Stadt Rheine erwirbt die Damloup-Kaserne von der BIMA

Rheine. Mit der Beurkundung des Kaufvertrages am Dienstag (25.1.) für die 10 ha große Damloup-Kaserne von der Bundesanstalt für Immobilienaufgaben (BIMA) erreicht der seit mehreren Jahren erfolgreich verlaufende Konversionsprozess in und für Rheine seinen nächsten Meilenstein.

„Mit dem städtebaulichen Konzept für das neu erworbene Gelände beschreiten wir als Stadt Rheine neue und innovative Wege,“ weist Baudezernentin Milena Schauer mit Stolz besonders auf die vielfältigen Maßnahmen zum Klima- und Umweltschutz hin. Für die Planungen wurde die Verwaltung schon im letzten Jahr im Rahmen des Landeswettbewerbes „Zukunft Stadtraum“ prämiert.

Auch Bürgermeister Dr. Peter Lüttmann zeigte sich äußerst zufrieden mit dem Kauf einer weiteren ehemaligen Bundeswehrkaserne. „So ein Kauf bedarf einer umfangreichen Vorbereitung und Untersuchung. Dies betrifft unter anderem Fragen des Artenschutzes, der Erschließung, des Rückbaus vorhandener Gebäude und natürlich mögliche Altlasten. Deshalb bin ich froh, dass die seit 2018 andauernden Verhandlungen mit der BIMA, die in der Sache hart aber stets auf Augenhöhe, mit gegenseitigem Respekt und freundlicher Atmosphäre erfolgten, nun mit dem Kaufvertrag besiegelt wurden. Damit erhalten wir weitere Entwicklungsmöglichkeiten für die Stadt Rheine“, so der Bürgermeister.

Kernelement ist das Mobilitätskonzept mit den aus dem Wohngebiet ausgelagerten Parkhäusern, den sogenannten Mobilitätshubs. Sie sind der Schlüssel für ein autoarmes Quartier. Für weitere Entlastungen sorgen Sharingangebote für PKW und E-Lastenräder und tragen damit zu einer hohen Wohn- und Lebensqualität bei.

Mit einem neuen Regenwassermanagement wird auch den Starkregenereignissen Rechnung getragen. Nach dem Prinzip der „Schwammstadt“ wird Regenwasser durch Begrünung/Bepflanzung möglichst lange im Wohngebiet zurückgehalten, um eine hohe Verdunstungsrate zu erreichen.

Mit einer ca. 18.000 qm großen Parklandschaft, dem ZETTpark, gelingt es, einen Großteil des alten Baumbestand zu erhalten und so für ein gutes Mikroklima zu sorgen.

Für den Konversionsmanager Mark Dieckmann steht nun die Umsetzung des Projektes an. Dieckmann erklärt: „Ziel ist es in diesem Jahr mit der Flächenaufbereitung zu starten. So kann im Jahr 2023 mit der abschnittsweisen Neuerschließung begonnen werden.“ Das ist die Voraussetzung dafür das die Stadt frühestens ab Ende 2023 mit der Vermarktung der ersten Grundstücke starten kann.

Entstehen werden auf dem ehem. Kasernengelände rund 650 Wohneinheiten, davon voraussichtlich 60 im geförderten Wohnungsbau sowie eine Kindertagesstätte. Die Bundesanstalt für Immobilienaufgaben (BImA) hat deswegen auch eine Reduzierung des Kaufpreises von mehr als 1,7 Millionen Euro gewährt.

Ein Teil der Flächen und Gebäude wird vom Land NRW noch bis Ende 2022 zur Unterbringung von Flüchtlingen genutzt. Im Anschluss daran wird auch der Großteil der heutigen Flüchtlingsunterkunft abgerissen.

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