Die Betreuung unserer Kinder ist eine zentrale Aufgabe unserer Gemeinde. Dabei müssen pädagogische Qualität, die Wünsche der Eltern, wirtschaftliche Vernunft und verlässliche Entscheidungen gleichermaßen berücksichtigt werden.

Der Anbau eines Gruppenraumes für Kinder im Alter von drei bis sechs Jahren an der Kita Sonnenschein wurde bereits im November 2025 vom damaligen Gemeinderat im Rahmen der Haushaltsberatungen mehrheitlich beschlossen. Ziel war es, den Familien in Schapen spätestens zum 1. August 2027 eine dauerhafte Betreuungslösung anbieten zu können.
„Bei der Betreuung unserer Kinder dürfen nicht allein wirtschaftliche Überlegungen ausschlaggebend sein. Entscheidend sind ebenso die pädagogische Qualität, die Bedürfnisse der Kinder und die Wünsche der Eltern“, erklärt die Fraktionsvorsitzende und bisherige Bürgermeisterin Petra Kleinbuntemeyer.
Der Gemeinderat hat sich im November 2025 und erneut im März 2026 im alten Pfarrhaus mit Eltern getroffen, um ihre Wünsche und Vorstellungen zur zukünftigen Kinderbetreuung aufzunehmen. Ergänzend wurden ebenso pädagogische Fachberatungen mit einbezogen. Die damalige Entscheidung für den Anbau an die Kita Sonnenschein beruhte somit auf einer intensiven Auseinandersetzung mit den verschiedenen Möglichkeiten und den Bedürfnissen der betroffenen Familien.
Pädagogische Qualität und Verlässlichkeit im Blick behalten
In der aktuellen Diskussion über die zukünftige Organisation der Kindertagesstätten sind unterschiedliche Vorstellungen deutlich geworden. Wir halten es für wichtig, diese sachlich und gemeinsam mit allen Beteiligten zu erörtern.
Die bisherige fachliche Einschätzung spricht dafür, Krippen- und Kindergartenangebote an zwei Standorten jeweils als zusammenhängende Betreuungseinheiten zu organisieren. Dadurch können pädagogische Übergänge erleichtert und zusätzliche Standortwechsel für Kinder und Familien möglichst vermieden werden.
Auch alternative Standorte und die Nutzung bestehender Immobilien wurden bereits geprüft. Dabei spielten neben den baulichen und finanziellen Anforderungen insbesondere die pädagogischen Rahmenbedingungen und die Wünsche der Eltern eine wichtige Rolle.
Bisherige Planungen und finanzielle Folgen berücksichtigen
Den derzeitigen Stopp der bereits vorbereiteten beziehungsweise teilweise eingeleiteten Ausschreibungen durch die Schapener Wählergemeinschaft sehen wir kritisch. Vor einer grundlegenden Änderung sollten die fachlichen, finanziellen und organisatorischen Folgen transparent geprüft werden.
Dabei sind insbesondere folgende Punkte zu berücksichtigen:
- Bestehende Übergangslösung: Die Verlängerung der Betriebserlaubnis für die provisorische Betreuung am Kindergarten St. Ludgerus schafft zusätzliche Zeit, ersetzt aber keine dauerhafte Lösung.
- Bisherige Planungsleistungen: Für den vorgesehenen Anbau wurden bereits Planungsleistungen von rund 75.000 Euro beauftragt, deren Kosten bei jeder weiteren Entscheidung berücksichtigt werden müssen.
- Förderung und Folgekosten: Die mögliche Förderung des Landkreises in Höhe von 120.000 Euro, die Kosten einer verlängerten Containerlösung und mögliche Mehrkosten durch alternative Bauvorhaben müssen gegenübergestellt werden.
- Zusammenarbeit mit den Trägern: Die evangelisch-reformierte Kirchengemeinde als Trägerin der Kita Sonnenschein und die katholische Kirchengemeinde als Trägerin des Kindergartens St. Ludgerus sollten eng in alle weiteren Entscheidungen eingebunden werden.
- Zeitplan: Änderungen der bisherigen Planung können Auswirkungen auf die Umsetzung und den angestrebten Fertigstellungstermin haben.
Beim Gespräch zur Kindergartenerweiterung am 1. Oktober 2026, zu dem die Schapener Wählergemeinschaft SWG eingeladen hatte, wurde nach unserem Verständnis vereinbart, die laufenden Planungen und Ausschreibungen zunächst weiterzuverfolgen. Die Beteiligten sollten ihre internen Abstimmungen bis zum 15. Oktober 2026 zurückmelden. Deshalb hätten wir uns gewünscht, neue Alternativen zunächst gemeinsam zu beraten und ihre Vor- und Nachteile nachvollziehbar darzustellen.
Selbstverständlich sind wir bereit, andere Vorschläge offen zu prüfen. Diese müssen jedoch pädagogisch überzeugen, wirtschaftlich tragfähig sein und eine verlässliche Perspektive für die Familien bieten.
Unser Dank gilt ausdrücklich der katholischen Kirchengemeinde Schapen und dem Team des Kindergartens St. Ludgerus, die die bisherige provisorische Betreuung ermöglicht haben. Auch notwendige Modernisierungsmaßnahmen am Standort St. Ludgerus sollten nach einem späteren Rückbau der Container geprüft werden.
Gemeinsam eine verlässliche Lösung finden
Für die CDU-Fraktion Schapen stehen die Kinder und ihre Familien im Mittelpunkt. Dazu gehören eine pädagogisch überzeugende Betreuung, wirtschaftlich verantwortungsvolle Entscheidungen und die Verlässlichkeit kommunaler Planung.
Wir sprechen uns deshalb weiterhin dafür aus, den bereits beschlossenen Anbau an die Kita Sonnenschein als tragfähige Lösung weiterzuverfolgen. Gleichzeitig sind wir bereit, sachlich über Alternativen zu beraten, sofern diese nachvollziehbar geprüft werden und tatsächlich Vorteile für Kinder, Eltern und Gemeinde bieten.
Wir wünschen uns, dass die weiteren Beratungen in den zuständigen politischen Gremien und im offenen Austausch mit den Trägern, den Fachberatungen und den weiteren Beteiligten stattfinden. Unterschiedliche Auffassungen gehören zur kommunalen Demokratie. Entscheidend ist, dass sie respektvoll ausgetragen werden und am Ende eine tragfähige Entscheidung im Gemeinderat steht.
Im Namen der CDU-Fraktion Schapen
Petra Kleinbuntemeyer
__________________________________
Alle Nachrichten und Meldungen schnell, aktuell und kostenlos direkt auf dein Handy. Klick 👉 ES Media Spelle- WhatsApp Kanal


















![Michael Knebel Test 2.pptx [Schreibgeschützt]-001](http://esmedia-spelle.de/wp-content/uploads/2014/03/Michael-Knebel-Test-2.pptx-Schreibgeschützt-001.jpg)





























