Gebäude der ehemaligen Polizeiwache wird Wohnunterkunft für Flüchtlinge

Alte Polizeiwache Rheine © ES Media Spelle

 

Rheine. Die Stadt Rheine beginnt aktuell mit der Herrichtung der ehemaligen Polizeiwache Rheine an der Gartenstraße 40 als Wohnunterkunft für Flüchtlinge. „Wir sind froh über die Einigung mit dem Eigentümer des Gebäudes, dem Bau- und Liegenschaftsbetrieb NRW“, sagt die zuständige Beigeordnete Christine Karasch. Die Stadt Rheine trägt für das Gebäude neben den Herstellungs- und Unterhaltungskosten lediglich die laufenden Neben- und Betriebskosten, die Anmietung des Gebäudes erfolgt zunächst bis Ende September 2017.

Vorgesehen ist die Herrichtung von Einzel- und Familienzimmern sowie Gemeinschafts- und Sanitärräumen. Der Umbau des insgesamt rund 1.400 m² großen Objektes wird voraussichtlich bis Ende Dezember 2015 dauern. In dem Gebäude sollen bis zu 85 Menschen untergebracht werden. Im laufenden Betrieb wird dann eine städtische Sozialbetreuerin regelmäßige Sprechstunden vor Ort für die Bewohnerinnen und Bewohner anbieten. Zudem wird ein Sicherheitsdienst vor Ort sein.

Derzeit leben in Rheine 528 Flüchtlinge, die in insgesamt 130 Wohneinheiten untergebracht sind. Ab November 2015 muss die Stadt Rheine mit der Zuweisung von weiteren Flüchtlingen rechnen, auszugehen ist von rund 50 Menschen pro Woche. Neben der Einrichtung von mobilen Wohnunterkünften an den Standorten „Dille“ im Ortsteil Mesum und „Jägerstraße“ im Ortsteil Eschendorf werden verteilt über das gesamte Stadtgebiet geeignete Wohnungen und Objekte angemietet bzw. zum Teil auch angekauft, um die Unterbringung sicherzustellen. Zusätzlich leben in der Notunterkunft des Landes Nordrhein-Westfalen auf dem Gelände der Damloup-Kaserne rund 500 Menschen.

Über weitere Einzelheiten der Einrichtung der ehemaligen Polizeiwache als Flüchtlingsunterkunft wird die Stadt Rheine die Nachbarschaft und die Öffentlichkeit noch zeitnah in geeigneter Weise informieren.

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