Bundespolizei vollstreckt Haftbefehl / 36-Jähriger musste ins Gefängnis.

Bad Bentheim  – Die Bundespolizei hat am Freitagabend den offenen Haftbefehl gegen einen 36-Jährigen vollstreckt. Er musste ins Gefängnis.

Der Mann war Fahrgast in einem grenzüberschreitend verkehrenden Reisezug aus den Niederlanden. Bundespolizisten hatten den 36-Jährigen im Rahmen der grenzpolizeilichen Überwachung der Binnengrenze zu den Niederlanden im Bahnhof Bad Bentheim kontrolliert.

Bei der Überprüfung der Personalien des 36-jährigen deutschen Staatsangehörigen stellten die Beamten fest, dass die Justiz mit Haftbefehl nach dem Mann fahnden ließ. Der Mann war im August 2021 wegen Betrug durch Unterschlagung verurteilt worden. Aus diesem Schuldspruch musste er noch eine Geldstrafe von 750,- Euro begleichen oder eine Ersatzfreiheitsstrafe von 75 Tagen verbüßen.

Da er die zu bezahlende Geldstrafe nicht zahlen konnte, wurde er direkt in die nächstgelegene Justizvollzugsanstalt gebracht.

Rund 4,4 Kilo Kokain und Schusswaffe mit Munition und Schalldämpfer beschlagnahmt

Rheine / BAB 30  – Fahndungserfolg gegen die internationale Rauschgiftkriminalität. In der Nacht von Samstag auf Sonntag haben Beamte der Bundespolizei einen 30-jährigen Drogenschmuggler festgenommen. Im Auto des Mannes waren rund 4,4 Kilo Kokain im Wert von mehr als 300.000 Euro und eine Schusswaffe mit 50 Schuss Munition versteckt. Er sitzt jetzt in Untersuchungshaft.

Rund 4,4 Kokain und eine Schusswaffe mit 50 Schuss Munition sowie ein Schalldämpfer wurden beschlagnahmt / Foto: Bundespolizei

Im Rahmen der grenzpolizeilichen Überwachungs- und Fahndungsmaßnahmen der Bundespolizei an der deutsch-niederländischen Binnengrenze, stoppte eine Streifenwagenbesatzung gegen 23:30 Uhr nachts, auf einem Parkplatz an der Ausfahrt Rheine – Dreierwalde der Autobahn 30, einen PKW mit dänischer Zulassung.

Bei der Durchsuchung des Autos entdeckten die Beamten in verschiedenen Verstecken insgesamt vier Päckchen von zusammengenommen rund 4,4 Kilo (brutto) Kokain und eine scharfe, aber nicht geladene Schusswaffe mit einem Zielpunktprojektor und Schalldämpfer sowie 50 Schuss Munition.

Damit endete der Drogentransport des 30-jährigen Dänen im deutsch-niederländischen Grenzraum. Er wurde von den Bundespolizisten festgenommen und zusammen mit dem beschlagnahmten Rauschgift sowie der Schusswaffe und der Munition für weitere Ermittlungen an die Beamten des Zollfahndungsamtes Essen übergeben.

Die Drogen haben zusammen einen Straßenhandelspreis von rund 310.000 Euro.

Der mutmaßliche Drogenschmuggler wurde am Sonntag auf Antrag der Staatsanwaltschaft Münster einem Haftrichter beim Amtsgericht Rheine vorgeführt.

Dieser erließ einen Haftbefehl gegen den 30-Jährigen. Er wurde der nächsten Justizvollzugsanstalt zugeführt. Die abschließenden Ermittlungen in diesem Fall werden vom Zollfahndungsamt Essen, am Dienstsitz in Nordhorn geführt.

Bedeutender archäologischer Goldfund aus Neuenhaus der Öffentlichkeit präsentiert

Bad Bentheim- Keine 5 cm im Durchmesser groß ist das Stück, das wie eine Münze aussieht. Ein Viertel ist abgerissen. Dennoch gut zu erkennen sind aber die Verzierungen in Form von gebogenen und verschlungenen Linien. Gut zu erkennen auch: die kleine Scheibe besteht im Wesentlichen aus Gold. Gefunden wurde dieser Gegenstand im Mai 2020 auf einem Maisacker im Neuenhauser Ortsteil Hilten. Die Einordnung durch die Wissenschaft besagt, dass es sich um einen sogenannten Goldbrakteat aus dem späten 6. oder frühen 7. Jahrhundert handelt. Am Mittwoch nun wurde der außergewöhnliche, durchaus spektakulär zu nennende Fund, im Historischen Rathaus von Neuenhaus der Öffentlichkeit vorgestellt.

Am Fundort: Landrat Uwe Fietzek, Bezirksarchäologin Dr. Jana Fries und Finder Peter Diesner

Wie bedeutsam dieser Fund einzuordnen ist, belegte nicht nur, dass Niedersachsens Wissenschaftsminister Björn Thümler eigens aus Hannover angereist war. Dr. Jana Esther Fries, Bezirksarchäologin des Niedersächsischen Landesamtes für Denkmalpflege (NLD), betonte in ihren Erläuterungen zum Fundstück dessen landesweite wissenschaftliche Bedeutung. Es handelt sich um einen der sehr wenigen Goldfunde aus jener Zeit in Niedersachsen. Goldbrakteaten wie dieser gelten als repräsentative Statussymbole frühmittelalterlicher Eliten. Der Neuenhauser Fund weist eine ebenso ungewöhnliche wie aufwändige Form der Verzierung auf, und damit auf einen fähigen Feinschmied. Dieser verarbeitete für die Zierscheibe etwa 80 Prozent Gold und 17  Prozent Silber.

Der sensationelle Fund ist zwei glücklichen Umständen zu verdanken, auf die Landrat Uwe Fietzek in seiner kurzen Ansprache hinwies. Es handelte sich nicht etwa um eine gezielte archäologische Grabung oder eine Erkundung mit Metalldetektoren, sondern um einen zufälligen Fund. Peter Diesner war ehrenamtlich mit dem Markieren von Kiebitznestern beschäftigt, als er auf einem Maisacker in Hilten auf das ungewöhnliche Stück stieß. Der Finder reagierte geistesgegenwärtig und besonnen, indem er die Fachleute informierte. Die darauf einsetzende Meldekette führte über den ehrenamtlichen Beauftragten für Denkmalpflege und über die Untere Denkmalschutzbehörde des Landkreises schließlich hin zum Landesamt für Denkmalpflege.

Der etwa 1.400 Jahre alte Goldbrakteat (Foto: Julian Schierenbeck, NLD)

Auf diese Weise konnte ein etwa 1.400 Jahre altes einzigartiges Artefakt für die Nachwelt gesichert werden. Der Fund gehört zu den Goldbrakteaten des frühen Mittelalters. Diese kommen vor allem im 5. und 6. Jahrhundert n. Chr. vor. Sie sind im südlichen Skandinavien, Norddeutschland, England und den Niederlanden verbreitet, vereinzelt auch in Polen und Frankreich. Ihre Zahl in Deutschland ist sehr überschaubar und dürfte nicht über 30 betragen, wie die Bezirksarchäologin Dr. Jana Esther Fries (NLD) erläuterte. Der Fundort ist allerdings nicht der ursprünglich Ablageort. Wie Untersuchungen des NLD ergaben, ist der Oberboden am Fundort verlagert. Es gibt Hinweise, dass er ursprünglich aus dem Bereich eines nahegelegene (ca. 500 m) Regenwasserrückhaltebeckens stammt, dieses kann jedoch nicht mehr mit Sicherheit belegt werden. Wegen der hohen Bedeutung des Fundes hat das Land Niedersachsen das Schatzregal angewandt, wodurch das Stück Eigentum des Landes geworden ist.

Landrat Uwe Fietzek betonte, dass der Landkreis das Originalstück aber gern übergangsweise interessierten Bürgerinnen und Bürgern zeigen wolle, bevor es dauerhaft an das Landesmuseum in Oldenburg gehe. Derzeit liefen Abstimmungen, den Fund auf der Burg in Bad Bentheim zu präsentieren. Dort befände sich bereits der wesentlich ältere goldene Becher von Gölenkamp aus der Bronzezeit. Es sei reizvoll, die beiden bedeutendsten Goldfunde der Grafschaft gemeinsam nebeneinander zu zeigen.

380.000 Euro für nachhaltige Projekte in der Grafschaft Bentheim

380.000 Euro für nachhaltige Projekte in der Grafschaft Bentheim – Lokale Aktionsgruppe Region Grafschaft Bentheim e.V. freut sich über Förderung

Die Lokale Aktionsgruppe Region Grafschaft Bentheim (LAG) hat allen Grund zur Freude. Neben 21 anderen LEADER-Regionen in Niedersachsen erhielt auch die Region Grafschaft Bentheim erneut eine Zusage des niedersächsischen Landwirtschaftsministeriums über LEADER-Mittel in Höhe von 380.000 Euro. Für die nächsten eineinhalb Jahre können also weiterhin regionale und nachhaltige Projekte geplant und umgesetzt werden.

Mit Hilfe des EU-Programms konnten bereits über die letzten fünfzehn Jahre diverse Projekte im Landkreis Grafschaft Bentheim erfolgreich realisiert werden, darunter das vor kurzem gestartete Grafschafter E-Car-Sharing, die Grafschafter Spurensuche oder auch die Grenzerlebnisstationen. Die LAG nimmt bereits zum zweiten Mal am LEADER-Programm zu Entwicklung ländlicher Räume teil und plant dieses auch für die nächste Förderphase im Jahr 2023. Voraussichtlich nach diesem Sommer wird dann erneut über öffentliche Beteiligungsprozesse gemeinsam von Landkreis, Kommunen, Vereinen und interessierten Bürgerinnen und Bürgern ein Regionales Entwicklungskonzept erarbeitet.

„Mit dem zusätzlichen Geld können wir in der Übergangszeit bis Ende 2022 auch noch weitere Projektideen umsetzen“, freut sich die LAG-Vorsitzende, Kreisrätin Gunda Gülker-Alsmeier. „Einige Projekte stehen bereits in der Pipeline. Gerne können noch weitere Ideen an das Regionalmanagement herangetragen werden“. Regionalmanagerin Désirée Grandke ergänzt: „Insbesondere Kommunen und gemeinnützige Vereine sind aufgefordert, Projekte, die einen Beitrag zum Zusammenleben in der Gesellschaft, zur Daseinsgrundversorgung oder zum Umwelt- und Klimaschutz in der Region leisten, einzureichen“. Weitere Informationen finden sich auf der Website www.region-grafschaft.de.

Drogenschmuggler-Pärchen auf der A30 bei Bad Bentheim erwischt

Bad Bentheim – Beamte der Bundespolizei haben gestern Nachmittag ein Pärchen erwischt, das rund 84 Gramm Marihuana über die deutsch-niederländische Grenze schmuggeln wollte.

Die 29-jährige Autofahrerin und ihr 32-jähriger Beifahrer, beide deutsche Staatsangehörige, waren mit ihrem PKW über die Autobahn 30 aus den Niederlanden nach Deutschland eingereist.

Im Rahmen der intensivierten grenzpolizeilichen Überwachung wurde das Auto von der Bundespolizei gestoppt und auf dem Rastplatz Waldseite Süd kontrolliert.

Bei der Durchsuchung des Autos entdeckten die Beamten mehrere Tütchen mit insgesamt rund 84 Gramm Marihuana.

Die Drogen wurden beschlagnahmt und für die weiteren Ermittlungen an Beamte des Zollfahndungsamtes Essen übergeben. Das beschlagnahmte Marihuana hat einen Straßenverkaufswert von etwa 840,- Euro.

Die abschließenden Ermittlungen wegen des Drogenschmuggels werden vom Zollfahndungsamt Essen, am Dienstsitz in Nordhorn geführt.

Auszeichnung mit Gold: Landkreis Grafschaft Bentheim ist „Fahrradfreundlicher Arbeitgeber“

Dem Landkreis Grafschaft Bentheim wurde als erstem Arbeitgeber in Niedersachsen das begehrte Siegel „Fahrradfreundlicher Arbeitgeber“ in „Gold“ verliehen. Seit 2017 vergibt der Allgemeine Deutsche Fahrrad-Club e.V. (ADFC) diese EU-weite Zertifizierung.

„Die Auszeichnung mit „Gold“ ist ein toller Erfolg. Fahrradfreundliche Maßnahmen tragen zum betrieblichen Gesundheits- sowie Umweltmanagement bei und sind ein wesentlicher Bestandteil für nachhaltige Mobilität“, freut sich Landrat Uwe Fietzek.

Zu den Maßnahmen für eine Zertifizierung in „Gold“ gehören z. B. überdachte und beleuchtete Fahrradstellplätze mit Lademöglichkeiten für E-Bikes, eine Bereich für Fahrradreparaturen von Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern sowie E- Bikes und E-Lastenräder für dienstliche Fahrten.

Doch auch an Besucher wird gedacht. Der Landkreis verfügt über eingangsnahe Fahrradstellplätze sowie Fahrrad-Serviceboxen, die sich Besucher für kleinere Reparaturen Vorort leihen können.

„Durch die Zertifizierung möchten wir auch andere Unternehmen in der Grafschaft motivieren, sich beim ADFC als „Fahrradfreundlicher Arbeitgeber“ zu bewerben“, erläutert Landrat Fietzek.

Der Landkreis fördert die Kosten für die erfolgreiche Zertifizierung mit 50 % (max. 500 €) sowie die Anschaffung von Lastenrädern.

Informationen gibt es auch auf der Homepage des Landkreises unter www.grafschaft-bentheim.de.

Freuen sich über die Zertifizierung in „Gold“: v. l. n. r., Landrat Uwe Fietzek, Andreas K. Bittner (Vertreter ADFC-Bundesverband), Werner Burkhard (Vorsitzender, ADFC- Kreisverband Grafschaft Bentheim) und Frank Adenstedt (Leiter der Abteilung „Kreisstraßen und Mobilität“).

Grafschaft wird Hochinzidenzkommune – Kreisverwaltung erlässt Allgemeinverfügung für Kita- und Schulbereich

Die Grafschaft liegt seit drei Tagen über dem kritischen Inzidenzwert von 100. Wir haben das Infektionsgeschehen genauer betrachtet und sind zu dem Ergebnis gekommen, die Grafschaft zur Hochinzidenzkommune auszurufen, da nicht damit gerechnet werden kann, dass der Inzidenzwert in den kommenden Tagen deutlich sinken wird. Parallel hierzu wird eine Allgemeinverfügung erlassen, die den Betrieb in Kitas und Schulen einschränkt. Die damit verbundenen Maßnahmen gelten ab kommendem Montag“, erläutert Landrat Uwe Fietzek.

Die Verschärfung der Maßnahmen wird durch die Corona-Verordnung des Landes Niedersachsen vorgegeben. Aus diesem Grund gelten für den Landkreis Grafschaft Bentheim ab Montag, 19. April 2021, die folgenden Regelungen:

Kontaktbeschränkungen:

Ein Haushalt darf sich nur noch mit einer weiteren Person (zuzüglich der Kinder bis einschließlich sechs Jahren) treffen. Erforderliche Begleitpersonen werden dabei nicht eingerechnet. 

Kitas/Großtagespflege:

In der Großtagespflege nur noch ein eingeschränkter Betrieb statt. Der Betrieb von Kitas und Kinderhorten ist untersagt (Ausnahme: Notbetreuung in kleinen Gruppen).

Schulen:

Der Schulbesuch an allgemein- und berufsbildenden Schulen ist ab Montag, 19 untersagt (Ausnahmen: schriftliche Arbeiten und Abschlussprüfungen).

Ausgenommen sind Abschlussjahrgänge (d.h. die Klassen 9 und 10 sowie der Sek II. Bereich), Grundschulen, Förderschulen mit Schwerpunkt geistige Entwicklung und Tagesbildungsstätten.

Einzelhandel:

Der Einzelhandel muss wieder schließen, allerdings nur die Geschäfte die keinen täglichen Bedarf verkaufen. Die Beratung und der Verkauf von jeglicher Ware in den Geschäftsräumen (auch nach vorheriger Terminvereinbarung) sind unzulässig. Möglich bleibt aber die Auslieferung von bestellten Waren oder der Verkauf im Fernabsatz zur Abholung außerhalb der Geschäftsräume. Die Ausweitung der regelmäßigen Randsortimente ist unzulässig.

Einrichtungen:

Einrichtungen des Kultur- und Freizeitangebotes geschlossen (Theater, Opernhäuser, Konzerthäuser, Kulturzentren, Museen, Ausstellungen, Galerien, Kinos etc.) werden für den Publikumsverkehr und Besuche geschlossen. Geöffnet bleiben hingegen Bibliotheken, Büchereien, Zoos, Tierparks und tierparkähnliche Einrichtungen (insbesondere botanischen Gärten).

Individualsport:

Sportliche Betätigungen sind nur noch zu zweit oder mit Personen des eigenen Hausstands möglich. Die Ausnahme für die Sportausübung von bis zu 20 Kindern und Jugendlichen (bis 14 Jahren) unter freiem Himmel gilt nicht mehr. Es gelten hier die grundsätzlichen Regelungen für Individualsport (= zu zweit oder eigener Hausstand).

Hotels und Beherbergungsbetriebe:

Künftig ist die Versorgung der beherbergten Gäste in Hotels nur auf den Zimmern möglich.

 

Amtsarzt zunächst von Funktion im Impfzentrum entbunden – Landkreis leitet Prüfung ein

Grafschaft Bad Bentheim- Am Dienstagnachmittag wurde an den Landkreis Grafschaft Bentheim ein anonymer Hinweis herangetragen, in dem der Vorwurf erhoben wird, dass Dr. Gerd Vogelsang, Leiter des Gesundheitsamtes, die Impfung von Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern des Gesundheitsamtes veranlasst haben soll. Darunter sollen sich auch Personen befinden, die zu diesem Zeitpunkt nicht impfberechtigt waren.

„Es ist nun wichtig diesen Sachverhalt aufzuklären. Bereits am Tag des Hinweises haben wir die Prüfung eingeleitet“, so Landrat Uwe Fietzek.

Bis zur Klärung des Sachverhaltes wird Dr. Gerd Vogelsang von seiner Funktion bzw. seinen Tätigkeiten in Zusammenhang mit dem Impfzentrum entbunden. Seine Aufgabe als Amtsarzt wird er weiterhin ausüben.

Auf die Funktionsfähigkeit des Impfzentrums wird sich diese Entscheidung nicht auswirken.

Startschuss für das Grafschafter Carsharing Sieben E-Autos zwischen Emlichheim und Bad Bentheim

„Clever. Nachhaltig. Günstig.“, so lautet das Motto des neuen Grafschafter Carsharing, für das am heutigen Donnerstag, 1. April, der Startschuss fällt. Insgesamt sieben E-Autos stehen ab sofort im Landkreis Grafschaft Bentheim für die gemeinsame Nutzung zur Verfügung. Basis für das neue Angebot ist eine Kooperation zwischen dem Landkreis und der Osnabrücker Stadtwerke-Carsharing-Tochter stadtteilauto.

Die E-Fahrzeuge der Marke „Renault Zoe“ mit einer elektrischen Reichweite von 395 Kilometern (52 kWh-Batterie) sowie einer attraktiven Ausstattung mit Klimaanlage, Navigation und Rückfahrkamera sind an sieben ausgewählten Standorten am Marktplatz in Bad Bentheim, an den Rathäusern in Emlichheim, Schüttorf und Uelsen, an den Bahnhöfen in Neuenhaus und Nordhorn sowie am Schützenplatz in Wietmarschen-Lohne positioniert.

Neben den sieben Grafschafter Fahrzeugen können Nutzer des Grafschafter Carsharing auf viele weitere Fahrzeuge aller Klassen z.B. im Emsland, bei stadtteilauto in Osnabrück und Umgebung sowie bei weiteren Carsharing-Anbietern wie Stadtmobil und Cambio zugreifen. „Wir freuen uns, dass wir mit stadtteilauto Osnabrück einen etablierten und erfahrenen Carsharing-Anbieter gewinnen konnten, der es dank geschlossener Kooperationspartnerschaften allen zukünftigen Kunden ermöglicht, deutschlandweit in mehr als hundert Städten Carsharing-Fahrzeuge auch von Drittanbietern zu nutzen“, so Erster Kreisrat Dr. Michael Kiehl zum Projektstart. „Beispielsweise können Carsharing-Kunden aus der Grafschaft ab sofort bequem mit dem Zug Städte wie Hamburg, Bremen, Hannover oder Berlin erreichen und in der Nähe der jeweiligen Bahnhöfe mit der Grafschafter Kundenkarte Fahrzeuge der dortigen Carsharing-Anbieter buchen und nutzen“, verdeutlicht Dr. Kiehl die neuen Mobilitätsmöglichkeiten.

„Wir sind davon überzeugt, unseren Bürgerinnen und Bürgern ein attraktives Angebot vorhalten zu können und erhoffen uns hohe Nutzungszahlen“, blickt der Grafschafter Klimaschutzmanager Stephan Griesehop voraus. Griesehop ist dabei auf die Reaktionen, Rückmeldungen und Anregungen der Nutzer gespannt. „Die helfen uns, das klimafreundliche Mobilitätsangebot bei Bedarf zukünftig gemeinsam mit unseren Projektpartnern stadtteilauto, der Bentheimer Eisenbahn, den Nordhorner Versorgungsbetrieben nvb, die den Betrieb der Ladestationen sicherstellen, und den kreisangehörigen Kommunen weiterzuentwickeln und zu optimieren.“

Wichtig ist den Projektbeteiligten, dass das neue Angebot für Kundinnen und Kunden preislich attraktiv und übersichtlich gestaltet ist. So gibt es nur zwei Tarife: einen für Gelegenheitsfahrer und einen für Vielnutzer. Der Fahrtpreis setzt sich dabei aus einem Kilometer- und einem Zeitpreis zusammen: Der gefahrene Kilometer inkl. Ladekosten kostet 18 Cent (ab dem 101. Kilometer 13 Cent), die gefahrene Stunde 2,50 Euro bzw. drei Euro. Im Einsteigertarif „Mikro“ fallen darüber hinaus keine weiteren Grundgebühren an und es wird auf eine Mindestvertragslaufzeit verzichtet, sodass ein „Ausprobieren“ des neuen klimafreundlichen Angebots unkompliziert und ohne weitere Verpflichtungen möglich ist.

Neukunden können sich entweder online oder in lokalen Check-In-Büros bei den kreisangehörigen Kommunen, bei den Grafschafter Niederlassungen des Reisebüros Berndt und beim Grafschaft Bentheim Tourismus anmelden und registrieren. Die eigentliche Buchung der Fahrzeuge erfolgt via stadtteilauto-App, online oder telefonisch.

Zunächst bis Mitte 2023 ist das jetzige Angebot durch eingeworbene Fördermittel des Europäischen Landwirtschaftsfonds für die Entwicklung des ländlichen Raums („LEADER-Richtlinie“) und einer regionalen Kofinanzierung von Landkreis und kreisangehörigen Kommunen sichergestellt. Weitere Informationen zur Anmeldung und Buchung sowie zu den Standorten und Tarifen sind auf der neuen Webseite www.grafschafter-carsharing.de sowie in der stadtteilauto-App hinterlegt.

Bildunterschrift: Autos und Projektbeteiligte des Grafschafter E-Carsharing-Angebots zum Projektstart: v.l. Dr. Michael Angrick (Geschäftsführer Nordhorner Versorgungsbetriebe nvb), Dr. Michael Kiehl (Erster Kreisrat Landkreis Grafschaft Bentheim), Lea Hilling (Projektleitung stadtteilauto), Christian Kluck (Geschäftsführer stadtteilauto), Rita Kamlage (Amt für regionale Landesentwicklung), Désirée Grandke (Leader Regionalmanagerin Grafschaft Bentheim) und Stephan Griesehop (Klimaschutzmanager der Grafschaft Bentheim). Coronabedingt nicht anwesend sein konnten die Bürgermeister der kreisangehörigen Grafschafter Kommunen Thomas Berling (Stadt Nordhorn), Hajo Bosch (Samtgemeinde Uelsen), Daniela Kösters (Samtgemeinde Emlichheim), Günter Oldekamp (Samtgemeinde Neuenhaus), Dr. Volker Pannen (Stadt Bad Bentheim), Manfred Wellen (Gemeinde Wietmarschen) und Manfred Windhaus (Samtgemeinde Schüttorf) (obere Bildreihe von links) 

28-Jähriger verletzt zwei Polizeibeamte

Bad Bentheim – Am Donnerstagnachmittag ist es in der Kreissparkassenfiliale an der Bahnhofstraße zu einem Polizeieinsatz gekommen. Angestellte hatten die Beamten verständigt, weil ein Kunde trotz bestehenden Hausverbotes das Gebäude nicht verlassen wollte. Nachdem die Polizisten dem 28-Jährigen den Grund des Hausverbotes noch einmal erläuterten, sollte er vor die Tür begleitet werden. Der Mann ging unvermittelt auf die Beamten los, schlug einem von ihnen den Ellbogen ins Gesicht und biss dem anderen tief in den Unterarm. Unter Anwendung von einfacher körperlicher Gewalt und Pfefferspray wurde der renitente 28-Jährige unter Kontrolle gebracht und zur Dienststelle transportiert. Während die beiden Beamten sich zur Behandlung in unterschiedliche Krankenhäuser begeben mussten, konnte der 28-Jährige die Dienststelle nach Entnahme einer Blutprobe wieder verlassen. Die polizeilichen Ermittlungen laufen.

 

Erster Spatenstich für Radwegneubau an der Kreisstraße 19

Bad Bentheim- Es geht los mit dem Neubau des Radweges an der Kreisstraße 19! Der symbolische 1. Spatenstich fand vor wenigen Tagen statt. Der Erste Kreisrat Dr. Michael Kiehl stellte in seiner kurzen Ansprache die vielseitige Bedeutung der geplanten Baumaßnahme heraus: „Wir schaffen  nicht nur eine Verbesserung der Verkehrssicherheit für den unmotorisierten und motorisierten Verkehr, vor allem schaffen wir auch einen Radweg, der für Freizeitradler und Radtouristen sehr attraktiv ist.“ Schon jetzt erfreue sich der Radweg auf der Südseite des Piccardie-Coevorden-Kanals großer Beliebtheit.

(von links nach rechts): Knut Bischof, Landkreis Grafschaft Bentheim Frank Adenstedt, Landkreis Grafschaft Bentheim Erster Kreisrat Dr. Michael Kiehl, Landkreis Grafschaft Bentheim Josef Schwanken, (NLWKN) Ludger Evers, Beton- und Monierbau Hinrich Baumann, Beton- und Monierbau

Nach dem Ausbau des 2. Bauabschnittes wird der neue Radweg auch sämtlichen geltenden Anforderungen gerecht, beispielsweise wird der Radweg in einer Breite von ca. 2,5 m in Asphalt hergestellt. Ein herausragendes Merkmal ist auch die große Investitionssumme von weit über sechs Millionen Euro. „Eine Investition in den Radverkehr in dieser Größenordnung ist meines Wissens in Niedersachsen in diesem Jahr einmalig“, freute sich Dr. Kiehl. Die Realisierung sei nur möglich, da sich dankenswerterweise das Land Niedersachsen mit über dreieinhalb Millionen Euro und die anliegenden Gemeinden mit insgesamt 500.000 Euro beteiligen. „Aber von der ganzen Abwicklung her ist diese Maßnahme nur möglich, weil alle beteiligten Kommunen und Behörden vorbildlich zusammengearbeitet haben.“ Der Erste Kreisrat bedankte sich außerdem beim Niedersächsischen Landesbetrieb für Wasserwirtschaft, Küsten- und Naturschutz, Betriebsstelle Meppen, der große Teile seiner Flächen zur Verfügung stellt.

Besonders erfreulich für alle an der Maßnahme Beteiligten seien der große Anklang und das positive Feedback der Bevölkerung nach der Ankündigung der Realisierung dieses Radwegs.

78 Verstöße gegen die Allgemeinverfügung im Emsland und in der Grafschaft Bentheim

Auch an diesem Wochenende waren Einsatzkräfte der Polizei in der Grafschaft Bentheim und dem Emsland unterwegs und haben Verstöße gegen die Allgemeinverfügungen beider Landkreise geahndet.

Sowohl am Freitag als auch am Samstag haben die Beamten mehrere Treffen von Personengruppen aufgelöst. Am Freitag wurde von den Polizisten ein Trinkgelage mit fünf Personen am Vechtesee in Nordhorn aufgelöst. Die Männer und Frauen im Alter zwischen 52 und 65 Jahren stammten aus verschiedenen Haushalten. Ein weiteres Treffen wurde am Freitagabend in Samern kontrolliert. Auch hier stammten die Personen aus mehreren Haushalten und hielten sich nicht an den Mindestabstand. Weitere private Treffen löste die Polizei am Samstag unter anderem in Sögel, Lingen, Freren und Schüttorf auf. Insgesamt wurden an diesem Wochenende in den beiden Landkreisen 78 Ordnungswidrigkeitsverfahren eingeleitet. Die genannten Sachverhalte stellen eine Auswahl dar. Die jeweils Betroffenen müssen mit Strafen rechnen.

Landkreis Grafschaft Bentheim entlastet Kommunen bei KiTas um 1,75 Mio. Euro


Um rund 1,75 Millionen Euro will der Landkreis 2021/22 seine Betriebskostenzuschüsse für die KiTas erhöhen. Für die ersten sieben Monate des Jahres 2021 sollen 1,02 Mio. Euro an die Gemeinden, in denen sich KiTas befinden, ausgezahlt werden. Mit dem Beginn des Kindergartenjahres 2021/22 am 1. August ist vorgesehen, die Betriebskostenzuschüsse an die Träger der Kindertagesstätten dann dauerhaft um 25 Prozent zu erhöhen. Für die Monate Juli bis Dezember 2021 bedeutet dieses ein Mehr von rund 730.000 Euro. Damit steigen die Ansätze im Haushalt des Landkreises von bisher 7,5 Mio. Euro auf 9,25 Mio. Euro.

„Die Betreuung der Grafschafter Kinder liegt uns am Herzen“, betont Landrat Uwe Fietzek. „Wir haben die Situation, dass heute sehr viele Kinder vor der Einschulung ein Betreuungsangebot wahrnehmen. Dabei geht es schon längst nicht mehr nur um die Frage der Betreuung, während die Eltern arbeiten. Seit PISA ist Konsens: Kitas sind Bildungseinrichtungen. Sie legen das Fundament für den weiteren Weg.“ Mit den erhöhten Zahlungen des Landkreises an die Träger der KiTas werde automatisch der Finanzierungsanteil der Kommunen verringert. „Gerade hier drückt der Schuh wegen der zunehmend steigenden Aufwendungen besonders“, erläutert Landrat Fietzek die Maßnahme.

Kokain im Wert von rund 35.000 Euro beschlagnahmt /

Bad Bentheim – Beamte der Bundespolizei haben Dienstagvormittag im Bahnhof Bad Bentheim einen 31-jährigen Drogenschmuggler festgenommen. Der Mann wollte rund ein halbes Kilo Kokain im Wert von etwa 35.000 Euro über die deutsch-niederländische Grenze schmuggeln. Der Drogenkurier sitzt jetzt in Untersuchungshaft.

Der 31-Jährige war mit einem Bus aus den Niederlanden nach Deutschland eingereist und wollte jetzt mit dem Zug weiterreisen. Im Rahmen der grenzpolizeilichen Überwachung wurde der Niederländer gegen 10:00 Uhr im Bahnhof Bad Bentheim von einer Streife der Bundespolizei kontrolliert.

Bei der Überprüfung wirkte der 31-Jährige auffallend aufgeregt. Außerdem fiel den Beamten im Oberkörperbereich des Mannes eine ungewöhnliche Ausbeulung seines Pullovers auf. Der Grund dafür stellte sich bei der Durchsuchung heraus. Der Mann wollte rund 500 Gramm Kokain aus den Niederlanden nach Deutschland schmuggeln, das er in einem Beutel unter seiner Oberbekleidung verstecken wollte. Außerdem hatte er einen Schlagring griffbereit dabei.

Der 31-Jährige wurde vorläufig festgenommen und zusammen mit den Drogen an die Beamten des Zollfahndungsamtes Essen für weitere Ermittlungen übergeben. Das beschlagnahmte Kokain hat einen „Straßenhandelspreis“ von ca. 35.000,- Euro.

Der Drogenschmuggler wurde auf Antrag der Staatsanwaltschaft Osnabrück einem Haftrichter beim Amtsgericht Nordhorn vorgeführt. Dieser erließ Haftbefehl gegen den 31-Jährigen. Er wurde in eine Justizvollzugsanstalt gebracht.

Die abschließenden Ermittlungen werden vom Zollfahndungsamt Essen, am Dienstsitz in Nordhorn geführt.

Bundespolizei nimmt gesuchten Straftäter fest / 31-Jähriger muss für 267 Tage ins Gefängnis

Ein mit Haftbefehl gesuchter 31-Jähriger ist Freitagnachmittag im Bahnhof Bad Bentheim von der Bundespolizei verhaftet worden. Der Mann muss für knapp neun Monate ins Gefängnis.

Der 31-Jährige war Fahrgast in einem international verkehrenden Reisezug aus den Niederlanden. Bundespolizisten hatten ihn gegen 15:15 Uhr im Rahmen der grenzpolizeilichen Überwachung der Binnengrenze zu den Niederlanden im Bahnhof Bad Bentheim kontrolliert.

Bei der Überprüfung der Personalien im polizeilichen Fahndungssystem stellten die Beamten fest, dass der 31-jährige Algerier von der Justiz mit Haftbefehl gesucht wurde. Er war im Jahr 2015 wegen schwerer räuberischer Erpressung in Tateinheit mit gefährlicher Körperverletzung und gemeinschaftlicher Nötigung zu einer Gesamtfreiheitsstrafe von drei Jahren und sechs Monaten verurteilt worden, von denen er noch 267 Tage abzusitzen hat.

Der Mann wurde verhaftet und in eine Justizvollzugsanstalt gebracht. Dort verbüßt er jetzt seine Restfreiheitsstrafe.

Parteien üben Kritik an der Amtsführung von Bad Bentheims Bürgermeister Dr. Volker Pannen aus

Bad Bentheim- In einer gemeinsamen Erklärung üben CDU, Bündnis90/Die Grünen und FDP erneut Kritik an der Amtsführung von Bürgermeister Pannen. Dabei nehmen sie sein Vorpreschen in Sachen „Ratshausneubau“ im Vorfeld der vergangenen Ratssitzung und „Dorfladen Gildehaus“ im Rahmen seines Neujahrsgespräches mit den Grafschafter Nachrichten zum Anlass: „Das Vorgehen des Bürgermeisters ist beispielhaft für das Amtsverständnis, das Volker Pannen an den Tag legt. Für ihn scheint der gewählte und letztendlich alle Entscheidungen treffende Stadtrat ein Gremium zu sein, das seine Ideen abzunicken hat. Anders lässt es sich nicht erklären, dass er wiederholt am Stadtrat vorbei über die Öffentlichkeit versucht, Fakten zu schaffen. Wir vermissen in Bad Bentheim ein kooperatives und vertrauensvolles Miteinander aller Akteure. Stadtentwicklung müsse auf Basis von nachhaltig-durchdachten Vorstellungen, Analysen, sachlichen Diskussionen und Priorisierungen erfolgen und dürfe nicht auf Investoren-Zuruf im Hinterzimmer stattfinden“

Das Thema „Rathausneubau“ wurde, so lautet es in der gemeinsamen Pressemitteilung, ohne vorherige Beteiligung und Information der Politik vom Bürgermeister in den Haushaltsentwurf aufgenommen und auf die Tagesordnung des Rates gesetzt – noch dazu unter Verstoß gegen die Geschäftsordnung des Rates, die eine angemessene Vorabbereitstellung der Unterlagen vorsieht. Andere politisch gewollte Projekte wurden stattdessen im Haushalt wiederholt gar nicht erst berücksichtigt: „Mit diesen Alleingängen arbeitet der Bürgermeister gegen die gewählten BürgervertreterInnen im Stadtrat. Er verhindert nicht nur die offene Suche nach den besten Lösungen, sondern auch einen breiten gemeinschaftlichen Konsens für wichtige Entwicklungen in der Stadt “, stellen die Partei- und Fraktionsvorsitzenden von CDU, Grünen und FDP Marcel Speker, Heiner Beernink, Friedhild Füser, Dr. Christian Blum, Florian M. Pletz und Petrus Wiering, fest. 

In der Sache stünden auch hinter der Dorfladen-Idee noch zu viele Fragezeichen, als dass man ohne breite politische Diskussion in dieser Form in die Öffentlichkeit gehen könne. Es sei noch nicht ausreichend geklärt, ob in Gildehaus aufgrund der guten Nahversorgungssituation überhaupt Bedarf für ein solches Konzept bestünde. Hier gebe es eine ganz andere Ausgangssituation als beispielsweise in Ohne. Zudem gebe es Zweifel daran, ob das in Rede stehende Gebäude mit Blick auf Barrierefreiheit und Parkplatzsituation überhaupt geeignet sei. Letztlich müsse man auch diskutieren, ob eine Initiative dieser Art Aufgabe der Stadt sei. Wenn Pannen nun den Eindruck vermittele, alle Fragen seien geklärt und der Kaufvertrag für das Haus liege bereits unterschriftsreif auf dem Tisch, dann seien diese Aktivitäten ohne Information und Beteiligung der Politik vorangetrieben worden. Zumindest höre man von den Plänen in dieser fortgeschrittenen Form das erste Mal – und dann auch noch aus der Zeitung. Das sei inakzeptabel.

Kathrin Geerdes, gemeinsame Bürgermeisterkandidatin von CDU, Grünen und FDP, macht in diesem Zusammenhang deutlich: „Natürlich darf und sollte ein Bürgermeister eigene Ideen haben und in die politische Diskussion einbringen. Dies müsse allerdings stets in einem Klima des gegenseitigen Respekts geschehen. Ideen müssen gemeinsam mit den gewählten Ratsmitgliedern diskutiert, weiterentwickelt und im besten Fall umgesetzt werden. Ich werde mich jederzeit für die Schaffung eines solchen Klimas einsetzen.“

36-jährigen Mann attackiert Polizisten – 24 Verstöße gegen Ausgangssperre, Beamte angegriffen

Grafschaft Bentheim – Zwischen 21 Uhr des gestrigen und 5 Uhr des heutigen Tages hat die Polizei in der Grafschaft Bentheim insgesamt 24 Verstöße gegen die Ausgangssperre festgestellt. In allen Fällen leiteten die Beamten Ordnungswidrigkeitenverfahren ein. Als eine Streifenbesatzung der Polizei Nordhorn gegen 22.15 Uhr am Stadtring einen 36-jährigen Mann kontrollieren wollte, ergriff dieser die Flucht. Nachdem die Polizisten ihn eingeholt hatten, attackierte er diese und musste überwältigt werden. Er verbrachte mehrere Stunden in der Gewahrsamszelle und wird sich wegen Widerstandes gegen Polizeibeamte in einem Strafverfahren verantworten müssen.

70 Verstöße gegen die Ausgangssperre in der Silvesternacht in Bad Bentheim


Grafschaft Bentheim – Die Polizei hat auch in der Silvesternacht in der Grafschaft Bentheim die Einhaltung der Ausgangssperre kontrolliert. Es wurden 70 Verstöße festgestellt und entsprechende Verfahren eingeleitet. Grundsätzlich zeigten sich die Betroffenen einsichtig. Die Beamten trafen dabei auf mehrere Autofahrer oder Spaziergänger welche ohne triftigen Anlass, also nicht aus beruflich oder medizinisch notwendigen Gründen, auf den Straßen unterwegs waren.
Im Landkreis Emsland hat die Polizei keinerlei Verstöße gegen die geltende Allgemeinverfügung festgestellt.

Verstöße gegen die Ausgangssperre in der Grafschaft Bentheim

Grafschaft Bentheim  – Auch in der vergangenen Nacht hat die Polizei in der Grafschaft Bentheim die Einhaltung der Ausgangssperre kontrolliert. Es wurden 35 Verstöße festgestellt und entsprechende Verfahren eingeleitet. Die Beamten trafen dabei auf mehrere Autofahrer oder Spaziergänger welche ohne triftigen Anlass, also nicht aus beruflich oder medizinisch notwendigen Gründen, auf den Straßen unterwegs waren. Im Landkreis Emsland hat die Polizei acht Verstöße gegen die Allgemeinverfügung festgestellt.