Großbrand in Lingen-Brögbern Zwei Dachstühle von Doppelhäusern in Flammen


Lingen. Am Mittwochnachmittag sind im Lingener Ortsteil Brögbern die beiden Dachstühle von zwei aneinander gebauten Wohnhäusern an der Straße Dusthook ein Raub der Flammen geworden. Verletzt wurde niemand. Gegen 16.30 Uhr wurden Polizei und Feuerwehr zu dem Brand gerufen. 60 Einsatzkräfte der Wehren aus Baccum, Brögbern, Bawinkel, Holthausen und Lingen  rückten mit 15 Fahrzeugen an. Als die ersten Feuerwehrleute eintrafen, schlugen die Flammen bereits aus den Dächern. Trotz des schnellen Einsatzes wurden die beiden Dachstühle und die Obergeschosse erheblich in Mitleidenschaft gezogen. Die beiden Wohnhäuser sind derzeit nicht mehr bewohnbar. Die Polizei hat die Ermittlungen zur Brandursache aufgenommen.

 

Großeinsatz im Lingener Stahlwerk Feuer schnell unter Kontrolle

Lingen. Am Montagabend ist es im Ortsteil Darme im Stahlwerk Benteler Steel/Tube an der Niederdarmer Straße zu einem Brand gekommen. Kurz nach 19 Uhr war am Wendekühlbett eine Hydraulikleitung geplatzt und das ausgetretene Öl hatte Feuer gefangen. Bei dem Brand wurde niemand verletzt. Vorsorglich wurden die Ortsfeuerwehren Bramsche, Holthausen und Lingen alarmiert. 51 Einsatzkräfte rückten mit insgesamt elf Fahrzeugen an und konnten den Brand schnell unter Kontrolle bringen, bevor größerer Sachschadens entstehen konnte.

 

Bernhard Wierzoch feiert 102. Geburtstag Lingener blickt auf bewegtes Leben zurück

Lingen. Zum 102. Geburtstag gratulierte Oberbürgermeister Dieter Krone dem Lingener Bernhard Wierzoch. Der Lingener lebt seit mehr als zehn Jahren im Mutter Teresa Haus und kann auf ein bewegtes Leben zurückblicken.
Bernhard Wierzoch wurde 1919 in Ostpreußen als eines von acht Geschwistern geboren. Direkt mit Beginn des Zweiten Weltkrieges wurde er eingezogen, kämpfte in Polen sowie Frankreich und kam später in russische Gefangenschaft. Erst 1948 kehrte er nach Deutschland zurück und lebte zunächst bei einem Onkel in Berlin. Da in der Stadt sowohl Lebensmittel als auch Arbeitsplätze rar waren, suchte sich Bernhard Wierzoch eine Anstellung auf einem Bauernhof in der Nähe von Potsdam. Dort lernte er auch seine spätere Frau kennen und lieben. 1950 heiratete das Paar und Bernhard Wierzoch begann seine Laufbahn bei der Eisenbahn in Oberschönweide. „Ich bin Eisenbahner“, so das Geburtstagskind. 1995 zieht Bernhard Wierzoch mit seiner Frau nach Lingen – eine seiner Schwestern lebt zu dem Zeitpunkt mit ihrer Familie in der Stadt an der Ems.

Der mittlerweile älteste Bewohner des Mutter Teresa Hauses schaut noch immer regelmäßig in die Lingener Tagespost und den EL-Kurier. „Ich lese zumindest die Überschriften und informiere mich im Gespräch mit anderen“, so das Geburtstagskind. Sein Radio und den Fernseher habe er aber abgeschafft. „Das war meinem Zimmernachbarn zu laut.“ Ansonsten habe er einen fest strukturierten Tagesablauf. „Ich beschäftige mich. Es dauert zwar alles etwas länger, aber ich habe ja auch die Zeit.“ So kümmere er sich gerne um seinen kleinen Haushalt im Mutter Teresa Haus. „Ich wasche meine Socken selbst und mache täglich mein Bett – das habe ich als Soldat so gelernt und das sitzt immer noch“, sagt er schmunzelnd. Zudem sei er gerne mit den anderen Bewohnern zusammen. Zum Laufen ist der 102-Jährige mittlerweile auf einen Rollator angewiesen und auch sonst merke er, dass sein Körper 102 Jahre alt sei. „Aber mein Verstand funktioniert noch einwandfrei“, erklärt Bernhard Wierzoch abschließend.

Hafträume in JVA und weitere Privatwohnungen nach Drogen durchsucht

Lingen / Groß Hesepe / Geeste  – Mitte August haben Ermittlerinnen und Ermittler der Polizeiinspektion Emsland / Grafschaft Bentheim, gemeinsam mit mehr als 50 Justizvollzugsbeamtinnen und -beamten, insgesamt 24 Hafträume der Justizvollzugsanstalten in Lingen und Groß Hesepe sowie drei Privatwohnungen in Geeste durchsucht. Den Gefängnisinsassen und ihren Komplizen außerhalb der Justizvollzugsanstalt wird vorgeworfen, Handel mit Betäubungsmitteln betrieben zu haben. Das Ermittlungsverfahren richtet sich gegen mindestens 20 Häftlinge und drei Mittäterinnen und Mittäter aus Geeste. Es besteht der konkrete Verdacht, dass über den Postversand zahlreiche Briefe in die JVA Groß Hesepe geschickt wurden, deren Papiere mit sogenannten „neuen psychoaktiven Substanzen“ (NPS) getränkt waren. Die als Anwaltsschreiben oder private Familienpost getarnten Schriftstücke wurden dann in den Haftzellen zerkleinert, verkauft und
zusammen mit Tabakwaren konsumiert. Die NPS erzeugen teils schwerste Rauschzustände die nicht selten als lebensbedrohlicher medizinischer Notfall enden. Es handelt sich dabei um Gemische aus unterschiedlichen legalen Chemikalien, Kräutern und sonstigen Wirkstoffen. In ihrer Kombination werden sie dann aber zu einer strafrechtlich relevanten Substanz . Die damit meist flächendeckend eingesprühten Schriftstücke waren in der Regel vollkommen geruchsneutral, so dass der Nachweis nur über aufwendige labortechnische Untersuchungen erfolgen konnte. Bei den Durchsuchungen wurden umfangreiche Beweismittel aufgefunden und beschlagnahmt. Die bereits mehrere Monate andauernden Ermittlungen sind noch nicht abgeschlossen.

Kletter-Abenteuer in Lingen Lingener Ferienpass-Aktion an der Paul-Gerhardt-Schule

Lingen. Auf Kisten klettern, geschickt einen Baum erklimmen, auf einer Slackline balancieren oder auf einer mobilen Kletterwand bis nach ganz oben kommen und die Glocke erklingen lassen: Im Rahmen des Lingener Ferienpasses erlebten über 30 Kinder und Jugendliche am Abenteuertag auf dem Schulhof der Paul-Gerhardt-Schule vier verschiedene Kletterstationen.

Im Zentrum des Geländes befand sich eine mobile Kletterwand. Dort kletterten die Teilnehmenden über sieben Meter in die Höhe bis zur Glocke. Neben der Kletterwand bewiesen die Kinder und Jugendlichen beim Kistenklettern ihr Geschick. Mit leeren Getränkekisten bauten die Kletterinnen und Kletterer sich Stück für Stück einen Turm nach oben. Auf der gegenüberliegenden Seite des Schulhofes konnten die jungen Menschen einen Baum am sogenannten „Himmelsstürmer“ aufsteigen. Mit drei Holzstangen, die sie immer wieder neu in die vorgesehenen Laschen einfädelten, bauten die jungen Kletternden sich eine Leiter hinauf. Angrenzend daran war eine Slackline zwischen zwei Bäumen gespannt, auf der die Kinder und Jugendlichen balancierten und ihren Gleichgewichtssinn trainierten.

Der Abenteuertag war ein kostenloses Angebot für alle Kinder und Jugendlichen zwischen sechs bis 18 Jahren. Die Ferienpass-Aktion ist in Kooperation mit der Sportjugend Emsland und der Jugend Initiative Emsland Sport entstanden. Lara Friedetzky, Marc Heister, Daniel Kruse und Axel Nüsse begleiteten als Betreuer die Kinder und Jugendlichen bei ihrem Kletter-Abenteuer. Nächstes Jahr soll der Abenteuertag erneut stattfinden.

 

61-jährige Frau bei Brand leicht verletzt


Lingen. Eine 61-jährige Frau ist bei einem Brand in einem Wohnhaus am Hermann-Gilles-Platz verletzt worden. Die in der Beweglichkeit eingeschränkte Dame erlitt eine Rauchvergiftung. Polizei und Feuerwehr wurden gegen 08.40 Uhr von Nachbarn alarmiert, die eine Rauchentwicklung aus einer Wohnung bemerkt hatten. Die Nachbarn hatten die die 61-Jährige aus dem Haus gerettet, in dem es in der Küche gebrannt hatte. Sie kam im Rettungswagen in das Lingener Krankenhaus. Die Feuerwehr löschte den Brand.

Transporter Brand droht aufs Bahnhofsgebäude überzugreifen

Lingen- Am Montagmorgen wurde die Feuerwehr Lingen zu einem Pkw Brand am Bahnhof in Lingen alarmiert. Bei Eintreffen der Einsatzkräfte stand ein Transporter direkt am Bahnhofsgebäude bereits in voll Brand, das Feuer drohte auf das Bahnhofsgebäude überzugreifen. Die Feuerwehr konnte durch einen massiven Löscheinsatz ein Übergreifen auf das Gebäude verhindern. Die Löscharbeiten gestalteten sich schwierig da immer wieder Treibstoff im Tank das Feuer entfachte.

Impfaktion auf dem Wochenmarkt

Lingen. Lingen schafft die 80: Unter diesem Motto bietet das Impfzentrum Lingen am Samstag eine Impfaktion auf dem Wochenmarkt in Lingen an. Wer mindestens zwölf Jahre alt ist und noch keine Erstimpfung erhalten hat, kann sich von 11 bis 17 Uhr gegen das Coronavirus impfen lassen. Bei Minderjährigen ist die Einwilligung der Sorgeberechtigten notwendig. Zudem sollten diese ihre Kinder begleiten. Die Wahl des Impfstoffs erfolgt dabei nach Rücksprache mit dem Arzt vor Ort. Interessierte sollten lediglich einen Personalausweis und – wenn möglich – ihren Impfausweis mitbringen. Das mobile Impfzentrum wird vor dem Fabeltierbrunnen zu finden sein. „Wir freuen uns sehr, dass wir allen Gästen des Wochenmarktes und unserer Innenstadt dieses Angebot machen können“, sagte Stefan Altmeppen, Lingens Erster Stadtrat. „Sich gegen das Coronavirus impfen zu lassen, war nie einfacher. Es wäre schön, wenn möglichst viele jetzt davon Gebrauch machen und wir so schnell die Herdenimmunität erreichen können.“

 

Neues Fahrzeug des Bodenkulturzweckverbandes Lingen in Betrieb genommen – modernste Technik

Lingen – „Eine intakte Infrastruktur ist eine wesentliche
Säule der Lebensqualität im ländlichen Raum. Aufgabe des Bodenkulturzweckverbandes (BKZV) hierbei ist, den Wirtschaftswegebau und damit verbundene pflegerische Maßnahmen auszuführen“, so der Vorsitzende des Verbandes, Bernhard Hummeldorf bei der offiziellen Inbetriebnahme vom sogenannten “Rep Zug 21“in Lingen.

Diese Maschine ersetzt den im Jahre 2000 als „Prototyp“ durch die Unternehmen Hermann Paus aus Emsbüren und Paul Koldehoff aus Langen speziell für den BKZV entwickelten selbst fahrenden Reparaturzug. Nach 20-jähriger intensiver Betriebsleistung war ein Austausch wirtschaftlich unumgänglich.

Einstimmige Beschlüsse sowohl im Vorstand als auch in der Verbandsversammlung des BKZV waren Grundlage für eine europaweite Ausschreibung durch den Landkreis Emsland. Der BKZV hat rd. 470.000 Euro investiert und sich für ein Modell entschieden, bei dem der Bitumentank auf der Ladefläche des LKW abgesetzt wird und der eigentliche Reparaturzug als Nachläufer konzipiert ist. Da Bitumentank und Splittbunker nicht mehr fest miteinander verbunden sind, ist eine flexiblere Nutzung möglich.

Die technischen Daten des Fahrzeuges stellte der Geschäftsführer des Verbandes, Detlev Thieke, den Vorstandsmitgliedern im Einzelnen vor. Die Höchstgeschwindigkeit des „Rep Zuges 21“ beträgt das doppelte, nämlich 80 km/h. Mit 27.500 kg Gesamtgewicht wiegt der „Neue“ nur gut die Hälfte des bisherigen Zuges und auf 100 km/h ist der Verbrauch 40 Liter Diesel, also um mehr als 3,5 fache zurückgegangen. „Es ist die größte Investition in der Geschichte des seit 1956 bestehenden Verbandes. Diese Investition war auch nur möglich, weil der Verband wirtschaftlich gut aufgestellt ist“, so der Geschäftsführer Thieke.

Sehr zufrieden zeigten sich die Mitarbeiter des BKZV, Bautechniker Johannes Imwalle, Henrick Brögber und Markus Bökers bei der offiziellen Inbetriebnahme und Vorführung der Möglichkeiten des mit modernster Technik ausgestatteten neuen Fahrzeuges.

Dem seit 65 Jahren bestehenden Verband gehören neben dem Landkreis Emsland auch 21 Kommunen, davon 20 aus dem südlichen Emsland sowie die Gemeinde Wietmarschen aus dem Landkreis Grafschaft Bentheim und 16 Wasser- und Bodenverbände im Südkreis an.

 „Ich bin dankbar, dass die Mitglieder des Verbandes  kooperativ zusammenarbeiten und dadurch eine effektive und erfolgreiche Arbeitsweise im Verbandsgebiet mit Unterstützung des Landkreises Emsland möglich machen“, so abschließend der Verbandsvorsitzende Hummeldorf.

v. l. Bernhard Overberg, Reinhard Schröder, Markus Bökers, Matthias Lühn, Detlev Thieke, Henrick Brögber, Andreas Kaiser, Godehard Ritz, Georg Tieben, Johannes Imwalle, Bernhard Hummeldorf

Schlüsselübergabe: Neues Feuerwehrgerätehaus in Holthausen Investition in Sicherheit, Zukunft und Gemeinschaft

Lingen. Das Feuerwehrgerätehaus der Ortsfeuerwehr Holthausen ist fertiggestellt. Vertreter aus Feuerwehr, Politik und Verwaltung kamen nun zur offiziellen Schlüsselübergabe und Besichtigung des Neubaus zusammen. „Die Investition von 2,6 Millionen Euro hat sich ausgezahlt“, sind sich alle Beteiligten einig. „Hier ist ein Feuerwehrgerätehaus entstanden, das Maßstäbe hinsichtlich Funktionalität und Gestaltung setzt. Außerdem gewährleistet und optimiert es die Sicherheit in Holthausen sowie in ganz Lingen, da die Fahrzeuge adäquat untergebracht sind und so die Kameraden optimal ihrer wichtigen Arbeit nachgehen können“, hob Oberbürgermeister Dieter Krone hervor.

Gestiegene Anforderungen machten Neubau notwendig

Das vorherige Feuerwehrgerätehaus stammt aus dem Jahr 1958 und wurde den heutigen Anforderungen nicht mehr gerecht. Die notwendigen räumlichen und logistischen Möglichkeiten waren nicht mehr gegeben. Die Fahrzeuge sind größer geworden, was zu Platzmangel führte. Zudem fehlten angemessene Umkleidemöglichkeiten für die Kameradinnen sowie für die Kinder- und Jugendfeuerwehr. Im Stadtrat ist daraufhin einvernehmlich ein Neubau beschlossen worden. „Die Politik stand immer hinter dem Bauvorhaben“, bekräftigten Günter Reppien, Stefan Wittler und Martin Koopmann, die Ausschussvorsitzenden des PBA und WGA.

Räumlichkeiten optimal auf Feuerwehreinsätze abgestimmt

Der rund 1.100 Quadratmeter große Neubau an der Raffineriestraße unterteilt sich in zwei Bereiche. Zum einen ist eine Fahrzeughalle mit vier Stellplätzen sowie Lagerflächen und Werkstätten entstanden. Eine Besonderheit und ein Novum bei den Lingener Ortsfeuerwehren: Ein Stellplatz kann gleichzeitig als Waschplatz genutzt werden. Zum anderen gibt es einen Sozialtrakt mit Büro, Funkzentrale, Umkleiden für Herren, Damen und für die Jugendfeuerwehr, Schulungs- und Bereitschafträumen sowie einen Jugendfeuerwehrraum. „Wir haben hier ein zukunftsfähiges Musterhaus errichtet. Vor dem Hintergrund der Hygienevorgaben, die immer wichtiger bei der Feuerwehr werden, war insbesondere die Entscheidung für die Waschhalle gut und richtig,“ betonte Stadtbrandmeister Ralf Berndzen. Auch die Höhenretter der Landkreise Emsland und Grafschaft Bentheim haben in dem Neubau ein neues Zuhause gefunden. „Mit diesem Feuerwehrgerätehaus hat die Ortsfeuerwehr Holthausen nicht nur Standards gesetzt, sondern auch ein Haus der Begegnung in unserem Ortsteil geschaffen“, fasste Ortsbürgermeister Uwe Dietrich zusammen.

Das Tragwerk des Gebäudes bildet eine Stahlbetonkonstruktion. Die Außenfassade besteht im Bereich der Fahrzeughalle aus Sandwichelementen und im Bereich des Sozialtrakts aus Verblendmauerwerk. „Alle Räumlichkeiten sind so angeordnet, dass die ehrenamtlichen Einsatzkräfte optimal agieren können“, so Oberbürgermeister Krone. In ersten Einsätzen der Ortsfeuerwehr hätten sich die Räumlichkeiten schon bewährt. Geplant wurde der Neubau von dem Büro Radke Architekten aus Sögel. Weiterhin waren die Ingenieurbüros Eversmann aus Meppen und Hunger aus Lingen sowie die Grünplaner aus Meppen beteiligt. „Es war eine spannende Aufgabe für uns. Es wurde ein modernes Funktionsgebäude und ein Gebäude der Gemeinschaft realisiert“, blickte Henning Radke, Geschäftsführer von Radke Architekten, auf die Bauzeit zurück.

Erfahrungswerte fließen in weitere Bauvorhaben ein

Die Kameradinnen und Kameraden der Ortsfeuerwehr Holthausen erbrachten bei dem Neubau viel Arbeit auch in Eigenleistung. Dafür dankte ihnen Oberbürgermeister Krone bei der Schlüsselübergabe. Insbesondere Ortsbrandmeister Dennis Husmann sei stark in das Bauvorhaben involviert gewesen. Dieser machte deutlich: „Nur durch gute Zusammenarbeit ist dieses Gebäude entstanden. Feuerwehr, Verwaltung und Politik haben eng miteinander zusammengearbeitet. Auch die Arbeitsgruppe der Ortsfeuerwehr hat einen großen Teil dazu beigetragen und sehr gute Vorarbeit für nachfolgende Neubauten geleistet.“ Das Gebäude in Holthausen dient nämlich als Blaupause für andere Feuerwehrgerätehäuser in Lingen. Ein Neubau der Ortsfeuerwehr Baccum befindet sich mittlerweile schon im Rohbau und wird Anfang 2022 fertiggestellt. Die Planungen für die Ortsfeuerwehr Bramsche beginnen nach der Sommerpause.

Abschließend führte Ortsbrandmeister Husmann die Gäste durch das neue Feuerwehrgerätehaus. Für die Öffentlichkeit ist ein „Tag der offenen Tür“ im September geplant.

Die Ortsfeuerwehr Holthausen hat ihr neues Feuerwehrgerätehaus bezogen. Vertreter aus Feuerwehr, Politik und Verwaltung kamen zur offiziellen Schlüsselübergabe zusammen.

Straßenausbau im Wohnbaugebiet „Östlich Stahljans Hof“ abgeschlossen“

Lingen. 5.500 Quadratmeter Pflastersteine, 3.000 Quadratmeter Asphalt, 40 Parkplätze, LED-Beleuchtung und eine neue Bepflanzung – die Fakten rund um den Straßenausbau im Wohnbaugebiet „Östlich Stahljans Hof“ können sich sehen lassen. Rund 350.000 Euro hat die Stadt Lingen in die Tiefbauarbeiten investiert. „Eine Besonderheit im Vergleich zu anderen Baugebieten sind hier die asphaltierten Rad- und Fußwege. Das haben wir in dieser Form erstmalig umgesetzt. Hier können die Kinder skaten und Radfahrer bequem fahren“, erklärte Oberbürgermeister Dieter Krone bei einem Ortstermin. Zusammen mit Laxtens Ortsbürgermeister Manfred Schonhoff, dessen Stellvertreter Karl-Heinz Schwarz, den Vorsitzenden des Planungs- und Bauausschusses Günter Reppien und Stefan Wittler sowie Georg Tieben, Fachbereichsleiter Tiefbau, machte er sich ein Bild von den rund 800 Meter langen Straßenabschnitten. Eines fiel dabei besonders auf: In Punkto Naherholung hat das Areal mit dem Heimathaus und der Wasserfläche, die als Regenrückhaltebecken dient, einiges zu bieten. „Das ist Erholung pur und die neuen Wege laden direkt zum Spazieren ein“, machte Oberbürgermeister Krone deutlich.

Alle Planungen erfolgten in enger Abstimmung mit den Anwohnerinnen und Anwohnern. „Sie wurden sowohl bei der Verkehrsberuhigung durch ‚Berliner Kissen‘ als auch bei der Beleuchtung und Bepflanzung mit ins Boot geholt“, blickte Krone zurück. Dass dieses Verfahren zum Erfolg geführt habe, steht für Ortsbürgermeister Schonhoff außer Frage: „Es gibt erfreulicherweise keinerlei Beschwerden.“ Für ihn zähle das Neubaugebiet zu den Schönsten in ganz Lingen. Sein Stellvertreter Karl-Heinz Schwarz ergänzte: „Die Befürchtungen, dass diese Straße sich zur Durchgangsstraße entwickeln könnte, haben sich nicht bestätigt.“ Auch Günter Reppien und Stefan Wittler sprachen von einem geglückten Straßenbau.

 

Machten sich ein Bild vom abgeschlossenen Straßenausbau im Baugebiet „Östlich Stahljans Hof“: (v.l.). Stefan Witter (stellv. Vorsitzender PBA), Georg Tieben (Fachbereichsleiter Tiefbau), stellv. Ortsbürgermeister Karl-Heinz Schwarz, Günter Reppien (Vorsitzender PBA), Oberbürgermeister Dieter Krone, Christian Schulte-Weß (Ortsrat Laxten) und Ortsbürgermeister Manfred Schonhoff.

 

Symbiose von Neu und Alt: Eröffnung des Erweiterungsbaus am Emslandmuseum in Lingen

Lingen. Das schönste Geschenk zum 60. Geburtstag hat er sich einfach selbst gemacht: Passend zum Ehrentag von Museumsleiter Dr. Andreas Eiynck ist der Umbau des Emslandmuseums in Lingen offiziell eröffnet worden. „Alleine, dass du die Eröffnungsfeier mit diesem besonderen Geburtstag zusammengelegt hast, zeigt wie sehr du mit dem Emslandmuseum verbunden bist“, gratulierte der Erste Vorsitzende des Museumsvereins Wilhelm Brundiers und begrüßte die Gäste zur offiziellen Eröffnung. In rund 16 Monaten Bauzeit ist das Emslandmuseum durch einen Erweiterungsbau ergänzt und umgestaltet worden. „Heute enthüllen wir ein Museumsjuwel, welches über Lingen hinaus Strahlkraft besitzt“, sagte Oberbürgermeister Dieter Krone. Der Erste Kreisrat Martin Gerenkamp ergänzte: „Es ist ein großer Tag für das Emslandmuseum und die Museumslandschaft im Emsland. Das Emslandmuseum ist durch diesen modernen Anbau zu einem Vorbild für umliegende Museen geworden.“

Rund 2,6 Millionen Euro haben Stadt und Landkreis in den Umbau investiert. Verantwortlich für die Entwürfe und den Umbau ist das Büro Reinders Architekten BDA. „Die reibungslose Umsetzung wäre durch die gute Zusammenarbeit mit der Stadt, namentlich Petra Heskamp und Buket Aksit, nicht vorstellbar gewesen“, bedankte sich der Vorsitzende des Museumsvereins Wilhelm Brundiers. Neben der Stadt Lingen und dem Landkreis Emsland richtete er seinen Dank auch an alle beteiligten Baufirmen und nannte exemplarisch die Firmen Hofschröer, Kreativmetall und Lömker, welche allesamt aus Lingen stammen.

Mit dem 20 Meter langen und 12 Meter breitem Anbau hat das Emslandmuseum gegenüber vom Kutscherhauses einen neuen, barrierefreien Eingangsbereich erhalten. Von dort gelangen die Gäste in den Altbau. Die Symbiose der zwei Gebäude schafft neben zusätzlichen Räumlichkeiten auch viel museumspädagogisches Potential vor Ort.

Der Anbau ist in dunkelrotem Backstein gekleidet und zeichnet sich durch die großflächige transparente Verglasung an drei Seiten aus. Die Eingangshalle mit einer imposanten Deckenhöhe von 4,50 Meter stellt somit einen ansprechenden ersten Berührungspunkt für die Besucherinnen und Besucher dar. In diesem neuen Eingangsbereich befinden sich ein Museumsshop, WC-Anlagen sowie Garderoben und Schließfächer für die Besucherinnen und Besucher. Über eine Treppe im Foyer oder einen Aufzug gelangen Besucherinnen und Besucher zunächst in den zweiten Stock des Gebäudes.

 

Das Obergeschoss bietet im Altbau großzügige Räumlichkeiten für die neue Dauerausstellung und im Neubau ausreichend Platz für einen Vortrags- und Versammlungsraum sowie einen Gruppenarbeitsraum für Museumspädagogik. Beide Räume sind mit moderner Veranstaltungstechnik ausgestattet. Dem Museum bieten sich durch die neue technische Ausstattung viele Möglichkeiten, die Museumspädagogik besser zu verankern. Durch die Integration diverser Medien können Interessierte die Geschichte Lingens erleben. Dies spricht auch die jüngeren Generationen an: So besuchten bereits 400 Schülerinnen und Schüler der Marienschule die neuen Räumlichkeiten.

 

„Mit dem Erweiterungsbau macht das Museum einen neuen Sprung in Richtung Zukunft. Der Umbau mag abgeschlossen sein, jedoch ist er für uns ein Anfang, um das Museum und seine Angebote weiter auszubauen“, erklärte Geburtstagskind und Museumsleiter Andreas Eiynck abschließend.

Einbruch in Imbiss

Lingen – In der Nacht zu Donnerstag sind bislang unbekannte Täter in einen Imbiss an der B70 in Lingen eingebrochen. Sie beschädigten ein Fenster sowie eine Jalousie und gelangten so in die Räume. Vermutlich wurden sie durch die ausgelöste Alarmanlage gestört, woraufhin sie in unbekannte Richtung flüchteten.

Ob die Täter Beute machten, wird derzeit ermittelt. Zeugen werden gebeten, sich mit der Polizeidienststelle in Lingen unter der Telefonnummer 0591/870 in Verbindung zu setzen.

 

Verdienstkreuz am Bande für Alfons Acker Oberbürgermeister Dieter Krone überreicht Auszeichnung im Rathaus

Lingen. Das Verdienstkreuz am Bande des Verdienstordens der Bundesrepublik Deutschland konnte Oberbürgermeister Dieter Krone in der letzten Woche an den Bramscher Alfons Acker überreichen. „Seit nunmehr fünf Jahrzehnten setzt du dich für das Allgemeinwohl ein und bis in vielen verschiedenen Bereichen aktiv“, sagte Oberbürgermeister Dieter Krone. „Ehrenamtlicher Einsatz ist für dich Ehrensache.“ Rund 30 Gäste waren der Einladung zu der Feierstunde in den Ratssitzungssaal des Neuen Rathauses gefolgt. Darunter Familienmitglieder, aber auch viele Wegbegleiter Alfons Ackers, mit denen er beispielsweise bei der Freiwilligen Feuerwehr, im Freundeskreis der Ukrainefahrer, im Schützenverein und in der Kirchengemeinde zusammengearbeitet hatte. „Du hast viele Bereiche in unserer Stadt mit deinem Enthusiasmus, Deinem großen Wissen, Deiner Erfahrung und Deiner Zielstrebigkeit geprägt und maßgeblich mitgestaltet“, sagte Oberbürgermeister Dieter Krone in seiner Laudatio. „Dein Humor, Deine positive und zugleich zupackende Art zeichnen Dich aus und so konntest du vieles für Lingen und für die Bürgerinnen und Bürger hier und beispielsweise auch in der Ukraine erreichen und umsetzen.“

Bereits im Alter von 16 Jahren habe sich Alfons Acker im Vorstand des Sportvereins SG Bramsche 1966 e.V. engagiert. Ab 1977 sei er in der Freiwilligen Feuerwehr – Ortsfeuerwehr Bramsche aktiv gewesen, so der Überbürgermeister in seiner Laudatio. Als stellvertretender Ortsbrandmeister, als stellvertretender Kreisbrandmeister, Abschnittsleiter Emsland Süd sowie Erster Vorsitzender des Kreisfeuerwehrverbandes Lingen e.V. sei er immer ein verlässlicher und hilfsbereiter Ansprechpartner für seine Kameraden gewesen und habe so manches Mal sein Leben riskiert. 20 Jahre lang habe sich Alfons Acker zudem im Pfarrgemeinderat Bramsche-Darme engagiert – eine Zeitlang sogar als Erster Vorsitzender – und habe in dieser Zeit beispielsweise Pfarrfeste und Erntedankfeste organisiert. Auch im Schützenverein sprang Alfons Acker ein, als krankheitsbedingt der Erste Vorsitzende ausfiel und übernahm den Vorsitz von 2013 bis 2017. „Ehrenamtlicher Einsatz ist für dich eine eben eine wahre Ehrensache“, so der Oberbürgermeister.
Seit nunmehr 2003 sei Alfons Acker zudem eine der tragenden Säulen der Ukrainefahrer. „Bis heute hast du dreizehnmal Hilfsgüterlieferungen dorthin begleitet“, sagte das Stadtoberhaupt im Ratssitzungssaal. „Insbesondere der Ausbau der dortigen Kranken- und Sozialstation sowie der Schule waren und sind Dir ein besonderes Anliegen. Auch Deine Verbundenheit zur Feuerwehr in Laniwzi und Dein Einsatz für diese sind einzigartig.“ Alfons Acker sei zudem ehrenamtlicher Wohnberater, Teil der Grünen Truppe in Bramsche und langjähriges Mitglied im Aufsichtsrat des Wasser- und Bodenverbandes Bramscher Mühlenbach.

„Du hast mit Deinem Elan und Deiner Zielstrebigkeit in Lingen und darüber hinaus viel bewegt“, sagte Oberbürgermeister Dieter Krone abschließend. „Menschen, wie Du, lieber Alfons, bringen unsere Gesellschaft weiter und sorgen für mehr Lebensqualität.“

Als Vertreterin des Landkreises Emsland überbrachte die Erste Kreistagsvorsitzende Ulla Haar die Grüße und Glückwünsche von Landrat Marc-André Burgdorf. Ortsbürgermeister Martin Koopmann erklärte, dass Alfons Acker eine Institution Bramsches sei, die aus dem Ortsleben nicht mehr wegzudenken sei. Hinrikus Ude vom „Freundeskreis der Ukrainefahrer“ betitelte Alfons Acker hingegen als einer der Motoren hinter dem Freundeskreis. Er verlas zugleich die Glückwünsche aus Juskivzi und Laniwzi in der Ukraine. Pfarrer Thomas Burke bezeichnete den Einsatz Ackers als segensreich für andere. Und nicht zuletzt gratulierte der Sohn Alfons Ackers, Olaf Acker, seinem Vater zu der Auszeichnung. „Du warst trotz Deines vielfältigen Engagements immer für uns da – wir sind stolz, dass wir dich als Vater haben.“

„Warum macht ein Mensch das, werde ich oft gefragt“, sagte Alfons Acker abschließend. „Doch ich kann nur sagen: Ich war gut zufrieden, wenn ich nach Haus kam und etwas geleistet hatte. Die Zufriedenheit und Dankbarkeit der Menschen waren mein schönster Lohn.“ 

 

 

Lingenerin Ruth Busmann feiert 100. Geburtstag

Lingen. Zu ihrem 100. Geburtstag konnte am Donnerstag der Erste Bürgermeister Heinz Tellmann der Lingenerin Ruth Busmann gratulieren. Er überbrachte dabei die besten Wünsche aus dem Lingener Rathaus, des Landkreises Emsland und des Landes Niedersachsen. Ruth Busmann feierte ihren Ehrentag im Kreis ihrer Familie. Als besondere Überraschung hatte diese für das Geburtstagskind ein Ständchen des  Lingener Männerquartetts organisiert. „Hier war gerade ordentlich was los“, berichtete Ruth Busmann begeistert. „18 Männer standen auf einmal im Garten und haben extra für mich ein kleines Konzert gegeben.“ Zusammen mit ihrem verstorbenen Mann hatte Ruth Busmann regelmäßig die Auftritte des Männerchors besucht. Anfangs hatte ihr Mann sogar in dem Chor mitgewirkt.


 Ruth Busmann kommt am 22. Juli 1921 in Stendal zur Welt. Nach Zwischenstationen in Bochum und Emsdetten zieht sie mit ihrem Mann Heinz und den damals zwei Kindern 1960 nach Lingen. Dort wird das dritte Kind geboren. Mittlerweile zählen auch vier Enkel und zwei Urenkel zu der Familie der Lingenerin. Ruth Busmann treibt viele Jahre lang Sport und widmet sich dieser Leidenschaft auch noch heute – dann allerdings eher vor dem Spielschirm. Die Lingenerin ist begeisterter BVB-Fan und liebt es, Biathlon sowie Skispringen im Fernsehen zu schauen. „Dafür bleibe ich dann auch schon einmal länger auf.“ So diskutiert sie auch an ihrem Geburtstag begeistert mit, als es um Fußballvereine, Olympia und die Europameisterschaft geht. „Man muss ja informiert sein und will dann auch wissen, wie es ausgeht“, erklärt die 100-Jährige.

 

Baustart der Mehrzweckgebäude an der Matthias-Claudius-Schule und Castellschule

Lingen. Erst im Mai hatte Kultusminister Grant Hendrik Tonne bekannt gegeben, dass die Matthias-Claudius-Schule und die Castellschule in Lingen jeweils 419.000 Euro Landesmittel erhalten, um räumliche Angebote für die Ganztagsbetreuung zu schaffen. Der Bau dieser Räumlichkeiten mit Kosten von jeweils rund 925.000 Euro hat nun an den Grundschulen begonnen. „Beide Schulen haben einen hohen Ganztagsbedarf und es freut mich, dass wir dieser Nachfrage nun auch räumlich durch die Mehrzweckgebäude gerecht werden“, so Oberbürgermeister Dieter Krone. „Ohne die Förderung des Landes wäre es nicht möglich, diese Bauten so schnell umzusetzen“, so Stadtkämmerin Monika Schwegmann. Zusätzlich unterstützt der Landkreis das Vorhaben mit jeweils rund 307.000 Euro.

Damit die Grundschulen den Kindern eine angemessene Ganztagsbetreuung ermöglichen können, entsteht an beiden Schulstandorten ein eingeschossiges separates Mehrzweckgebäude auf dem Schulgelände. „Es war dringend notwendig, dass das Land hier die Kommunen unterstützt, um die Ganztagsangebote qualitativ hochwertig zu gestalten. Mein Kompliment geht auch an die Stadt, die den Antrag vorangebracht hat und den Bau so schnell geplant hat“, so Landtagsabgeordneter Christian Fühner. Die Baustellen sind so gelegt, dass die Bereiche auf dem Schulhof gut abgetrennt und direkt anfahrbar sind. Der Baustellenverkehr beeinträchtigt somit die Kinder auf dem verbleibenden Schulhof nicht.

Die fast identischen Mehrzweckgebäude verfügen jeweils über eine Küche, einen Mensabereich mit 60 Sitzplätzen, einen Betreuungsraum sowie einen Vorflur, in dem Schultaschen und Jacken abgelegt werden können. Zudem gibt es dort einen Putzmittelraum, zwei WC-Räume und einen Technik-Raum. Die Verteiler-Küche mit eigener Spülstraße ist durch eine großzügige Durchreiche mit dem Mensabereich verbunden. Der Anlieferungsbereich für die Küche ist so geplant, dass Anlieferungen in Fahrzeugen das Treiben auf dem Schulhof nicht beeinflussen. Ein wichtiger Bestandteil der Gebäude ist der Betreuungsraum für die Nachmittagsbetreuung. Dieser besitzt eine helle Fensterfront, die dem Schulhof zugewandt ist und somit den Raum direkt an den Schulhof anbindet. „Außerhalb der Essensausgabe kann der Mensabereich zusätzlich als Mehrzweckraum genutzt werden. So haben die Schulen den größtmöglichen Freiraum für die Ganztagsbetreuung“, erläuterte Karin Ludlage des Fachdienstes Hochbau der Stadt Lingen. Fassadenplatten in den teilweise schuleigenen Farben verkleiden die Außenwände der Gebäude. Das energetische Konzept sieht vor, eine Photovoltaik-Anlage auf dem geneigten Foliendach anzubringen.  Neben einer eingebauten Wärmepumpe rundet eine Lüftungsanlage das energetische Konzept ab. Das Gebäude ist barrierefrei vom Schulhof erreichbar. „Diese Räumlichkeiten sind nachhaltige Bereicherungen, die die Standorte als Ganztagsschulen voranbringen“, so Jürgen Herbrüggen, stellvertretender Vorsitzender des Schulausschusses.

Die Matthias-Claudius-Schule und die Castellschule sind seit 2009 offene Ganztagsschulen. Beide Schulen bieten im Rahmen ihres Ganztagsangebotes jeweils ein Mittagessen, Nachmittagsbetreuung und Arbeitsgemeinschaften an. „Bereits Kindertagesstätten weisen einen Trend zur Ganztagsbetreuung auf. Die Kinder wachsen so mit Ganztagsangeboten auf und diese Tendenz erreicht nun auch die Schulen“, so Frank Botterschulte, Fachbereichsleiter für Bildung, Jugend und Sport der Stadt Lingen. Beide Grundschulen konnten bislang dieser Nachfrage vor Ort nur eingeschränkt gerecht werden. Demnach fand die Essensausgabe in der Matthias-Claudius-Schule provisorisch in einem Klassenraum statt. Dieser kann nach Fertigstellung auch wieder zu diesem Zwecke genutzt werden. Die Castellschule hatte eine gute Kooperation mit dem benachbarten Stephanus-Haus. Diese Kooperation endete jedoch aufgrund der Corona-Pandemie im März 2020, sodass die Schule auf eine weiter entfernte Gastronomie zurückgreifen musste. Zudem konnten beide Schulen in den letzten Jahren lediglich Container als Betreuungsräume vorweisen. Diese Provisorien sind langfristig nicht tragbar, umso größer ist die Freude über die sich zukünftigen Möglichkeiten im Ganztagsbereich, so sind sich Johanna Reckels, kommissarische Leiterin der Matthias-Claudius-Schule, und Denise Haim, Schulleiterin der Castellschule, einig.

 

Auf das Mehrzweckgebäude an der Castellschule freuen sich (v. l.) Landtagsabgeordneter Christian Fühner, Stadtkämmerin Monika Schwegmann, stellvertretender Vorsitzender des Schulausschusses Jürgen Herbrüggen, Karin Ludlage vom Fachdienst Hochbau, Oberbürgermeister Dieter Krone, Schulleiterin Denise Haim und Fachbereichsleiter für Bildung, Jugend und Sport Frank Botterschulte.

Kita in Kirche: Kita St. Michael nimmt Formen an Investition von 5 Millionen Euro – Umzug nach den Sommerferien

Lingen. Kinderlachen und Kultur sollen künftig in der ehemaligen Kirche St. Michael zu hören und zu sehen sein. Nach dem „Haus-in-Haus“-Prinzip entstehen derzeit in dem denkmalgeschützten Gebäude in Lingen-Reuschberge neue Gruppenräume für die Kita St. Michael. In der obersten Etage könnten zukünftig wieder Theater und Konzerte stattfinden. Zunächst aber werden nach den Sommerferien die Kinder in die neuen Räumlichkeiten ziehen. 

In einem Ortstermin führte nun Pastor Thomas Burke zusammen mit Architekt Günter Liedtke Vertreter aus Politik und Verwaltung durch das Gebäude. „Das ist eine absolut besondere Kindertagesstätte“, begrüßte Pastor Thomas Burke die Gäste und erinnerte noch einmal an die bewegte Geschichte des Gebäudes. Nachdem die ehemalige Kirche seit 2003 als Theater- und Konzertsaal genutzt worden war, hatte das Bistum 2016 eine Machbarkeitsstudie in Auftrag gegeben, wie das Gebäude als Erweiterung für die Kita zur Verfügung stehen könnte. „Uns war es wichtig, auch mit der jetzigen Nutzung den Charakter der Kirche zu erhalten. Das ist uns mit dieser „Haus-in-Haus“-Lösung sehr gut gelungen.“ So seien beispielsweise der Eingangsbereich mit der schweren Messingtür, das rote Mauerwerk und die bunten Bleifenster erhalten geblieben, erklärte Architekt Günter Liedtke. Zudem soll im Foyer eine Andachtsnische mit dem Patron der Kirche St. Michael entstehen. Eine Freitreppe sowie ein Aufzug im Foyer verbinden die drei neuen Geschosse innerhalb des Gebäudes. Die Kita St. Michael wird dort nach den Sommerferien vier Gruppenräume plus Neben- und Sanitärräume nutzen. Zwei weitere Gruppen bleiben im Anbau der Kindertagesstätte, der mit dem neuen Gebäude verbunden worden ist. Im zweiten Obergeschoss ist hingegen ein großzügiger Veranstaltungsraum mit einer Deckenhöhe von 8,50 Meter entstanden.

„Das ist ein absolut beeindruckendes Gebäude“, sagte Oberbürgermeister Dieter Krone am Ende der Führung. „Eine solche Kita in diesem denkmalgeschützten Gebäude ist einmalig in ganz Norddeutschland und ein absolutes Schmuckstück für unsere Stadt.“ Er plädierte direkt dafür, die oberste Etage für Kulturveranstaltungen umzubauen. „Das wird einer der schönsten Veranstaltungsräume unserer Stadt“, so Dieter Krone. Der Erste Kreisrat Martin Gerenkamp pflichtete ihm bei und betitelte den Bau als architektonische Meisterleistung. Als begeisterter Musik- und Theaterfan freue er sich, wenn neben den Kindern auch Kulturliebhaber in dem Gebäude ein und aus gehen werden.

Bevor das allerdings so weit ist, nehmen erst einmal die Kinder ihre neue Kita in Besitz. Durch den Bauzaun hinweg konnten sie gut verfolgen, wie die Handwerker die ehemalige Kirche umbauen. „Es ist gewaltig was wir, als Stadt Lingen, derzeit in Kitas, Schulen und öffentliche Gebäude investieren“, sagte Günter Reppien als Vorsitzender des Planungs- und Bauausschusses. Der Betreuungsbedarf für Kinder sei in den letzten Jahren massiv angestiegen, ergänzte Ratsfrau Edeltraut Graeßner. Insofern sei es richtig, in diesem Bereich zu investieren und so Familien eine Betreuungsquote von 100 Prozent anbieten zu können.

Insgesamt fließen gut fünf Millionen Euro in den Umbau des Gebäudes, wovon die Stadt Lingen (Ems) 3,3 Millionen Euro, das Bistum 1,1 Millionen Euro, der Landkreis Emsland 530.000 Euro und das Land Niedersachsen 220.000 Euro zur Verfügung stellen.

„Wenn alles fertig ist und die Kinder umgezogen sind, laden wir alle Interessierten herzlich zu einem Tag der offenen Tür ein“, sagte Pastor Thomas Burke. Er dankte insbesondere allen Beschäftigen der Kita, den Eltern und Kindern, die seit geraumer Zeit mit einem Provisorium leben müssen. „Wir freuen uns, wenn wir hier nun endlich wieder alle gemeinsam unter einem Dach agieren und die neuen Räumlichkeiten mit Leben füllen können“, erklärten Christine Navarro y Gomez und Andrea Tix-Knoll als Leitung der Kindertagesstätte und Krippe St. Michael abschließend. „Die Kinder können es kaum erwarten.“  

 

 

Stadtjugendring stellt im LOOKENTOR aus

Lingen. Schaukästen im LOOKENTOR zeigen derzeit die Arbeit der Mitgliedsvereine des Stadtjugendrings. Noch bis zum 16. August können sich die Passanten vor Ort über die Möglichkeiten bei der Katholischen, Evangelischen, THW und Johanniter Jugend, des DLRG Holthausen-Biene und des Stadtteiltreffs Abenteuerspielplatzes informieren. Gerade nach den Einschränkungen der Corona-Pandemie wollen sich die Mitglieder so in Erinnerung rufen und einem großen Publikum präsentieren.

Tafel Lingen wählt neuen Vorstand

In der Mitgliederversammlung der Tafel Lingen wurde deren Vorsitzende Edeltraut Graeßner erneut das Verstrauen geschenkt. Sie erinnerte an die Gründung der Tafel in Lingen im Frühjahr 1997 nach amerikanischem Vorbild. Graeßner ist nun im 24. Jahr des Bestehens der unverzichtbaren Einrichtung deren Vorsitzende.

Lingen. Aus dem Rückblick von Edeltraut Graeßner ging hervor, dass in den letzten 23 Jahren in Lingen und den anderen Ausgabestellen der Tafel insgesamt über 955.000 Einkäufe getätigt worden seien. „Im letzten Jahr waren es 3.049 Kunden (rund 1.700 weniger als 2019), die 26.255 Einkäufe tätigten (rund 12.300 weniger als im Vorjahr). Wir haben 1.717 Familien unterstützt. 2019 waren es 4.787 Kunden, darunter 2.135 Familien“, erläuterte Graeßner.

In den Tafelausgabestellen in Lingen, Freren, Haren, Lathen, Spelle und Twist seien im letzten Jahr von den 350 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern (2019 waren es 419 – davon 282 Ehrenamtliche und acht Hauptamtliche) 41.775 Stunden geleistet worden. Aufgrund der Corona-Pandemie habe es viele Förderungen, z. B. von der Tafel Deutschland e. V., Aktion Mensch, dem Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft sowie der Deutschen Stiftung für Engagement und Ehrenamt gegeben.

Graeßner betonte: „Mit hohem Arbeitsaufwand haben unsere Hauptamtlichen ein besonderes Hygienekonzept erarbeitet. Trotz des hohen Mehraufwands hat es in Lingen keine Schließung gegeben. Vorübergehend wurden aber die Tafeln in Trägerschaft geschlossen.“  Graeßner stellte heraus: „Viele Ehrenamtliche wollten aus Angst vor Corona nicht mehr mitarbeiten. Nach dem Aufruf in der Presse konnten aber 30 Ehrenamtliche sofort bei uns anfangen.“

Besuchergruppen und Besuche seien fast komplett eingestellt worden. Die Aktion „Eins Mehr“ sei zwar durchgeführt worden, die Absage von Track & drivers.CON habe hingegen die Geldspenden stark reduziert, so Graeßner, die auf die dringend benötigten zwei neuen Kühlfahrzeuge für die Tafel Lingen hinwies. Dafür müssten viele Spenden eingeworben und Förderanträge gestellt werden. Graeßner unterstrich dies damit, dass im ersten Quartal 2021 bereits 6.536 Einkäufe (Wochendurchschnitt 503 Lebensmittelabgaben) erfolgt seien. Dies entspreche 1.314 Haushalte mit insgesamt 2.836 Personen: 1.884 Erwachsene und 952 Kinder.

Bei den täglich durchschnittlich vier Touren mit den Kühlfahrzeugen werden rund 600 Kilometer gefahren. Der Personalstand betrage aktuell acht hauptamtliche Mitarbeiterinnen, ein Bufdi (Bundesfreiwilligendienst), eine Honorarkraft und 15 Mitarbeiter/innen, die über den Landkreis einen „Starterjob“ ausübten. Sie dankte dem Schirmherrn der Tafel, Oberbürgermeister Dieter Krone, der es als gutes Zeichen sah, wenn Bedürftigen durch die Tafel schnell und unbürokratisch geholfen werde und betonte: „Lebensmitteln gehören nicht in den Müll!“

Krone lobte besonders das jahrzehntelange Engagement von Edeltraut Graeßner, die mit viel Enthusiasmus unzählige Spendenaufrufe gestartet und viele Spenden eingeworben habe. Die Tafel Lingen werde in der Öffentlichkeit sehr wohl wahrgenommen und sei nur einer der wenigen Vereine, der Spendengelder dieser Größenordnung in einem Jahr akquiriert habe. Die Stadt Lingen unterstütze gern die Tafel.

Im Rahmen der Vorstandswahlen wurde Edeltraut Graeßner erneut zur Vorsitzenden und Angelika Weßler-Kolbe zu ihrer neuen Stellvertreterin gewählt. Beisitzende sind: Silvia Nieland, Marianne Ströer (Tafel Haren), Christa Weist-Rolfes (Tafel Lathen), Gerd Korte (Tafel Spelle), Peter Meuter, Ansgar Struck, Anna van der Stad (Tafel Twist) und Norbert Tewes. Elisabeth Röller bleibt Kassiererin und Berna Fährrolfes-Bruns Schriftführerin. Dank und Anerkennung zollte Edeltraut Graeßner ihrer scheidenden Stellvertreterin Maria Dühnen und der ausgeschiedenen Beisitzerin Ingrid Hartmann.

Der neue und alte Tafel-Vorstand (v. links): Ingrid Hartmann, Silvia Nieland, Marianne Ströer, Angelika Weßler-Kolbe, Christa Weist-Rolfes, Gerd Korte, Elisabeth Röller, Berna Fährrolfes-Bruns, Peter Meuter, Edeltraut Graeßner, Ansgar Struck, Anna van der Stad, Norbert Tewes und Maria Dühnen.

Neues Eingangstor für die Stadt Lingen Vorstellung des neuen Konzeptes für den Lingener Bahnhof

Lingen. Die Umgestaltung des Bahnhofs nimmt zunehmend Form an: Das gewählte Nutzungskonzept sieht vor, ein Reisezentrum mit Mobilitätszentrum, eine Gastronomie und einen Kiosk sowie bahnaffine Einrichtungen in dem Gebäude zu vereinen. Ein entsprechender Beschluss wurde vom Planungs- und Bauausschuss der Stadt Lingen einstimmig gefasst. Die Bentheimer Eisenbahn leitet das Reise- und Mobilitätszentrum Angelo Pálmisano wird ein italienisches Restaurant betreiben. „Der Bahnhof ist das Eingangstor zur Stadt und ich freue mich, dass wir Mieter gefunden haben, die diesem fantastischen Gebäude neues Leben einhauchen“, verkündete Oberbürgermeister Dieter Krone bei der offiziellen Vorstellung des Konzeptes.


Ziel der Umgestaltung ist es, das Bahnhofsgebäude äußerlich in den Zustand um 1850 zurückzuversetzen. Dabei sollen besonders der historische Charme und die Symmetrie des Gebäudes wieder erkennbar werden. Die zugemauerten Fensterbögen werden neu hergestellt und zu bodentiefen Fenstern erweitert. Teile der Decke werden rausgerissen, sodass eine hohe Bahnhofshalle entsteht. Von der oberen Empore sollen Gäste die Möglichkeit haben, in die großzügige Wartehalle und den gastronomischen Bereich zu blicken. „Durch den Abriss der Decke und Lichtbänder in der zweiten Etage der Gebäudeflügel, ist es möglich, das gesamte Gebäude mit natürlichem Licht zu erhellen“, so Stadtbaurat Lothar Schreinemacher.
Auf der vom Eingang rechten Gebäudeseite eröffnet die Bentheimer Eisenbahn ein Reise- und Mobilitätszentrum. „Durch die Umgestaltung wird der Lingener Bahnhof zu einer echten Visitenkarte. Wir freuen uns auf die Zusammenarbeit mit der Stadt Lingen“, so Vorstand Joachim Berends. Der Fahrkartenverkauf wird ebenfalls von dem Reisebüro bedient. Dieser soll direkt über einen offenen Fahrkartenschalter erfolgen und einen schnellen und reibungslosen Fahrkartenverkauf ermöglichen. Neben dem Reise- und Mobilitätszentrum wird in diesem Gebäudeteil eine Fläche für den Kiosk vorgehalten. Die öffentlichen Sanitäreinrichtungen mit behinderten gerechten WC-Anlagen runden das Gebäude ab. Dabei soll gewährleistet werden, dass die Qualität und Sauberkeit dieser Anlagen den Standards der Stadt Lingen gerecht werden.

Auf der gegenüberliegenden Seite ist die Ansiedlung eines anspruchsvollen im mediterranem Flair gestalteten Restaurants vorgesehen. Dieser Betrieb und auch der Kiosk im Bahnhof werden künftig vom Italiener Angelo Pálmisano, Inhaber des Restaurants „Da Sandro“, übernommen. Der Restaurantbereich soll über rund 70 Sitzplätze im Innenbereich und 30 Plätze auf der Außenterrasse verfügen. Zudem ist geplant, in der zweiten Etage des Bahnhofs größere Räumlichkeiten für Feierlichkeiten mit rund 40 Personen zu schaffen. Diese zweite Etage ist zusätzlich über einen Aufzug barrierefrei erreichbar. „Das Restaurant soll Wärme und innere Ruhe ausstrahlen, damit sich die Gäste dem italienischen Lebensgefühl öffnen können“, erläuterte Angelo Pálmisano. Angepasst an das stetige Bahnhofstreiben werde es rund um die Uhr ein gastronomisches Angebot geben. Zudem bietet Angelo Pálmisano in einem Shop authentische sizilianische Produkte an.

„Der Bahnhof hat ein herausragendes Potential: Über die Fußgängerzone ist die Innenstadt mit ihrem schönen Marktplatz erreichbar und hinter dem Bahnhof befindet sich die Hochschule. Das Gebäude wird dieser Funktion als Dreh- und Angelpunkt aktuell nicht gerecht“, erklärte Dieter Krone. „Deshalb freuen wir uns, dass wir die Sanierung nun umsetzen und dem Bahnhof neues Leben einhauchen können.“ Der Umbau des Bahnhofes wird im nächsten Jahr beginnen.
Fachbereichsleiter für Stadtplanung und Hochbau Henrik Beerboom (Stadt Lingen) sowie die Vertreter der Politik Stefan Wittler, Andreas Kröger, Günter Reppien und Manfred Schonhoff freuen sich auf die Umgestaltung des Bahnhofes und wünschen den Gewerbetreibenden viel Erfolg.