen.

Foto: Richard Heskamp

Nach Darstellung von Samtgemeindebürgermeister Bernhard Hummeldorf habe die Gemeinde Lünne im Jahr 2018 die höchste Steuerkraftmesszahl in der Geschichte erreicht. Die wesentlichen Haushaltsdaten stellte der Finanz-Dezernent Stefan Sändker ausführlich vor. Demnach wird im Gesamtergebnishaushalt, der die Aufwendungen und Erträge umfasst, ein Überschuss von insgesamt 72.200 Euro eingeplant. „Zur Deckung der geplanten Investitionen in Höhe von 748.000 Euro ist jedoch eine Kreditaufnahme in Höhe von 207.800 Euro notwendig“, fasste Sändker zusammen. Zu den wesentlichen Investitionen und Investitionsfördermaßnahmen zählen die Erschließung eines Gewerbe- sowie eines Baugebietes mit veranschlagten Kosten von 270.000 Euro, ein Zuschuss für den Neubau von Umkleidekabinen des Sportvereins BW Lünne in Höhe von 80.000 Euro sowie die Erneuerung des Spielplatzes am Schießstand Altenlünne mit 45.000 Euro. „Der Haushaltsplan ermöglicht wichtige Investitionen, die zu einer guten Weiterentwicklung auch im Bereich Wohnbau und Gewerbe unserer Gemeinde beitragen“, zeigte sich Bürgermeisterin Magdalena Wilmes vom Zahlenwerk überzeugt. CDU-Fraktionsvorsitzender Andreas Wintermann erklärte, dass aufgrund der guten Finanzkraft gute Rahmenbedingungen für örtliche Gewerbebetriebe sowie für Familien gesetzt werden können. Ablehnend äußerte sich Markus Rolink, Vorsitzender der Fraktion „Lünner Liste“, und kritisierte, dass weitere Investitionen unter anderem für eine Erweiterung des Kindergartens sowie für die Erneuerung des Regenwasserkanals im Bereich der Drosselgasse im Haushalt nicht berücksichtigt wurden. Dieses spiegelte sich auch im Abstimmungsergebnis wider. Während die „Lünner Liste“ geschlossen gegen den Haushaltsplan votierte, stimmte die CDU-Fraktion für das Zahlenwerk. Bürgermeisterin Wilmes sowie die beiden Fraktionsvorsitzenden dankten abschließend für die gute Zusammenarbeit im Rat und mit der Verwaltung und wünschten sich, dass diese auch im neuen Jahr fortgesetzt wird.

Glatteisunfall in Hopsten zwei Menschen schwer verletzt (Mit Video)

Hopsten. Am Samstagmorgen gegen Gegen 08:25 Uhr befuhr eine 47-jährige aus Hopsten mit ihrem Pkw die Schapener Straße in Richtung Schapen. In Verlauf einer Rechtskurve verlor sie aufgrund von Glatteisbildung die Kontrolle über ihr Fahrzeug und schleuderte in den Gegenverkehr. Dort stieß sie frontal mit dem Fahrzeug eines 55-jährigen aus Schapen zusammen. Durch den Zusammenstoß wurde die 47-jährige in ihr Fahrzeug eingeklemmt und musste durch die Feuerwehr befreit werden. Sie wurde mit schweren Verletzungen mit dem Rettungshubschrauber in eine umliegende Klinik verbracht. Der 55-jährige musste ebenfalls mit schweren Verletzungen in ein umliegendes Krankenhaus verbracht werden. An den Fahrzeugen entstanden Sachschäden von jeweils 7000EUR und 70000EUR. Die Schapener Straße musste für die Dauer der Unfallaufnahme für 1 Stunde in beide Fahrtrichtungen gesperrt werden.

Krone unverändert stark am Markt Neuer Rekord-Umsatz von 1,9 Mrd. Euro

Bernard Krone u. Alfons Veer

Spelle, 15. Dezember 2017 – Gegen den Trend – mit diesen Worten lässt sich die Entwicklung des Unternehmens Krone in den vergangenen Geschäftsjahren treffend beschreiben. Während insbesondere viele Landtechnik-Hersteller starke Umsatzrückgänge hinnehmen mussten, konnte Krone auch in diesem Geschäftsjahr einen Rekordumsatz erwirtschaften. Da auch der Umsatz der Krone Nutzfahrzeug-Gruppe ein Rekordhoch erreichte, summiert sich der Gesamtumsatz der Krone Gruppe auf 1,9 Mrd. Euro (Vorjahr 1,8 Mrd. Euro).

Die Inlandsumsätze stiegen im Vergleich zum Vorjahr um 1,6 % auf 515,5 Mio. Euro. 30,8 % des Inlandumsatzes entfielen auf den Bereich Landtechnik, 69,2 % auf die Fahrzeugtechnik. Insgesamt erzielte die Krone Gruppe 27,2 % ihres Umsatzes in Deutschland; im Vorjahr waren es 28,4 %.

Im Ausland generierte Krone Umsatzerlöse in Höhe von 1,4 Mrd. Euro; das entspricht im Vergleich zum Vorjahr einer Steigerung von 7,6 %. Von den Auslandsumsätzen entfielen 30,7 % auf den Bereich Landtechnik, 69,3 % auf die Fahrzeugtechnik. Damit lag der Auslandsanteil am Umsatz mit 72,8 % etwas über Vorjahresniveau (71,6 %).

Im Geschäftsjahr 2016/2017 beliefen sich die Umsatzerlöse der Krone Nutzfahrzeug-Gruppe mit rund 1,3 Mrd. Euro leicht über Vorjahresniveau. Unverändert ist Deutschland mit 27,2 % Marktanteil und einem Umsatz von 356,6 Mio. Euro (Vorjahr 364,7 Mio. Euro) der stärkste Einzelmarkt. Auf den ausländischen Märkten konnte Krone weiter zulegen und steigerte den Umsatz auf 956 Mio. Euro (Vorjahr 855 Mio. Euro). Zu den wichtigsten Absatzmärkten zählt Westeuropa mit 43,8 % (Vorjahr 41 %) sowie die osteuropäischen Märkte mit 21,6 % (Vorjahr 26,5 %).

Im Landtechniksegment wirkte sich die Markterholung des Milchpreises ab Ende 2016 positiv aus. Von diesem Trend profitierte auch Krone und konnte aufgrund einer erfreulichen Marktentwicklung – insbesondere in der zweiten Geschäftsjahreshälfte – die Umsatzerlöse auf 582,8 Mio. Euro (Vorjahr 569,8 Mio. Euro) steigern. Zu diesem Umsatz trugen der deutsche Markt mit 27,3 % (Vorjahr 25,1 %) bei, die westeuropäischen Märkte mit 33,1 % (Vorjahr 32,4 %), Nordamerika mit 15,4 % (Vorjahr 20,4 %), Osteuropa mit 9,9 % (Vorjahr 10,6 %) und die übrigen Märkte mit 14,3 % (Vorjahr 11,4 %).

Vermögenslage/Finanzierung

Im Geschäftsjahr 2016/2017 erhöhte sich die Bilanzsumme von 931,7 Mio. Euro auf 1.031,3 Mio. Euro. Dem gesamten Investitionsvolumen von 76,0 Mio. Euro (Vorjahr 37,1 Mio. EUR) und den Veränderungen des Konsolidierungskreises in Höhe von 6,9 Mio. Euro stehen Abschreibungen in Höhe von 31,1 Mio. Euro in beiden Bereichen gegenüber. Die Zugänge resultieren im Wesentlichen aus verschiedenen Investitionen an diversen Standorten und der erstmaligen Vollkonsolidierung der Brüggen Holding GmbH & Co. KG.

Aufgrund des erzielten Jahresüberschusses erhöhte sich das Eigenkapital zum Bilanzstichtag auf 486,1 Mio. Euro (Vorjahr 445,3 Mio. Euro). Die Eigenkapitalquote sank dabei leicht von 47,8% im Vorjahr auf 47,1% aufgrund von einem zum Bilanzstichtag höheren Working Capital sowie der genannten Investitionstätigkeit. Im Berichtszeitraum ist das mittel- und langfristige Fremdkapital auf 286,1 Mio. Euro (Vorjahr 254,3 Mio. Euro) gestiegen. Dem Konzern steht mittel- und langfristiges Kapital in Höhe von 772,1 Mio. Euro (Vorjahr 700,6 Mio. Euro) zur Verfügung. Damit sind nicht nur das Anlagevermögen, sondern auch das gesamte Vorratsvermögen sowie ein Großteil Forderungen gedeckt.

Mitarbeiter

Die weltweite Mitarbeiterzahl des Krone Konzerns stieg aufgrund der Konzern-Erweiterung im abgelaufenen Geschäftsjahr auf 4.497 (Vorjahr 4.281) an. Die Zahl der Auszubildenden sank leicht auf 243 (Vorjahr 261).

Investitionen zur Zukunftssicherung

Das Investitionsvolumen des Krone Konzerns lag bei rd. 76 Mio. Euro (Vorjahr 37,1 Mio. Euro), die im Wesentlichen in eine neue Farbgebung am Standort Werlte, den Neubau eines zentralen Distributionszentrum Spare Parts Logistics für sämtliche Nutzfahrzeugprodukte in Herzlake und die automatisierte Fertigung von Komponenten am Standort Herzlake flossen.

Am Standort Spelle wurden in der mechanischen Fertigung die Bearbeitungstechnologien und die Kapazität den wachsenden Anforderungen weiter angepasst. Zudem kam der erste Industrieroboter zur Be- und Entladung von Werkzeugmaschinen in Einsatz.

Bernard Krone, geschäftsführender Gesellschafter der Krone Gruppe, ist zufrieden mit dem Verlauf des Geschäftsjahres. „Im Landtechnikbereich bereitete uns der niedrige Milchpreis zunächst einige Sorgen; glücklicherweise hat er sich im Laufe des Jahres deutlich erholt. Auch im Nutzfahrzeugbereich zahlt sich unsere Strategie aus, mit neuen Niederlassungen noch näher an die Kunden zu rücken. Darüber hinaus stellen wir fest, dass wir verstärkt als Dienstleister gefragt sind – speziell in den Bereichen Daten-Digitalisierung und Telemetrie. Diese Features tragen maßgeblich dazu bei, dass Maschinen und Fahrzeuge noch effizienter und ökonomischer arbeiten können. Mit unseren hohen Investitionen an den Standorten Werlte und Herzlake setzen wir zudem ein klares Bekenntnis zur Region. Grundsätzlich blicken wir zuversichtlich in die Zukunft, schließlich bedient Krone zwei der weltweiten Megatrends: Zunahme der Weltbevölkerung und Konnektivität. Daraus resultieren auch weiterhin die kontinuierlich steigende Nachfrage nach Nahrungsmitteln und die Zunahme des Güterverkehrs.“

Ab auf die Kufen – Stadtwerke bieten Schülern kostenloses Schlittschuhlaufen

Lingen. Seit Dienstagmorgen können die Lingener und Lohner Schülerinnen und Schüler vormittags die Eislauffläche auf dem Marktplatz wieder kostenlos nutzen. Es haben sich 23 Schulen mit über 2.500 Schülern angemeldet. Bis zum 21. Dezember können die Schüler nun statt Unterricht zwei „Eiszeiten“ pro Vormittag auf der Eislauffläche verbringen. Normalerweise steht die Eislaufbahn der Lingen Wirtschaft und Tourismus GmbH (LWT)  auf dem Lingener Marktplatz allen Besuchern zur Verfügung. Die Vormittage sind jedoch einzig  und allein für die Schülerinnen und Schüler reserviert. Sie dürfen von montags bis freitags ungestört ihre Runden ziehen und eine kleine Pause vom Schulalltag einlegen. Bereits seit dreizehn Jahren laden die Stadtwerke Lingen die Schulen aus Lingen und Lohne zum Schlittschuhlaufen  ein. Dieses Wintervergnügen verkürzt die Wartezeit auf die Weihnachtsferien. „Wir möchten den Schulen so die Möglichkeit geben, mit den Kindern in der Weihnachtszeit etwas Schönes zu unternehmen. Alle können mitmachen, da die Teilnahme kostenlos ist und so gemeinsamdie Winterfreuden genießen“, erklärt Ulrike Wellen, von den Stadtwerken Lingen.

Schapener Haushalt 2018 sieht 760.000 Euro für Investitionen vor

Schapen – Mit einem einstimmigen Votum haben die Mitglieder des Schapener Gemeinderates den Haushalt 2018 verabschiedet. Als wichtigste Investition ist die Erweiterung des Gewerbegebietes vorgesehen.

Foto: Richard Heskamp

„Die Entwicklung der Steuereinnahmen ist für die Gemeinde Schapen äußerst positiv“, bewertete Samtgemeindebürgermeister Bernhard Hummeldorf die aktuelle Finanzentwicklung, mahnte aber gleichzeitig, weiterhin die Verringerung der Schulden sowie die weitere Stärkung der Finanzkraft zu fokussieren. Nach den Worten von Kämmerer Torsten Lindemann schließt der Gesamtergebnishaushalt, der die Aufwendungen und Erträge umfasst, mit einem Überschuss von 37.000 Euro. „Die Investitionen belaufen sich auf über 760.000 Euro“, berichtete Lindemann. Zu den wesentlichen Investitionsmaßnahmen gehören die Erweiterung des Gewerbegebietes an der Otto-Hahn-Straße sowie die Sanierung des Glockenturmes als ein wichtiges Wahrzeichen Schapens. Zur Deckung der Investitionen ist eine Kreditaufnahme von 160.000 Euro vorgesehen. Damit wird der Schuldenstand Ende 2018 auf rd. 649.000 Euro ansteigen. Im Finanzplanungszeitraum bis 2021 sind keine weiteren Kreditaufnahmen vorgesehen. „Mit dem Haushalt 2018 werden wichtige Projekte für eine gute und zukunftsorientierte Weiterentwicklung unserer Gemeinde ermöglicht“, nahm Bürgermeister Karlheinz Schöttmer Stellung zum Zahlenwerk. Dabei hob Schöttmer hervor, dass ein starkes Gewerbe auch zur Steigerung der Finanzkraft einer Kommune beitrage und daher die Investitionen in neue Gewerbeflächen zielführend seien. Gleichzeitig zeigte sich Schöttmer erfreut darüber, dass mit der Sanierung des Glockenturmes im Jahr 2018 ein lang gehegter Wunsch in Erfüllung gehe. Johannes Griese, Vorsitzender der CDU-Fraktion, sah die richtigen Akzente gesetzt, die zu einer positiven Entwicklung beitragen. Gleichzeitig dankten er und Bürgermeister Schöttmer Rat und Verwaltung für die gute Zusammenarbeit.

Kinder feiern ihre neue Spiellandschaft

Lünne – Spiel und Spaß für die Kinder bietet die neue Spiellandschaft an der Ludwig-Schriever-Grundschule in Lünne. Das „Spielschiff“ wurde nun offiziell eingeweiht.

Mit großer Vorfreude haben die über 70 Jungen und Mädchen der Ludwig-Schriever-Grundschule Lünne Tag für Tag beobachtet, wie ihre neue Spiellandschaft auf dem Schulhof Gestalt annahm. Viele verschiedene Klettervariationen, wie beispielweise eine Hangel- und Sprossenleiter sowie eine Kletterwand bietet die neue Spiellandschaft und schafft genügend Gelegenheit den Bewegungsdrang auszuleben und an der frischen Luft zu spielen. „Die Bewegung und die frische Luft in den Pausen haben für die Schülerinnen und Schüler eine besonders hohe Bedeutung. Neben der Konzentration im Unterricht brauchen die Kinder in den Pausen einen Ausgleich und Möglichkeiten zum Herumtoben“, freuten sich Schulleiterin Eva Lammers sowie Klaus Heskamp vom Förderverein der Grundschule über das neue Spielgerät. Die Gesamtkosten belaufen sich auf rund 21.000 Euro, die komplett vom Schulträger, der Samtgemeinde Spelle, übernommen wurden. „Die Anschaffung dieses großzügigen Spielgerätes ist eine hervorragende Ergänzung. Die Spiellandschaft gibt Spielanreize für alle Altersklassen“, waren sich Samtgemeindebürgermeister Bernhard Hummeldorf und Bürgermeisterin Magdalena Wilmes einig.

81-jährige Fußgängerin beim Abbiegen übersehen

Spelle  – Am Dienstagmittag ist es auf der Hauptstraße zu einem Verkehrsunfall gekommen. Ein 26-jähriger Mann aus Ascheberg ist dort gegen 12.40 Uhr mit seinem Peugeot in Höhe des Takko Marktes
links abgebogen. Dabei hat er offenbar übersehen, dass dort eine  81-jährige Frau die Straße überquerte. Es kam zum Zusammenstoß. Die Seniorin aus Spelle stürzte und verletzte sich schwer. Die Frau musste ins Krankenhaus eingeliefert werden. Die Polizei hat die Ermittlungen aufgenommen.

Zehn Vereine in der Samtgemeinde Spelle erhalten Ehrenamtspreis

Als Anerkennung für ehrenamtlichen Einsatz wird in der Samtgemeinde Spelle jährlich ein Ehrenamtspreis der Dr.-Bernard-Krone-Stiftung verliehen. Anlässlich der fünften Verleihung wurde das Preisgeld verdoppelt und insgesamt 10.000 Euro an zehn Preisträger vergeben.


Nach Darstellung von Samtgemeindebürgermeister Bernhard Hummeldorf sind in der Samtgemeinde insgesamt 130 Vereine mit insgesamt 30.000 Mitgliedern tätig – und das bei 14.000 Einwohnern. „Ich bin dankbar für die große Anzahl an ehrenamtlich aktiven Einwohnern, denn ohne diesen wertvollen Dienst würde unsere Gesellschaft nicht funktionieren“, würdigte Hummeldorf im Rahmen der Feierstunde zur Verleihung des Preises im Wöhlehof den Einsatz und dankte gleichzeitig dem Unternehmen Krone für die Auslobung dieses Preises: „Das Unternehmen Krone ist fest im Ort verankert und unterstützt auf vielfältige Weise ehrenamtliche Initiativen.“ Bernard Krone, Geschäftsführer der Maschinenfabrik Bernard Krone und Initiator des Ehrenamtspreises, warb für bürgerschaftliche Arbeit und erklärte: „Das Ehrenamt wird in Zeiten, in denen die Gesellschaft und die Wirtschaft zunehmend schnelllebiger werden, immer bedeutsamer für unser Miteinander. Ehrenamtlich Aktive unterstützen und helfen den Mitmenschen und sind unersetzbar für die Bewältigung wichtiger gesellschaftlicher Aufgaben.“ Seit 2013 wird durch die Dr.-Bernard-Krone-Stiftung der Ehrenamtspreis verliehen, für den in diesem Jahr über 30 Vorschläge eingereicht wurden. Ausgezeichnet wurden zehn Vereine mit Preisgeldern zwischen 500 und 2.000 Euro. So wurde der Kattenknüppelverein Schapen geehrt, der als ältester Verein in Schapen angenommen wird und auf eine 300 bis 400 Jahre alte Tradition zurückblickt. Ferner wurde die Laienspielschar Venhaus ausgezeichnet, die seit den 1970er Jahren für heitere plattdeutsche Theateraufführungen sorgt. Darüber hinaus wurde die Auszeichnung an den Kinderzirkus Kunterbunt aus Lünne verliehen, der Kinder seit 26 Jahren in die Welt der Akrobatik, Jonglage und Artistik einführt. Das Forum Kultur Erleben sorgt seit nahezu 40 Jahren für ein ansprechendes Kulturleben im Ort und wurde dafür mit dem Ehrenamtspreis bedacht. Zu den Preisträgern zählt ferner das 16-köpfige Technik-Team des SC Spelle-Venhaus, die mit etwa 3.000 ehrenamtlichen Stunden pro Jahr für einen vorbildlichen Zustand der Sportanlagen sorgen. Ebenso wurden die „Burggärtner“ geehrt, die seit Entstehung des Burgparkes Venhaus im Jahr 2002 die Pflege des 16.000 Quadratmeter großen Areals übernehmen. Mit vielen Aktivitäten unterstützt der Förderverein der Johannes-Grundschule Spelle das Schulleben und konnte dafür den Ehrenamtspreis in Empfang nehmen. Fast jeder dritte Einwohner Lünnes ist statistisch Mitglied des Blau-Weiß Lünne. Für die vorbildliche Arbeit in den fünf Sparten sowie für die Jugendarbeit wurde der Verein ausgezeichnet. Darüber hinaus wurde die Interessensgemeinschaft Dorfleben aus Schapen geehrt, die mit unterschiedlichen Initiativen das Leben im Ort bereichern. Und schließlich kann sich die Hospizgruppe Spelle über die Auszeichnung freuen. Ehrenamtliche Mitglieder widmen sich der Begleitung schwerstkranker und sterbender Menschen. Für Angehörige werden eine Trauerbegleitung, Sprechstunden und ein Trauercafé angeboten. Nach Darstellung Hummeldorfs mache die große Bandbreite der Preisträger die Vielfalt an ehrenamtlichen Einsatzmöglichkeiten deutlich. Jonas Thale aus Spelle von der Musikschule des Emslandes sorgte mit hervorragender Klavierbegleitung für den feierlichen Rahmen der Ehrungsveranstaltung im adventlich gestalteten Wöhlehof.

Kalter Markt in Rheine

Rheine. Am Dienstag, 19. Dezember 2017, von 08.00 bis 18.00 Uhr gibt es wieder den traditionellen Kalten Markt in Rheines Innenstadt. Hier kann man seinen Einkauf in besonderer Atmosphäre genießen, um dann anschließend über den Weihnachtsmarkt zu bummeln. Ein Höhepunkt ist der Auftritt der traditionellen Turmbläser.

Früher dienten die Krammärkte vor allem der Landbevölkerung aus Rheine und dem Umland zur Versorgung mit Kleidung und Gebrauchsgegenständen des täglichen Lebens. Wenn diese Funktion der Märkte auch mittlerweile fast verloren gegangen ist, so haben sie doch nichts von ihrem Reiz eingebüßt.

Neues Zuhause für Kiebitz, Feldlerche und Co.

Rheine. Spaziergänger, die im Bereich Devesfeld/Devesfeldstraße unterwegs sind, wundern sich vielleicht, wenn sie dort eine eingezäunte Fläche mit einer Art großem Teich erblicken. Hier ist eine sogenannte artenschutzrechtliche Ersatzmaßnahme für Kiebitze und Feldlerchen entstanden. Diese hatte die Stadt Rheine zu erbringen, weil im Zuge der geplanten Baumaßnahmen im neuen Gewerbegebiet Holsterfeld einige dort brütende Vogelarten weichen mussten. Die Maßnahme wurde pünktlich vor Beginn der Bauarbeiten im Baugebiet Holsterfeld fertig gestellt.


Lange hatte die Stadt Rheine nach einer geeigneten und verfügbaren Fläche gesucht, die hohen Ansprüchen genügen musste. So musste es sich bei der Fläche um ein offenes Gelände, ohne Gehölze oder Siedlungen, von geeigneter Größe handeln, die zudem störungsarm und möglichst feucht ist. All dies ist besonders für einen artgerechten Lebensraum von Kiebitzen von großer Bedeutung. Zudem musste bereits ein Bestand von Feldlerchen und Kiebitzen in der Nachbarschaft vorhanden sein. Nachdem eine solche Fläche nach langer Suche im Bereich Devesfeldstraße gefunden wurde, konnte dort, veranlasst durch die Stadt Rheine, eine 3 ha große Ackerfläche in eine Grünlandfläche umgewandelt und so neuer Raum für diese Vogelarten geschaffen werden.
„Ich bin froh, dass wir hier eine geeignete Fläche gefunden haben und sehr zuversichtlich, dass insbesondere der Kiebitz diese Fläche gut annehmen wird.“, äußert sich Elisabeth Gooßens, Produktverantwortliche für Umwelt und Klimaschutz bei der Stadt Rheine, zur Maßnahme.
Die Vögel müssen nicht in dieses Gebiet umziehen; stattdessen können sich die bereits in der Nachbarschaft vorhandenen Kiebitz- und Feldlerchenbestände auf diese Fläche weiter ausdehnen, in deren Zentrum ein Flachgewässer bzw. eine Blänke angelegt wurde, sodass die Kiebitze im Schlamm stochern und nach Nahrung suchen können. Um die Fläche zu vernässen, wurden vorhandene Drainagen entfernt.
In ihrem neuen Lebensraum können die Vögel künftig auf kurzgehaltenem Grünland nisten. Des Weiteren soll die Fläche in Zukunft extensiv – also mit nur wenigen Tieren, ohne Pflanzenschutzmittel, mit wenig oder nur organischem Dünger und der Mahd nur außerhalb der Brutzeit – mit Rindern beweidet werden. Zum Schutz der Vögel sollten Hundehalter ihre Hunde keinesfalls auf dieser Fläche laufen lassen.
Nicht nur für Kiebitze und Feldlerchen wurde ein neues Zuhause gefunden, sondern auch für die Rauchschwalben, die in den Gebäuden des künftigen Baugebiets Holsterfeld lebten. Als Ersatz wurden in den Stallungen eines Reiterhofes ausreichend geeignete Nisthilfen angebracht. Wie die Kiebitze und Feldlerchen müssen auch die Rauchschwalben nicht umziehen, sondern es wurden geeignete Bedingungen dafür geschaffen, dass sie sich dort ansiedeln können. Um den Erfolg dieser Maßnahme zu überprüfen, kooperiert die Stadt Rheine mit dem örtlichen Naturschutzbund, der solche Nisthilfen und Nistkästen im Auftrag der Stadt in Zukunft regelmäßig kontrollieren und warten wird.
Kiebitze, Feldlerchen und Rauchschwalben zählen zu den besonders oder streng geschützen Arten und sind in NRW gefährdet, also mit deutlichen Bestandsverlusten durch laufende menschliche Entwicklungen bedroht. Laut Naturschutzgesetz ist nicht nur das Töten dieser Tiere verboten, im Falle einer baulich zulässigen Zerstörung ihrer Fortpflanzungs- und Ruhestätten ist auch ein Ersatzlebensraum herzurichten, wie im Falle des Baugebiets Holsterfeld geschehen.