Lingen. Einmal im Leben sein eigener Herr sein – dieser Traum geht derzeit für 24 Auszubildende von Apollo Optik in Lingen in Erfüllung. Noch bis zum 30. Oktober leiten die Azubis im zweiten und dritten Lehrjahr die Lingener Filiale im Lookentor. Die Lehrlinge kommen aus der gesamten Bundesrepublik von Leipzig über München und Hamburg. Einer der Teilnehmer stammt sogar aus Österreich. „Wir wollen unseren Nachwuchskräften die Möglichkeit geben, für eine Zeitlang alleine die Fäden in der Hand zu halten: Sie übernehmen dabei die komplette Filialleitung vom Personaleinsatz bis hin zum Verkauf, während die eigentliche Lingener Filialleitung Verena Alken den Nachwuchskräften lediglich ´über die Schulter schaut´“, erklärte der Verkaufsleiter Nord, Michael Artzt. Das Projekt „Azubifiliale“ finde parallel in drei Filialen statt: Neben Lingen haben auch München und Wels in Österreich den Zuschlag auf ihre Bewerbung bekommen, so Michael Artzt. Genauso wie die Filialen haben sich auch die Azubis auf das Projekt beworben. „Die Idee ist fantastisch“, erklärte Oberbürgermeister Dieter Krone, der zur offiziellen Schlüsselübergabe und damit zum Startschuss des Projektes in das Lingener Lookentor gekommen war. „Es ist mutig, dieses Projekt zu verwirklichen. Aber auch mutig von ihnen allen, liebe Auszubildende, die Verantwortung zu übernehmen und in dieser Zeit seinen Mann beziehungsweise seine Frau zu stehen.“ Der Oberbürgermeister wünschte allen Beteiligten gutes GeLingen und einen schöne Zeit in Lingen. „Lingen ist eine junge und lebenswerte Stadt, in der Einiges los ist – nutzen sie diese Erfahrung für sich, aber nutzen sie auch die Gelegenheit unsere schöne Stadt kennenzulernen.“
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„Es lebe die Freundschaft“ –Einblicke in neues Tabaluga-Rockmärchen Peter Maffay: Werden Lingen in guter Erinnerung behalten
Lingen. Die Proben für das neueste Tabaluga-Musical „Es lebe die Freundschaft“ aus der der Feder von Peter Maffay gehen in die Schlussphase. Seit über drei Wochen ist das Tabaluga-Ensemble in der EmslandArena und den Emslandhallen zu Gast und probt dort das Zusammenspiel von Darstellern, Tänzern, Musikern und der Bühnentechnik. Einblicke hinter die Kulissen der aufwändigen Musikproduktion gewährte das Team am Donnerstag. Zahlreiche Medienvertreter erlebten die Proben hautnah. Spektakuläre Szenen, phantasievolle, teils futuristische Kostüme, ein außergewöhnliches Bühnenbild und nicht zuletzt die Musik von Pop über Rap bis Heavy Metall, mit vertrauten Hits und neuen Songs, ließen erahnen: Bei diesem Musical handelt es sich um die wohl größte Musikshow des Jahres. Mehr als 330.000 Karten sind für die Tour durch 19 Städte bereits verkauft. Neben dem kleinen grünen Drachen und Peter Maffay stehen auch prominente Darsteller wie Uwe Ochsenknecht, Rufus Beck, Alex Wesselsky und Heinz Hoenig auf der Bühne.
Peter Maffay zeigte sich zufrieden mit den Proben für seine neue Produktion, der größten aller bisherigen Tabaluga Musicals. Die Arbeitsbedingungen in der EmslandArena und den Emslandhallen seien ausgezeichnet gewesen. „Es war ein sehr entspanntes Arbeiten. Wir haben uns hier sehr wohl gefühlt“, sagte Maffay. Auch Rufus Beck, Regisseur und Co.-Autor des Rockmärchens, bestätigte die „super Arbeitsbedingungen“. Er hob vor allem die kurzen Wege zwischen den Emslandhallen und der EmslandArena hervor. „Und trotzdem sind wir uns nicht auf die Nerven gegangen. Also, beste Voraussetzungen“, so Beck.
In den nächsten Tagen heißt es für das Tabaluga-Ensemble dann Abschiednehmen von Lingen. Das Rockmärchen „Es lebe die Freundschaft“ feiert bereits am 7. Oktober in Hamburg Premiere. „Wir werden Lingen aber in guter Erinnerung behalten“, steht für Peter Maffay fest.
Discofeeling im Linus-Freizeitbad Poolparty von Sparkasse Emsland, Zephyrus-Discoteam und Linus Lingen Wasserwelten

(v. links) Christian Niekiel, Sparkasse Emsland, Carina Rosing und Ulrike Wellen, Linus Lingen Wasserwelten, freuen sich auf die zahlreichen Besucher der nächsten Poolparty.
Lingen. Am Freitag, 07. Oktober 2016, laden die Linus Lingen Wasserwelten von 18 bis 21 Uhr wieder zur Sparkassen-Poolparty für Kinder und Jugendliche ein. Der Einlass erfolgt ab 17.15 Uhr. Die Sparkasse Emsland veranstaltet gemeinsam mit den Wirtschaftsbetrieben Lingen auch dieses Jahr wieder eine große Sparkassen-Poolparty. Verrückte Spiele, zuckende Lichter und natürlich alle aktuellen Hits: Die Agentur „Zephyrus“ aus Oerlinghausen sorgt dafür, dass das Bad zu einer Diskothek umfunktioniert wird. Der Vorverkauf für den Badespaß ist bereits gestartet: Alle 10 bis 17-jährigen Kinder und Jugendlichen sind herzlich eingeladen. Für die SClub-Mitglieder der Sparkasse Emsland kostet der Eintritt nur 01,50 Euro, Nichtmitglieder zahlen 4 Euro. Die Eintrittskarten sind in allen Sparkassen-Geschäftsstellen erhältlich. Der Badebetrieb ist in dieser Zeit nur eingeschränkt möglich. Letzter Einlass für Badegäste, die die Poolparty nicht besuchen möchten, ist um 16.00 Uhr für zwei Stunden Schwimmzeit. Die Saunawelt ist zu den gewohnten Zeiten geöffnet
Medina Markt eröffnet Neues Lebensmittelangebot in der Innenstadt
Lingen. In diesem Fall ist der Name Programm: Mit dem „Medina Markt“ hat am Mittwoch ein Lebensmittelmarkt in der Lingener Innenstadt eröffnet. „Medina ist arabisch und bedeutet Stadt. Genau soll dieser Laden sein: ein Markt für die Stadt“, erklärte Inhaberin und Existenzgründerin Manal Yildiz-Harb bei der Neueröffnung. Der Lebensmittelmarkt bietet orientalisch-arabische Lebensmittel, Obst und Gemüse sowie eine Fleischtheke (halal). Zur Neueröffnung gratulierten neben Ludger Tieke als Leiter der Wirtschaftsförderung und Citymanagerin Nadine Thale auch Sandra Prekel von der Wirtschaftsförderung, die die Existenzgründerin bis zur Neueröffnung begleitet hatte. Zudem waren auch Architekt Frank Hildebrandt und Marko Schnitker als Geschäftsführer der Lingen Wirtschaft und Tourismus GmbH der Einladung gefolgt. „Sie haben hier bemerkenswertes vollbracht“, beglückwünschte Ludger Tieke die neue Geschäftsinhaberin. „Wir freuen uns, dass Lingen nun wieder einen Lebensmittelmarkt in der Innenstadt hat und wünschen ihnen viele erfolgreiche Jahre.“ Manal Yildiz-Harb betonte, dass sie mit dem Angebot jedermann ansprechen wolle – unabhängig von der Kultur, Religion oder Sprache der Menschen. Bei Wünschen, was das Sortiment oder bestimmte Waren angehe, könnten sich die Kunden jederzeit an sie und ihr Team wenden. So biete der Medina Markt auch einen Lieferservice für Hotels und Restaurants. Derzeit habe sie eine Aushilfe im Laden, plane aber zukünftig noch weiter aufzustocken und dabei besonders Flüchtlinge anzusprechen. „Ich möchte zur Integration beitragen und Arbeitsplätze schaffen“, so die Inhaberin.
Der Lebensmittelmarkt hat ab sofort montags bis Samstag von 8 bis 19 Uhr geöffnet. Interessierte finden ihn in der Bauerntanzstraße 10 in den ehemaligen Räumlichkeiten der Drogerie Schlecker. Weitere Informationen finden sich zudem unter www.medina-markt.de.
VS-Bau GmbH im Gewerbegebiet Pöttkerdiek neu eröffnet Meisterbetrieb für Wohnungsbau beschäftigt 20 Mitarbeiter
Lingen. Der Familienbetrieb VS-Bau hat kürzlich im Gewerbegebiet Pöttkerdiek in Lingen-Schepsdorf neu eröffnet. Der Meisterbetrieb für Wohnungsbau ist bereits seit zwölf Jahren in Lingen tätig. Mit mittlerweile 20 Mitarbeitern war der alte Standort allerdings zu klein geworden. Durch den Neubau einer Gewerbehalle mit integriertem Büro bieten sich am neuen Standort nun optimale Bedingungen für den Familienbetrieb um Geschäftsführer Viktor Schmidke. Zur Neueröffnung gratulierten Lingens Erster Stadtrat Stefan Altmeppen, Ortsbürgermeister Peter Scholz, der Vorsitzende des Wirtschafts- und Grundstücksausschusses Martin Koopmann sowie Dietmar Lager von der Wirtschaftsförderung der Stadt Lingen.
Die VS-Bau GmbH baut pro Jahr 25 bis 30 Gebäude. Dazu zählen unter anderem Wohn- und Geschäftshäuser, aber beispielsweise auch Stallgebäude. „Unsere Kunden liegen in einem Umkreis von circa 100 Kilometern“, sagte Viktor Schmidke. „Parallel können wir drei bis vier Baustellen bewältigen und bieten dabei die ganze Palette von schlüsselfertigen Bauten bis hin zu An- und Umbauten.“ In den letzten zwölf Monaten habe VS-Bau fünf Mitarbeiter eingestellt, zudem bilde der Betrieb auch aus. Der neue Standort im Gewerbegebiet Pöttkerdiek sei ideal für das Unternehmen, sagte Viktor Schmidke. „Von hier aus ist man schnell auf der Autobahn. Zudem wohnen wir in Schepsdorf, da meine Frau ebenfalls mit im Betrieb tätig ist, kommt so auch die Familie nicht zu kurz.“
Ortsbürgermeister Peter Scholz überbrachte die Glückwünsche des Ortsrates. Auch Stefan Altmeppen gratulierte zu der Neueröffnung am neuen Standort und wünschte dem Familienbetrieb weiterhin viel Erfolg.
Traditioneller Besuch aus Ungarn am Gymnasium Georgianum
Lingen. Schon fast auf historischen Pfaden wandeln derzeit rund 30 Schülerinnen und Schüler aus Mezöberény, Ungarn, und des Lingener Gymnasiums Georgianum. Sie nehmen an dem ältesten Austausch der Schulen teil: Seit 1989 besuchen sich einmal pro Jahr Schüler und Lehrer der beiden Gymnasien. Während die Ungarn traditionell über das Altstadtfestwochenende nach Lingen kommen, fliegen die Lingener das nächste Mal nach den Abiturprüfungen im Mai 2017 nach Ungarn. Lingens Erster Bürgermeister, Heinz Tellmann, hieß die ungarische Gruppe und die deutschen Lehrer Sebastian Zermann und Michael Wilmes, die in diesem Schuljahr den Ungarnaustausch organisieren, offiziell im Rathaus der Stadt willkommen.
Die Schüler lernen in Ungarn Deutsch und können in Lingen ihre Sprachkenntnisse weiter ausbauen. Doch neben dem Lerneffekt stehen auch immer die Begegnungen untereinander im Mittelpunkt. Zehn Tage sind die ungarischen Schüler in Deutschland und leben in dieser Zeit bei ihren Gastfamilien. In den nächsten Tagen sind Tagesfahrten nach Amsterdam und Münster sowie eine Rundfahrt durchs Emsland mit Besuch des Moormuseums geplant. Am Wochenende hatten die Schülerinnen und Schüler zudem ausreichend Zeit, gemeinsam das Altstadtfest zu besuchen.
Olympiagewinnerin aus Warendorf trägt sich in Lingens goldenes Buch ein Julia Krajewski und ihr Team holten olympisches Silber
Die Vielseitigkeitsreiterin und Olympiagewinnerin Julia Krajewski vom Reit- und Fahrverein Lingen hat sich in Lingen im historischen Rathaus in das goldene Buch eingetragen. Sie hat mit ihrer Mannschaft bei den Olympischen Sommerspielen 2016 in Rio de Janeiro eine Silbermedaille gewonnen.
Lingen. Eine der höchsten Auszeichnungen, die Lingen zu vergeben habe, sei die Eintragung ins Goldene Buch der Stadt, erklärte Krone, der die heute 27-jährige Julia Krajewski willkommen hieß. „Damit wollen wir Ihnen unser aller Respekt und unsere Anerkennung aussprechen, denn eigentlich ist die Ehre vor allem auf unserer Seite. Sie haben sich nicht nur um den deutschen Reitsport, sondern auch um den Reit- und Fahrverein Lingen sowie Lingen besonders verdient gemacht“, betonte der Oberbürgermeister.
Mittlerweile liege es 40 Jahre zurück, dass ein Lingener eine Medaille bei Olympia gewonnen habe. Es sei der Ruderer Peter van Roye gewesen, der sich 1976 in das Goldene Buch eingetragen habe. „Hinter Julia Krajewski liegen aufregende Wochen: Tage mit Höhen und Tiefen, die sicherlich auch mit einem enormen Wechselbad der Gefühle einhergingen“, meinte Krone. „Keiner von uns kann ermessen, was es heißt, an dem herausforderndsten Wettstreit der Sportwelt, gepaart mit einer riesigen Medienpräsenz, teilzunehmen.“
Es müsse etwas ganz Herausragendes sein, wenn sich die besten Sportler dieser Welt in den unterschiedlichen Disziplinen messen würden. „Wenn das Team nach einem anstrengenden, nervenaufreibendem Wettbewerb die Medaille um den Hals gehängt bekommt, muss dies ein vollkommen emotionaler und wunderschöner Moment sein, an den Sie sich sicherlich noch lange erinnern werden“, betonte Krone.
Herausragende sportliche Leistungen, die einen zu Olympia führten, seien kein Zufall, sondern vielmehr das Ergebnis jahrelangen Trainings, Talents und persönlichen Engagements. „Sie haben 2007 Ihr Abitur am Gymnasium Georgianum in Lingen mit Bravour bestanden. Dem Reit- und Fahrverein haben Sie über die Jahre hinweg immer die Treue gehalten.“ Dies bestätigten auch der 1. Vorsitzende des Reit- und Fahrvereins, der 2. Vorsitzender Jürgen Krawczyk und Trainer Heinz-Bernd Niehues, die ihr eine Ehrennadel und Blumen überreichten.
Als Silbermedaillenträgerin habe Julia Krajewski allen Olympia und Rio näher gebracht, erklärte Korne, der sagte: „Wir ehren heute eine beeindruckende Sportlerin und eine starke wie imponierende Persönlichkeit, die uns alle in Ihrer Zielstrebigkeit, aber auch durch Ihre Bescheidenheit und sympathische Ausstrahlung beeindruckt.“ Julia Krajewski, die früher in Klausheide wohnte und jetzt in Warendorf lebt, trug sich in das goldene Buch ein und berichtete über die Olympiade.
In Brasilien habe sie viele offene, hilfsbereite und nette Menschen kennen gelernt. „Highlight war das olympische Dorf, wo 10.000 Menschen aller Nationen lebten. Von den 40 Busteigen nur für die Sportler sei es relativ einfach gewesen, die Sportstätten zu erreichen“, so Krajewski, die sich vor Ort sicher gefühlt habe. Nach dem sportlichen Erfolg, die erste Medaille für Deutschland zu holen, sei das Team erleichtert gewesen, erinnerte sich Julia Krajewski.
Fotoausstellung 25 Jahre Ukrainehilfe Bilder sagen mehr als 1000 Worte
In Foyer des Lingener Rathauses an der Elisabethstraße hat der Freundeskreis der Ukrainefahrer eine Fotoausstellung arrangiert. Mit den Bildern soll aufgezeigt werden, wo die vielen Spenden und Hilfsgüter in der Ukraine direkt vor Ort gebracht wurden. Oberbürgermeister Dieter Krone lobte das Engagement des Freundeskreises.

Dieter Krone (rechts) und Monika Schwegmann (links) dankten (v. rechts) Hermann Lindwehr, Alfons Acker, Hinrikus Ude sowie Inge und Hajo Wiedorn für ihr Engagement.
Lingen. Zur Eröffnung im Rathaus-Foyer schickte der Freundeskreis der Ukrainefahrer seinen Dank an OB Krone, Dezernentin Monika Schwegmann, dem DRK und allen Unterstützern sowie Förderern voraus. Hinrikus Ude erklärte: „Wir haben einen kleinen Ausschnitt aus tausenden Fotos gewählt, die wir in den 25 Jahren bei 35 Hilfsgütertransporten aufgenommen haben. Sie erinnern an Freunde in Juskovzy, Gribowa, Lanovzy oder Ternopil.“
Die Ausstellung erinnert an den Auftakt der Welle der Hilfsbereitschaft. Dies war der Besuch von Wasili Ratuschko und Prokopij Feodosewitsch Schafaruk aus Juskovzy in der Westukraine am 24. Juni 1991. Sie gehörten zu den 20 Männern aus Juskovzy, die wie weitere 262 Fremd- und Zwangsarbeiter sowie 247 Kriegsgefangene aus allen von deutschen Truppen besetzten Ländern von 1940 bis 1945 im ehemaligen Reichsbahnausbesserungswerk (RAW) arbeiten mussten.
Ude betonte: „Bilder sagen mehr als 1000 Worte. Wir wollen der Bevölkerung zeigen, wo die finanzielle und materielle Hilfe hingegangen ist. Wer sich ein paar Minuten Zeit nimmt, kann sich ein Bild machen, die Atmosphäre in der Ukraine können wir aber nicht vermitteln. Die Dankbarkeit der Menschen ist unbeschreiblich, die muss man selbst erlebt haben. Wer einmal dort war, der ist infiziert und macht mit. Wir machen weiter, denn gerade die neue Situation in der Ukraine motiviert uns. Am 16. September geht der nächste Transport mit über 20 Tonnen Hilfsmitteln zu unseren Freunden in die Ukraine.“

Am 24. Juni 1991 empfingen Karl-Heinz Vehring, Cilli Peters (v. links), Bernhard Neuhaus (rechts), Dr. Ludwig Remling und Heinz Peters (vorne v. links) Natailia und Viktor Maximljuk, Prokopij Feodosewitsch Schafaruk und Wasili Ratuschko am Lingener Bahnhof.
OB Dieter Krone lobte das Engagement, dass der Freundeskreis seit 25 Jahren an den Tag lege. „Ihr sorgt für eine soziale, wichtige und menschliche Beständigkeit, in dem ihr das ausgleicht, was auf politischer Ebene an Versäumnissen vorhanden ist. Ihr sorgt dafür, dass Sozialstationen aufgebaut und Krankenhäuser, Schulen sowie Kindergärten mit einem hohen Investitionsvolumen von mehreren 100.000 Euro ausgebaut werden“, sagte Krone und betonte: „Das ist nicht selbstverständlich.“
Damals seien es die Zwangsarbeiter Wasili Ratuschko und Prokopij Feodosewitsch Schafaruk aus Juskovzy gewesen, durch die die freundschaftlichen Beziehungen entstanden seien. Nun werde auf menschlicher Ebene etwas zurückgegeben, was man gar nicht hoch genug einschätzen könne, so der OB. „Ihr bringt die Spenden direkt eins zu eins zu den Betroffenen“, sagte Krone, der ebenso der Lingener Bevölkerung für die Spendenbereitschaft dankte.
Die Chronik „25 Jahre Ukrainehilfe“ kann gegen eine Spende im Rathaus-Foyer erworben werden. Der Freundeskreis der Ukrainefahrer bittet um weitere Geldspenden. Diese können auf das Konto des DRK Ortsverein Elbergen, IBAN: DE91266500011180016170, BIC: NOLADE21EMS unter dem Stichwort „Ukrainehilfe“ bei der Kreissparkasse Emsland eingezahlt werden. Eine Spendenbescheinigung kann ausgestellt werden. Nähere Auskünfte erteilen: Hinrikus Ude, Telefon (05906) 3369005 und (0160) 96902620, per E-Mail: Hinrikus.Ude@kabelmail.de, sowie Hans-Joachim Wiedorn, Telefon (05907) 370 und (0171) 5324497, per E-Mail: Hajo.Wiedorn@t-online.de.
Volkskrankheit Gallensteine Was ist zu tun
Lingen. Mit zunehmendem Alter entwickeln sehr viele Erwachsene in Deutschland im Laufe ihres Lebens Gallensteine. Insbesondere bei Frauen über dem 60-sten Lebensjahr beträgt die Wahrscheinlichkeit hierfür mehr als 50 Prozent. Im Rahmen der Vortragsreihe des Fördervereins des Bonifatius Hospitals wird Prof. Dr. Eckhard Stüber, Chefarzt der Gastroenterologie und Diabetologie, am 31. August 2016 zum Thema “Volkskrankheit Gallensteine“ über Ursachen, Beschwerden und Therapiemöglichkeiten informieren.
Gallensteine entstehen durch eine Veränderung der Zusammensetzung der Gallenflüssigkeit. Familiäre Vorbelastungen, sehr fettreiche Ernährung, Übergewicht und Stoffwechselerkrankungen zählen zu den begünstigenden Faktoren. Mögliche Symptome, die im Zusammenhang mit Gallensteinen auftreten können, sind z.B. Koliken, Gallenblasen- und Bauchspeicheldrüsenentzündungen sowie die Gelbsucht.
Die korrekte Diagnose und die richtige Behandlung des Gallensteinleidens sind wichtig, damit Patienten ein unerwünschter Krankheitsverlauf erspart bleiben kann.
Hierfür steht der Ultraschall als weit verfügbare und wenig belastende Untersuchungsmethode im Mittelpunkt. Aber auch neuere endoskopische Methoden kommen zur Anwendung. Hierüber wird im Rahmen des Vortrags ausführlich berichtet werden.
Alle Interessenten sowie betroffene Patienten und ihre Angehörigen sind herzlich zum kostenlosen Vortrag am 31. August 2016 eingeladen. Eine Anmeldung ist nicht erforderlich. Die Veranstaltung beginnt um 19:00 Uhr im Gemeinschaftsraum des Bonifatius Hospital Lingen.
Carsharing startet in Lingen Zwei Autos stehen künftig zur Verfügung
Lingen. Mit Lingen wird nun der zweite Standort für die Carsharing-Initiative eröffnet. Der Landkreis Emsland, die Städte Meppen, Lingen und Papenburg sowie der Verein Carsharing Emsland, die zusammen die Initiative entwickelt haben, geben auch hier Bürgerinnen und Bürgern die Möglichkeit, ohne eigenes Auto mobil zu sein. Zusammen mit Oberbürgermeister Dieter Krone gab Landrat Reinhard Winter in Lingen den Startschuss für das Angebot.

Bild: Initiatoren und Kooperationspartner stellten die Fahrzeuge vor, die künftig auch in Lingen für das Carsharing zur Verfügung stehen. (Foto: Landkreis Emsland)
Das Carsharing kann als sinnvolle Alternative zum Zweitwagen sowie als ergänzendes Angebot zum öffentlichen Personennahverkehr betrachtet werden“, sagen Winter und Krone. Ebenfalls zugegen waren Ralf Enger vom Kooperationspartner Stadtteilauto Osnabrück sowie Andrea Kolf, 2.Vorsitzende des Vereins Carsharing Emsland. Der Verein setzt sich bereits seit Jahren ehrenamtlich für ein Carsharing-Angebot im Emsland ein und ist mit den gesammelten Erfahrungen ein Partner für die emslandweite Einrichtung des Angebots.
Künftig werden kreisweit insgesamt drei Klein- und zwei Mittelklassewagen (Toyota Argo, Citroen Berlingo und Opel Zafira) fürs Carsharing bereitstehen: In Lingen finden Nutzer des Angebots ab heute (18. August) je einen Wagen am Lingener Campus/Halle IV, Kaiserstraße 10 a, und an der Außenstelle der Kreisverwaltung in Lingen, Am-Wall-Süd 21, vor. Bereits seit Anfang August stehen je ein Wagen am Meppener Bahnhof und am Meppener Kreishaus, Ordeniederung 1, zur Verfügung. Der Standort an der Außenstelle der Kreisverwaltung Papenburg, Große Straße, geht am 25. August an den Start. Es handele sich hierbei zunächst um so genannte Pilotstandorte, mit denen erste Erfahrungen gesammelt werden sollen, bevor über eine mögliche Ausweitung des Angebots nachgedacht werde, betonen Winter und Krone.
Mit ihrem Auftragscarsharing für Regionen tritt die Stadtteilauto Osnabrück GmbH als Dienstleister dieses Angebots an. Zunächst für einen Probezeitraum von zwei Jahren stellt Stadtteilauto die Fahrzeuge mit dem gesamten Verwaltungs- und Bewirtschaftungspaket zur Verfügung. Als besonderen Service stellen die beteiligten Städte kostenlose Parkplätze bereit.
Wer einen Wagen bucht, hat rund um die Uhr durch ein elektronisches Zugangssystem Zugriff. Dazu ist eine Online-Registrierung notwendig, die von Ansprechpartner in den jeweiligen Stadtverwaltungen bzw. in der Kreisverwaltung oder durch die Buchungszentrale begleitet werden kann. Umfassende Informationen sind unter www.emsland-carsharing.info abrufbar. Weitere Informationen sind beim Bürgerbüro der Stadt Lingen (0591/9144-330), in der Außenstelle des Landkreises (0591/84-3312) sowie beim AstA am Campus Lingen (0591/80098- 273) erhältlich.
An Stellschrauben drehen Junge Kandidaten stellen Themenschwerpunkte vor
Lingen. Kürzlich haben sich die Kreistagskandidaten der Jungen Union Lingen getroffen und über gemeinsame Themenschwerpunkte beraten. Die jungen Nachwuchspolitiker wollen gemeinsam Themen auf die Tagesordnung bringen, die ihrer Ansicht nach noch stärkerer Beachtung bedürfen.
Die JU im Altkreis Lingen tritt mit vier Kandidaten für den emsländischen Kreistag bei der am 11.September stattfindenden Wahl an. Unter den Kandidaten sind aus Lingen Christian Fühner und Tobias Dankert, sowie Dr. Johannes Lis aus der Samtgemeinde Freren und der aus Spelle stammende Jonas Roosmann.
Zusammen haben sie einige Schwerpunktthemen erarbeitet, die im Falle der Wahl vorangetrieben werden sollen. Wesentliche Eckpunkte für die Jungpolitiker sind bezahlbarer Wohnraum, Bildung, Wirtschaft und Landwirtschaft, sowie die Unterstützung des Ehrenamts und ein optimierter öffentliche Personenverkehr.
Der Bezirksvorsitzende der JU Osnabrück-Emsland, Christian Fühner stellt klar, dass gerade bezahlbarer Wohnraum für alle Generationen von besonderer Bedeutung sei: „Wir müssen dringend über Wohnraumkonzepte reden, bedarfsgerechte Angebote ermöglichen und dabei sollte man auch über interkommunale Lösungswege nachdenken.
Das Speller Gemeinderatsmitglied Jonas Roosmann verweist darauf, dass gerade der jungen Generation das Thema Bildung am Herzen liege: „Wir sollten Vorreiter in der Schulentwicklung sein und alle Schulformen modern und qualitativ ausstatten und weiterentwickeln.“
Tobias Dankert ergänzte, dass man in der Stadt Lingen auch weiterhin ein attraktives Angebot für Studenten schaffen müsse, da dies dem gesamten Emsland zugutekomme: „Wir dürfen uns nicht ausruhen und müssen hochwertigen Ausbildungsangebote fördern.
Dies stärkt auch unsere Wirtschaft und sichert den Wohlstand,“ so Dr. Johannes Lis ergänzend.
Die vier jungen Kandidaten wollen ihre Schwerpunkte als einen Ansatz zur Weiterentwicklung des Emslandes verstanden wissen.„Wir sind schon heute auf einem enorm hohen Niveau“, so die Nachwuchspolitiker. Es könne an einigen Stellschrauben gedreht werden, aber das Rad müsse nicht neu erfunden werden. Als ein solcher Ansatz ist beispielsweise auch die Förderung von jungen Unternehmern zu verstehen. Es sollten Mentoring-Programme aufgelegt werden, der Kontakt zu erfahrenen Unternehmern hergestellt und Ressourcen gebündelt werden, um den Weg in die Selbständigkeit zu erleichtern.
Die Landwirtschaft spielte eine entscheide Rolle in der Entwicklung des Emslandes und sollte auch in diesem Maße gewürdigt werden. Die einheitliche Meinung der Kandidaten ist, dass die Landwirtschaft nicht zum Spielball der öffentlichen Debatte werden darf. Man müsse sich bewusst werden, dass ohne die Landwirtschaft ein derartiger Aufschwung in den letzten Jahrzehnten nicht möglich gewesen wäre. Als gesellschaftlichen Eckpfeiler bezeichnen die Kreistagskandidaten das Ehrenamt. Dies sollte weiter stark gefördert werden. Im Zuge dessen sollten die Förderrichtlinien überdacht werden. Fördergelder sollten Projektbezogen und nicht Spartenbezogen verteilt werden. Eine Ausgrenzung bestimmter Sportarten scheint nicht mehr zeitgemäß. Starke Vorstände mit guten Ideen bzw. Projekten sollten unterstützt werden. Da die Kandidaten aus den verschiedensten Kommunen stammen, sind sie sich der Problematik des öffentlichen Personenverkehrs bewusst und wollen hier neue Ideen entwickeln. Mobilität spielt in jeder Familie eine Rolle, sei es der Weg zum Sport oder zu den ärztlichen Terminen. Kleine Kommunen dürften hier nicht außen vor gelassen werden. Deshalb sollten gemeinsam Lösungen erarbeitet werden.
Ein politisches Engagement ist nicht selbstverständlich und erfordert viel Zeit und Einsatz. Dem sind sich die Jungunionisten bewusst und kämpfen in den nächsten Wochen für ein Kreistagsmandat, um die geschilderten Ideen auch umsetzen zu können.
Stadtwerke Lingen von Verbänden DVGW und VDE/FNN zertifiziert
Lingen. Die Stadtwerke Lingen GmbH hat das Zertifikat für das technische Sicherheitsmanagement für die Sparten Gas, Wasser und Strom erhalten. Diese wird von den Verbänden Deutscher Verein des Gas- und Wasserfaches e.V. (DVGW) und dem Forum Netztechnik/Netzbetrieb im VDE vergeben. Damit bestätigen die Verbände den Stadtwerken Lingen eine sichere wirtschaftliche und umweltfreundliche Versorgung in den einzelnen Sparten. Der Geschäftsführer der DVGW-Landesgruppe Nord, Dr. Torsten Birkholz, überreichte die Zertifikate den Geschäftsführern der Stadtwerke Lingen GmbH, Herrn Ulrich Boss und Herrn Hans-Martin Gall, sowie den technischen Führungskräften Daniel Möllenkamp, Andreas Feld und Peter Boyer. Während der freiwilligen zweitägigen Überprüfung im April 2016 stellten sich die Stadtwerke Lingen einer Untersuchung durch die externen unabhängigen Gutachter des DVGW und des FNN. Dabei kam die gesamte Organisation des Unternehmens, speziell der Bereitschaftsdienst sowie die Fachkompetenz der Mitarbeiter auf den Prüfstand. Das externe Expertenteam der Verbände stellte fest, dass die Anlagen der Stadtwerke Lingen für die Gas-, Wasser- und Stromversorgung in einem sehr guten technischen Zustand sind.
Hierfür mussten über 500 Fragen zur Organisation des Unternehmens, zur Qualifikation des Personals, der technischen Ausstattung, der Planung, des Betriebs- und der Instandhaltung aller Anlagen von den Verantwortlichen der Stadtwerke Lingen beantwortet werden. Im Bereich der Materialwirtschaft wurde insbesondere die Abfall- und Gefahrstoffverwaltung überprüft. Erstmalig erfolgte die rund 200 Fragen umfassende Überprüfung des allgemeinen Teils des Sicherheitsmanagements gemeinsam von den Verbänden. Nach dem allgemeinen Teil wurden die Sparten Gas, Wasser und Strom einer fachspezifischen Prüfung unterzogen. Ulrich Boss, Geschäftsführer der Lingener Stadtwerke, hob anlässlich der Übergabe heraus, wie engagiert die Kollegen diese Aufgabe zusätzlich zu ihren üblichen Aufgaben bewältigt haben: „Wir freuen uns deshalb über die TSM Zertifizierung, deren Anforderungen wir eindrucksvoll nach der ersten Prüfung gerecht wurden.“
Mit der Verleihung des Zertifikates für technisches Sicherheitsmanagement wird von den Verbänden bestätigt, dass die Stadtwerke Lingen allen Anforderungen an die Organisation, das Beauftragtenwesen, die Ablauforganisation mit Personalqualifikation und Weiterbildung, technische Dokumentation, Bereitschafts- und Entstörungsdienst sowie Regelwerksverwaltung, Arbeitsvorbereitung und der Zustand der Anlagen einwandfrei sind.
Mit dieser Urkunde bestätigen die Verbände, dass das Unternehmen technisch hervorragend aufgestellt ist und alle Qualitätssicherungsmaßnahmen beachtet
Berufsstart im Lingener Rathaus: 9 Nachwuchskräfte bringen frischen Wind

Der erste Arbeitstag bei der Lingener Stadtverwaltung: Oberbürgermeister Dieter Krone (links), der Personalleiter Guido Franke (rechts) und Ausbildungsleiterin Sandra Bekel (2.v.r.) begrüßten die Neuzugänge im Rathaus.
Lingen. Neue Gesichter bei der Lingener Stadtverwaltung: Am Montag starteten acht Auszubildende und Studierende sowie eine Absolventin des Freiwilligen Sozialen Jahres (FSJ) im Rathaus ins Berufsleben. Oberbürgermeister Dieter Krone hieß die Nachwuchskräfte gemeinsam mit Guido Franke, Leiter des Fachbereiches Personal, und Ausbildungsleiterin Sandra Bekel willkommen. „Sie bringen frischen Wind in die Stadtverwaltung“, freute sich Krone und betonte: „Welchen Beruf Sie auch anstreben, bei uns erhalten Sie eine Ausbildung, die Sie umfassend auf die verschiedenen Tätigkeiten und Aufgabenbereiche in Ihrem Fachgebiet vorbereitet und Ihnen gute Chancen für die Zukunft ermöglicht.“ Im Rahmen einer Einführungswoche lernen die Nachwuchskräfte bis Freitag das Rathaus als neuen Arbeitsplatz kennen und belegen erste Schulungen. In der kommenden Woche nehmen die Neuzugänge dann ihre Tätigkeiten in verschiedenen Einsatzbereichen auf.
Für die Ausbildungs- und Studienplätze waren insgesamt rund 300 Bewerbungen bei der Lingener Stadtverwaltung eingegangen. Die Berufsanfänger absolvieren in diesem Jahr Ausbildungen zu Verwaltungsfachangestellten, zur Kauffrau für Büromanagement, zum Land- und Baumaschinenmechatroniker sowie zum Fachinformatiker Systemintegration. Ein Studierender pendelt künftig als Stadtinspektorenanwärter zwischen der Kommunalen Hochschule für Verwaltung in Hannover und der Stadtverwaltung Lingen, eine Studierende ist als Praktikantin im Rahmen des Bachelorstudienganges „Öffentliche Verwaltung“ an der Hochschule Osnabrück bei der Stadt beschäftigt. Zusätzlich unterstützt eine Absolventin des FSJ für ein Jahr lang den Fachdienst Jugendarbeit im Kinder-, Jugend- und Kulturzentrum Alter Schlachthof. Im September nehmen zudem noch eine Absolventin des Freiwilligen Ökologischen Jahres sowie drei Bundesfreiwilligendienstleistende ihre Arbeit bei der Stadt auf.
Stoppelmarktbotschafter „Jan und Libett“ zu Gast im Lingener Rathaus
Lingen. Drehorgelmusik lag am Donnerstagnachmittag rund um das Neue Rathaus in der Luft. Die Vechteraner Stoppelmarktbotschafter „Jan und Libett“ machten auf ihrer traditionellen Drehorgeltour Station in Lingen, um auf den im August anstehenden 718. Stoppelmarkt aufmerksam zu machen. In historischer Tracht und begleitet von zehn Mitgliedern des Marktausschusses der Stadt Vechta statteten sie Oberbürgermeister Dieter Krone einen Besuch ab. Stellvertretend für alle Lingenerinnen und Lingener luden sie Krone zum Frühshoppen des Stoppelmarktes ein. Krone bedankte sich für die Einladung und wünschte den Veranstaltern viel Erfolg.
Der Stoppelmarkt in Vechta findet vom 11. bis zum 16. August statt. Mit mehr als 500 Schaustellern und etwa 800.000 Besuchern pro Jahr zähle der Stoppelmarkt zu den größten Volksfesten in Nordwestdeutschland, berichteten die Botschafter. Bereits seit 1971 ziehen „Jan und Libett“ in den Wochen vor dem Markt auf Werbetour durch die Region. Über 30 Termine stehen allein in diesem Jahr an. Im Emsland ist Lingen die einzige Station der Drehorgeltour.
Fairtrade-Kaffee für Lingen auch als „ganze Bohne“ erhältlich
Lingen. Der fair gehandelte „EmsKaffee Lingen“ ist einer der Verkaufsschlager im Weltladen. Bislang war die besondere Kaffeemischung jedoch nur in gemahlener Form erhältlich, jetzt gesellt sich der Kaffee auch als „ganze Bohne“ dazu. „Wir haben den EmsKaffee seit rund eineinhalb Jahren im Sortiment und die Nachfrage ist von Beginn an enorm. Allerdings mussten wir Kunden, die z.B. einen Kaffeevollautomaten benutzen, leider immer vertrösten – bis jetzt“, freut sich Uta van Roje, Vorsitzende des Weltladens Lingen e.V., über das erweiterte Angebot. Der Kaffee für die Fairtrade-Mischung stammt aus kontrolliert ökologischem Anbau von Kleinbauern in Nicaragua, Äthiopien und Indonesien. „Geschmacklich zeichnet sich dieser Kaffee durch sein ausgewogenes Aroma und seine fein-milde Würze aus“, beschreibt van Roje die Arabica-Mischung. Die Gestaltung der Etiketten wurde von der Lingener Medienwerkstatt übernommen. Der „EmsKaffee Lingen“ ist im Weltladen sowie in der Tourist Information erhältlich. Die 500-Gramm-Packung als „ganze Bohne“ kostet 10 Euro (gemahlen in der 250-Gramm Packung 5 Euro).
Erik und Anneke Kuiper bieten Fisch- und Fleischspezialitäten Neueröffnung und Übernahme an der Rheiner Straße 147 in Lingen
Lingen. Ein Holländisches Fischgeschäft und das Schnellrestaurant „Emsstube Reinel“ haben kürzlich Erik und Anneke Kuiper an der Rheiner Straße in Lingen eröffnet. Ein neues Fisch- und Fleischspezialitätenrestaurant mit Bar und Terrasse wird in Kürze folgen.

Der Fachbereichsleiter der Wirtschaftsförderung Ludger Tieke (li), Ortsbürgermeister Werner Hartke, (2. v. re.) und Philipp Schubert, Geschäftsführer der LWT GmbH (re.) beglückwünschten das Ehepaar zu der Neueröffnung.
Das Holländische Fischgeschäft bietet Fisch jeglicher Art und Zubereitung. Dazu zählen fangfrischer Fisch, Holländische Matjes, verschiedene Räucherfische, Kibbelinge, Backfisch, Fischbrötchen und weitere Fischspezialitäten. In dem Schnellrestaurant „Emsstube Reinel“ gibt es deutsche und niederländische Küche und wechselnde Mittagsmenüs für Fleisch- und Fischliebhaber. Zu dem Angebot zählt auch ein Partyservice mit Fisch- und Fleischspezialitäten.
Das Restaurant Grand Café „NEMO“ eröffnet am 26. Juli. Dort können die Gäste dann auf der neu angelegten Terrasse Kaffee und Kuchen oder Kaltgetränke und mittags beziehungsweise abends Fisch- und Fleischspezialitäten vom kanadischen Sternekoch genießen. Reservierungen für Kaffeetafeln, Mittags- und Abendgesellschaften sind für kleine Gruppen möglich. Auf der Terrasse können auch größere Feiern stattfinden. Die modernisierte Kegelbahn wartet auf Hobby- und Sportkegler oder auch Dart-, Karten- und Knobelvereine, die noch nach Räumlichkeiten suchen. Gerne nimmt Anneke Kuiper weitere Anmeldungen entgegen.
Der Fischladen und das Schnellrestaurant “Emsstube Reinel” öffnen dienstags bis sonntags von 10 bis 22 Uhr. Das Restaurant Grand Café “NEMO”, die Terrasse und Kegelbahn mit Saal sind dienstags bis sonntags von 10.30 bis 23 Uhr (Küche bis 22 Uhr) geöffnet.
Neue Halle für Lingener Unternehmen „Deppe“ Belebte Firmengeschichte: Vom Schrottsammler zum High-Tech-Entsorgungs-Betrieb
Lingen. Das Entsorgungsunternehmen „Deppe“ hat sich kürzlich am Standort Lingen erweitert. Das neu erworbene 1.900 Quadratmeter große Grundstück im Industriegebiet Lingen Schillerstraße grenzt an das bestehende Betriebsgelände. Deppe hat auf dem neuen Areal ein 20 mal 40 Meter großes Wartungsgebäude errichtet, in der die gut 1.000 Container des Unternehmens regelmäßig gewartet und überprüft werden. Seit 2015 hat das Unternehmen somit insgesamt drei Millionen Euro am Standort Lingen investiert. In einem Ortstermin trafen sich der Erste Stadtrat Stefan Altmeppen, der Leiter der Wirtschaftsförderung Ludger Tieke und Dietmar Lager ebenfalls von der Wirtschaftsförderung mit den Geschäftsführern des Unternehmens Thomas und Jürgen Deppe.
Die beiden Geschäftsführer konnten berichten, dass derzeit 48 Mitarbeiter für den Entsorgungs- und Recyclingbetrieb Deppe tätig sind. Dazu zählen unter anderem Maschinenführer, Berufskraftfahrer und Schlosser. Während der Firmengründer Heinrich Deppe Anfang des 19. Jahrhunderts noch mit Pferdekarren von Haus zu Haus zog und dort Altmetall einsammelte, setzt das Unternehmen mittlerweile 120.000 Tonnen Material pro Jahr um. Schwerpunkte liegen bei Stahlschrotten, NE-Metallschrotten, wie Aluminium, Kupfer, Zink, Karosserieschrott und weißer Ware. „Sichtung und Sortierung sind unabdingbar – erst dadurch erreichen wir die Wertschöpfung“, erklärte Thomas Deppe. Doch auf dem Firmengelände finden sich nicht nur alte Rohre, Bleche oder Autofelgen. Stefan Altmeppen, Ludger Tieke und Dietmar Lager konnten auch die Reste eines Panzers, eines Hubschraubers und der „Phantom IV“ der Luftwaffe in Augenschein nehmen. „Wenn es für andere kompliziert wird, sind wir in unserem Element“, erklärt Thomas Deppe weiter. „Relativ spannend ist auch die Entsorgung einer U-Bootbatterie, die alleine immerhin zwischen 120-240 Tonnen wiegen kann“, berichtete der Geschäftsführer von dem zweiten Standbein des Unternehmens. Seit 1992 hat sich der Entsorgungsbetrieb in dem Bereich „Batterieservice“ spezialisiert. Im gesamten Bundesgebiet und europäischen Ausland sammeln Spezialfahrzeuge die Batterien ein – ca. 85.000 Tonnen pro Jahr.
Die neue Wartungshalle sei daher nur eine logische Konsequenz des wachsenden Betriebs gewesen. Denn für Geschäftsführer Thomas Deppe ist es eine Selbstverständlichkeit, dass auch die Fahrzeugflotte immer auf dem neusten Stand ist: „Wir fahren Schrott, aber nicht mit Schrott“, lautet seine Devise.
Lingenerin Wilhelmine Otten feiert 101. Geburtstag
Lingen. Die Lingener Wilhelmine Otten hat am Mittwoch (6. Juli 2016) ihren 101. Geburtstag im Bonum Vitae in Altenlingen gefeiert. Neben ihrer Tochter, Christa Schild, gratulierten auch Pfarrer Jens Brandebusemeyer von der Pfarreiengemeinschaft Maria Königin und St. Marien in Lingen, Heinz Tellmann als Erster Bürgermeister, Ortsbürgermeister Michael Koop, Carsten Primke als Vertreter des Landkreises Emsland und der Leiter des Bonum Vitae, Klaus Erdbrink, zusammen mit einigen Mitarbeiterinnen dem Geburtstagskind. Sie überbrachten die besten Grüße und Wünsche der Stadt, des Landkreises und von Ministerpräsident Stephan Weil. Wilhelmine Otten hatte bis zu ihrem Umzug ins Bonum Vitae in Brögbern gelebt. Bis zu ihrem 85. Lebensjahr war die Lingenerin noch als Hausschneiderin für viele Stammkunden tätig. Sie hat zudem immer gerne gestrickt und liebt Blumen.
EuroShop neu in Lingener Innenstadt
Lingen. In der Marienstraße öffnete vor kurzem eine Filiale des EuroShop seine Türen. Das Sortiment umfasst Haushalts-, Spiel- und Schreibwaren, Werkzeuge, Produkte rund ums Renovieren, Wolle, Drogerie- und Kosmetikartikel sowie Kaltgetränke. Saisonale Aktionswaren, beispielsweise zum Thema Schulanfang, ergänzen das Angebot. Alle Artikel werden zum Einheitspreis von einem Euro angeboten. „Besonders gut kommen bei unseren Kunden die Heliumballons an“, verrät das Lingener EuroShop-Team. In dem Laden sind momentan eine Vollzeit und zwei Teilzeitkräfte beschäftigt. Künftig sollen noch weitere Aushilfskräfte hinzukommen. Citymanagerin Nadine Thale (rechts) und Philipp Schubert, Geschäftsführer der Lingen Wirtschaft und Tourismus GmbH, gratulierten zur Neueröffnung und wünschten dem EuroShop-Team viel Erfolg für die Zukunft. Der neue EuroShop in Lingen ist einer von bundesweit über 250 Läden des fränkischen Unternehmens Schum EuroShop GmbH & Co. KG, das mehr als 1.000 Mitarbeiter beschäftigt.
Befragung zum Notinselprojekt Präventionsteam nutzt Kinderflohmarkt, um auf Projekt aufmerksam zu machen
Lingen. Wenn, wie auf dem Kinderflohmarkt in Lingen, viele Menschen unterwegs sind, ist die Wahrscheinlichkeit hoch, dass auch mal Notsituationen entstehen. Hiltrud Frese, Kriminalbeamtin der Polizeiinspektion Emsland-Grafschaft Bentheim und Frank Wesendrup, Jugendschutzbeauftragter der Stadt Lingen nutzen deshalb die Gelegenheit, zwischen Tapeziertischen, Spielen und Kinderkleidung mit den Kindern und ihren Eltern ins Gespräch zu kommen und sie auf das Projekt „Notinsel“ aufmerksam zu machen. In den nächsten Tagen und Wochen sollen weitere Befragungen beispielsweise während der Ferienpassaktion durchgeführt werden. Davon erhoffen sich Stadt und Polizei wertvolle Tipps und Hinweise für das bundesweite Notinselprojekt.
In Lingen befinden sich die Aufkleber „Notinsel. Wo wir sind, bist du sicher“ derzeit an rund 80 Eingangstüren zu Banken, Bäckereien und Geschäften. Damit zeigen diese Kindern, dass sie dort Hilfe finden, wenn etwas passiert ist. Die Spanne kann dabei von einem platten Reifen über verlorene Eltern bis hin zu Straftaten reichen, berichtet Hiltrud Frese. „Natürlich bekämen die Kleinen sicherlich auch in anderen Geschäften Unterstützung, doch der Aufkleber kann Orientierung bieten und mögliche Hemmschwellen abbauen“, erläutert Frank Wesendrup. Und das nicht nur in Lingen: Die Aufkleber finden sich an ca. 20.000 Geschäften an 226 Standorten in ganz Deutschland.
Das Projekt „Notinsel“ lebt von der Beteiligung möglichst vieler Geschäfte, so die Kriminalbeamtin weiter. Interessierte Geschäftsinhaber haben jederzeit die Möglichkeit, sich anzuschließen. In Lingen bekommen sie alle Informationen zum Projekt sowie das Material bei Hiltrud Frese, erreichbar unter hiltrud.frese@polizei.niedersachsen.de.
Emsauenpark nimmt Formen an Fertigstellung der Teichanlage Mitte Juli
Lingen. Den Emsauenpark in Lingen haben die Skater, Spaziergänger, Kinder und BMX-Fahrer längst in Besitz genommen. Trotzdem wird noch immer gepflanzt und insbesondere an der Teich- und dazugehörigen Steganlage gebaut. In diesen Tagen wurden die 60 so genannten sechs bis acht Meter langen Dalben in der zukünftigen Teichanlage in den Boden gepresst. Diese sollen dann die ca. 120 Meter lange Steganlage tragen, die weiter über einen Weg bis zur ehemaligen Panzerbrücke führen wird. In einem Ortstermin informierten sich Oberbürgermeister Dieter Krone, der Planungs- und Bauausschuss-Vorsitzende Günter Reppien, seine Stellvertreterin Edeltraud Graeßner und der Vorsitzender der Interessensgemeinschaft Reuschberge, Uwe Hilling, über den Stand der Arbeiten. Stadtbaurat Lothar Schreinemacher, der Leiter des Tiefbauamtes Georg Tieben und der Leiter des Bauhofes Christian Schulte erläuterten dazu die jeweiligen Baufortschritte.
„Schon jetzt kann man erahnen, wie schön der Emsauenpark sein wird. Der 14 Hektar große Freizeit- und Erlebnispark wird zu einem zentralen Anziehungspunkt unserer Stadt werden“, sagte Oberbürgermeister Dieter Krone. „Die Spielplätze, die Fitnessgeräte, der BMX-Parcours und die insgesamt 700 Meter lange wettkampftaugliche Inlineskaterbahn sind bereits fertig, nun liegt der Fokus auf der Teichanlage“, erklärte der Oberbürgermeister. Die Dimension der zukünftig 15.000 Quadratmeter großen Wasserfläche sei schon erkennbar. „Auf 450 Metern ist die Teichanlage bereits von einer Stufenanlage mit drei Ebenen eingefasst. Die oberen zwei Stufen sind dabei den Bewohnern der angrenzenden Stadtvillen vorbehalten, die untere Stufe ist öffentlich“, so Stadtbaurat Lothar Schreinemacher.
„Das Wasser wird zukünftig ständig in Bewegung gehalten, um so Sauerstoff einzutragen“, erklärte Georg Tieben die Technik hinter dem künstlich angelegten See mit einem Volumen von rund 9.000 Kubikmeter. Dieser werde aus dem Oberflächenwasser des Wohngebiets des Emsauenparks gespeist. „Die Regenwasserkanalisationsleitungen im Baugebiet liegen unterhalb des Dauerwasserspiegels des Teichs und verfügen über ein Volumen von rund 350 Kubikmetern, sodass, sollte der Wasserpegel sinken, nachgefüllt wird“, erklärte der Fachbereichsleiter. Überschüssiges Wasser fließe hingegen in die extra dafür vorgesehenen Versickerungsflächen. Abgedichtet werde der eigentlich 10.000 Quadratmeter große Teich, der an seiner tiefsten Stelle 1,80 Meter bis zwei Meter messe, durch Kunststofffolie, sodass das Wasser nicht im Erdreich versickern kann. Ende Juli 2016 soll der künstlich angelegte See mit Fontäne fertig sein.
Zudem werden auch die Straßenausbaumaßnahme kurzfristig durchgeführt und damit insbesondere zwei Stichwege und sie so genannte Promenade entlang der Parkanlage ausgebaut.
Insgesamt 250 Bäume sowie 1.500 heimische Sträucher hat der Bauhof in den letzten Wochen bereits auf dem Gelände des Stadtparks gepflanzt. Auf 90 Prozent der Fläche sei der Rasen bereits ausgesät, konnte Bauhofleiter Christian Schulte berichten. Direkt an der Wasserfläche und im Eingangsbereich des Parks seien zudem zwei Plätze rund um die Eichen entstanden. Für den Uferbereich des Sees sei Schilf vorgesehen, doch dafür müsse erst das Wasser eingeleitet werden, was voraussichtlich Anfang Juli der Fall sein soll. Im Park selbst fehlen derzeit noch die Sitzbänke. Doch auch diese sollten bis Ende Juli aufgestellt sein, so dass der Eröffnung des Emsauenparks mit einem großen Familienfest am 21. August nichts mehr im Wege stehe.
Uwe Hilling, Günter Reppien und Edeltraud Graeßner zeigten sich überzeugt, dass der Emsauenpark bald zu einem Hauptanziehungspunkt der Stadt werde. „Schon jetzt nutzten Familien das Gelände für Picknicke und ausgedehnte Spaziergänge – wir schaffen ein echtes Kleinod für unsere Stadt“, so die einhellige Meinung.
Kosmetikstudio „Auszeit“ neu in Lingen – Angebote für Frauen und Männer
Lingen. Verschiedene kosmetische Verwöhnbehandlungen bietet seit Anfang Juni das neue Kosmetikstudio „Auszeit“ in der Bauerntanzstraße. Inhaberin ist die Kosmetikerin Maria Schomaker. In hellen und modern gestalteten Räumen präsentiert sie eine breite Palette an Verschönerungen – von Gesichts- und Reinigungsbehandlungen, über Maniküre und Permanent Make up bis hin zu verschiedenen Methoden der Körperhaarentfernung. „Mir ist es ein Anliegen, die Haut meiner Kundinnen und Kunden zu pflegen und gesund zu erhalten“, erklärte Schomaker bei einem „Tag der offenen Tür“. Dabei richten sich ihre Angebote sowohl an Frauen als auch an Männer. Einen besonderen Schwerpunkt bildet der Bereich Anti-Aging. „Mit dem sogenannten Mikroneedling setze ich hier auf eine neue Behandlungsmethode von Falten, die die Haut sofort glatter und voller erscheinen lässt“, so Schomaker. Weitere Angebote seien bereits in Planung. Zur Neueröffnung gratulierten ihr Lingens Citymanagerin Nadine Thale und Philipp Schubert, Geschäftsführer der Lingen Wirtschaft und Tourismus GmbH. Für die Zukunft wünschten sie Maria Schomaker viel Erfolg und zeigten sich überzeugt davon, dass das neue Kosmetikstudio das bestehende Angebot gut ergänze.
Dr. Daniela De Ridder bei Advanced Nuclear Fuel GmbH in Lingen Zukunftsfähigkeit durch Umstieg zu regenerativen Energien sicherstellen
Lingen. Die SPD-Bundestagsabgeordnete Dr. Daniela De Ridder hat sich zusammen mit dem SPD-Fraktionsvorsitzenden der Stadt Lingen Dr. Bernhard Bendick und Kreistagsfraktionsmitglied Carsten Primke über die aktuelle Situation der Brennelementefabrik Advanced Nuclear Fuel GmbH (ANF) informiert, die Teil der französischen AREVA Gruppe ist. De Ridder hofft auf eine zukünftige Rolle der Firma als Spezialist im Umgang mit dem Rückbau der Kernkraft und kam hierzu mit Geschäftsleiter Peter Reimann, Standortleiter Andreas Hoff, Franz-Josef Thiering und Arnuf Nöding ins Gespräch.

Franz-Josef Thiering Arnuf Nöding Andreas Hoff Dr Bernhard Bendick Dr Daniela De Ridder Dipl -Ing Peter Reimann und Carsten Primke
„Die Energiewirtschaft ist für unsere Region von großer Bedeutung. Das Kernkraftwerk Emsland war über viele Jahre ein wichtiger Standortfaktor für die Wirtschaft und somit für zahlreiche Arbeitsplätze. Auch wenn wir diesen Aspekt und die dazugehörige Leistung anerkennen, wird die Kernkraft zurecht mit Sorge betrachtet – das haben Tschernobyl und Fukushima gezeigt. Deshalb möchte ich mich für Anreize stark machen, die Beschäftigten und forschenden Sparten zu Investitionen und zum Umstieg in den Bereich regenerativer Energien zu ermutigen und zu unterstützen“, erklärt Dr. Daniela De Ridder, SPD-Bundestagsabgeordnete für den Wahlkreis Mittelems.
ANF ist Teil der französischen AREVA Gruppe und spielt vor dem Hintergrund des Atomausstiegs eine besondere Rolle in Deutschland. Die Bundesregierung und die niedersächsische Landesregierung haben der ANF eine unbefristete Betriebsgenehmigung und Exportgenehmigung für die Brennelemente erteilt. Kritisch würdigt De Ridder, die stellvertretende Vorsitzende der deutsch-belgischen Parlamentariergruppe ist, die Situation in den belgischen Kernkraftwerken Doel und Tihange sowie die französischen Kernkraftwerke Fessenheim und Cattenom. Der zukünftige Weg des technologischen Umstiegs müsse fortgesetzt und ausgebaut werden.
„Ich bin sicher, dass ANF zum einen im Bereich des Rückbaus von Kernkraftwerken viel leisten kann und zum anderen die Zeit nutzen muss, um sich im Bereich der Technologien regenerativer Energien zukunftsfähig aufzustellen. Allerdings gilt es ebenfalls, die Leistungen und Qualifikationen der Beschäftigten von ANF zu würdigen und ihre Arbeitsplätze zu erhalten“, so De Ridder weiter. De Ridder informierte sich weiter über die aktuelle Situation und die anstehenden Herausforderungen des Unternehmens. Dabei wurde sie von dem Vorsitzenden der SPD-Fraktion Lingen, Dr. Bernhard Bendick sowie von SPD-Geschäftsführer Carsten Primke begleitet.
Deutlich wurde bei dem Besuch, dass die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in den letzten Jahrzehnten ein hochspezialisiertes Wissen im sicheren Umgang mit der Kerntechnik erworben haben, das in Zukunft auch für die Rückbauarbeit von Kernkraftwerken oder der Forschung genutzt werden kann. „Die Kompetenz der Lingener Beschäftigten und die AREVA-Ausbildungskooperation mit den örtlichen Hochschulen sind sehr überzeugend. Diese anspruchsvollen Arbeitsplätze müssen in Form einer umweltorientierten Neuausrichtung erhalten bleiben“, bekräftigt De Ridder.
Restaurant „Baba Can“ seit Frühjahr in der Innenstadt
Lingen. Offiziell in der Lingener Innenstadt begrüßen konnten die Citymanagerin Nadine Thale und der Geschäftsführer des Lingen Wirtschaft + Tourismus GmbH, Marko Schnitker, kürzlich Hasan Müstak vom Restaurants „Baba Can“. Er war nach einer kurzen Umbauphase im Frühjahr mit dem türkischen Restaurant von der Georgstraße auf den Marktplatz gezogen. Rund 150 Gäste finden in dem denkmalgeschützten Gebäude Platz. Die moderne Inneneinrichtung bildet dabei einen reizvollen Kontrast zu dem ältesten Gebäude der Stadt. Seinen Gästen bietet Hasan Müstak neben türkischer Kochkunst zeitlich unbegrenztes W-Lan. In Kürze sollen zudem Teile des Obergeschosses als Tagungsraum zur Verfügung stehen. Zusätzlich zu der Gastronomie in Lingen betreibt die Familie Müstak noch ein Restaurant in Osnabrück.
Lingener Tafel zog Bilanz Lebensmitteln gehören nicht in den Müll
In der Jahreshauptversammlung der Lingener Tafel erklärte deren Vorsitzende Edeltraud Graeßner, dass die Tafel-Zentrale in Lingen mit ihren personellen Möglichkeiten am absoluten Limit angekommen sei. „Es fehlt an Personal und logistischen Mitteln, denn durch die Flüchtlinge kommen immer mehr Aufgaben auf die Tafel zu“, erklärte die Vorsitzende.
Lingen. Der Schirmherr der Lingener Tafel, Oberbürgermeister Dieter Krone, sehe es als gutes Zeichen, wenn Bedürftigen durch die Tafel schnell und unbürokratisch geholfen werde. „Von den 427 Helferinnen und Helfern der Lingener Tafel sind knapp 300 ehrenamtlich tätig. Was sie leisten ist aller Ehre wert. Die Flüchtlinge aus den Kriegsgebieten haben die ersten Kontakte bei den Tafeln. Hier gibt es ein nettes Wort und Hilfe, was sie gar nicht mehr gewohnt sind. Ich wünsche, dass es nicht nur ein Nehmen ist, sondern dass sie etwas zurückbekommen, auch wenn es nur ein Lächeln ist“, sagte Krone.
Besonders lobte der Schirmherr das Engagement von Edeltraud Graeßner, die mit viel Enthusiasmus viele Spendenaufrufe gestartet und viele Spenden eingeworben habe. „Die Lingener Tafel wird in der Öffentlichkeit sehr wohl wahrgenommen. Es sind nur wenige Vereine, die Spendengelder dieser Größenordnung in einem Jahr akquiriert haben, wie die Lingener Tafel mit Edeltraud Graeßner an der Spitze“, erklärte Krone, der kein Verständnis für den unmenschlichen Zwischenfall am Flüchtlingsheim neben der Lingener Tafel am Langschmidtsweg habe.
Diese Tat des Mannes, für den die Heimat doch so wichtig sei, bringe die Stadt Lingen mit den freundlichen Menschen deutschlandweit in Misskredit, bedauerte Graeßner. Aus dem Flüchtlingsheim hätten sich vier junge Männer gemeldet, um bei der Tafel mitzuhelfen. Die Vorsitzende dankte besonders der Stadt Lingen, die seit der Gründung der Tafel im Jahr 1997 deren Engagement mit bisher 200.000 Euro unterstütz habe.
Die Mitarbeiter in den Ausgabestellen: Freren, Haren, Haselünne, Lathen, Lingen, Meppen, Spelle und Twist würden immer mehr gefordert. Die Zahl der unterstützten Personen sei gegenüber dem Vorjahr erneut gestiegen. „Es sind 518 Haushalte mit zusätzlich 1.154 Personen dazugekommen, so dass es am Jahresende insgesamt 6.850 Personen in 3.502 Haushalten waren: 65,7 Prozent Erwachsene und 34,3 Prozent Kinder. Bis Ende Mai 2016 beträgt die Steigerung noch einmal 269 Haushalte mit 830 Personen. Aktuell bekommen 7.680 Menschen Unterstützung durch die Lingener Tafel“, führte Graeßner im Rechenschaftsbericht des Vorstandes an.
Die Zahl der Warenabgaben (Einkäufe) im letzten Jahr sei gegenüber 2014 um ca. 4.200 auf 55.617 angestiegen. Der Bringdienst werde weiterhin gut angenommen, denn die ehemaligen Bürgerarbeiter der Tafel hätten dies als Starter-Jobber bzw. Bundesfreiwillige weitergeführt, freute sich Graeßner. Die Zahl der Lieferanten sei um 15 auf 195 gestiegen. „Wir sammeln inzwischen mit unseren sechs Kühlfahrzeugen rund 25 Tonnen Lebensmittel wöchentlich ein. Die Arbeitsstunden waren in etwa gleich, und das bei den vielen zusätzlichen Kunden“, erklärte Graeßner.
Eine wichtige Stütze sei die Veranstaltung Track & Drivers CON in Nordhorn, die in diesem Jahr über 24.000 Euro für die Lingener Tafel erbracht habe. Da einige Spendenquellen für das laufende Jahr ausgeschöpft sein, habe sie andere Möglichkeiten gefunden, meinte Graeßner. Nach dem Kassenbericht von Lisa Röller und dem OK der Kassenprüfer wurde dem Vorstand einstimmig Entlastung erteilt. Große Anerkennung zollte Graeßner den Studenten Florian Birkenkamp, Matthias Haverland, Kevin Hermeling und Malte Wöste, die an der FH Osnabrück / Campus Lingen Betriebswirtschaft und Management studieren. Sie haben in einem Projekt für die Lingener Tafel einen Schlüssel entwickelt und ein Programm geschrieben, mit dem am besten und einfach die Gemeinkosten auf die einzelnen Ausgabestellen verteilt werden können.
Abschließend wies Edeltraud Graeßner auf das Benefizkonzert im nächsten Jahr mit dem Luftwaffenmusikcorps Münster hin, dass im September zum 20-jährigen Bestehen der Lingener Tafel im Theater gegeben werde.
Pinke Panther Lingen setzen zum medialen Sprung an
Nach dem ersten erfolgreichen Jahr seit Gründung 2015, bietet der gemeinnützige Seniorenverein Interessenten ab sofort auch online Einblicke in seine Aktivitäten.
Die Pinken Panther verfolgen, mit ihrem Konzept der offenen Seniorenarbeit, ein bewusst niederschwelliges Angebot. Hierbei steht besonders das ehrenamtliche Engagement im Vordergrund, denn helfende Hände sind immer gerne gesehen. So auch die Unterstützung der Internetagentur thynk.media aus Lingen, die dem Verein den neuen Online-Auftritt unter www.pinkepanther-lingen.de pro bono zu Verfügung stellen. Die Webseite ist barrierefrei und auch für mobile Endgeräte optimiert. Die weitere administrative und redaktionelle Betreuung, wurde nun in die verantwortungsvollen Hände des Vorstands der Pinken Panther übergeben. Das Fahrtenprogramm, Neuigkeiten und der aktuelle zweimal wöchentlich stattfindende Mittagstisch sind dort fester Bestandteil des Online-Angebots. Zudem werden die von Seniorinnen des Vereins in Handarbeit erstellten Artikel wie Baby- und Kinderkleidung sowie Handarbeitsartikel angeboten. Die hier erzielten Einkünfte kommen direkt der Seniorenarbeit zugute.
Allgemein können die Leistungen des Vereins von allen Senioren aus Lingen und Umgebung genutzt werden und sind so unterschiedlich wie die Senioren die diese nutzen. Das Ziel ist eine gesellschaftliche Teilhabe, aktive Freizeitgestaltung, Fähigkeiten und Fertigkeiten zu erhalten und fördern, Selbstwertgefühle zu steigern, soziale Kontakte aufzubauen und zu pflegen. Hierfür eignet sich besonders der offene Seniorentreff. Es gibt keine feste Kurs- oder Gruppenstruktur, sodass jederzeit interessierte Leute dazukommen können.






































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