Landkreis Emsland stellt luca-Schlüsselanhänger zur Verfügung Alternative zur App-Nutzung kostenlos bei den Kommunen erhältlich

Meppen. Seit Mitte April ist die luca-App im Landkreis Emsland einsatzbereit und in vielen Bereichen des täglichen Lebens, in denen eine Besucherdokumentation erfolgen muss, bereits etabliert. Gäste oder Kunden, die kein Smartphone besitzen, müssen ihre Kontaktdaten bisher manuell in die App eingeben oder ein Papierformular ausfüllen – schneller und einfacher ist hier hingegen die Nutzung des luca-Schlüsselanhängers. 40.000 dieser Schlüsselanhänger hat der Landkreis nun auf eigene Kosten erworben und nach Einwohnerzahl gestaffelt an seine Kommunen verteilt. „Unser Ziel ist, dass möglichst viele Menschen Zugang zu luca bekommen und die Dokumentation der Gäste in Papierform weitestgehend endet“, unterstreicht Landrat Marc-André Burgdorf.

Eine komplette digitale Erfassung über das luca-System ist schnell und effektiv und stellt eine Erleichterung für Veranstalter und Gäste dar. Gleichzeitig wird die Kontaktnachverfolgung unterstützt, indem die erforderlichen Daten im Infektionsfall korrekt und sicher an das Gesundheitsamt übermittelt werden können. Die Daten werden dann unmittelbar in die Software des Gesundheitsamtes übernommen und helfen dabei, Infektionsketten schnell zu unterbrechen.

Die Schlüsselanhänger sind für Personen vorgesehen, die kein Smartphone besitzen. Die Anhänger können bei den 19 emsländischen Kommunen (z. B. in den Bürgerbüros) sowie beim Landkreis Emsland kostenlos abgeholt werden. Es handelt sich dabei um kleine Plastikkarten, die mit einem QR-Code bedruckt sind, auf dem die eigenen Kontaktdaten hinterlegt sind. Der QR-Code muss beim Betreten eines luca-Standorts von den Betreibern gescannt werden.

Um den Schlüsselanhänger zu aktivieren, muss sich der Nutzer einmalig online registrieren und seine individuellen Daten unter www.luca-app.de/schluesselanhaenger eingeben. 

Urnenfund in Werlte Auswertung abgeschlossen – Vermutlich Mann mittleren Alters bestattet

Meppen. Im November 2020 entdeckte eine Schülerin bei einem sonntäglichen Spaziergang eine Urne in Werlte. Das darin befindliche Knochenmaterial ließ das nach dem Fund hinzugezogene Emsland Archäologie Museum des Landkreises Emsland genauer untersuchen. Die Ergebnisse liegen jetzt vor.

Die zuerst gefundene eisenzeitliche Urne aus Werlte erhielt Knochenfragmente (v. l.): Teile der Schädeldecke, Fragment des Oberschenkelknochens, Wirbel, Fragment des Unterkiefers.

Als der urgeschichtliche Tontopf gefunden worden war, bargen die hinzugerufenen Archäologen das nahezu vollständig erhaltene Gefäß. Lediglich eine kleine Scherbe am Rand war herausgebrochen. Bei Nachuntersuchungen wenige Tage später wurde in nur 50 cm Entfernung eine weitere Urne gefunden, die ebenfalls komplett erhalten geblieben war, jedoch bei der Bergung auseinander brach. Form und Verzierung der beiden Gefäße erlauben eine Datierung in die Eisenzeit um etwa 500 v. Chr..

In beiden Urnen befanden sich die sterblichen Überreste eines Individuums, nämlich Leichenbrand. In der Eisenzeit war es üblich, den Verstorbenen auf einem Scheiterhaufen zu verbrennen und die Knochen in einem Gefäß unter einem Hügel zu bestatten.

Um genauere Erkenntnisse zu gewinnen, wurde der Leichenbrand aus der ersten Urne anthropologisch untersucht. Insgesamt konnten 1.744 Knochenfragmente vorsichtig aus dem Gefäß geborgen und von Sand gereinigt werden. Das Gesamtgewicht des Leichenbrands beträgt rund 1.822 kg und entspricht damit in etwa dem Durchschnitt von Knochenresten in eisenzeitlichen Urnen.

Anhand der Größe der noch vorhandenen Knochenfragmente ist davon auszugehen, dass es sich um ein erwachsenes Individuum gehandelt hat. Das Geschlecht des Menschen konnte nicht genau bestimmt werden. Die hierfür benötigten noch vorhandenen Knochen aus der Urne waren nicht eindeutig genug zu identifizieren. Vieles deutet auf einen männlichen Verstorbenen von etwa 35 bis 39 Jahren hin. Die durchschnittliche Lebenserwartung eines Erwachsenen betrug damals 40 bis 45 Jahre. Die erhaltenen Knochenfragmente geben keinerlei Hinweis auf ernsthafte Erkrankungen, lediglich altersbedingte Degenerationen an einzelnen Wirbeln verweisen auf ein etwas fortgeschritteneres Alter. Mangelernährung und Notzeiten, vor allem in der Kindheit und Wachstumsphase eines Menschen, sind ebenfalls oft am Skelett erkennbar. In diesem Fall gibt es jedoch keinerlei Hinweise auf Hunger- und Notzeiten.

Nach Erkenntnissen der Kreisarchäologie gehören die beiden Urnen zu einem ehemals ausgedehnten Gräberfeld der Eisenzeit. Bereits vor mehr als 60 Jahren wurden auf einem benachbarten Acker zahlreiche Urnen beim Pflügen gefunden. Dies spricht für eine starke Besiedlung in der Eisenzeit. Offensichtlich war die Region rund um die heutige Gemeinde Werlte ein attraktiver Siedlungsplatz, der alles bot, was Menschen für ihr Überleben benötigten: Wasser, überschwemmungsfreier Grund, auf dem die Häuser gebaut werden konnten, und fruchtbarer Boden für den erfolgreichen Anbau von Feldfrüchten.

Der zu dem Gräberfeld gehörende Siedlungsplatz konnte bisher nicht lokalisiert werden. Möglicherweise ist so ein Dorf der Eisenzeit längst durch nachfolgende Generationen überbaut und die Spuren früheren Lebens nicht mehr nachweisbar. Lediglich die sterblichen Überreste in den Urnen bezeugen, dass schon vor mehr als 2.500 Jahren Menschen in der Region gesiedelt haben. Und die Knochenuntersuchungen aus der „Werlter Urne“ deuten an, dass es unseren Vorfahren wohl nicht schlecht gegangen ist.

„luca“ im Emsland jetzt einsatzbereit App zur Kontaktnachverfolgung kann ab sofort genutzt werden

Meppen. Ab sofort leistet die speziell zur Kontaktnachverfolgung entwickelte Anwendung luca auch im Emsland ihren digitalen Beitrag bei der Eindämmung der Corona-Pandemie. Wir freuen uns, dass ‚luca‘ jetzt auch im Emsland einsatzfähig ist. Die App wird zum schnellen Unterbrechen von Infektionsketten beitragen – und das bleibt mit eines der wichtigsten Instrumente im Kampf gegen die Pandemie, zeigt sich Landrat Marc-André Burgdorf zufrieden.

Die Anwendungsgebiete sind vielfältig und ermöglichen den Einsatz zum Beispiel inGastronomiebetrieben, Krankenhäusern, Friseursalons, im Einzelhandel sowie in Kirchen. Wie im Großteil der Republik sind auch im Emsland verschiedene Bereiche, die besonders geeignetsind für einen Einsatz derartiger Apps, aktuell zwar nicht zulässig. Aber auch hier gilt, dass wir alle uns bestmöglich vorbereiten wollen für die Öffnungsschritte, die irgendwann kommen müssen“, so Burgdorf, der gleichzeitig an Betriebe wie Bürger appelliert, die App zu nutzen.

Gäste oder Kunden müssen ihre Kontaktdaten nur einmal in der luca-App eintragen und registrieren sich dann – etwa beim Betreten eines Restaurants –, indem vor Ort ein QR-Code gescannt wird. In einfacher Weise kommt der Anbieter somit seiner Dokumentationspflicht nach, gleichzeitig werden sämtliche Informationen datenschutzkonform verschlüsselt und sind bei Bedarf für das Gesundheitsamt verfügbar. Wenn Kontaktdatenlisten durch den Betreiber einer Einrichtung, z. B. ein Restaurant, freigegeben sind, werden die Daten direkt in die Software „SORMAS“ übernommen, die beim Landkreis Emsland zum Corona-Kontaktmanagement im Einsatz ist.

Das Land Niedersachsen hat inzwischen einen Rahmenvertrag abgeschlossen, um in den kommenden Monaten einen landesweiten Einsatz der App zu realisieren. Informationen zum Einsatz und zur Einrichtung der App, die für Nutzer und Betreiber kostenlos ist, findenInteressierte unter www.luca-app.de

Impfquote liegt Ende April voraussichtlich bei über 21 Prozent Sachstand und weitere Planungen – Viele priorisierte Berufsgruppen versorgt

Meppen. Die Impfungen im Landkreis Emsland schreiten weiter voran. So sind nach Stand heute insgesamt 64.623 Impfungen vorgenommen worden. Davon sind 45.934 Personen mit einer Erstimpfung versorgt worden. Das entspricht einer Impfquote von rund 14 Prozent. Davon haben 18.689 Personen ihre Zweitimpfung erhalten (Impfquote von rund 5,70 Prozent).

 „Sollten bis zur 16. Kalenderwoche Impfstofflieferungen wie vom Land angekündigt im Landkreis Emsland eintreffen, könnte die Impfquote bis Ende April auf über 21 Prozent ansteigen“, sagt Landrat Marc-André Burgdorf. Hinzu kämen die Impfungen, die durch die Hausärzte in Eigenregie durchgeführt werden. Sie würden die Impfquote schätzungsweise auf etwa 25 Prozent erhöhen, so der Landrat.

Aktuell verfügen die beiden Impfzentren im Landkreis Emsland über 13.800 Impfdosen. Ab der kommenden Woche bis zur vorletzten Aprilwoche kommen weitere 16.400 Impfdosen für die Erst- und Zweitimpfungen hinzu. „Die Impfdosen werden fortlaufend zeitnah verimpft“, erläutert Burgdorf. Für das zweite Quartal 2021 sind momentan wöchentlich für die beiden Impfzentren in Papenburg und Lingen insgesamt etwa 7.400 Impfdosen vom Land in Aussicht gestellt worden. 

Im Einzelnen konnten bereits rund 92 Prozent der Personen, die 80 Jahre und älter sind (Priorität 1), geimpft werden oder stehen auf der Warteliste (240). Insgesamt umfasst dieser Personenkreis rund 18.300 Personen.

Auch die letzten rund 2000 Lehrer an Grund- und Sonderschulen, sowie das pädagogische Personal der Kindertagesstätten (Priorität 2) sollen bis zu diesem Samstag (10. April) durchgeimpft sein. Insgesamt sind damit rund 6100 Personen aus diesem Bereich mit einer Impfung versorgt worden. 

Sie zählen wie auch die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in den Behinderteneinrichtungen zu den priorisierten Berufsgruppen. Im St. Vitus-Werk in Meppen laufen die Impfungen noch bis zum Ende der 15. Kalenderwoche. Sie werden durch die mobilen Teams der Impfzentren versorgt. Im St. Lukas Heim Papenburg stehen noch rund 160 Impfungen aus, die bis Ende April durchgeführt werden sollen. Im St. Christophorus Werk in Lingen konnten alle Erstimpfungen abgeschlossen werden. Insgesamt sind 4900 Personen in den Einrichtungen, darunter auch Bewohnerinnen und Bewohner, impfberechtigt.

In den Krankenhäusern konnten die Erstimpfung nunmehr abgeschlossen werden. Dies gilt auch für die weiteren priorisierten Berufsgruppen wie Arztpraxen, Fachärzte, Zahnärzte, Justizkräfte und Kindertagesbetreuungspersonen sowie für Hebammen und größtenteils auch für die Heilmittelerbringer (u. a. Logopäden, Physiotherapeuten, Ergotherapeuten und Ernährungstherapeuten). Bei der Polizei und den Kräften der Bundespolizei sind die Erstimpfungen bei Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern, die der Priorität 2 angehören, überwiegend abgeschlossen.

 

 

Ausgangssperre im Emsland bleibt zunächst bestehen

Inzidenzwert noch immer im kritischen Bereich – Tägliche Abwägung für weiteres Vorgehen
Der Landkreis Emsland hat auch vor dem Hintergrund des Beschlusses vom Oberverwaltungsgericht Lüneburg die kreisweit geltende Ausgangssperre geprüft und nach eingehender Abwägung entschieden, die bestehende Allgemeinverfügung bis auf weiteres vorerst aufrecht zu erhalten. „Wir brauchen eine bessere Datenlage. Darum werden wir das Coronainfektionsgeschehen in den kommenden Tagen genau im Blick behalten. Die daraus resultierenden Ergebnisse dienen als Grundlage für künftige Entscheidungen“, sagt Landrat Marc-André Burgdorf.
 
„Zwar hat sich die Inzidenz im Landkreis Emsland in den vergangenen Tagen grundsätzlich verringert, aber wir brauchen einen längeren Beobachtungszeitraum, um eine begründete Entscheidung treffen zu können“, sagt Burgdorf. Über die Osterfeiertage sei deutlich weniger getestet worden. Die jetzt vorliegenden Zahlen seien daher nicht ausreichend aussagekräftig, um darüber zu entscheiden, ob auf die verfügte Schutzmaßnahme angesichts des momentanen Infektionsgeschehens verzichtet werden könne. Im Landkreis Emsland lag die kreisweite Inzidenz am 6. April bei 133,7, fiel am 7. April auf 111 und stieg am heutigen Donnerstag (8. April) auf 119,3 an.
 
„Anfang der kommenden Woche werden wir die Situation neu bewerten“, sagt der Landrat.
 
Zudem gebe es weiterhin eine breite Akzeptanz in der Bevölkerung für die Ausgangssperre. Dies sei auch an der nach wie vor geringen Zahl an Verstößen festzumachen und werde auch von der Polizei so zurückgespiegelt, führt er weiter aus. „Natürlich weiß ich, dass auch eine Coronamüdigkeit herrscht und viele von diesem Thema genug haben. Das ist verständlich, aber darauf nimmt das Virus leider keine Rücksicht“, sagt Burgdorf.
Die Landesverordnung sieht vor, dass Landkreise und kreisfreie Städte mit einer Inzidenz zwischen 100 und 150 für einen Teil ihres Gebietes oder für das gesamte Gebiet Ausgangssperren anordnen können. „Mit einer Inzidenz in den vergangenen Tagen im Bereich über 100 bewegen sich die Zahlen noch immer im kritischen Bereich und wir nutzen diese Kann-Verordnung als geeignetes Mittel, um mit der Ausgangssperre ein weiteres Ausbreiten des Infektionsgeschehens zu unterbinden“, sagt Burgdorf.
 
Ab einer Inzidenz von 150 sollen nach der Landesverordnung Ausgangssperren verhängt werden. Zum Zeitpunkt des Inkrafttretens der Ausganssperre im Landkreis Emsland am 31. März war die Inzidenz mit 198,2 angegeben, lag bereits die Tage zuvor ebenfalls in diesem hohen Bereich und überschritt damit die in der Landesverordnung angegebene Grenze von 150 deutlich.
 
Damit wird den Bürgerinnen und Bürgern auch in den kommenden Tagen das Verlassen des privaten Wohnbereichs in der Zeit von 21 Uhr bis 5 Uhr untersagt. Dies gilt nicht bei triftigen Gründen wie beispielsweise Arztbesuchen oder die Fahrt zur Arbeit.
Das Oberverwaltungsgericht Lüneburg hatte die Stadt Hannover per Beschluss dazu aufgefordert, die Ausgangssperre in der Landeshauptstadt aufzuheben.

Positives Corona-Testergebnis per SMS-Nachricht Gesundheitsamt setzt auf zusätzliche Benachrichtigungsform

Meppen. Im Zuge der so genannten „Containment-Strategie“ werden dem Gesundheitsamt des Landkreises Emsland positive Corona-Testergebnisse durch die Labore gemeldet, so dass im Anschluss die telefonische Kontaktaufnahme mit der infizierten Person, die Anordnung einer Quarantäne sowie die Ermittlung der direkten Kontakte starten kann. Um diesen Prozess zu beschleunigen, setzt der Landkreis nun auf ein weiteres Instrument: eine umgehende Befundmitteilung per SMS. „Personen mit einem Corona-Verdacht müssen schnell über ein positives Resultat informiert werden, da damit konkrete Folgen wie die Quarantäne einhergehen und nur so das direkte Umfeld geschützt werden kann. Hier kann uns der zusätzliche Weg der SMS-Befundmitteilung enorm helfen“, unterstreicht Landrat Marc-André Burgdorf.

Per Kurznachrichtendienst wird nicht nur das positive Testergebnis mitgeteilt, der Nutzer erhält auch konkrete Handlungsanweisungen und wird zudem aufgefordert, die eigenen Kontaktdaten zu vervollständigen und die Daten möglicher Kontaktpersonen in einem Onlineportal zu hinterlegen. Das System ist per Schnittstelle an die „SORMAS“-Software angebunden, die bundesweit zur Kontaktnachverfolgung empfohlen ist und bereits seit dem Frühjahr 2020 im Emsland im Einsatz ist.

Wichtig ist in diesem Kontext, dass die Arztpraxis, in der der PCR-Test erfolgt, die Kontaktdaten vollständig samt Mobilfunknummer notiert und mit der Probe an das Labor sendet. „Leider passiert es immer wieder, dass Namen oder Telefonnummern nicht vollständig oder unleserlich hinterlegt sind, was die weitere Arbeit unnötig erschwert und den bestmöglichen Infektionsschutz ausbremst. Hier sollten sowohl die getestete Person als auch die Beschäftigten in der Arztpraxis großen Wert auf Vollständigkeit legen“, nennt Inga Abeln, Leiterin der Abteilung Infektionsschutz beim Landkreis Emsland, die Voraussetzung für den erfolgreichen Einsatz der SMS-Benachrichtigung.

5500 Euro für Wälder, Moore und Insekten Naturschutzstiftung Emsland erhält Scheck von EMP

Meppen. Als Lingener Traditionsunternehmen liegt dem niedersächsischen Online-Versandhändler EMP direkte Unterstützung vor Ort von jeher selbstverständlich sehr am Herzen. Im Rahmen seines stetig wachsenden, vielfältigen Engagements im Bereich Nachhaltigkeit setzt EMP sich daher auch für den Erhalt der Natur im näheren Umfeld des Firmensitzes ein: “Wir finden es super wichtig, etwas zurückzugeben und in die Zukunft unserer Jüngsten zu investieren.” Dazu wurde im Rahmen einer Aktion am 24. Dezember 2020 Geld für die Naturschutzstiftung des Landkreises Emsland gesammelt. An diesem Tag ging von jeder Bestellung 1 Euro in den Spendentopf für die Umweltorganisation.

Der Erlös aus dieser Aktion, ein Scheck im Wert von 5.500 Euro, wurde nun von EMP durch CEO Ernst Trapp an die Naturschutzstiftung Emsland übergeben. Dazu fand am 15. März ein Treffen beim Naturschutzprojekt Talaue am Teglinger Bach in Meppen statt. Neben Trapp nahmen auch Landrat Marc-André Burgdorf, Bernhard van der Ahe, 1. Vorsitzender der Naturschutzstiftung, sowie deren Geschäftsführerin, Kirstin Meyer, und Maike Hoberg, stellv. Geschäftsführerin der Stiftung, teil. „Wir freuen uns sehr, dass mit EMP ein Unternehmen aus der Region die Naturschutzstiftung, die für die Region in Sachen Natur- und Umweltschutz steht und dafür unterwegs ist, mit einer großzügigen Spende unterstützt und danken dafür herzlich“, sagt Burgdorf. Der Tag war außerdem die erste Gelegenheit , die neuen Shirts zu bestaunen, die EMP anlässlich der Zusammenarbeit exklusiv und in limitierter Anzahl für das Team der Naturschutzstiftung designed und gesponsert hat.

Seit ihrer Gründung im Jahr 2005 pflegt die Naturschutzstiftung des Landkreises Emsland auf gemeinnütziger Basis rund 250 Hektar Flächen verschiedener Beschaffenheit, um die Natur im Emsland samt ihrer beheimateten Arten aufrechtzuerhalten und ihren Schutz zu gewährleisten. Das Spendengeld wird die Organisation zum Schutz der Lebensräume der heimischen Tiere und Pflanzen und zugunsten der Informations- und Öffentlichkeitsarbeit für die Natur verwenden, zum Beispiel für Naturführungen, Naturerlebnisaktionen und Informationsveranstaltungen. „Auch der für die Scheckübergabe gewählte Treffpunkt im Naturschutzprojekt Talaue am Teglinger Bach in Meppen steht beispielhaft für die zahlreichen und vielfältigen Initiativen der Stiftung und damit für die Möglichkeiten, für die die Spende genutzt werden kann“, sagt van der Ahe.

Über die Naturschutzstiftung Emsland

Die Naturschutzstiftung des Landkreises Emsland verfolgt das Ziel, die Natur und Landschaft mit ihrer biologischen Vielfalt zu erhalten. Dazu pflegt, schützt und erschafft sie Lebensräume für die heimischen Tier- und Pflanzenarten.

Neben der finanziellen Förderung und Beratung von Naturschutz- und Umweltbildungsprojekten gehören zu ihren Aufgaben die Initiierung und Umsetzung eigener großer und kleiner Naturschutzprojekte sowie Pflege bestehender und Erwerb weiterer Flächen für den Natur- und Artenschutz. Die Nähe zu den Menschen der Region wird zudem durch Aktionen, Führungen und Veranstaltungen mit dem Ziel, das Bewusstsein für die Wertschätzung der Umwelt zu wecken, aufrechterhalten. Der Umfang der Maßnahmen ist dabei groß: Es werden Wälder angepflanzt, Moore wiedervernässt, Bäche renaturiert, Teiche und Überflutungsauen angelegt sowie Blüh- und Wildblumenwiesen eingesät, um Insekten, Vögeln, Säugetieren, Fischen, Amphibien  und vielen mehr eine neue Heimat zu bieten. Hier können sich die Menschen oft selbst mit einbringen und aktiv helfen. 

Über EMP

EMP wurde 1986 von Fans für Fans gegründet und ist seither Europas Nummer 1 E-Commerce Company in Rock & Entertainment Merchandising. Das Sortiment besteht aus Textilien, Accessoires, Schmuck, Bild- sowie Tonträgern und vielem mehr. EMP steht seit jeher für einen von Individualität geprägten Lebensstil und möchte jeden dazu ermutigen, diesen auszuleben – ein Lebensgefühl, das Millionen Fans weltweit mit dieser Marke teilen.

Bild: (v. l.) Kirstin Meyer, Geschäftsführerin der Naturschutzstiftung, Landrat Marc-André Burgdorf, Bernhard van der Ahe, Vorsitzender der Naturschutzstiftung, Ernst Trapp, CEO EMP Lingen, und Maike Hoberg, stellv. Geschäftsführerin der Naturschutzstiftung, mit Scheck und den T-Shirts, die das Unternehmen EMP aus Anlass der Zusammenarbeit für das Team der Stiftung erstellt hat. (Foto: EMP)

Corona-Pandemie: Aktuelle Lage im Emsland Größere Infektionsgeschehen in Unternehmen und medizinischen Einrichtungen

Meppen. Aktuell weist der Landkreis Emsland eine Inzidenz von 109,2 auf. Damit hat sich die Inzidenz im Vergleich zur Vorwoche, da lag sie bei 79,5 nahezu verdoppelt. „Der starke Anstieg der Fallzahlen und damit der Inzidenz ist in mehreren großen Infektionsgeschehen begründet, die der Fachbereich Gesundheitsdienste des Landkreises Emsland eng begleitet“, sagt Landrat Marc-André Burgdorf. Momentan sind seit Auftreten der ersten beiden Fälle mit Virusvarianten Ende Januar insgesamt 68 Fälle mit der britischen Virusmutation B.1.1.7 im Landkreis Emsland bestätigt worden. Zudem kommt auch ein weiteres digitales Tool zum Einsatz, dass es ermöglicht, die Krankheitsverläufe leichter nachzuvollziehen. 

Betroffen vom Infektionsgeschehen sind insbesondere fünf medizinische Einrichtungen und sechs nicht-medizinische Einrichtungen. Insgesamt 154 Personen sind von dem Infektionsgeschehen in den medizinischen Einrichtungen betroffen. Dazu gehört das Nikolausstift in Rhede, in dem vier Mitarbeiter und elf Bewohner positiv auf Corona getestet worden sind. Im Heim war bereits Ende Januar die Zweitimpfung durchgeführt worden. Einen Nachweis von Virusmutationen gab es hier bislang nicht. In der Tagespflege in Lorup sind zwei Mitarbeiter und 20 Tagesgäste mit dem Coronavirus infiziert. Auch hier liegt bisher kein Nachweis einer Mutation vor. Das Infektionsgeschehen in der DRK Tagespflege in Herzlake umfasst zwei Mitarbeiter und acht Tagesgäste. Virusvarianten sind bislang nicht bestätigt worden. Im Marienhospital in Papenburg sind insgesamt 22 Mitarbeiter und 20 Patienten auf zwei Stationen betroffen. Neben einem Aufnahme- und Verlegestopp für eine der beiden betroffenen Stationen, gab es ebenfalls Beschränkungen für das dort beschäftigte Personal, das erst nach Ablauf einer Woche und zwei negativen Tests auch auf anderen Stationen wieder eingesetzt werden durfte. Wie es zu Infektionen in der weiteren Station kommen konnte, ist bislang noch unklar. Scheinbar hat es keinen Austausch zwischen den betroffenen Stationen gegeben. Die Ermittlungen des

Infektionsgeschehens dauern derzeit noch an. Die Hedon Klinik weist ein Infektionsgeschehen mit 44 Mitarbeitern und 21 Patienten auf. Trotz der ergriffenen Maßnahmen wie Isolation auf den Zimmern, Verpflichtung zum Tragen einer FFP2-Maske und weiteren umfangreichen Testungen kommt das Geschehen dort nicht zur Ruhe.

Bei den nicht-medizinischen Einrichtungen handelt es sich um Unternehmen und eine Bildungseinrichtung. Insgesamt 61 Infektionen konnten dort aktuell nachgewiesen werden. Wie beim Unternehmen Ems PreCab, das mit insgesamt 30 Mitarbeitern, davon 17 wohnhaft im Landkreis Emsland, betroffen ist. Weitere 37 Folgeinfektionen, davon 26 im Landkreis Emsland, resultieren aus dem dortigen Infektionsgeschehen. Ein weiteres Unternehmen aus Salzbergen verzeichnet einen Ausbruch mit neun Bauarbeitern, die in einer Wohngemeinschaft zusammenlebten. Hier wie auch bei Ems PreCab konnten die Virusvarianten B 1.1.7 nachgewiesen werden. In einem Betrieb in Meppen sind 17 Mitarbeiter positiv auf Corona getestet worden. Einen Nachweis einer Mutation gibt es dort bislang nicht. Auch in einem Unternehmen in Papenburg konnte ein Infektionsgeschehen mit zehn Mitarbeitern aktuell identifiziert werden. Darüber hinaus sind eine Kindertagesstätte in Thuine mit insgesamt sechs Betroffenen und eine Anwaltskanzlei in Papenburg mit insgesamt vier Betroffenen, von denen zwei Personen im Landkreis Emsland wohnhaft sind, ebenfalls Bestandteil des Pandemiegeschehens.

Mit Start heute wird es ein weiteres Hilfsmittel geben, um das Monitoring betroffener Kontaktpersonen zu verbessern. Durch ein neu eingeführtes digitales Symptomtagebuch können Kontaktpersonen ab sofort selbstständig an digitalen Endgeräten, beispielsweise an ihrem Handy, Einträge vornehmen und täglich an das Gesundheitsamt übermitteln. Eine telefonische Abfrage ist in diesem Fall nicht mehr notwendig. Das digitale Symptomtagebuch ist ein Modul im Programm SORMAS. SORMAS, das vom Helmholtz Institut entwickelt wurde, wird vom Landkreis Emsland für die strukturierte Erfassung von Indexpatienten und Kontaktpersonen genutzt und hält Daten in Echtzeit für alle Akteure bereit, die mit der Begleitung der Pandemie u. a. im Fachbereich Gesundheit befasst sind.

„Wollen unsere Mitbürger nicht alleine lassen“ Landkreis und Kommunen übersenden zum Impfstart Informationsschreiben mit Hilfsangebot

 

Meppen. In dieser Woche ist mit den Impfung der über 80-jährigen Personen, die nicht in Heimen leben, und bestimmte Berufsgruppen, die ebenfalls der Priorität 1 angehören, in den Impfzentren Lingen und Papenburg begonnen worden. Insgesamt etwa 600 Impfdosenstanden in den vergangenen Tagen zur Verfügung. Der Landkreis Emsland hat nun gemeinsam mit den 19 emsländischen Kommunen ein Informationsschreiben auf den Weg gebracht, dass den über 80-Jährigen impfbereiten Personen bei Bedarf Unterstützung rund um die Impfung anbietet. Landrat Marc-André Burgdorf und Matthias Lühn, Sprecher der Arbeitsgemeinschaft der Hauptverwaltungsbeamten, machten deutlich, dass das Unterstützungsangebot ab Montag, 8. Februar, gilt. Auch eine Liste der am häufigsten gestellten Fragen rund um das Impfen mit Antworten liegt diesem Schreiben bei.

Auch wenn das Verfahren insbesondere von ausreichenden Impfstoffmengen und vielen weiteren Faktoren abhängig ist, welche nicht in unseren Händen liegen, wollen wir gerade unsereälteren Mitbürgerinnen und Mitbürger in dieser Situation nicht alleine lassen und mit den emsländischen Städten und Gemeinden bekannte Ansprechpartner vor Ort anbieten, die Fragen zur Terminvereinbarung beantworten können und helfend zur Seite stehen. Zumal der landesweite Start der Terminvergabe schwierig verlief, betonen Burgdorf und Lühn. Mit der Unterstützung sei aber keine Beschleunigung bei der Terminvergabe verbunden. Die alleinige Verantwortung für die Terminvergabe liege beim Land Niedersachsen.

In den Rathäusern stehen ab Montag Mitarbeiter der Kommunen unter den jeweils im Schreiben angegebenen Telefonnummern beratend zur Verfügung für den Fall, dass Betroffene für eine Terminvereinbarung nicht auf eine Hilfsperson zurückgreifen können und unbedingt auf Unterstützung angewiesen sind.

Zudem heißt es im Schreiben weiter: Sollten Betroffene gesundheitsbedingt in ihrer Mobilität eingeschränkt sein, benötigen sie für eine kostenlose Taxifahrt eine Transportbescheinigung des Hausarztes. Eine Kostenübernahme muss mit den Krankenkassen geklärt werden. Sollte dies nicht der Fall sein, können die Transportbescheinigung und die Rechnung samt Bankverbindung auch beim Impfzentrum zur Übernahme der Kosten eingereicht werden.

Sollte es Personen gar nicht möglich sein ein Impfzentrum aufzusuchen, werden sie zuhause geimpft, sobald ein Impfstoff zugelassen und verfügbar ist, der auch vom jeweiligen Hausarzt verimpft werden kann.

Zudem enthält das Schreiben den Hinweis, dass zum Impftermin die Terminbestätigung, der Ausweis (auch wenn er abgelaufen sein sollte) und ein Impfpass (sofern dieser vorliegt) mitzubringen sind. Neben dem Anamnesebogen, der ausgefüllt zum Impfzentrum mitgebracht werden soll, ist dem Schreiben auch ein Merkblatt mit wichtigen Informationen beigefügt.

Das Merkblatt mit wichtigen Informationen befasst sich mit zahlreichen wesentlichen Fragenrund um die Impfung und den Wirkstoff, u. a. zur Verträglichkeit der Impfung, einer möglichen Beeinträchtigung der Fahrtüchtigkeit oder zu Wechselwirkungen mit einer bestehenden Medikation und sollte aufmerksam gelesen werden“, machen Burgdorf und Lühn deutlich.

Abschließend appellieren Burgdorf und Lühn eindringlich dafür, die Impfungen in Anspruch zu nehmen: „Zur Überwindung der Pandemie ist es unerlässlich, dass sich möglichst viele Menschen gegen das Corona-Virus impfen lassen. Wir hoffen, dass Sie von dem Impfangebot in den Impfzentren regen Gebrauch machen. Sie tun es für sich selbst und für Ihre Mitmenschen.

Aktuelle Wohnungsmarkt-Analyse für den Landkreis Emsland – Kein Wohnraum für Geringverdiener

Aktuelle Wohnungsmarkt-Analyse für den Landkreis Emsland

Kein Wohnraum für Geringverdiener – die Mieten für einfache Wohnungen stiegen 3,4-mal so stark wie die Lebenshaltungskosten

Neues Siegel als „Sozial-Kompass“ für den Wohnungsmarkt: „MEINFAIRMIETER“

Der Landkreis Emsland auf dem „Wohn-Prüfstand“ für Haushalte mit niedrigen Einkommen: Die vom Job-Center übernommenen Mieten für Single-Haushalte stiegen innerhalb von gut sechs Jahren (März 2014 bis August 2020) um 22,0 Prozent, während die Verbraucherpreise in diesem Zeitraum nur um 6,5 Prozent zulegten.

„Bei den Mieten wird oft rausgeholt, was rauszuholen ist. Dabei bauen Vermieter auf die Job-Center‘ als ‚zuverlässige Zahlstelle‘. Diese übernehmen zwar nur die Kosten für Wohnungen ‚einfachen Standards‘. Auf genau diese Wohnungen sind aber nicht nur Hartz-IV-Empfänger angewiesen, sondern eben auch die vielen anderen Haushalte mit niedrigen Einkommen“, sagt der Leiter des Pestel-Instituts, Matthias Günther. „Das Angebot an günstigen Wohnungen sei rar. Gerade Neuvermietungen nutzten viele Vermieter, um Maximalmieten zu erzielen“. Um eine bessere Orientierung bei Wohnungsangeboten zu bekommen, gibt es jetzt ein Mieter-Gütesiegel: „MEINFAIRMIETER“ prüft als Wohnungsmarkt-Label insbesondere die soziale Verantwortung von Vermietern. Matthias Günther hat die Gründung des Gütesiegels mit initiiert. Mehr Informationen unter: www.meinfairmieter.de.

Das Siegel sei ein „Sozial-Kompass für den Wohnungsmarkt“ – und für weite Teile der Bevölkerung relevant: Fast ein Viertel der Beschäftigten arbeitet nach Angaben des Pestel-Instituts bundesweit im Niedriglohnsektor: Vom Mindestlohnbezieher über Alleinerziehende bis hin zu Rentnern, die ihre kleine Rente mit einem Minijob aufbesserten. „Der Staat agiert inzwischen mangels eigener Wohnungen als Mietentreiber, weil er Mieten akzeptierten muss, bei denen viele Vermieter offensichtlich die Schmerzgrenze ausreizen“, so Matthias Günther.

Aber auch unter den Vermietern macht sich zunehmend Unmut breit. Vor allem die vielen noch vorhandenen Wohnungsgesellschaften in öffentlichem Eigentum und die Genossenschaften fühlen sich zu Unrecht in der Schublade der „gierigen Vermieter“ wieder.

„Wie alle anderen Unternehmen müssen auch Wohnungsunternehmen Gewinne erzielen, um langfristig bestehen zu können. Die Umsetzung jedes Mieterhöhungsspielraums ist dabei aber nicht nötig. Gerade beim Grundbedürfnis Wohnen kann der Grundsatz, dass der Gebrauch von Eigentum zugleich dem Wohle der Allgemeinheit dienen soll, nicht stark genug betont werden“, so Günther.

Auch hinter der Wohnungsmarkt-Analyse für den Landkreis Emsland steht das Gütesiegel „MEINFAIRMIETER“, das vom Pestel-Institut durch dessen Leiter, Matthias Günther, mit initiiert wurde. Faire Vermieter, ob öffentlich, genossenschaftlich oder privat, müssen für die Wohnungssuchenden erkennbar sein. In der Schaffung von Markttransparenz wird ein Schwerpunkt der Arbeit des Gütesiegels gesehen. „Aber natürlich werden wir auch wohnungspolitische Forderungen wie etwa die dringend notwendige Stärkung des Sozialwohnungsbestandes und die Verbesserung der Rahmenbedingungen für den Wohnungsbau insgesamt im Fokus haben“, betonen die Gründer des Gütesiegels. Denn letztlich hat eine unzureichende Wohnungspolitik dazu geführt, dass auch im Landkreis Emsland bei einem rechnerischen Defizit von nur 0,3 Prozent des Wohnungsbestands die Mieten für einfache Wohnungen stark gestiegen sind.

Fallzahlen im Landkreis Emsland Stand: 26.01.2021

Hier finden Sie eine Übersicht der bestätigten Corona-Fälle im Landkreis Emsland. 

Die Gesamtzahl der emsländischen Fälle, die Veränderung zum Vortag, die Zahl der Verstorbenen sowie insbesondere die für den Landkreis Emsland maßgebliche 7-Tagesinzidenz können täglich (auch an den Wochenenden) im Lagebericht des Landes Niedersachenabgerufen werden, der auch unten eingeblendet ist.

78 Verstöße gegen die Allgemeinverfügung im Emsland und in der Grafschaft Bentheim

Auch an diesem Wochenende waren Einsatzkräfte der Polizei in der Grafschaft Bentheim und dem Emsland unterwegs und haben Verstöße gegen die Allgemeinverfügungen beider Landkreise geahndet.

Sowohl am Freitag als auch am Samstag haben die Beamten mehrere Treffen von Personengruppen aufgelöst. Am Freitag wurde von den Polizisten ein Trinkgelage mit fünf Personen am Vechtesee in Nordhorn aufgelöst. Die Männer und Frauen im Alter zwischen 52 und 65 Jahren stammten aus verschiedenen Haushalten. Ein weiteres Treffen wurde am Freitagabend in Samern kontrolliert. Auch hier stammten die Personen aus mehreren Haushalten und hielten sich nicht an den Mindestabstand. Weitere private Treffen löste die Polizei am Samstag unter anderem in Sögel, Lingen, Freren und Schüttorf auf. Insgesamt wurden an diesem Wochenende in den beiden Landkreisen 78 Ordnungswidrigkeitsverfahren eingeleitet. Die genannten Sachverhalte stellen eine Auswahl dar. Die jeweils Betroffenen müssen mit Strafen rechnen.

Zweitimpfungen starten am Montag Landkreis Emsland wartet auf Impfstoff – Über 4500 Impfungen vorgenommen

Meppen. Der Landkreis Emsland musste die Impfungen vorerst einstellen – es fehlt an Impfstoff. Bis zum vergangenen Dienstag (18. Januar) sind insgesamt 4517 Impfungen durch die mobilen Teams der Impfzentren in Papenburg und Lingen in Senioren- und Pflegeheimen (Personal und Bewohner) sowie in Krankenhäusern und im Rettungsdienst durchgeführt worden, dann waren die vorhandenen Impfdosen verbraucht. Ab Montag, 25. Januar, allerdings sollen die Zweitimpfungen starten.


Bislang sind durch die mobilen Teams des
Impfzentrums Papenburg insgesamt 2330 Impfungen bei Personen, die zur priorisierten Kategorie I gehören, durchgeführt worden. Durch die Teams des Impfzentrums Lingen konnten insgesamt 2187 Erstimpfungen verteilt werden.

Allein 84 Prozent der gesamten Impfungen sind in den Senioren- und Pflegeheimen durchgeführt worden. Genau waren dies 1845 Impfungen durch die mobilen Teams des Impfzentrums Papenburg und weitere 1950 Impfungen durch die Teams des Impfzentrums in Lingen. Damit sind 63,25 Prozent der insgesamt rund 6000 Bewohner und Mitarbeiter in den Senioren- und Pflegeheimen durchgeimpft. Leider können seitdem keine Impfungen mehr stattfinden, da Impfstofflieferungen durch das Land nun zunächst ausbleiben“, erläutert Landrat Marc-André Burgdorf.

Ab Montag können aber die Zweitimpfungen in den Senioren- und Pflegeheimen durch die Impfteams aufgenommen werden. Das Land Niedersachsen hatte die Impfdosen für die Zweitimpfungen eingelagert. „Damit kann der vollständige Impfschutz erreicht werden“, betont Burgdorf. Er wünsche sich aber, dass der Impfprozess grundsätzlich schneller vorankäme. Der Landkreis Emsland hat sich zum Ziel gesetzt, bis Mitte Februar alle Bewohner und Mitarbeiter von Senioren- und Pflegeheimen mit einer Zweitimpfung versorgt zu haben. „Es ist fraglich, ob diese Maßgabe unter diesen Voraussetzungen noch eingehalten werden kann. Wir hoffen aber, dass wir schnellstmöglich vom Land neue Impfstofflieferungen erhalten“, betont Burgdorf. Er appelliere auch an die Geduld der Emsländerinnen und Emsländer, denn selbst wenn es möglicherweise jetzt etwas länger dauert, bekommt am Ende jeder Impfwillige eine Impfung“.

 

Maskenpflicht auch im „Szenario B“ – Landkreis Emsland weitet Schutzvorkehrungen in Schulen aus

 

Meppen. Der Landkreis Emsland hält seine Allgemeinverfügung vom Oktober zur Maskenpflicht an Schulen ab der Sekundarstufe I (Klasse 5) weiter aufrecht und geht damit über das Regelwerk des Niedersächsischen Kultusministeriums hinaus. Demnach besteht beim so genannten „Szenario B“ (Schule im Wechselmodell) im Landkreis Emsland ebenfalls eine Verpflichtung zum Tragen einer Mund-Nasen-Bedeckung im Unterricht, die das Land in seiner Verfügung in einem solchen Fall nicht vorsieht.

Nach der Allgemeinverfügung des Landkreises Emsland hat somit jede Person an allen öffentlichen und privaten allgemeinbildenden Schulen des Sekundarbereichs I und II und an allen öffentlichen und privaten berufsbildenden Schulen während des Unterrichts (mit Ausnahme des Sportunterrichts) eine Mund-Nasen-Bedeckung zu tragen. Das gilt für den eingeschränkten Regelbetrieb genauso wie für das Szenario B. Personen mit einer körperlichen, geistigen oder psychischen Beeinträchtigung oder einer Vorerkrankung sind vom Tragen einer Mund-Nasen-Bedeckung ausgenommen, wenn sie dies durch ein ärztliches Attest oder eine amtliche Bescheinigung glaubhaft machen können.

Ein Wechsel in Szenario B wird durch die Schulleitung festgelegt und ist erforderlich, wenn im Landkreis Emsland die 7-Tage-Inzidenz 100 oder mehr beträgt und zusätzlich eine weitere Infektionsschutzmaßnahme in der Schule angeordnet wurde, d. h. mindestens eine Lerngruppe wie zum Beispiel eine Schulklasse, eine Kohorte oder ein Schuljahrgang von einer Quarantäneanordnung betroffen ist. Soweit nur einzelne Schülerinnen und Schüler oder einzelne Beschäftigte, jedoch keine gesamte Schulklasse, Kohorte oder kein gesamter Schuljahrgang betroffen sind, ist die Voraussetzung für ein Szenario B nicht erfüllt. Der Schulbetrieb im Szenario B ist für die Dauer von 14 Tagen vorgesehen. Nach Ablauf der 14 Tage kehrt die Schule eigenverantwortlich in den eigenschränkten Regelbetrieb zurück.

 

Mund-Nasen-Schutz auf allen Wochenmärkten Landkreis Emsland erlässt Allgemeinverfügung – Gültig bis Ende November

Der Landkreis Emsland erlässt auf der Grundlage der aktuellen Niedersächsischen Corona-Verordnung eine Allgemeinverfügung für das gesamte Gebiet des Landkreises Emsland, wonach auf allen Wochenmärkten ein textiler Mund-Nasen-Schutz zu tragen ist. Dies gilt auch, wenn ein Abstand von 1,5 Metern zu anderen Personen gewahrt werden kann.

Der Landkreis Emsland ist nach der Landesverordnung angehalten, Örtlichkeiten festzulegen, an denen eine Mund-Nasen-Bedeckung zu tragen ist. Eine ursprünglich mit angedachte Regelung für Fußgängerzonen wurde nach intensiver Prüfung – da räumlich und zeitlich nicht einzugrenzen – für unverhältnismäßig erachtet und kam daher nicht in Frage. Betroffen von der Maskenpflicht auf Wochenmärkten sind nunmehr Marktbesucher genauso wie Marktbeschicker und Passanten. Ausgenommen sind Personen, denen aufgrund einer körperlichen, geistigen oder psychischen Beeinträchtigung oder einer Vorerkrankung das Tragen eines Mund-Nasen-Schutzes nicht zuzumuten ist und dieses durch Vorlage eines ärztlichen Attestes oder einer vergleichbaren amtlichen Bescheinigung glaubhaft gemacht werden kann. Auch Kinder bis zur Vollendung des 6. Lebensjahrs sind von der Verpflichtung befreit. 

„Angesichts der stetig steigenden Fallzahlen und der hohen 7-Tagesinzidenz im Landkreis Emsland erscheint diese Maßnahme im Interesse des Gesundheitsschutzes zwingend erforderlich“, betont Landrat Marc-André Burgdorf. Die Coronafälle treten zudem im gesamten Kreisgebiet auf und sind nicht auf einzelne Einrichtungen und Kommunen beschränkt. Auf den stärker frequentierten Wochenmärkten können die Abstände nicht immer eingehalten werden. Dies birgt nach Einschätzung des Landkreises Emsland eine erhebliche Gefahr der Weiterverbreitung. Die Maskenpflicht auf Wochenmärkten sei ein weiteres geeignetes Mittel, um die Ausbreitungsdynamik der Coronapandemie zu verlangsamen und Infektionsketten zu unterbrechen, betont Burgdorf. Davon unabhängig sollte überall dort, wo ein Abstand von 1,5 m nicht eingehalten werden könne, eine Mund-Nasen-Bedeckung getragen werden, appelliert der Landrat.

Die Allgemeinverfügung tritt am Mittwoch, 4. November, in Kraft und gilt bis einschließlich 30. November. Eine Verlängerung oder Verkürzung der Wirkungsdauer ist möglich.

Jeder Verstoß gegen die Anordnung kann mit einer Geldbuße von bis zu 25.000 Euro geahndet werden.

 

Landrat befindet sich in Quarantäne Als Kontaktperson betroffen – 14 Tage Homeoffice

Meppen. Landrat Marc-André Burgdorf sowie der Dezernent für Kreisentwicklung, Michael Steffens, befinden sich als Kontaktpersonen ersten Grades aktuell in häuslicher Quarantäne. In den kommenden 14 Tagen werden beide von Zuhause aus arbeiten. Sie sind in einem guten gesundheitlichen Zustand.

 

Am Freitag (30. Oktober) waren der  Landrat und Dezernent Steffens bei einem dienstlichen Gespräch, das unter Coronabedinungen mit Abständen und Hygienevorkehrungen stattgefunden hatte, mit einer Person zusammengekommen, die sich am vergangenen Samstag (31. Oktober) als mit dem Coronavirus infiziert herausgestellt hat. Im Rahmen der Containment-Strategie hat hier als vorbeugende Maßnahme zum weiteren Infektionsschutz die Kontaktnachverfolgung mit anschließender Quarantäne gegriffen.

Leitstelle Ems-Vechte führt softwaregestützte Bearbeitung ein – Informationsveranstaltung

Meppen. Anfang 2021 wird der heute noch virtuelle Leitstellenverbund Ems-Vechte zum gemeinsamen Standort vorerst im Kreishaus in Meppen zusammengeführt, bis die neue gemeinsame Leitstelle von Landkreis Emsland und Landkreis Grafschaft-Bentheim in Meppen-Versen fertiggestellt ist. Bereits jetzt beginnen die technischen Vorbereitungen und Schulungen der Disponenten. Sie erhalten künftig Unterstützung durch ein neues digitales Notrufabfragesystem. In einer virtuellen Veranstaltung im Meppener Kreishaus wurden die Disponenten über die neue Technologie informiert.

Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter von Rettungsdienst, Feuerwehren, Krankenhäusern der Region und sonstige Einrichtungen, mit denen die Aufgaben der Leitstelle eng verbunden sind, nahmen teil, um das neue System kennenzulernen. „Die Leitstelle Ems-Vechte hat sich wie auch die Rettungsleitstellen von Stadt und Landkreis Osnabrück, der Freien Hansestadt Bremen und der Großleitstelle Oldenburg dafür entschieden, dieses weltweit führende und wissenschaftlich renommierte Notrufbearbeitungssystem einzuführen. Das ist ein Qualitätssprung nach vorne“, erläutert Landrat Marc-André Burgdorf.

Leitstellen seien zuverlässig rund um die Uhr für Hilfeersuchen der Bürger über den Notruf 112 zu erreichen, sagt der Landrat. Sie garantieren nicht nur die schnellstmögliche Hilfe durch Rettungsdienst und Feuerwehr bei lebensbedrohlichen Situationen, schweren gesundheitlichen Schädigungen, zur Brandbekämpfung und technischen Hilfeleistung. „Sie sind zunehmend Ansprechpartner bei weniger bedrohlichen, aber von den Anrufern als dringlich empfundenen Gesundheitsstörungen“, so Burgdorf. Dies, aber auch die zunehmenden notfallmedizinischen Therapiemöglichkeiten, machten die Aufgaben der Disponenten in den Leitstellen immer anspruchsvoller. Neben der praktischen Einsatzerfahrung im Rettungsdienst und in der Feuerwehr seien somit zeitgemäße, softwaregeführte Abfrageprotokolle notwendig geworden. „Diese gewährleisten, dass sicher und gezielt alle entscheidenden Informationen in kürzester Zeit vom Anrufer erhalten werden, um schnellstmöglich die richtige Hilfe zum richtigen Ort zu entsenden und die geeigneten Erste-Hilfe-Anweisungen geben zu können“, ergänzt der zuständige Dezernent Michael Steffens.

Den Bürgern wird die Veränderung auffallen, wenn sie künftig den Notruf 112 in Anspruch nehmen müssen: Ihr Notruf wird nach einem immer gleichen, bewährten System der Fragenabfolge erfasst. Das kann durchaus dem Anrufer ausführlicher als bisher erscheinen, aber es gewährleistet, dass parallel zur Abfrage die richtige Hilfe alarmiert und auf dem Weg ist, sobald die zur Alarmierung notwendigen Informationen vorliegen. Die zusätzlichen Fragen verzögern nicht das Eintreffen von Rettungsdienst oder Feuerwehr, sondern dienen dem Erfassen zusätzlicher Details, um weitere Maßnahmen einleiten zu können, keine wichtigen Informationen außer Acht zu lassen und die richtigen ersten Anweisungen schon am Telefon geben zu können.

Bild: (v.l.): Michael Speer, Dr. Wolfgang Hagemann, Michael Albers, Christian Laucher, Dr. Harald Eversmann und Dezernent Michael Steffens machten sich mit dem neuen System vertraut. (Foto: Landkreis Emsland)

Vom Rheinland zurück ins Emsland Neuer Leiter des Kulturbereichs Dr. Philipp Scheid nimmt Arbeit auf 

Meppen. „Die Kultur im Landkreis Emsland ist durch einen besonderen Facettenreichtum gekennzeichnet. Neben großen Denkmälern und Sehenswürdigkeiten wie Schloss Clemenswerth schaffen zahlreiche Musikvereine, Freilichtbühnen, Kunst- und Kulturkreise sowie Heimatvereine die Grundlage für eine lebendige Kulturlandschaft.“ So beginnt die Stellenanzeige, mit der der Landkreis Emsland eine neue Leitung für den Kulturbereich suchte. „Diese spannende Vielfalt, die vom kulturellen Elan der emsländischen Bevölkerung ebenso zeugt wie von der besonderen Geschichte dieses Landkreises, hat auf mich schon immer einnehmend gewirkt“, sagt Dr. Philipp Scheid, der mit seiner Bewerbung im Auswahlverfahren überzeugt und seit dem 1. Mai die neue Aufgabe übernommen hat. 

Der in Lingen geborene und in Groß Hesepe aufgewachsene Scheid kehrt damit zu seinen Wurzeln zurück. In Meppen besuchte er das Ludwig-Windthorst-Gymnasium bis zum Abitur 2005, bevor er das Emsland für ein Bachelorstudium der Fächer Kunstgeschichte und Archäologie sowie Germanistik und vergleichende Literatur- und Kulturwissenschaften in Richtung Bonn verließ. Das nachfolgende Masterstudium im Studienfach Kunstgeschichte schloss er 2012 ebenfalls erfolgreich an der Universität Bonn ab. 2017 folgte die Promotion, in der Scheid sich mit der filmischen Darstellung von Stadt- und Naturlandschaften im Werk des Regisseurs Wim Wenders befasste.

Nach ersten Lehrerfahrungen an seiner früheren Universität in Bonn war der 34-Jährige von 2017 bis 2019 am Kunstgeschichtlichen Institut an der Universität in Marburg tätig. Zuletzt arbeitete er wieder als wissenschaftlicher Mitarbeiter am Kunsthistorischen Institut in Bonn. Darüber hinaus veröffentlichte er zahlreiche Publikationen zu film- und kunstwissenschaftlichen Themen und hielt Vorträge u. a. in Glasgow und den USA.

„Der berufliche Neuanfang, gewissermaßen der Wechsel vom Uni-Katheder auf den Amtssessel, verschafft mir nun die einmalige Chance, das kulturelle Leben im Emsland von neuem zu entdecken – und nach Möglichkeit auch mitgestalten zu können. Dass mein Dienstantritt mit der Coronakrise und damit einhergehenden Einschränkungen des Kulturbetriebs verbunden ist, schafft natürlich eine ganz besondere Herausforderung. Andererseits kommt uns in diesen Zeiten der Wert der Kultur für das Gemeinwohl noch stärker zum Bewusstsein. Ich hoffe, dass diese Wertschätzung gegenüber den Leistungen der Kulturschaffenden uns über Corona hinaus erhalten bleibt“, sagt Scheid.

In seiner neuen Aufgabe als Leiter der Abteilung Kultur ist Scheid dem Fachbereich Bildung angegliedert, der dem Dezernat des Ersten Kreisrats Martin Gerenkamp untersteht. Es fällt in seine Verantwortung, die Museen in Trägerschaft des Landkreises Emsland sowie sonstige hiesige kulturelle Einrichtungen zu betreuen. Zudem steht die örtliche und überörtliche Zusammenarbeit mit Institutionen, Vereinen, Behörden, Ministerien sowie Kultur- und Bildungseinrichtungen im Fokus.

 

 

Bild: Landrat Marc-André Burgdorf im Gespräch mit Dr. Philipp Scheid (r.). (Foto: Landkreis Emsland)

Zwei COVID-19-Fälle in einem Schlachtbetrieb Insgesamt über 770 Abstriche in zwei Unternehmen durchgeführt

Meppen. Der Landkreis Emsland kontrolliert derzeit in verstärktem Maß die drei fleischverarbeitenden Unternehmen im Emsland, die vom Erlass des Landes Niedersachsen betroffen sind. Die im Emsland laufenden Kontrollen haben aktuell in einem Betrieb zwei COVID-19-Erkrankungen von zwei fest angestellten Mitarbeitern, die im Emsland wohnen, ergeben.

In dem betroffenen Unternehmen sind bisher insgesamt 632 Rachenabstriche vorgenommen worden.

Bei einem anderen im Emsland ansässigen Betrieb sind aktuell keine positiven Fälle aufgetreten. Die insgesamt 140 Abstriche, die am vergangenen Freitag (15. Mai) bei Werkvertragsmitarbeiterinnen und -mitarbeitern durchgeführt worden waren, fielen im Ergebnis durchweg negativ aus. Es handelte sich um die Belegschaft eines Subunternehmens, die im Auftrag des emsländischen Betriebs tätig war.  

Derzeit sieht die Teststrategie des Landkreises Emsland vor, alle symptomatischen Personen und alle Kontaktpersonen in Schlachthöfen zu testen. Der Landkreis setzt damit den Erlass des Landes Niedersachsen vom 11. Mai 2020 um. Es bleibt abzuwarten, ob durch das Land Niedersachsen anderweitige Regelungen getroffen werden. Mögliche, neu erforderliche Maßnahmen wird der Landkreis Emsland dann umgehend umsetzen.

Darüber hinaus werden nach derzeitiger Erlasslage auch die Unterkünfte kontrolliert. Der Landkreis Emsland hatte vor dem Hintergrund der Coronapandemie bereits Ende März die Betreiber und Eigentümer der bekannten Unterkünfte für Werkvertragsarbeiter in Schlachtbetrieben über die geltenden Hygieneregelungen informiert und veranlasst, dass die Bewohner der Unterkünfte entsprechend informiert werden. Danach soll eine Unterbringung möglichst in Einzelzimmern erfolgen. Ende April war ein Kontrollteam gebildet worden, das die Einhaltung der Regeln in den Betrieben und zugehörigen Unterkünften überprüft.

Dabei hat der Landkreis Emsland als orientierendes Maß eine Fläche von mindestens 6 qm pro Person bzw. bei Paaren 10 qm festgelegt. Sind mehrere Personen in einem Raum untergebracht, ist bis auf Paare ein Mindestabstand der Betten von 2 m notwendig. Bei der Unterbringung von männlichen und weiblichen Bewohnern in einer Wohnung müssen die Voraussetzungen für deren getrennte Unterbringung gegeben sein.

Ein WC und eine Dusche pro fünf bis sechs Bewohner sollte nach Möglichkeit eingehalten werden. Diese emsländischen Vorgaben sichern auch angesichts der aktuellen Pandemielage eine infektionshygienisch angemessene Unterbringung.

 

 

Appell an regionale Unternehmen: Ausbildungsengagement im Emsland und der Grafschaft Bentheim fortsetzen

Anlässlich der Corona-Krise appellieren die Landkreise Emsland und Grafschaft Bentheim, IHK und Handwerkskammer sowie die Agentur für Arbeit Nordhorn gemeinsam an die Unternehmen, ihr bisher gezeigtes hohes Ausbildungsengagement auch im kommenden Ausbildungsjahr fortzusetzen. Bestehende Ausbildungsverhältnisse sollten nicht vorzeitig gelöst werden. Stattdessen sollten die Betriebe ihren Auszubildenden möglichst die Chance auf einen erfolgreichen Berufsabschluss erhalten.

Die fünf Unterzeichner des Appells zeigen dabei Verständnis für die Zukunftssorgen der Unternehmen, die sich die Frage stellten, ob und wie sie die betriebliche Ausbildung aufrechterhalten könnten. „Berufsausbildung ist allerdings eine Investition in die Zukunft und eine wichtige Chance zur Sicherung des eigenen Fachkräftenachwuchses nach Überwindung der Krise. Trotz der derzeit schwierigen Situation sollten Entscheidungen rund um die betriebliche Ausbildung daher nicht nur aus kurzfristigen finanziellen Erwägungen getroffen werden“, erklärten dazu Marco Graf und Sven Ruschhaupt, die beiden Hauptgeschäftsführer der IHK bzw. der Handwerkskammer (HWK) Osnabrück-Emsland-Grafschaft Bentheim.

Von den Herausforderungen der Corona-Pandemie sind rund 8.400 allein bei IHK und HWK registrierte Auszubildende im Emsland und in der Grafschaft Bentheim betroffen. „Diese hoffnungsvollen Nachwuchs-Fachkräfte aus der Region sollten ihre Berufsausbildung erfolgreich abschließen können und in der Region eine berufliche Perspektive finden. Die jungen Menschen werden dringend gebraucht“, bekräftigten Marc-André Burgdorf und Uwe Fietzek, Landräte der Landkreise Emsland und Grafschaft Bentheim.

„Für den erfolgreichen Abschluss einer Ausbildung in Krisenzeiten stehen bewährte wie auch neue Instrumente zur Verfügung“, unterstrich Hans-Joachim Haming, Vorsitzender der Geschäftsführung der Agentur für Arbeit Nordhorn. So könnten z. B. Auszubildende mit ihrer Zustimmung an Partnerbetriebe ausgeliehen werden. Für die Vermittlung stünden Experten der Arbeitsagentur und der Kammern zur Verfügung.

Ansprechpartner: IHK, Eckhard Lammers, Tel.: 0541 353-410, E-Mail: lammers@osnabrueck.ihk.de

Anlage: Appell: Fachkräftenachwuchs sichern – Ausbildungsengagement fortsetzen!