Gekämpft, aber nicht gepunktet. Trotz einer guten Vorstellung hat der SC Spelle-Venhaus das Punktspiel der Regionalliga Nord beim Hamburger SV II

Gekämpft, aber nicht gepunktet. Trotz einer guten Vorstellung hat der SC Spelle-Venhaus das Punktspiel der Regionalliga Nord beim Hamburger SV II 0:1 (0:1) verloren. Vor 146 Zuschauern wehrten sich die Gäste auf dem Kunstrasenplatz am Volksparkstadion energisch.

„Ich kann den Jungs keinen Vorwurf machen“, sagte der Sportliche Leiter Markus Schütte. „Die Mannschaft hat gut gegengehalten.“ Die erfahrenen Spieler wie Janik Jesgarzewski, Jan-Luca Ahillen, Jannik Landwehr, Jan-Hubert Elpermann und Philipp Elfert seien vorangegangen. „Das erwarte ich.“

„Wir laufen auf der letzten Rille“

„Wir laufen auf der letzten Rille“, stellte Trainer Hanjo Vocks schon während der Anreise in die Elb-Metropole fest. Neben dem gesperrten Torwart Mattis Niemann und den verletzt gemeldeten Torben Stegemann, Adrian Lenz (Muskelfaserriss) und Steffen Schepers reichte auch für Abwehrspieler Leon Dosquet noch nicht. Marcel Ruschmeier fiel kurzfristig mit Wadenproblemen aus. Zudem fehlten Tom Winnemöller und Jan Popov.

Premiere für Leferink

Glück, dass zumindest Jan-Hubert Elpermann dabei war. Der Innenverteidiger, der sich im Training das Knie verdreht hatte, war zwar mit nach Hamburg gefahren und gab nach einem Test vor dem Anpfiff grünes Licht. Auf der Bank nahm A-Jugendspieler Elias Leferink Platz. Der Angreifer hatte schon in der Vorbereitung mitgemischt, beim 8:1 beim Test in Werlte einen Treffer erzielt. „Wir planen in der nächsten Saison mit ihm“, erklärte Schütte. In der Schlussphase durfte er schon mal kurz Regionalliga-Luft schnuppern.

Zwei Ketten machen die Räume dicht

Die Gäste aus dem Emsland machten mit zwei dicht gestaffelten Ketten die Räume am eigenen Strafraum dicht. Dabei warteten sie auf Kontergelegenheiten. In der Anfangsphase kam der Aufsteiger einige Male nach vorn, aber noch nicht wirklich gefährlich vor das Tor des togolesischen Nationalkeepers Steven Mensah. Schütte registrierte einen Schuss der Gäste. „Wir stehen gut, haben aber auch nur wenig Entlasstung nach vorn“, sah er den SCSV unter Dauerdruck.

HSV: Viele Ecken und viel Ballbesitz

Die U21 des HSV hatte deutlich mehr Ballbesitz, versuchte das Spiel in die Breite zu ziehen. Der Gastgeber attackierte die Speller früh, kam zu einigen Ecken. Aber ernsthaft geprüft wurde Lichtenstein in der ersten Hälfte nur selten.

Gäste mit hohem Einsatz

Seine Vorderleute stemmten sich mit hohem Einsatz gegen die schwungvollen Attacken des Gastgebers. Sie knüpften gegen die Talentschmiede des HSV an die engagierte Vorstellung in Eimsbüttel an. Bei gefährlichen Situationen vor dem eigenen Tor konnten sie immer wieder klären.

Gegentor mit der ersten klaren Chance

Doch in der 38. Minute der Rückstand. Nach einer Hereingabe von Emmanuel Appiah von der rechten Seite schob Elijah Krahn den Ball ins linke untere Eck. Lichtenstein war machtlos gegen den präzisen Schuss des 20-jährigen Mittelfeldspielers, der schon zwölf Pflichtspieleinsätze in der Ersten der HSV verzeichet hat. „Absolut bitter, die erste richtige Chance“, meinte Schütte.

Vocks-Team setzt nach

Der SCSV machte gleich zu Beginn der zweiten Halbzeit deutlich, dass er etwas aus dem HSV-Campus mitnehmen wollte. Er kam zweimal über die rechte Seite gut nach vorn, holte eine Ecke heraus, die nichts brachte. Aber die Mannschaft setzte nach, war häufiger vor dem HSV-Tor.

Lichtenstein rettet

Die offensivere Spielweise war nicht ungefährlich. Für den HSV ergaben sich mehr Räume. Der gerade eingewechselte Ware Pakia wurde im Zentrum freigespielt, steuerte auf das SCSV-Tor zu. Aber Lichtenstein klärte in höchster Not. Der 31-Jährige musste danach behandelt werden, blieb aber auf dem Platz.

Riesenchance in der Schlussphase

Mittelstürmer Jip Kemna hätte das Speller Glück am zweiten Advent perfekt machen können. Er tauchte in der 85. Minute allein vor dem HSV-Keeper auf, schoss den Ball aber am Tor vorbei. „Das wäre es gewesen“, sagte Schütte.

Drei Wechsel in der Startformation

Trainer Hanjo Vocks nahm in Hamburg drei Wechsel im Vergleich zum vorherigen Spiel beim Eimsbütteler TV (2:2) vor: Für den gesperrten Mattis Niemann sowie die verletzten Adrian Lenz (Muskelfaserriss) und Marcel Ruschmeier standen Bernd Lichtenstein, Jonas Tepper und Steffen Wranik von Beginn an auf dem Kunstrasen der Hansestadt.

Nachholspiel vermutlich am ersten Februar-Wochenende

Da für das kommende Wochenende keine Spiele angesetzt sind, führt der Speller Weg direkt in die Winterpause. Im Rucksack haben sie vier Nachholspiele gegen SSV Jeddeloh, SC Weiche Flensburg 08 und FC Eintracht Norderstedt sowie beim FC St. Pauli II. Damit wird wohl schon am 3./4. Februar, also eine Woche vor dem offiziellen Start ins Restprogramm 2024, der erste Einsatz auf den SCSV warten. Der Aufsteiger beginnt wahrscheinlich am 7. Januar mit der Vorbereitung.

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