VS-Bau GmbH im Gewerbegebiet Pöttkerdiek neu eröffnet Meisterbetrieb für Wohnungsbau beschäftigt 20 Mitarbeiter

Lingen. Der Familienbetrieb VS-Bau hat kürzlich im Gewerbegebiet Pöttkerdiek in Lingen-Schepsdorf neu eröffnet. Der Meisterbetrieb für Wohnungsbau ist bereits seit zwölf Jahren in Lingen tätig. Mit mittlerweile 20 Mitarbeitern war der alte Standort allerdings zu klein geworden. Durch den Neubau einer Gewerbehalle mit integriertem Büro bieten sich am neuen Standort nun optimale Bedingungen für den Familienbetrieb um Geschäftsführer Viktor Schmidke. Zur Neueröffnung gratulierten Lingens Erster Stadtrat Stefan Altmeppen, Ortsbürgermeister Peter Scholz, der Vorsitzende des Wirtschafts- und Grundstücksausschusses Martin Koopmann sowie Dietmar Lager von der Wirtschaftsförderung der Stadt Lingen.

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Die VS-Bau GmbH baut pro Jahr 25 bis 30 Gebäude. Dazu zählen unter anderem Wohn- und Geschäftshäuser, aber beispielsweise auch Stallgebäude. „Unsere Kunden liegen in einem Umkreis von circa 100 Kilometern“, sagte Viktor Schmidke. „Parallel können wir drei bis vier Baustellen bewältigen und bieten dabei die ganze Palette von schlüsselfertigen Bauten bis hin zu An- und Umbauten.“ In den letzten zwölf Monaten habe VS-Bau fünf Mitarbeiter eingestellt, zudem bilde der Betrieb auch aus. Der neue Standort im Gewerbegebiet Pöttkerdiek sei ideal für das Unternehmen, sagte Viktor Schmidke. „Von hier aus ist man schnell auf der Autobahn. Zudem wohnen wir in Schepsdorf, da meine Frau ebenfalls mit im Betrieb tätig ist, kommt so auch die Familie nicht zu kurz.“

Ortsbürgermeister Peter Scholz überbrachte die Glückwünsche des Ortsrates. Auch Stefan Altmeppen gratulierte zu der Neueröffnung am neuen Standort und wünschte dem Familienbetrieb weiterhin viel Erfolg.

Traditioneller Besuch aus Ungarn am Gymnasium Georgianum

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Lingen. Schon fast auf historischen Pfaden wandeln derzeit rund 30 Schülerinnen und Schüler aus Mezöberény, Ungarn, und des Lingener Gymnasiums Georgianum. Sie nehmen an dem ältesten Austausch der Schulen teil: Seit 1989 besuchen sich einmal pro Jahr Schüler und Lehrer der beiden Gymnasien. Während die Ungarn traditionell über das Altstadtfestwochenende nach Lingen kommen, fliegen die Lingener das nächste Mal nach den Abiturprüfungen im Mai 2017 nach Ungarn. Lingens Erster Bürgermeister, Heinz Tellmann, hieß die ungarische Gruppe und die deutschen Lehrer Sebastian Zermann und Michael Wilmes, die in diesem Schuljahr den Ungarnaustausch organisieren, offiziell im Rathaus der Stadt willkommen.
Die Schüler lernen in Ungarn Deutsch und können in Lingen ihre Sprachkenntnisse weiter ausbauen. Doch neben dem Lerneffekt stehen auch immer die Begegnungen untereinander im Mittelpunkt. Zehn Tage sind die ungarischen Schüler in Deutschland und leben in dieser Zeit bei ihren Gastfamilien. In den nächsten Tagen sind Tagesfahrten nach Amsterdam und Münster sowie eine Rundfahrt durchs Emsland mit Besuch des Moormuseums geplant. Am Wochenende hatten die Schülerinnen und Schüler zudem ausreichend Zeit, gemeinsam das Altstadtfest zu besuchen.

Olympiagewinnerin aus Warendorf trägt sich in Lingens goldenes Buch ein Julia Krajewski und ihr Team holten olympisches Silber

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Die Vielseitigkeitsreiterin und Olympiagewinnerin Julia Krajewski vom Reit- und Fahrverein Lingen hat sich in Lingen im historischen Rathaus in das goldene Buch eingetragen. Sie hat mit ihrer Mannschaft bei den Olympischen Sommerspielen 2016 in Rio de Janeiro eine Silbermedaille gewonnen.

Lingen. Eine der höchsten Auszeichnungen, die Lingen zu vergeben habe, sei die Eintragung ins Goldene Buch der Stadt, erklärte Krone, der die heute 27-jährige Julia Krajewski willkommen hieß. „Damit wollen wir Ihnen unser aller Respekt und unsere Anerkennung aussprechen, denn eigentlich ist die Ehre vor allem auf unserer Seite. Sie haben sich nicht nur um den deutschen Reitsport, sondern auch um den Reit- und Fahrverein Lingen sowie Lingen besonders verdient gemacht“, betonte der Oberbürgermeister.

Mittlerweile liege es 40 Jahre zurück, dass ein Lingener eine Medaille bei Olympia gewonnen habe. Es sei der Ruderer Peter van Roye gewesen, der sich 1976 in das Goldene Buch eingetragen habe. „Hinter Julia Krajewski liegen aufregende Wochen: Tage mit Höhen und Tiefen, die sicherlich auch mit einem enormen Wechselbad der Gefühle einhergingen“, meinte Krone. „Keiner von uns kann ermessen, was es heißt, an dem herausforderndsten Wettstreit der Sportwelt, gepaart mit einer riesigen Medienpräsenz, teilzunehmen.“

Es müsse etwas ganz Herausragendes sein, wenn sich die besten Sportler dieser Welt in den unterschiedlichen Disziplinen messen würden. „Wenn das Team nach einem anstrengenden, nervenaufreibendem Wettbewerb die Medaille um den Hals gehängt bekommt,  muss dies ein vollkommen emotionaler und wunderschöner Moment sein, an den Sie sich sicherlich noch lange erinnern werden“, betonte Krone.

Herausragende sportliche Leistungen, die einen zu Olympia führten, seien kein Zufall, sondern vielmehr das Ergebnis jahrelangen Trainings, Talents und persönlichen Engagements. „Sie haben 2007 Ihr Abitur am Gymnasium Georgianum in Lingen mit Bravour bestanden. Dem Reit- und Fahrverein haben Sie über die Jahre hinweg immer die Treue gehalten.“ Dies bestätigten auch der 1. Vorsitzende des Reit- und Fahrvereins, der 2. Vorsitzender Jürgen Krawczyk und Trainer Heinz-Bernd Niehues, die ihr eine Ehrennadel und Blumen überreichten.

Als Silbermedaillenträgerin habe Julia Krajewski allen Olympia und Rio näher gebracht, erklärte Korne, der sagte: „Wir ehren heute eine beeindruckende Sportlerin und eine starke wie imponierende Persönlichkeit, die uns alle in Ihrer Zielstrebigkeit, aber auch durch Ihre Bescheidenheit und sympathische Ausstrahlung beeindruckt.“ Julia Krajewski, die früher in Klausheide wohnte und jetzt in Warendorf lebt, trug sich in das goldene Buch ein und berichtete über die Olympiade.

In Brasilien habe sie viele offene, hilfsbereite und nette Menschen kennen gelernt. „Highlight war das olympische Dorf, wo 10.000 Menschen aller Nationen lebten. Von den 40 Busteigen nur für die Sportler sei es relativ einfach gewesen, die Sportstätten zu erreichen“, so Krajewski, die sich vor Ort sicher gefühlt habe. Nach dem sportlichen Erfolg, die erste Medaille für Deutschland zu holen, sei das Team erleichtert gewesen, erinnerte sich Julia Krajewski.

Fotoausstellung 25 Jahre Ukrainehilfe Bilder sagen mehr als 1000 Worte

In Foyer des Lingener Rathauses an der Elisabethstraße hat der Freundeskreis der Ukrainefahrer eine Fotoausstellung arrangiert. Mit den Bildern soll aufgezeigt werden, wo die vielen Spenden und Hilfsgüter in der Ukraine direkt vor Ort gebracht wurden. Oberbürgermeister Dieter Krone lobte das Engagement des Freundeskreises.

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Dieter Krone (rechts) und Monika Schwegmann (links) dankten (v. rechts) Hermann Lindwehr, Alfons Acker, Hinrikus Ude sowie Inge und Hajo Wiedorn für ihr Engagement.

Lingen. Zur Eröffnung im Rathaus-Foyer schickte der Freundeskreis der Ukrainefahrer seinen Dank an OB Krone, Dezernentin Monika Schwegmann, dem DRK und allen Unterstützern sowie Förderern voraus. Hinrikus Ude erklärte: „Wir haben einen kleinen Ausschnitt aus tausenden Fotos gewählt, die wir in den 25 Jahren bei 35 Hilfsgütertransporten aufgenommen haben. Sie erinnern an Freunde in Juskovzy, Gribowa, Lanovzy oder Ternopil.“

Die Ausstellung erinnert an den Auftakt der Welle der Hilfsbereitschaft. Dies war der Besuch von Wasili Ratuschko und Prokopij Feodosewitsch Schafaruk aus Juskovzy in der Westukraine am 24. Juni 1991. Sie gehörten zu den 20 Männern aus Juskovzy, die wie weitere 262 Fremd- und Zwangsarbeiter sowie 247 Kriegsgefangene aus allen von deutschen Truppen besetzten Ländern von 1940 bis 1945 im ehemaligen Reichsbahnausbesserungswerk (RAW) arbeiten mussten.

Ude betonte: „Bilder sagen mehr als 1000 Worte. Wir wollen der Bevölkerung zeigen, wo die finanzielle und materielle Hilfe hingegangen ist. Wer sich ein paar Minuten Zeit nimmt, kann sich ein Bild machen, die Atmosphäre in der Ukraine können wir aber nicht vermitteln. Die Dankbarkeit der Menschen ist unbeschreiblich, die muss man selbst erlebt haben. Wer einmal dort war, der ist infiziert und macht mit. Wir machen weiter, denn gerade die neue Situation in der Ukraine motiviert uns. Am 16. September geht der nächste Transport mit über 20 Tonnen Hilfsmitteln zu unseren Freunden in die Ukraine.“

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Am 24. Juni 1991 empfingen Karl-Heinz Vehring, Cilli Peters (v. links), Bernhard Neuhaus (rechts), Dr. Ludwig Remling und Heinz Peters (vorne v. links) Natailia und Viktor Maximljuk, Prokopij Feodosewitsch Schafaruk und Wasili Ratuschko am Lingener Bahnhof.

OB Dieter Krone lobte das Engagement, dass der Freundeskreis seit 25 Jahren an den Tag lege. „Ihr sorgt für eine soziale, wichtige und menschliche Beständigkeit, in dem ihr das ausgleicht, was auf politischer Ebene an Versäumnissen vorhanden ist. Ihr sorgt dafür, dass Sozialstationen aufgebaut und Krankenhäuser, Schulen sowie Kindergärten mit einem hohen Investitionsvolumen von mehreren 100.000 Euro ausgebaut werden“, sagte Krone und betonte: „Das ist nicht selbstverständlich.“

Damals seien es die Zwangsarbeiter Wasili Ratuschko und Prokopij Feodosewitsch Schafaruk aus Juskovzy gewesen, durch die die freundschaftlichen Beziehungen entstanden seien. Nun werde auf menschlicher Ebene etwas zurückgegeben, was man gar nicht hoch genug einschätzen könne, so der OB. „Ihr bringt die Spenden direkt eins zu eins zu den Betroffenen“, sagte Krone, der ebenso der Lingener Bevölkerung für die Spendenbereitschaft dankte.

Die Chronik „25 Jahre Ukrainehilfe“ kann gegen eine Spende im Rathaus-Foyer erworben werden. Der Freundeskreis der Ukrainefahrer bittet um weitere Geldspenden. Diese können auf das Konto des DRK Ortsverein Elbergen, IBAN: DE91266500011180016170, BIC: NOLADE21EMS unter dem Stichwort „Ukrainehilfe“ bei der Kreissparkasse Emsland eingezahlt werden. Eine Spendenbescheinigung kann ausgestellt werden. Nähere Auskünfte erteilen: Hinrikus Ude, Telefon (05906) 3369005 und (0160) 96902620, per E-Mail: Hinrikus.Ude@kabelmail.de, sowie Hans-Joachim Wiedorn, Telefon (05907) 370 und (0171) 5324497, per E-Mail: Hajo.Wiedorn@t-online.de.

Volkskrankheit Gallensteine Was ist zu tun

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Lingen. Mit zunehmendem Alter entwickeln sehr viele Erwachsene in Deutschland  im Laufe ihres Lebens Gallensteine. Insbesondere bei Frauen über dem 60-sten Lebensjahr beträgt die Wahrscheinlichkeit hierfür mehr als 50 Prozent. Im Rahmen der Vortragsreihe des Fördervereins des Bonifatius Hospitals wird Prof. Dr. Eckhard Stüber, Chefarzt der Gastroenterologie und Diabetologie, am 31. August 2016 zum Thema “Volkskrankheit Gallensteine“ über Ursachen, Beschwerden und Therapiemöglichkeiten informieren.

Gallensteine entstehen durch eine Veränderung der Zusammensetzung der Gallenflüssigkeit. Familiäre Vorbelastungen, sehr fettreiche Ernährung, Übergewicht und Stoffwechselerkrankungen zählen zu den begünstigenden Faktoren. Mögliche Symptome, die im Zusammenhang mit Gallensteinen auftreten können, sind z.B. Koliken, Gallenblasen- und Bauchspeicheldrüsenentzündungen sowie die Gelbsucht.

Die korrekte Diagnose und die richtige Behandlung des Gallensteinleidens sind  wichtig, damit Patienten ein unerwünschter Krankheitsverlauf erspart bleiben kann.

Hierfür steht der Ultraschall als weit verfügbare und wenig belastende Untersuchungsmethode im Mittelpunkt. Aber auch neuere endoskopische Methoden kommen zur Anwendung. Hierüber wird im Rahmen des Vortrags ausführlich berichtet werden.

Alle Interessenten sowie betroffene Patienten und ihre Angehörigen sind herzlich zum kostenlosen Vortrag am 31. August  2016  eingeladen. Eine Anmeldung ist nicht erforderlich. Die Veranstaltung beginnt um 19:00 Uhr im Gemeinschaftsraum des Bonifatius Hospital Lingen.

Carsharing startet in Lingen Zwei Autos stehen künftig zur Verfügung

Lingen. Mit Lingen wird nun der zweite Standort für die Carsharing-Initiative eröffnet. Der Landkreis Emsland, die Städte Meppen, Lingen und Papenburg sowie der Verein Carsharing Emsland, die zusammen die Initiative entwickelt haben, geben auch hier Bürgerinnen und Bürgern die Möglichkeit, ohne eigenes Auto mobil zu sein. Zusammen mit Oberbürgermeister Dieter Krone gab Landrat Reinhard Winter in Lingen den Startschuss für das Angebot.

Carsharing Lingen

Bild: Initiatoren und Kooperationspartner stellten die Fahrzeuge vor, die künftig auch in Lingen für das Carsharing zur Verfügung stehen. (Foto: Landkreis Emsland)

Das Carsharing kann als sinnvolle Alternative zum Zweitwagen sowie als ergänzendes Angebot zum öffentlichen Personennahverkehr betrachtet werden“, sagen Winter und Krone. Ebenfalls zugegen waren Ralf Enger vom Kooperationspartner Stadtteilauto Osnabrück sowie Andrea Kolf, 2.Vorsitzende des Vereins Carsharing Emsland. Der Verein setzt sich bereits seit Jahren ehrenamtlich für ein Carsharing-Angebot im Emsland ein und ist mit den gesammelten Erfahrungen ein Partner für die emslandweite Einrichtung des Angebots.

Künftig werden kreisweit insgesamt drei Klein- und zwei Mittelklassewagen (Toyota Argo, Citroen Berlingo und Opel Zafira) fürs Carsharing bereitstehen: In Lingen finden Nutzer des Angebots ab heute (18. August) je einen Wagen am Lingener Campus/Halle IV, Kaiserstraße 10 a, und an der Außenstelle der Kreisverwaltung in Lingen, Am-Wall-Süd 21, vor. Bereits seit Anfang August stehen je ein Wagen am Meppener Bahnhof und am Meppener Kreishaus, Ordeniederung 1, zur Verfügung. Der Standort an der Außenstelle der Kreisverwaltung Papenburg, Große Straße, geht am 25. August an den Start. Es handele sich hierbei zunächst um so genannte Pilotstandorte, mit denen erste Erfahrungen gesammelt werden sollen, bevor über eine mögliche Ausweitung des Angebots nachgedacht werde, betonen Winter und Krone.

Mit ihrem Auftragscarsharing für Regionen tritt die Stadtteilauto Osnabrück GmbH als Dienstleister dieses Angebots an. Zunächst für einen Probezeitraum von zwei Jahren stellt Stadtteilauto die Fahrzeuge mit dem gesamten Verwaltungs- und Bewirtschaftungspaket zur Verfügung. Als besonderen Service stellen die beteiligten Städte kostenlose Parkplätze bereit.

Wer einen Wagen bucht, hat rund um die Uhr durch ein elektronisches Zugangssystem Zugriff. Dazu ist eine Online-Registrierung notwendig, die von Ansprechpartner in den jeweiligen Stadtverwaltungen bzw. in der Kreisverwaltung oder durch die Buchungszentrale begleitet werden kann. Umfassende Informationen sind unter www.emsland-carsharing.info abrufbar. Weitere Informationen sind beim Bürgerbüro der Stadt Lingen (0591/9144-330), in der Außenstelle des Landkreises (0591/84-3312) sowie beim AstA am Campus Lingen (0591/80098- 273) erhältlich.

An Stellschrauben drehen Junge Kandidaten stellen Themenschwerpunkte vor

Lingen. Kürzlich haben sich die Kreistagskandidaten der Jungen Union Lingen getroffen und über gemeinsame Themenschwerpunkte beraten. Die jungen Nachwuchspolitiker wollen gemeinsam Themen auf die Tagesordnung bringen, die ihrer Ansicht nach noch stärkerer Beachtung bedürfen.

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Auf dem Foto: (v.l.) Dr. Johannes Lis, Jonas Roosmann, Tobias Dankert, Christian Fühner

Die JU im Altkreis Lingen tritt mit vier Kandidaten für den emsländischen Kreistag bei der am 11.September stattfindenden Wahl an. Unter den Kandidaten sind aus Lingen Christian Fühner und Tobias Dankert, sowie Dr. Johannes Lis aus der Samtgemeinde Freren und der aus Spelle stammende Jonas Roosmann.

Zusammen haben sie einige Schwerpunktthemen erarbeitet, die im Falle der Wahl vorangetrieben werden sollen. Wesentliche Eckpunkte für die Jungpolitiker sind bezahlbarer Wohnraum, Bildung, Wirtschaft und Landwirtschaft, sowie die Unterstützung des Ehrenamts und ein optimierter öffentliche Personenverkehr.

Der Bezirksvorsitzende der JU Osnabrück-Emsland, Christian Fühner stellt klar, dass gerade bezahlbarer Wohnraum für alle Generationen von besonderer Bedeutung sei: „Wir müssen dringend über Wohnraumkonzepte reden, bedarfsgerechte Angebote ermöglichen und dabei sollte man auch über interkommunale Lösungswege nachdenken.

Das Speller Gemeinderatsmitglied Jonas Roosmann verweist darauf, dass gerade der jungen Generation das Thema Bildung am Herzen liege: „Wir sollten Vorreiter in der Schulentwicklung sein und alle Schulformen modern und qualitativ ausstatten und weiterentwickeln.“

Tobias Dankert ergänzte, dass man in der Stadt Lingen auch weiterhin ein attraktives Angebot für Studenten schaffen müsse, da dies dem gesamten Emsland zugutekomme: „Wir dürfen uns nicht ausruhen und müssen hochwertigen Ausbildungsangebote fördern.

Dies stärkt auch unsere Wirtschaft und sichert den Wohlstand,“ so Dr. Johannes Lis ergänzend.

Die vier jungen Kandidaten wollen ihre Schwerpunkte als einen Ansatz zur Weiterentwicklung des Emslandes verstanden wissen.„Wir sind schon heute auf einem enorm hohen Niveau“, so die Nachwuchspolitiker. Es könne an einigen Stellschrauben gedreht werden, aber das Rad müsse nicht neu erfunden werden. Als ein solcher Ansatz ist beispielsweise auch die Förderung von jungen Unternehmern zu verstehen.  Es sollten Mentoring-Programme aufgelegt werden, der Kontakt zu erfahrenen Unternehmern hergestellt und Ressourcen gebündelt werden, um den Weg in die Selbständigkeit zu erleichtern.

Die Landwirtschaft spielte eine entscheide Rolle in der Entwicklung des Emslandes und sollte auch in diesem Maße gewürdigt werden. Die einheitliche Meinung der Kandidaten ist, dass die Landwirtschaft nicht zum Spielball der öffentlichen Debatte werden darf. Man müsse sich bewusst werden, dass ohne die Landwirtschaft ein derartiger Aufschwung in den letzten Jahrzehnten nicht möglich gewesen wäre. Als gesellschaftlichen Eckpfeiler bezeichnen die Kreistagskandidaten das Ehrenamt. Dies sollte weiter stark gefördert werden. Im Zuge dessen sollten die Förderrichtlinien überdacht werden. Fördergelder sollten Projektbezogen und nicht Spartenbezogen verteilt werden. Eine Ausgrenzung bestimmter Sportarten scheint nicht mehr zeitgemäß. Starke Vorstände mit guten Ideen bzw. Projekten sollten unterstützt werden. Da die Kandidaten aus den verschiedensten Kommunen stammen, sind sie sich der Problematik des öffentlichen Personenverkehrs bewusst und wollen hier neue Ideen entwickeln. Mobilität spielt in jeder Familie eine Rolle, sei es der Weg zum Sport oder zu den ärztlichen Terminen. Kleine Kommunen dürften hier nicht außen vor gelassen werden. Deshalb sollten gemeinsam Lösungen erarbeitet werden.

Ein politisches Engagement ist nicht selbstverständlich und erfordert viel Zeit und Einsatz. Dem sind sich die Jungunionisten bewusst und kämpfen in den nächsten Wochen für ein Kreistagsmandat, um die geschilderten Ideen auch umsetzen zu können.

Stadtwerke Lingen von Verbänden DVGW und VDE/FNN zertifiziert

Lingen. Die Stadtwerke Lingen GmbH hat das Zertifikat für das technische Sicherheitsmanagement für die Sparten Gas, Wasser und Strom erhalten. Diese wird von den Verbänden Deutscher Verein des Gas- und Wasserfaches e.V. (DVGW) und dem Forum Netztechnik/Netzbetrieb im VDE vergeben. Damit bestätigen die Verbände den Stadtwerken Lingen eine sichere wirtschaftliche und umweltfreundliche Versorgung in den einzelnen Sparten. Der Geschäftsführer der DVGW-Landesgruppe Nord, Dr. Torsten Birkholz, überreichte die Zertifikate den Geschäftsführern der Stadtwerke Lingen GmbH, Herrn Ulrich Boss und Herrn Hans-Martin Gall, sowie den technischen Führungskräften Daniel Möllenkamp, Andreas Feld und Peter Boyer. Während der freiwilligen zweitägigen Überprüfung im April 2016 stellten sich die Stadtwerke Lingen einer Untersuchung durch die externen unabhängigen Gutachter des DVGW und des FNN. Dabei kam die gesamte Organisation des Unternehmens, speziell der Bereitschaftsdienst sowie die Fachkompetenz der Mitarbeiter auf den Prüfstand. Das externe Expertenteam der Verbände stellte fest, dass die Anlagen der Stadtwerke Lingen für die Gas-, Wasser- und Stromversorgung in einem sehr guten technischen Zustand sind.

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Hierfür mussten über 500 Fragen zur Organisation des Unternehmens, zur Qualifikation des Personals, der technischen Ausstattung, der Planung, des Betriebs- und der Instandhaltung aller Anlagen von den Verantwortlichen der Stadtwerke Lingen beantwortet werden. Im Bereich der Materialwirtschaft wurde insbesondere die Abfall- und Gefahrstoffverwaltung überprüft. Erstmalig erfolgte die rund 200 Fragen umfassende Überprüfung des allgemeinen Teils des Sicherheitsmanagements gemeinsam von den Verbänden. Nach dem allgemeinen Teil wurden die Sparten Gas, Wasser und Strom einer fachspezifischen Prüfung unterzogen. Ulrich Boss, Geschäftsführer der Lingener Stadtwerke, hob anlässlich der Übergabe heraus, wie engagiert die Kollegen diese Aufgabe zusätzlich zu ihren üblichen Aufgaben bewältigt haben: „Wir freuen uns deshalb über die TSM Zertifizierung, deren Anforderungen wir eindrucksvoll nach der ersten Prüfung gerecht wurden.“

Mit der Verleihung des Zertifikates für technisches Sicherheitsmanagement wird von den Verbänden bestätigt, dass die Stadtwerke Lingen allen Anforderungen an die Organisation, das Beauftragtenwesen, die Ablauforganisation mit Personalqualifikation und Weiterbildung, technische Dokumentation, Bereitschafts- und Entstörungsdienst sowie Regelwerksverwaltung, Arbeitsvorbereitung und der Zustand der Anlagen einwandfrei sind.

Mit dieser Urkunde bestätigen die Verbände, dass das Unternehmen technisch hervorragend aufgestellt ist und alle Qualitätssicherungsmaßnahmen beachtet

Berufsstart im Lingener Rathaus: 9 Nachwuchskräfte bringen frischen Wind

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Der erste Arbeitstag bei der Lingener Stadtverwaltung: Oberbürgermeister Dieter Krone (links), der Personalleiter Guido Franke (rechts) und Ausbildungsleiterin Sandra Bekel (2.v.r.) begrüßten die Neuzugänge im Rathaus.

Lingen. Neue Gesichter bei der Lingener Stadtverwaltung: Am Montag starteten acht Auszubildende und Studierende sowie eine Absolventin des Freiwilligen Sozialen Jahres (FSJ) im Rathaus ins Berufsleben. Oberbürgermeister Dieter Krone hieß die Nachwuchskräfte gemeinsam mit Guido Franke, Leiter des Fachbereiches Personal, und Ausbildungsleiterin Sandra Bekel willkommen. „Sie bringen frischen Wind in die Stadtverwaltung“, freute sich Krone und betonte: „Welchen Beruf Sie auch anstreben, bei uns erhalten Sie eine Ausbildung, die Sie umfassend auf die verschiedenen Tätigkeiten und Aufgabenbereiche in Ihrem Fachgebiet vorbereitet und Ihnen gute Chancen für die Zukunft ermöglicht.“ Im Rahmen einer Einführungswoche lernen die Nachwuchskräfte bis Freitag das Rathaus als neuen Arbeitsplatz kennen und belegen erste Schulungen. In der kommenden Woche nehmen die Neuzugänge dann ihre Tätigkeiten in verschiedenen Einsatzbereichen auf.

Für die Ausbildungs- und Studienplätze waren insgesamt rund 300 Bewerbungen bei der Lingener Stadtverwaltung eingegangen. Die Berufsanfänger absolvieren in diesem Jahr Ausbildungen zu Verwaltungsfachangestellten, zur Kauffrau für Büromanagement, zum Land- und Baumaschinenmechatroniker sowie zum Fachinformatiker Systemintegration. Ein Studierender pendelt künftig als Stadtinspektorenanwärter zwischen der Kommunalen Hochschule für Verwaltung in Hannover und der Stadtverwaltung Lingen, eine Studierende ist als Praktikantin im Rahmen des Bachelorstudienganges „Öffentliche Verwaltung“ an der Hochschule Osnabrück bei der Stadt beschäftigt. Zusätzlich unterstützt eine Absolventin des FSJ für ein Jahr lang den Fachdienst Jugendarbeit im Kinder-, Jugend- und Kulturzentrum Alter Schlachthof. Im September nehmen zudem noch eine Absolventin des Freiwilligen Ökologischen Jahres sowie drei Bundesfreiwilligendienstleistende ihre Arbeit bei der Stadt auf.

Stoppelmarktbotschafter „Jan und Libett“ zu Gast im Lingener Rathaus

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Lingen. Drehorgelmusik lag am Donnerstagnachmittag rund um das Neue Rathaus in der Luft. Die Vechteraner Stoppelmarktbotschafter „Jan und Libett“ machten auf ihrer traditionellen Drehorgeltour Station in Lingen, um auf den im August anstehenden 718. Stoppelmarkt aufmerksam zu machen. In historischer Tracht und begleitet von zehn Mitgliedern des Marktausschusses der Stadt Vechta statteten sie Oberbürgermeister Dieter Krone einen Besuch ab. Stellvertretend für alle Lingenerinnen und Lingener luden sie Krone zum Frühshoppen des Stoppelmarktes ein. Krone bedankte sich für die Einladung und wünschte den Veranstaltern viel Erfolg.

Der Stoppelmarkt in Vechta findet vom 11. bis zum 16. August statt. Mit mehr als 500 Schaustellern und etwa 800.000 Besuchern pro Jahr zähle der Stoppelmarkt zu den größten Volksfesten in Nordwestdeutschland, berichteten die Botschafter. Bereits seit 1971 ziehen „Jan und Libett“ in den Wochen vor dem Markt auf Werbetour durch die Region. Über 30 Termine stehen allein in diesem Jahr an. Im Emsland ist Lingen die einzige Station der Drehorgeltour.

Fairtrade-Kaffee für Lingen auch als „ganze Bohne“ erhältlich

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Lingen. Der fair gehandelte „EmsKaffee Lingen“ ist einer der Verkaufsschlager im Weltladen. Bislang war die besondere Kaffeemischung jedoch nur in gemahlener Form erhältlich, jetzt gesellt sich der Kaffee auch als „ganze Bohne“ dazu. „Wir haben den EmsKaffee seit rund eineinhalb Jahren im Sortiment und die Nachfrage ist von Beginn an enorm. Allerdings mussten wir Kunden, die z.B. einen Kaffeevollautomaten benutzen, leider immer vertrösten – bis jetzt“, freut sich Uta van Roje, Vorsitzende des Weltladens Lingen e.V., über das erweiterte Angebot. Der Kaffee für die Fairtrade-Mischung stammt aus kontrolliert ökologischem Anbau von Kleinbauern in Nicaragua, Äthiopien und Indonesien. „Geschmacklich zeichnet sich dieser Kaffee durch sein ausgewogenes Aroma und seine fein-milde Würze aus“, beschreibt van Roje die Arabica-Mischung. Die Gestaltung der Etiketten wurde von der Lingener Medienwerkstatt übernommen. Der „EmsKaffee Lingen“ ist im Weltladen sowie in der Tourist Information erhältlich. Die 500-Gramm-Packung als „ganze Bohne“ kostet 10 Euro (gemahlen in der 250-Gramm Packung 5 Euro).

Erik und Anneke Kuiper bieten Fisch- und Fleischspezialitäten Neueröffnung und Übernahme an der Rheiner Straße 147 in Lingen

Lingen. Ein Holländisches Fischgeschäft und das Schnellrestaurant „Emsstube Reinel“ haben kürzlich Erik und Anneke Kuiper an der Rheiner Straße in Lingen eröffnet. Ein neues Fisch- und Fleischspezialitätenrestaurant mit Bar und Terrasse wird in Kürze folgen.

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Der Fachbereichsleiter der Wirtschaftsförderung Ludger Tieke (li), Ortsbürgermeister Werner Hartke, (2. v. re.) und Philipp Schubert, Geschäftsführer der LWT GmbH (re.) beglückwünschten das Ehepaar zu der Neueröffnung.

Das Holländische Fischgeschäft bietet Fisch jeglicher Art und Zubereitung. Dazu zählen fangfrischer Fisch, Holländische Matjes, verschiedene Räucherfische, Kibbelinge, Backfisch, Fischbrötchen und weitere Fischspezialitäten. In dem Schnellrestaurant „Emsstube Reinel“ gibt es deutsche und niederländische Küche und wechselnde Mittagsmenüs für Fleisch- und Fischliebhaber. Zu dem Angebot zählt auch ein Partyservice mit Fisch- und Fleischspezialitäten.

Das Restaurant Grand Café „NEMO“ eröffnet am 26. Juli. Dort können die Gäste dann auf der neu angelegten Terrasse Kaffee und Kuchen oder Kaltgetränke und mittags beziehungsweise abends  Fisch- und Fleischspezialitäten vom kanadischen Sternekoch genießen. Reservierungen für Kaffeetafeln, Mittags- und Abendgesellschaften sind für kleine Gruppen möglich. Auf der Terrasse können auch größere Feiern stattfinden. Die modernisierte Kegelbahn wartet auf Hobby- und Sportkegler oder auch Dart-, Karten- und Knobelvereine, die noch nach Räumlichkeiten suchen. Gerne nimmt Anneke Kuiper weitere Anmeldungen entgegen.

Der Fischladen und das Schnellrestaurant “Emsstube Reinel” öffnen dienstags bis sonntags von 10 bis 22 Uhr. Das Restaurant Grand Café “NEMO”, die Terrasse und Kegelbahn mit Saal sind dienstags bis sonntags von 10.30 bis 23 Uhr (Küche bis 22 Uhr) geöffnet.

Neue Halle für Lingener Unternehmen „Deppe“ Belebte Firmengeschichte: Vom Schrottsammler zum High-Tech-Entsorgungs-Betrieb

Lingen. Das Entsorgungsunternehmen „Deppe“ hat sich kürzlich am Standort Lingen erweitert. Das neu erworbene 1.900 Quadratmeter große Grundstück im Industriegebiet Lingen Schillerstraße grenzt an das bestehende Betriebsgelände. Deppe hat auf dem neuen Areal ein 20 mal 40 Meter großes Wartungsgebäude errichtet, in der die gut 1.000 Container des Unternehmens regelmäßig gewartet und überprüft werden. Seit 2015 hat das Unternehmen somit insgesamt drei Millionen Euro am Standort Lingen investiert. In einem Ortstermin trafen sich der Erste Stadtrat Stefan Altmeppen, der Leiter der Wirtschaftsförderung Ludger Tieke und Dietmar Lager ebenfalls von der Wirtschaftsförderung mit den Geschäftsführern des Unternehmens Thomas und Jürgen Deppe.

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Die beiden Geschäftsführer konnten berichten, dass derzeit 48 Mitarbeiter für den Entsorgungs- und Recyclingbetrieb Deppe tätig sind. Dazu zählen unter anderem Maschinenführer, Berufskraftfahrer und Schlosser. Während der Firmengründer Heinrich Deppe Anfang des 19. Jahrhunderts noch mit Pferdekarren von Haus zu Haus zog und dort Altmetall einsammelte, setzt das Unternehmen mittlerweile 120.000 Tonnen Material pro Jahr um. Schwerpunkte liegen bei Stahlschrotten, NE-Metallschrotten, wie Aluminium, Kupfer, Zink, Karosserieschrott und weißer Ware. „Sichtung und Sortierung sind unabdingbar – erst dadurch erreichen wir die Wertschöpfung“, erklärte Thomas Deppe. Doch auf dem Firmengelände finden sich nicht nur alte Rohre, Bleche oder Autofelgen. Stefan Altmeppen, Ludger Tieke und Dietmar Lager konnten auch die Reste eines Panzers, eines Hubschraubers und der „Phantom IV“ der Luftwaffe in Augenschein nehmen. „Wenn es für andere kompliziert wird, sind wir in unserem Element“, erklärt Thomas Deppe weiter. „Relativ spannend ist auch die Entsorgung einer U-Bootbatterie, die alleine immerhin zwischen 120-240 Tonnen wiegen kann“, berichtete der Geschäftsführer  von dem zweiten Standbein des Unternehmens. Seit 1992 hat sich der Entsorgungsbetrieb in dem Bereich „Batterieservice“ spezialisiert. Im gesamten Bundesgebiet und europäischen Ausland sammeln Spezialfahrzeuge die Batterien ein – ca. 85.000 Tonnen pro Jahr.

Die neue Wartungshalle sei daher nur eine logische Konsequenz des wachsenden Betriebs gewesen. Denn für Geschäftsführer Thomas Deppe ist es eine Selbstverständlichkeit, dass auch die Fahrzeugflotte immer auf dem neusten Stand ist: „Wir fahren Schrott, aber nicht mit Schrott“, lautet seine Devise.

Lingenerin Wilhelmine Otten feiert 101. Geburtstag

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Lingen. Die Lingener Wilhelmine Otten hat am Mittwoch (6. Juli 2016) ihren 101. Geburtstag im Bonum Vitae in Altenlingen gefeiert. Neben ihrer Tochter, Christa Schild, gratulierten auch Pfarrer Jens Brandebusemeyer von der Pfarreiengemeinschaft Maria Königin und St. Marien in Lingen, Heinz Tellmann als Erster Bürgermeister, Ortsbürgermeister Michael Koop, Carsten Primke als Vertreter des Landkreises Emsland und der Leiter des Bonum Vitae, Klaus Erdbrink, zusammen mit einigen Mitarbeiterinnen dem Geburtstagskind. Sie überbrachten die besten Grüße und Wünsche der Stadt, des Landkreises und von Ministerpräsident Stephan Weil. Wilhelmine Otten hatte bis zu ihrem Umzug ins Bonum Vitae in Brögbern gelebt. Bis zu ihrem 85. Lebensjahr war die Lingenerin noch als Hausschneiderin für viele Stammkunden tätig. Sie hat zudem immer gerne gestrickt und liebt Blumen.

EuroShop neu in Lingener Innenstadt

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Lingen. In der Marienstraße öffnete vor kurzem eine Filiale des EuroShop seine Türen. Das Sortiment umfasst Haushalts-, Spiel- und Schreibwaren, Werkzeuge, Produkte rund ums Renovieren, Wolle, Drogerie- und Kosmetikartikel sowie Kaltgetränke. Saisonale Aktionswaren, beispielsweise zum Thema Schulanfang, ergänzen das Angebot. Alle Artikel werden zum Einheitspreis von einem Euro angeboten. „Besonders gut kommen bei unseren Kunden die Heliumballons an“, verrät das Lingener EuroShop-Team. In dem Laden sind momentan eine Vollzeit und zwei Teilzeitkräfte beschäftigt. Künftig sollen noch weitere Aushilfskräfte hinzukommen. Citymanagerin Nadine Thale (rechts) und Philipp Schubert, Geschäftsführer der Lingen Wirtschaft und Tourismus GmbH, gratulierten zur Neueröffnung und wünschten dem EuroShop-Team viel Erfolg für die Zukunft. Der neue EuroShop in Lingen ist einer von bundesweit über 250 Läden des fränkischen Unternehmens Schum EuroShop GmbH & Co. KG, das mehr als 1.000 Mitarbeiter beschäftigt.

Befragung zum Notinselprojekt Präventionsteam nutzt Kinderflohmarkt, um auf Projekt aufmerksam zu machen

Lingen. Wenn, wie auf dem Kinderflohmarkt in Lingen, viele Menschen unterwegs sind, ist die Wahrscheinlichkeit hoch, dass auch mal Notsituationen entstehen. Hiltrud Frese, Kriminalbeamtin der Polizeiinspektion Emsland-Grafschaft Bentheim und Frank Wesendrup, Jugendschutzbeauftragter der Stadt Lingen nutzen deshalb die Gelegenheit, zwischen Tapeziertischen, Spielen und Kinderkleidung mit den Kindern und ihren Eltern ins Gespräch zu kommen und sie auf das Projekt „Notinsel“ aufmerksam zu machen. In den nächsten Tagen und Wochen sollen weitere Befragungen beispielsweise während der Ferienpassaktion durchgeführt werden. Davon erhoffen sich Stadt und Polizei wertvolle Tipps und Hinweise für das bundesweite Notinselprojekt.

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In Lingen befinden sich die Aufkleber „Notinsel. Wo wir sind, bist du sicher“ derzeit an rund 80 Eingangstüren zu Banken, Bäckereien und Geschäften. Damit zeigen diese Kindern, dass sie dort Hilfe finden, wenn etwas passiert ist. Die Spanne kann dabei von einem platten Reifen über verlorene Eltern bis hin zu Straftaten reichen, berichtet Hiltrud Frese. „Natürlich bekämen die Kleinen sicherlich auch in anderen Geschäften Unterstützung, doch der Aufkleber kann Orientierung bieten und mögliche Hemmschwellen abbauen“, erläutert Frank Wesendrup. Und das nicht nur in Lingen: Die Aufkleber finden sich an ca. 20.000 Geschäften an 226 Standorten in ganz Deutschland.

Das Projekt „Notinsel“ lebt von der Beteiligung möglichst vieler Geschäfte, so die Kriminalbeamtin weiter. Interessierte Geschäftsinhaber haben jederzeit die Möglichkeit, sich anzuschließen. In Lingen bekommen sie alle Informationen zum Projekt sowie das Material  bei Hiltrud Frese, erreichbar unter hiltrud.frese@polizei.niedersachsen.de.

Emsauenpark nimmt Formen an Fertigstellung der Teichanlage Mitte Juli

Lingen. Den Emsauenpark in Lingen haben die Skater, Spaziergänger, Kinder und BMX-Fahrer längst in Besitz genommen. Trotzdem wird noch immer gepflanzt und insbesondere an der Teich- und dazugehörigen Steganlage gebaut. In diesen Tagen wurden die 60 so genannten sechs bis acht Meter langen Dalben in der zukünftigen Teichanlage in den Boden gepresst. Diese sollen dann die ca. 120 Meter lange Steganlage tragen, die weiter über einen Weg bis zur ehemaligen Panzerbrücke führen wird. In einem Ortstermin informierten sich Oberbürgermeister Dieter Krone, der Planungs- und Bauausschuss-Vorsitzende Günter Reppien, seine Stellvertreterin Edeltraud Graeßner und der Vorsitzender der Interessensgemeinschaft Reuschberge, Uwe Hilling, über den Stand der Arbeiten. Stadtbaurat Lothar Schreinemacher, der Leiter des Tiefbauamtes Georg Tieben und der Leiter des Bauhofes Christian Schulte erläuterten dazu die jeweiligen Baufortschritte.

06 27 Emsauenpark_Sachstand

„Schon jetzt kann man erahnen, wie schön der Emsauenpark sein wird. Der 14 Hektar große Freizeit- und Erlebnispark wird zu einem zentralen Anziehungspunkt unserer Stadt werden“, sagte Oberbürgermeister Dieter Krone. „Die Spielplätze, die Fitnessgeräte, der BMX-Parcours und die insgesamt 700 Meter lange wettkampftaugliche Inlineskaterbahn sind bereits fertig, nun liegt der Fokus auf der Teichanlage“, erklärte der Oberbürgermeister. Die Dimension der zukünftig 15.000 Quadratmeter großen Wasserfläche sei schon erkennbar. „Auf 450 Metern ist die Teichanlage bereits von einer Stufenanlage mit drei Ebenen eingefasst. Die oberen zwei Stufen sind dabei den Bewohnern der angrenzenden Stadtvillen vorbehalten, die untere Stufe ist öffentlich“, so Stadtbaurat Lothar Schreinemacher.

„Das Wasser wird zukünftig ständig in Bewegung gehalten, um so Sauerstoff einzutragen“, erklärte Georg Tieben die Technik hinter dem künstlich angelegten See mit einem Volumen von rund 9.000 Kubikmeter. Dieser werde aus dem Oberflächenwasser des Wohngebiets des Emsauenparks gespeist. „Die Regenwasserkanalisationsleitungen im Baugebiet liegen unterhalb des Dauerwasserspiegels des Teichs und verfügen über ein Volumen von rund 350 Kubikmetern, sodass, sollte der Wasserpegel sinken, nachgefüllt wird“, erklärte der Fachbereichsleiter. Überschüssiges Wasser fließe hingegen in die extra  dafür vorgesehenen Versickerungsflächen. Abgedichtet werde der eigentlich 10.000 Quadratmeter große Teich, der an seiner tiefsten Stelle 1,80 Meter bis zwei Meter messe, durch Kunststofffolie, sodass das Wasser nicht im Erdreich versickern kann. Ende Juli 2016 soll der künstlich angelegte See mit Fontäne fertig sein.

Zudem werden auch die Straßenausbaumaßnahme kurzfristig durchgeführt und damit insbesondere zwei Stichwege und sie so genannte Promenade entlang der Parkanlage ausgebaut.

Insgesamt 250 Bäume sowie 1.500 heimische Sträucher hat der Bauhof in den letzten Wochen bereits auf dem Gelände des Stadtparks gepflanzt. Auf 90 Prozent der Fläche sei der Rasen bereits ausgesät, konnte Bauhofleiter Christian Schulte berichten. Direkt an der Wasserfläche und im Eingangsbereich des Parks seien zudem zwei Plätze rund um die Eichen entstanden. Für den Uferbereich des Sees sei Schilf vorgesehen, doch dafür müsse erst das Wasser eingeleitet werden, was voraussichtlich Anfang Juli der Fall sein soll. Im Park selbst fehlen derzeit noch die Sitzbänke. Doch auch diese sollten bis Ende Juli aufgestellt sein, so dass der Eröffnung des Emsauenparks mit einem großen Familienfest am 21. August nichts mehr im Wege stehe.

Uwe Hilling, Günter Reppien und Edeltraud Graeßner zeigten sich überzeugt, dass der Emsauenpark bald zu einem Hauptanziehungspunkt der Stadt werde. „Schon jetzt nutzten Familien das Gelände für Picknicke und ausgedehnte Spaziergänge – wir schaffen ein echtes Kleinod für unsere Stadt“, so die einhellige Meinung.

Kosmetikstudio „Auszeit“ neu in Lingen – Angebote für Frauen und Männer

06 27 Kosmetikstudio Auszeit

Lingen. Verschiedene kosmetische Verwöhnbehandlungen bietet seit Anfang Juni das neue Kosmetikstudio „Auszeit“ in der Bauerntanzstraße. Inhaberin ist die Kosmetikerin Maria Schomaker. In hellen und modern gestalteten Räumen präsentiert sie eine breite Palette an Verschönerungen – von Gesichts- und Reinigungsbehandlungen, über Maniküre und Permanent Make up bis hin zu verschiedenen Methoden der Körperhaarentfernung. „Mir ist es ein Anliegen, die Haut meiner Kundinnen und Kunden zu pflegen und gesund zu erhalten“, erklärte Schomaker bei einem „Tag der offenen Tür“. Dabei richten sich ihre Angebote sowohl an Frauen als auch an Männer. Einen besonderen Schwerpunkt bildet der Bereich Anti-Aging. „Mit dem sogenannten Mikroneedling setze ich hier auf eine neue Behandlungsmethode von Falten, die die Haut sofort glatter und voller erscheinen lässt“, so Schomaker. Weitere Angebote seien bereits in Planung. Zur Neueröffnung gratulierten ihr Lingens Citymanagerin Nadine Thale und Philipp Schubert, Geschäftsführer der Lingen Wirtschaft und Tourismus GmbH. Für die Zukunft wünschten sie Maria Schomaker viel Erfolg und zeigten sich überzeugt davon, dass das neue Kosmetikstudio das bestehende Angebot gut ergänze.

Dr. Daniela De Ridder bei Advanced Nuclear Fuel GmbH in Lingen Zukunftsfähigkeit durch Umstieg zu regenerativen Energien sicherstellen

Lingen. Die SPD-Bundestagsabgeordnete Dr. Daniela De Ridder hat sich zusammen mit dem SPD-Fraktionsvorsitzenden der Stadt Lingen Dr. Bernhard Bendick und Kreistagsfraktionsmitglied Carsten Primke über die aktuelle Situation der Brennelementefabrik Advanced Nuclear Fuel GmbH (ANF) informiert, die Teil der französischen AREVA Gruppe ist. De Ridder hofft auf eine zukünftige Rolle der Firma als Spezialist im Umgang mit dem Rückbau der Kernkraft und kam hierzu mit Geschäftsleiter Peter Reimann, Standortleiter Andreas Hoff, Franz-Josef Thiering und Arnuf Nöding ins Gespräch.

Franz-Josef Thiering Arnuf Nöding Andreas Hoff Dr  Bernhard Bendick Dr  Daniela De Ridder Dipl -Ing  Peter Reimann und Carsten Primke

Franz-Josef Thiering Arnuf Nöding Andreas Hoff Dr Bernhard Bendick Dr Daniela De Ridder Dipl -Ing Peter Reimann und Carsten Primke

„Die Energiewirtschaft ist für unsere Region von großer Bedeutung. Das Kernkraftwerk Emsland war über viele Jahre ein wichtiger Standortfaktor für die Wirtschaft und somit für zahlreiche Arbeitsplätze. Auch wenn wir diesen Aspekt und die dazugehörige Leistung anerkennen, wird die Kernkraft zurecht mit Sorge betrachtet – das haben Tschernobyl und Fukushima gezeigt. Deshalb möchte ich mich für Anreize stark machen, die Beschäftigten und forschenden Sparten zu Investitionen und zum Umstieg in den Bereich regenerativer Energien zu ermutigen und zu unterstützen“, erklärt Dr. Daniela De Ridder, SPD-Bundestagsabgeordnete für den Wahlkreis Mittelems.

ANF ist Teil der französischen AREVA Gruppe und spielt vor dem Hintergrund des Atomausstiegs eine besondere Rolle in Deutschland. Die Bundesregierung und die niedersächsische Landesregierung haben der ANF eine unbefristete Betriebsgenehmigung und Exportgenehmigung für die Brennelemente erteilt. Kritisch würdigt De Ridder, die stellvertretende Vorsitzende der deutsch-belgischen Parlamentariergruppe ist, die Situation in den  belgischen Kernkraftwerken Doel und Tihange sowie  die französischen Kernkraftwerke  Fessenheim und Cattenom. Der zukünftige Weg des technologischen Umstiegs müsse fortgesetzt und ausgebaut werden.

„Ich bin sicher, dass ANF zum einen im Bereich des Rückbaus von Kernkraftwerken viel leisten kann und zum anderen die Zeit nutzen muss, um sich im Bereich der Technologien regenerativer Energien zukunftsfähig aufzustellen. Allerdings  gilt es ebenfalls, die Leistungen und Qualifikationen der Beschäftigten von ANF zu würdigen und ihre Arbeitsplätze zu erhalten“, so De Ridder weiter. De Ridder informierte sich weiter über die aktuelle Situation und die anstehenden Herausforderungen des Unternehmens. Dabei wurde sie von dem Vorsitzenden der SPD-Fraktion Lingen, Dr. Bernhard Bendick sowie von SPD-Geschäftsführer Carsten Primke begleitet.

Deutlich wurde bei dem Besuch, dass die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in den letzten Jahrzehnten ein hochspezialisiertes Wissen im sicheren Umgang mit der Kerntechnik erworben haben, das in Zukunft auch für die Rückbauarbeit von Kernkraftwerken oder der Forschung genutzt werden kann. „Die Kompetenz der Lingener Beschäftigten und die AREVA-Ausbildungskooperation mit den örtlichen Hochschulen sind sehr überzeugend. Diese anspruchsvollen Arbeitsplätze müssen in Form einer umweltorientierten Neuausrichtung erhalten bleiben“, bekräftigt De Ridder.

Restaurant „Baba Can“ seit Frühjahr in der Innenstadt

06 21 Restaurant Babacan in Lingener Innenstadt

Lingen. Offiziell in der Lingener Innenstadt begrüßen konnten die Citymanagerin Nadine Thale und der Geschäftsführer des Lingen Wirtschaft + Tourismus GmbH, Marko Schnitker, kürzlich Hasan Müstak vom Restaurants „Baba Can“. Er war nach einer kurzen Umbauphase im Frühjahr mit dem türkischen Restaurant von der Georgstraße auf den Marktplatz gezogen. Rund 150 Gäste finden in dem denkmalgeschützten Gebäude Platz. Die moderne Inneneinrichtung bildet dabei einen reizvollen Kontrast zu dem ältesten Gebäude der Stadt. Seinen Gästen bietet Hasan Müstak neben türkischer Kochkunst zeitlich unbegrenztes W-Lan. In Kürze sollen zudem Teile des Obergeschosses als Tagungsraum zur Verfügung stehen. Zusätzlich zu der Gastronomie in Lingen betreibt die Familie Müstak noch ein Restaurant in Osnabrück.

Lingener Tafel zog Bilanz Lebensmitteln gehören nicht in den Müll

In der Jahreshauptversammlung der Lingener Tafel erklärte deren Vorsitzende Edeltraud Graeßner, dass die Tafel-Zentrale in Lingen mit ihren personellen Möglichkeiten am absoluten Limit angekommen sei. „Es fehlt an Personal und logistischen Mitteln, denn durch die Flüchtlinge kommen immer mehr Aufgaben auf die Tafel zu“, erklärte die Vorsitzende.

Lingen  Lingener Tafel Mitgliederversammlung 2016 HLW 3

Lingen. Der Schirmherr der Lingener Tafel, Oberbürgermeister Dieter Krone, sehe es als gutes Zeichen, wenn Bedürftigen durch die Tafel schnell und unbürokratisch geholfen werde. „Von den 427 Helferinnen und Helfern der Lingener Tafel sind knapp 300 ehrenamtlich tätig. Was sie leisten ist aller Ehre wert. Die Flüchtlinge aus den Kriegsgebieten haben die ersten Kontakte bei den Tafeln. Hier gibt es ein nettes Wort und Hilfe, was sie gar nicht mehr gewohnt sind. Ich wünsche, dass es nicht nur ein Nehmen ist, sondern dass sie etwas zurückbekommen, auch wenn es nur ein Lächeln ist“, sagte Krone.

Besonders lobte der Schirmherr das Engagement von Edeltraud Graeßner, die mit viel Enthusiasmus viele Spendenaufrufe gestartet und viele Spenden eingeworben habe. „Die Lingener Tafel wird in der Öffentlichkeit sehr wohl wahrgenommen. Es sind nur wenige Vereine, die Spendengelder dieser Größenordnung in einem Jahr akquiriert haben, wie die Lingener Tafel mit Edeltraud Graeßner an der Spitze“, erklärte Krone, der kein Verständnis für den unmenschlichen Zwischenfall am Flüchtlingsheim neben der Lingener Tafel am Langschmidtsweg habe.

Diese Tat des Mannes, für den die Heimat doch so wichtig sei, bringe die Stadt Lingen mit den freundlichen Menschen deutschlandweit in Misskredit, bedauerte Graeßner. Aus dem Flüchtlingsheim hätten sich vier junge Männer gemeldet, um bei der Tafel mitzuhelfen. Die Vorsitzende dankte besonders der Stadt Lingen, die seit der Gründung der Tafel im Jahr 1997 deren Engagement mit bisher 200.000 Euro unterstütz habe.

Die Mitarbeiter in den Ausgabestellen: Freren, Haren, Haselünne, Lathen, Lingen, Meppen, Spelle und Twist würden immer mehr gefordert. Die Zahl der unterstützten Personen sei gegenüber dem Vorjahr erneut gestiegen. „Es sind 518 Haushalte mit zusätzlich 1.154 Personen dazugekommen, so dass es am Jahresende insgesamt 6.850 Personen in 3.502 Haushalten waren: 65,7 Prozent Erwachsene und 34,3 Prozent Kinder. Bis Ende Mai 2016 beträgt die Steigerung noch einmal 269 Haushalte mit 830 Personen. Aktuell bekommen 7.680 Menschen Unterstützung durch die Lingener Tafel“, führte Graeßner im Rechenschaftsbericht des Vorstandes an.

Die Zahl der Warenabgaben (Einkäufe) im letzten Jahr sei gegenüber 2014 um ca. 4.200 auf 55.617 angestiegen. Der Bringdienst werde weiterhin gut angenommen, denn die ehemaligen Bürgerarbeiter der Tafel hätten dies als Starter-Jobber bzw. Bundesfreiwillige weitergeführt, freute sich Graeßner. Die Zahl der Lieferanten sei um 15 auf 195 gestiegen. „Wir sammeln inzwischen mit unseren sechs Kühlfahrzeugen rund 25 Tonnen Lebensmittel wöchentlich ein. Die Arbeitsstunden waren in etwa gleich, und das bei den vielen zusätzlichen Kunden“, erklärte Graeßner.

Eine wichtige Stütze sei die Veranstaltung Track & Drivers CON in Nordhorn, die in diesem Jahr über 24.000 Euro für die Lingener Tafel erbracht habe. Da einige Spendenquellen für das laufende Jahr ausgeschöpft sein, habe sie andere Möglichkeiten gefunden, meinte Graeßner. Nach dem Kassenbericht von Lisa Röller und dem OK der Kassenprüfer wurde dem Vorstand einstimmig Entlastung erteilt. Große Anerkennung zollte Graeßner den Studenten Florian Birkenkamp, Matthias Haverland, Kevin Hermeling und Malte Wöste, die an der FH Osnabrück / Campus Lingen Betriebswirtschaft und Management studieren. Sie haben in einem Projekt für die Lingener Tafel einen Schlüssel entwickelt und ein Programm geschrieben, mit dem am besten und einfach die Gemeinkosten auf die einzelnen Ausgabestellen verteilt werden können.

Abschließend wies Edeltraud Graeßner auf das Benefizkonzert im nächsten Jahr mit dem Luftwaffenmusikcorps Münster hin, dass im September zum 20-jährigen Bestehen der Lingener Tafel im Theater gegeben werde.

Pinke Panther Lingen setzen zum medialen Sprung an

Nach dem ersten erfolgreichen Jahr seit Gründung 2015, bietet der gemeinnützige Seniorenverein Interessenten ab sofort auch online Einblicke in seine Aktivitäten.

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Die Pinken Panther verfolgen, mit ihrem Konzept der offenen Seniorenarbeit, ein bewusst niederschwelliges Angebot. Hierbei steht besonders das ehrenamtliche Engagement im Vordergrund, denn helfende Hände sind immer gerne gesehen. So auch die Unterstützung der Internetagentur thynk.media aus Lingen, die dem Verein den neuen Online-Auftritt unter www.pinkepanther-lingen.de pro bono zu Verfügung stellen. Die Webseite ist barrierefrei und auch für mobile Endgeräte optimiert. Die weitere administrative und redaktionelle Betreuung, wurde nun in die verantwortungsvollen Hände des Vorstands der Pinken Panther übergeben. Das Fahrtenprogramm, Neuigkeiten und der aktuelle zweimal wöchentlich stattfindende Mittagstisch sind dort fester Bestandteil des Online-Angebots. Zudem werden die von Seniorinnen des Vereins in Handarbeit erstellten Artikel wie Baby- und Kinderkleidung sowie Handarbeitsartikel angeboten. Die hier erzielten Einkünfte kommen direkt der Seniorenarbeit zugute.

Allgemein können die Leistungen des Vereins von allen Senioren aus Lingen und Umgebung genutzt werden und sind so unterschiedlich wie die Senioren die diese nutzen. Das Ziel ist eine gesellschaftliche Teilhabe, aktive Freizeitgestaltung, Fähigkeiten und Fertigkeiten zu erhalten und fördern, Selbstwertgefühle zu steigern, soziale Kontakte aufzubauen und zu pflegen. Hierfür eignet sich besonders der offene Seniorentreff. Es gibt keine feste Kurs- oder Gruppenstruktur, sodass jederzeit interessierte Leute dazukommen können.

Eichenprozessionsspinner in Lingen entdeckt Stadt warnt: Berührungen meiden und Nester der giftigen Raupen melden

Lingen. Die Stadt Lingen warnt auch in diesem Jahr vor dem Eichenprozessionsspinner. Bereits im vergangenen Jahr waren vereinzelt Nester dieser wärmeliebenden Raupenart entdeckt worden, die sich seit einigen Jahren immer weiter über Norddeutschland ausbreitet. Ein Problem stellen die Pflanzenschädlinge dabei jedoch weniger durch das Fressen der Eichenblätter dar. Insbesondere für den Menschen ist der Eichenprozessionsspinner eine gesundheitliche Gefahrenquelle. Die Raupen verfügen über kleine Gifthaare, die bei Berührung zu Reaktionen wie starkem Juckreiz, Atemwegsbeschwerden und Augenreizungen führen. Wer mit den Härchen in Kontakt kommt, sollte deshalb die kontaminierte Kleidung schnellstmöglich wechseln, duschen und Haare waschen. Den Juckreiz lindert zunächst kaltes Wasser. Beim Auftreten stärkerer gesundheitlicher Beschwerden sollte auf jeden Fall ein Arzt aufgesucht werden.

Eichenprozessionsspinner

Besondere Vorsicht ist noch bis Ende August geboten. Während dieser Zeit schlüpfen die Raupen des Eichenprozessionsspinners und wandern vom Nest in die Baumkrone, um dort die Eichenblätter zu fressen. Die Stadt Lingen warnt davor, die Nester und Raupen zu berühren. „Kinder sollten auf diese Gefahr hingewiesen werden“, betont Katrin Möllenkamp, Fachbereichsleiterin Bürgerservice, Recht und Ordnung. Sie rät zudem allen Bürgerinnen und Bürgern, sich nicht in der Nähe von befallenen Bäumen aufzuhalten. „Dieser Hinweis gilt übrigens auch für Haustiere, da diese ebenfalls auf die Gifthaare der Raupen reagieren. Außerdem besteht die Gefahr, dass die Haare im Fell der Tiere hängen bleiben, über diesen Weg ins Haus gelangen und schließlich an den Menschen weitergegeben werden“, so Möllenkamp.

In den nächsten Wochen werden Mitarbeiter des Bauhofes verstärkte Baumkontrollen im Stadtgebiet durchführen und vorhandene Raupen und Nester bekämpfen. „Priorität haben für uns dabei zunächst die Schulhöfe, Kindergärten sowie Spiel- und Sportplätze“, sagt Möllenkamp. Die Stadt Lingen bittet darum, befallene Bäume umgehend zu melden. Für Schutzmaßnahmen auf privaten Grundstücken sind allerdings die jeweiligen Grundstückseigentümer selbst verantwortlich. Die Stadt empfiehlt, bei einem Befall eine Fachfirma aus dem Bereich der Schädlingsbekämpfung hinzuzuziehen.

Für Fragen und nähere Auskünfte zum Eichenprozessionsspinner steht der Fachbereich Bürgerservice, Recht und Ordnung unter der Telefonnummer 0591 9144-321 zur Verfügung. Hier kann auch der Befall von Bäumen gemeldet werden. Ein Informationsflyer mit Tipps, wie man sich vor dem Eichenprozessionsspinner und seinen gesundheitlichen Folgen schützen kann, ist auf der städtischen Internetseite unter www.lingen.de (Rubrik „Leben und Wohnen“, Unterpunkt „Natur und Landschaft“) hinterlegt.

 

Wohnen ist Thema Tag der Architektur am 26. Juni 2016

06 14 Tag der Architektur_Lingen
Lingen. Am 26. Juni 2016 ist Tag der Architektur. 116 Objekte in 55 Orten sind an diesem letzten Sonntag im Juni in ganz Niedersachsen und Bremen geöffnet. Zusammen mit ihren Bauherren bieten Architekten, Innen- und Landschaftsarchitekten sowie Stadtplaner Führungen durch Gebäude und Gärten an und stehen für Gespräche über die Bauvorhaben und Prozesse bei der Realisierung bereit. In Lingen können interessierte Besucher den Bürobau/das Beraterhaus der Reichenberger & Partner Steuerberatungsgesellschaft (Fiskendiek 7, 49809 Lingen) besichtigen. Bauherr Alexander Reichenberger und Architekt Jens Meyerrose bieten um 11, 13 und 15 Uhr Führungen durch das Gebäude an.

Der Bürobau in Lingen ist auf Erweiterung und Nachhaltigkeit konzipiert. Es ist ein Haus, das auch die künftige Entwicklung des noch jungen Steuerbüros berücksichtigt. So kam knapp vier Jahre nach Fertigstellung des ersten Bauabschnitts bereits die Erweiterung, die 2016 fertig gestellt werden konnte. Entstanden sind zwei kubisch modellierte Gebäude, die sich auch in Zukunft ergänzen lassen sollten.

Auch wenn der Tag der Architektur seit 21 Jahren eine in Niedersachsen fest etablierte Veranstaltung ist, zeigt er jedes Jahr ein anderes Gesicht und vor allem neue Schwerpunkte. Dieses Jahr sind es vor allem zahlreiche Beispiele zum Thema Wohnen und zur Nachverdichtung der Städte durch neue Wohnprojekte. „Die Frage, wie wir in Zukunft leben und wohnen wollen beschäftigt nicht nur die Architektenschaft. Dieses große politische und soziale Thema geht uns alle an“, so Wolfgang Schneider, Präsident der Architektenkammer Niedersachsen. Vielfalt und Aktualität sind am „Tag der Architektur“ Programm. Jeder kann sich ein Bild davon machen und erleben, welche Bedeutung Baukultur heute einnimmt. Mit dabei sind neben großen Siedlungsbauten, private Wohnhäuser, Umbauprojekte, Dachgeschossausbauten aber auch Bauten für die Wissenschaft, Unternehmen sowie öffentliche Gebäude und Landschaftsarchitektur, also Gärten, Straßen- und Platzanlagen.

Das Programmheft, in dem alle Informationen um den Tag der Architektur festgehalten sind, ist ab sofort kostenlos erhältlich bei der Architektenkammer Niedersachsen (Friedrichswall 5, 30159 Hannover, Tel. 0511 28096-0, Fax 0511 28096-19, info@aknds.de). Das komplette Programm steht im Internet unter www.aknds.de oder kann als App geladen werden.

Lingens Oberbürgermeister Dieter Krone ist fassungslos nach Luftgewehrschüsse auf eine Flüchtlingsunterkunft in Lingen

Lingen. „Ich bin entsetzt und fassungslos“, sagte Oberbürgermeister Dieter Krone angesichts der Luftgewehrschüsse auf eine Flüchtlingsunterkunft in Lingen, bei dem ein fünfjährigen Mädchen aus Mazedonien und ein 18-jähriger Mann aus Syrien leicht verletzt worden waren. „Das ist eine feige und zutiefst verabscheuungswürdige Tat. Die Flüchtlinge suchen bei uns Schutz und werden dann Opfer einer solch niederträchtigen Tat.“

06 13 Stellungnahme Schüsse auf Flüchtlingsunterkunft

Nach den bisherigen Erkenntnissen der Polizei hatte ein 21-jähriger Tatverdächtiger am Sonntag (12. Juni) aus dem dritten Stock eines gegenüberliegenden Mehrfamilienhauses mit einem Luftgewehr auf die Flüchtlingsunterkunft am Lang-schmidtsweg in Lingen geschossen. Dabei wurden die Fünf- und der 18-Jährige jeweils am Bein getroffen. Nach Hinweisen hatte die Polizei die Wohnung des mutmaßlichen Täters durchsucht und dabei ein Luftgewehr und Munition sichergestellt. Derzeit sei noch unklar, ob die Tat politisch motiviert sei, gab die Polizei in einer Stellungnahme bekannt. Ein Ermittlungsverfahren wegen gefährlicher Körperverletzung sei eingeleitet.

Oberbürgermeister Dieter Krone betonte, dass er angesichts der Abscheulichkeit der Tat erleichtert sei, dass das Mädchen und der junge Mann nur leicht verletzt worden seien und der Täter so schnell ermittelt werden konnte. Gleichzeitig forderte er, dass der Täter mit aller Härte des Gesetzes einer gerechten Strafe zugeführt werde. „Das war die furchtbare Tat eines Einzeltäters. Dem gegenüber stehen die vielen Lingener, die sich aktiv im Rahmen der Integrationsarbeit für die Flüchtlinge engagieren und eine herzliche Willkommenskultur pflegen“, so Dieter Krone.

Hermann-Josef Schmeinck, Geschäftsführer des SKM Lingen e. V. (Katholischer Verein für soziale Dienste) erläuterte, dass die Flüchtlingsunterkunft derzeit von den zuständigen Mitarbeiterinnen betreut werde. „Der Schock sitzt natürlich tief, aber die beiden Betroffenen sind den Umständen entsprechend wohlauf und konnten nach ambulanter Behandlung das Krankenhaus wieder verlassen. Zurzeit kümmern sich unsere Sozialarbeiterinnen intensiv um die Beiden“, so der Geschäftsführer.

Internationaler Richteraustausch am Amtsgericht Lingen Richter aus fünf europäischen Ländern zwei Wochen zu Gast in Lingen

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Lingens Erster Stadtrat Stefan Altmeppen (links) hieß die Richter aus Spanien, Polen, den Niederlanden, Frankreich und Italien zusammen mit Dr. Bettina Mannhart (2.v.l.) und Franz Foppe (3.v.r.) vom Lingener Amtsgericht willkommen.

Lingen. Fünf Richter aus Frankreich, den Niederlanden, Spanien, Italien und Polen hospitieren derzeit am Lingener Amtsgericht. Noch bis Freitag tauschen sie sich über ihre Erfahrungen aus, nehmen an Sitzungen teil und lernen verschiedene Einrichtungen, wie die Justizvollzugsanstalt, die Psychologische Beratungsstelle, das Jugendamt oder den Anwaltsverein, kennen. „Es ist für uns alle sehr spannend von unseren Amtskollegen aus dem Ausland zu hören, wie dort beispielsweise Gerichtsverhandlungen aufgebaut sind oder wie die Zusammenarbeit mit verschiedenen Behörden und der Anwaltschaft funktioniert“, erklärt Dr. Bettina Mannhart, Richterin am Lingener Amtsgericht. Sie selbst hat vor einigen Jahren an einem Austausch in Bulgarien teilgenommen und freut sich, dass nun das Amtsgericht erstmals Gastgeber für das internationale Treffen der Richter ist.

Dass die Richter diese Chance auch zu nutzen wissen, zeigte sich bei einem Empfang im Neuen Rathaus. Nach einer Begrüßung in den fünf Landessprachen und einer englischsprachigen Vorstellung der Stadt durch den Ersten Stadtrat Stefan Altmeppen folgte ein reger Austausch über die juristischen Systeme sowie über aktuelle Themen wie die Flüchtlingssituation. „Wir wollen näher zusammenrücken und das Verständnis für einander fördern. Ziel ist es, die Kenntnisse über andere europäische Rechtssysteme und ihre Strukturen zu vertiefen sowie neue Ideen und Erfahrungen zu sammeln“, so Amtsgerichtsdirektor Dr. Michael Schwickert. Neben dem Erfahrungsaustausch gehe es zudem darum, Land und Leute kennen zu lernen. So seien auch Ausflüge in die Region und eine Stadtführung mit den Kivelingen vorgesehen. Ein Programm, das bei den internationalen Gästen gut ankommt. Für Richter Bogdan Jedrys aus Polen steht bereits nach kurzer Zeit in Lingen fest: „Ich bin sehr angetan von der Gastfreundschaft und ich habe das Gefühl, hier zu Hause zu sein.“

Organisiert wird der internationale Erfahrungsaustausch durch das europäische justizielle Netz (European Judicial Training Network – EJTN) zusammen mit dem Bundesministerium der Justiz und für Verbraucherschutz und mit dem Niedersächsischen Justizministerium.