Die robuste Wirtschaftsstruktur in Rheine steht vor großen Herausforderungen Krisenstab Wirtschaft: „Die größten wirtschaftlichen Auswirkungen liegen noch vor uns.“

Rheine- Die aktuelle Coronapandemie und die damit verbundenen Einschränkungen für die Wirtschaft erfordern bei allen Akteuren schnelles Handeln und somit hohen Abstimmungsbedarf. Der Geschäftsführer der Entwicklungs- und Wirtschaftsförderungsgesellschaft (EWG) für Rheine mbH, Ingo Niehaus, hatte Vertreter der wirtschaftsnahen Akteure für Rheine wie Agentur für Arbeit, IHK Nord Westfalen,  Kreishandwerkerschaft Steinfurt-Warendorf, Wirtschaftsvereinigung Steinfurt e.V., lokale Finanzinstitute nebst Verwaltung der Stadt Rheine Ende letzter Woche zu einer Videokonferenz eingeladen. „Ziel war der Informationsaustausch, die Identifikation von Problemen und Abstimmungen von Lösungen, um die Wirtschaft möglichst gut durch die aktuelle Krise zu bringen“, so Niehaus.

Bürgermeister und Vorsitzender des EWG-Aufsichtsrates Peter Lüttmann schilderte – nach einem kurzen Corona-Lagebericht – die Entwicklung steigender Fallzahlen im Jobcenter. Zudem berichtete er über eine Ausweitung der Notbetreuungsplätze für Kinder berufstätiger Eltern. Mathias Krümpel als Kämmerer, erster Beigeordneter der Stadt Rheine und Mitgeschäftsführer der EWG führte zudem aus, dass städtische Rechnungen auf Grund des hohen Liquiditätsbedarfs bei den Firmen besonders schnell beglichen würden. Auch bereits im Haushalt verplante Investitionsvorhaben sollen, trotz zu erwartender niedriger Steuereinnahmen durch die Stadt Rheine umgesetzt werden, so dass man weiter als verlässlicher kommunaler Auftraggeber die lokale Wirtschaft stützen werde.

Bei der EWG stelle man fest, dass nach der anfänglichen „Schockstarre“ in der Wirtschaft zunehmend an kreativen Lösungen und erweiterten Geschäftsmodellen gearbeitet werde. Das sei positiv zu werten. Der anfängliche sehr hohe Beratungsbedarf in Bezug auf behördliche Einschränkungen und damit verbundene Fördermöglichkeiten lasse etwas nach. Inzwischen könne man sich wieder stärker auf konkrete Unterstützungsprojekte für die Wirtschaft und Bürger in Rheine konzentrieren: Die Plattform „Rheine bringt’s“ oder das erste Autokino in Rheine seien zwei erfolgreiche Beispiele.

Die Vertreter der Stadtsparkasse Rheine und der VR-Bank Kreis Steinfurt eG berichteten, dass Soforthilfen und KfW-Sonderprogramme wichtige Instrumente für die Erhaltung der Liquidität seien. Erste Anträge aus den modifizierten Sonderkreditprogrammen wurden bereits platziert. Aufgrund der seit vielen Jahren guten Konjunktur verfügt eine Vielzahl von Unternehmen über eine gute Liquiditäts- und Eigenkapitalausstattung. Aktuell sichert das Zusammenspiel von wirkungsvollen Maßnahmen und Effekten (offene Kreditlinien, Kurzarbeit, Steuerstundungen, Mietreduzierungen, etc.) die Liquidität der Unternehmen.

Die Vertreter der beiden Institute gehen für die Zukunft von einem steigenden Kreditbedarf aus, dessen Umfang hauptsächlich von der Dauer und der Intensität des „shut-downs“ 

abhängig ist und stehen ihren Kunden für kreditwirtschaftliche Lösungen zur Verfügung. In den vergangenen Wochen erfolgten bereits viele darauf gerichtete Beratungen – Tendenz steigend!

Bei der Agentur für Arbeit wartet man gespannt auf die neuen Arbeitslosen- und Kurzarbeitsantragszahlen für den Monat April. Herr Böcker, stellv. Bereichsleiter, befürchtet, dass viele Unternehmen in den nächsten Monaten nach Abbau von Resturlaub und Überstunden, insbesondere bei weiterhin anhaltenden Einschränkungen für die Wirtschaft, noch stärker vom Kurzarbeitergeld Gebrauch machen werden.

Die Kreishandwerkerschaft, vertreten durch den Hauptgeschäftsführer Herrn Tischner, berichtet von dünner werdenden Auftragsbüchern seit Beginn der Pandemie. Das würde auch eine aktuelle Blitzumfrage verdeutlichen. Die in diesem Kontext ins Leben gerufene Aktion „Kollegenhilfe“ der Handwerksinnungen soll den Austausch von Mitarbeitenden untereinander unterstützen und somit Planungssicherheit für Auftraggeber gewährleisten.

Die IHK Nord Westfalen informiert ihre Mitgliedsunternehmen im Internet über die jeweils aktuellen Entwicklungen und gibt Antworten auf rechtliche und finanzielle Fragen. Bereits seit dem 13. März gibt es eine gesonderte Finanzierungs-Hotline, die zu Förderprogrammen und insbesondere zum Rettungspaket für Soloselbständige und Kleinstunternehmen berät, berichtete die IHK-Regionalbeauftragte Dorothe Hünting-Boll. Bislang seien dort über 11.500 Anrufe eingegangen. Mehr als 30 Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen waren zeitlich in der Hotline. Große Sorgen mache sich die IHK um die Innenstädte, die durch behördliche Anordnungen ein verändertes und gedämpftes Konsumverhalten erwartet. Diese Einschätzung spiegelt sich auch im GfK-Konsumklima wider, für den im Mai ein Rekordtief mit minus 23,4 Punkten voraussagt wird. Hier müsste man sich realistischerweise darauf einstellen, dass insbesondere im Bereich Gastronomie einige Betriebe nicht wieder öffnen. Beim ebenfalls stark betroffenen Einzelhandel unterstützt die IHK noch stärker die sich beschleunigenden Digitalisierungs-tendenzen durch Förderungen und Beratungen.

Heiner Hoffschroer von der Wirtschaftsvereinigung Steinfurt freute sich über einen aufschlussreichen und informativen Austausch als gute Basis für die weitere Bewältigung der Krise. Es sei wichtig, den Blick nach vorne zu richten und Pläne für das hoffentlich bald mögliche Hochfahren der Wirtschaft vorzubereiten.

Die robuste Struktur auf Grund des breiten Mittelstands ohne größere Abhängigkeiten zu bestimmten Branchen lässt alle Beteiligten hoffen, dass alle gesunden Unternehmen die derzeitige Krise auch erfolgreich bewältigen. Gleichwohl wurde die gemeinsame Einschätzung deutlich: „Das Ausmaß der wirtschaftlichen Auswirkungen durch die Coronapandemie ist enorm, der Höhepunkt liegt aber vermutlich noch vor uns!“ Das spiegelt sich auch im historischen Einbruch des ifo Geschäftsklimaindex auf den niedrigsten Wert seit 2009. Der nächste Austausch des Krisenstabs soll voraussichtlich noch vor den Sommerferien stattfinden.

Wochenmarkt auf dem Emstorplatz wird vorverlegt

Rheine. Der Wochenmarkt auf dem Emstorplatz, der üblicherweise freitagnachmittags stattfindet, wird wegen des Feiertages am 1. Mai auf Donnerstag, 30. April 2020, 14 bis 18 Uhr vorverlegt. In Mesum findet der Wochenmarkt wie immer am Donnerstag statt und auch auf dem Borneplatz sind die Händler wie gewohnt am Dienstag, Donnerstag und Samstag zu finden. Aufgrund der parallel stattfindenden Märkte am Donnerstagnachmittag werden nicht alle Händler an allen Standplätzen zu finden sein.

Rheine steht nicht still Autokino vom 11. bis 19. April auf dem Elisabeth Kirmesplatz

Rheine- Ab Ostersamstag wird es ein Highlight für Rheine und die Region in Zeiten der Reglementierung rund um das Coronavirus geben. Ein Gemeinschaftsprojekt der EWG – Entwicklungs- und Wirtschaftsförderungsgesellschaft für Rheine mbH (hier insbesondere die Initiative „Rheine – Standort der guten Arbeitgeber“, des Cinetech Rheine, des Vereins Rheine.Tourismus.Veranstaltungen und der Stadt Rheine wurde binnen wenigen Tage aus der Not heraus entwickelt. Hannes Scheffing, Geschäftsführer des Cinetech berichtet: „Mit der Schließung unserer Kinos kam uns schnell die Idee einer Open-Air Vorstellung. Selbstverständlich werden wir die Hygienemaßnahmen im Sinne des Infektionsschutzes auf Basis von konkreten Empfehlungen des Gesundheitsministeriums NRW einhalten. Diese und weitere Verhaltensregelungen können die Kunden beim Onlinekauf der Tickets einsehen.“
Die Vorführungen finden täglich um 20:00 Uhr und um 23:00 Uhr statt, da dunkle Lichtverhältnisse unabdingbar sind. Um 20:00 Uhr wird es eine Kinder- und Jugendvorstellung geben, um 23:00 Uhr stehen Actionfilme und Komödien im Vordergrund. Tickets können ausschließlich online über www.cinetech.de erworben werden, hier finden sich in Kürze auch alle Informationen zum Programm.
„Wir sind uns bewusst, dass diese Zeiten insbesondere für die Mitarbeiter, die sich in Kurzarbeit befinden, schwierig sind und möchten deshalb ein Angebot von Kurzarbeitertickets sicherstellen. An Ostermontag (13.4.) und Donnerstag (16.4.) werden wir vergünstigte Kurzarbeitertickets anbieten können.“ freut sich Bettina Thelen-Reloe von der EWG. Sowohl die Initiative „Rheine – Standort der guten Arbeitgeber als auch das Cinetech Rheine sponsern die besagten Tickets mit jeweils einem Euro.
Auch Holger Klinge, Sprecher der Initiative „Rheine – Standort der guten Arbeitgeber“ und Personalleiter bei KTR sieht in diesem Projekt ein tolles Angebot für seine Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter während der Osterferien. „Wir haben in kürzester Zeit ein Projekt mit Strahlkraft für die Region auf die Beine gestellt.“ so Klinge.
Auf die Fläche am Kirmesplatz Elisabeth sind 150 Autos zugelassen. Das akustische Signal erhält der Besucher mittels angegebener Frequenz über das Autoradio. Im Zuge der Kontaktbeschränkungen ist die zugelassene Personenzahl je Auto auf zwei Personen limitiert. Eine Ausnahme gibt es bei den 20 Uhr Vorstellungen. Bei nachweislichen Familienangehörigen dürfen sich mehr Personen im Auto befinden.

Polizeibeamter rettet Frau aus der Ems in Rheine

Rheine – Für ziemlich viel Aufsehen sorgte am Mittwoch (01.04.) in Rheine eine gemeinsame Rettungsaktion der Polizei und der Feuerwehr. Gegen 12.05 Uhr meldete sich ein Zeuge bei der Polizei und teilte mit, dass eine Frau mitten in der Ems schwimme. Die Frau sei gerade in Höhe der Ems Galerie und schwimme in gleichmäßigen Zügen auf das Wehr zu. Sofort begab sich ein Streifenwagen, besetzt mit einer Kollegin und einem Kollegen, zur Brücke auf der Emsstraße. Die Polizei wurde schon von zahlreichen Zeugen erwartet, die das Geschehen beobachteten. Auf gemeinsames Zurufen reagierte die Frau, die die Oberbekleidung abgelegt hatte, nicht. Die Streifenwagenbesatzung begab sich nun zum Ketteler Ufer und versuchte von hier, die Frau dazu bewegen, aus dem eiskalten Wasser zu kommen. Die Frau reagierte nicht und schwamm weiter in Richtung Wehr. Daraufhin wechselte die Streifenbeamtin mit dem Funkstreifenwagen zum Timmermannufer, um von hier die Frau zum Aufgeben ihrer Aktion zu bewegen. Sie reagierte nicht und schwamm entschlossen auf das Wehr zu. Für die offensichtlich psychisch kranke Frau bestand absolute Lebensgefahr. Da die bisherigen Maßnahmen erfolglos waren, entschloss sich der Streifenbeamte, in das fünf Grad kalte Wasser zu springen und der Frau hinterher zu schwimmen. Offensichtlich wollte diese aber nicht gerettet werden, denn sie versuchte, schneller zu schwimmen. Der Polizeibeamte holte die Schwimmerin ein und konnte sie an den Haaren festhalten und umfassen.

Dann hielt er sich mit der anderen Hand an der mittleren Boje des Wehrs fest.

Mittlerweile waren auch Taucher der Feuerwehr vor Ort. Es dauerte einige Minuten, bis die Taucher an der Boje ankamen. Zunächst wurde die Frau an Land gezogen. Der Polizeibeamte wurde nach weiteren 13 Minuten gerettet. Aufgrund des eiskalten Wassers war er nicht mehr in der Lage, sich zu bewegen und selbständig an das Ufer zu kommen. Sowohl der Beamte als auch die Frau wurden in ein Krankenhaus gebracht. Der Polizeibeamte hatte sich bei der Rettungsaktion leicht an der Schulter verletzt. Nach ambulanter Versorgung konnte er seinen Dienst wieder aufnehmen. Die Frau war deutlich unterkühlt – aber sie lebt.

15-jähriger Mofafahrer bei Unfall tödlich verunglückt

Rheine – Am Dienstag, dem 31.03.2020, kam es um 15:50 Uhr zu einem Verkehrsunfall auf der Hörsteler Straße in Rheine. Ein 15-jähriger Mofafahrer beabsichtigte die Hörsteler Straße aus einer untergeordneten Straße kommend zu überqueren. Dabei kam es zur Kollision mit dem Pkw eines 48-jährigen Mannes, der die vorfahrtberechtigte Hörsteler Straße in Richtung Rheine befuhr. Während der Pkw-Fahrer unverletzt blieb, erlag der 15-Jährige noch an der Unfallstelle seinen Verletzungen. Es entstand Sachschaden in Höhe von 5000,- EUR. Die Staatsanwaltschaft zog einen Sachverständigen zur Klärung des genauen Unfallhergangs hinzu. Die Hörsteler Straße war für drei Stunden voll gesperrt.

Trotz Corona Schließung ist das House of Taekwon-Do für die Mitglieder voll da – Der Unterricht findet ab sofort online statt!

Die Taekwon-Do Schule ist zwar zu, bietet aber dennoch hochwertigen Unterricht für seine Schüler in Spelle und Rheine!

Spelle / Rheine- Eine Krise?! Ja für viele Betriebe und Vereine derzeit, die geschlossen wurden! „Ich war geschockt und stand zwei Tage wie neben mir, aber ich habe mich aufgerafft und mit meinem Team eine sehr gute Übergangslösung für unsere Mitglieder gefunden! Schließlich sind echte Kampfsportler Optimisten und Problemlöser“, so Schulleiter Stefan Mannweiler. Zunächst einmal wurden fast alle der 480 Mitglieder persönlich angerufen, um sich zu informieren wie es den Familien geht und sich für die Sachlage zu entschuldigen!

Als erstes hat das House of Taekwon-Do allen Mitgliedern angeboten, das nun nicht benutzte Trainingsequipment kostenlos für die Zeit der Schließung auszuleihen, u.a. Schlagpolster, Standboxsäcke und noch mehr, was auch in Anspruch genommen wird. Eine tolle Geste.

Der Unterricht findet ab sofort online statt! Jede Woche erhalten die Schüler ein Video mit einem speziell ausgearbeitetem Unterricht für zu Hause. Hier werden als Trainingshilfen auch Stühle, Bücher, Türrahmen usw. mit integriert. Dieses Video enthält auch einige Aufgaben, die zu erfüllen sind. Erfüllen die Schüler die Aufgabe und schicken das Ergebnis per Video an die Trainer, erhalten die Schüler ihre Punkte, die sie normalerweise auch bekommen hätten. Genauso können die Schüler auch Teile ihrer Prüfung zum nächsten Gürtelgrad einsenden!

Auch für die Abteilungen Kickboxen und Krav Maga ist Ähnliches geplant. „Außergewöhnliche Situationen erfordern außergewöhnliche Maßnahmen“, so Mannweiler. „Das Ziel ist auch aus dieser Krise noch stärker und besser hervorzugehen“, ergänzt der Schulleiter.Das House of Taekwon-Do überlegt sich jetzt schon, die neuen Erkenntnisse dazu zu nutzen Online Unterricht für Schüler, die vielleicht länger weg, im Urlaub sind oder Ähnliches zu integrieren.

Die Videos sind übrigens für alle zugänglich über den Youtube-Kanal der Schule. Mehr Infos unter www.starkekinder-rheine.de

Kitas und Schulen werden ab Montag in NRW geschlossen

Die Landesregierung in Nordrhein-Westfalen hat beschlossen, die Schulen und Kindertageseinrichtungen flächendeckend im gesamten Bundesland – und damit auch im Kreis Steinfurt – ab Montag, 16. März, bis zum Ende der Osterferien zu schließen. Es wird Übergangsregelungen geben. Der Kreis Steinfurt arbeitet mit Hochdruck an einer Notbetreuung für Kinder, deren Eltern in unverzichtbaren Funktionsbereichen arbeiten.

 

Corona-Infektion: Sechs Schulen in Rheine bis zum 20. März geschlossen

Schüler infiziert – Vorsichtsmaßnahmen

In Absprache mit dem Kreis Steinfurt hat die Stadt Rheine entschieden, dass folgende Schulen in Rheine bis einschließlich Freitag, 20. März, geschlossen werden:

Berufskolleg Rheine, Kaufmännische Schulen Rheine, Emslandgymnasium, Gymnasium Dionysius, Kopernikus Gymnasium und Euregio Gesamtschule.

Ein 17-jähriger Schüler des Berufskollegs Rheine hat sich nachweislich mit dem Corona-Virus infiziert. Er hatte Kontakte zu Jugendlichen, die die genannten Schulen besuchen, am Wochenende hatte er unter anderem an einer Oberstufenparty teilgenommen. Die von dem Schüler benannten engeren Kontaktpersonen erhalten eine Quarantäneverfügung für 14 Tage.

Alle Schülerinnen und Schüler, Lehrkräfte und Eltern finden wichtige Hinweise zu Verhaltensregeln auf den Internetseiten der Schulen!

„Bei dieser Maßnahme handelt es sich um eine Vorsichtsmaßnahme, mit der wir sicher gehen wollen, dass sich der Virus innerhalb der Schulgemeinden nicht weiter verbreitet“, so Landrat Dr. Klaus Effing und Bürgermeister Dr. Peter Lüttmann.

Rheine mobil. Ab in den Frühling! inkl. STREET-FOOD-FESTIVAL ist abgesagt! Verkaufsoffener Sonntag fällt aus!

Rheine- Am Dienstagnachmittag hat das Ministerium für Arbeit, Gesundheit und Soziales des Landes NRW einen Erlass zur Durchführung von Großveranstaltungen erteilt. Demnach muss die Stadt Rheine als zuständige Behörde die Durchführung von Großveranstaltungen mit mehr als 1.000 erwarteten Besuchern/Teilnehmern untersagen, um die zunehmende Verbreitung des Coronavirus abzuschwächen. Diese Regelung betrifft leider auch das für das Wochenende 27. bis 29. März 2020 geplante Street-Food-Festival zu Rheine mobil – Ab in den Frühling! wie Rheine.Tourismus.Veranstaltungen. e.V., Handelsverein Rheine e.V., Stadtsparkasse Rheine und RheineMarketing als Organisatoren und Unterstützer gemeinsam mitteilen. Aufgrund der rechtlichen Vorgaben des Ladenöffnungsgesetzes entfällt damit auch der Anlass zur Sonntagsöffnung. Die Geschäfte in der Rheiner Innenstadt müssen am Sonntag, 29.3. leider geschlossen bleiben. Die Stadt Rheine wie auch die Kooperationspartner bedauern die Absage sehr, die Gesundheit aller Beteiligten und Besucher hat jedoch Vorrang. Alle Akteure werden um Verständnis gebeten.

Wie sollen sie heißen? – Junge Bären suchen Paten

Rheine- Die am 6. Dezember geborenen Lippenbären-Zwillinge im NaturZoo Rheine machen erfreuliche Entwicklungsfortschritte. Sie sind nun regelmäßig im Innenraum durch Glasscheiben für die Zoobesucher zu sehen, wenn auch aus etwas Distanz, um die Tiere nicht zu stören. Sie spielen miteinander, klettern auf der Mutter herum und probieren vom „Futter für die Großen“. Sie zeigen sich auch gegenüber den TierpflegerInnen so vertraut, dass sie die durchs Gitter Honig – mit untergemischter „Wurmkur“ – vom Löffel schlecken.

Der erste Ausgang ins Außengehege  wird voraussichtlich Anfang April erfolgen. Bis dahin sollen die beiden Jungs aber auch Namen haben. Die Namensgebung soll, wie bei den Tiger-Drillingen im Vorjahr, wieder „meistbietend“ erfolgen: Gegen die Übernahme einer Patenschaft von mindestens 500,00 Euro können die Paten den Namen bestimmen.

Eine Einschränkung gibt es: Auch wenn es das Geburtsdatum nahelegt, soll der Name nicht mit „Nikolaus“ in Verbindung stehen, denn „Niko“ hieß bereits der erste, am 6. Dezember 2014 im NaturZoo geborene Lippenbär. Der Erlös der Namensaktion wird in diesem Fall vollständig einem Schutzprojekt für Lippenbären in Indien, das vom Zuchtprogramm (EEP) für diese Art gefördert wird, zukommen.

Patenschaftsangebote  dürfen an info@naturzoo.de gerichtet werden.

1. Spatenstich für die Radstation West am Bahnhof in Rheine

Rheine. Am vergangenen Dienstag fand der erste Spatenstich für die neue Radstation West am Bahnhof in Rheine statt.

 

Am Westeingang des Bahnhofes, auf dem ehemaligen Fahrradabstellplatz an der Max-Born-Str., entsteht eine überdachte Fahrradabstellanlage mit Gründach, in der Bahnpendlerinnen und -pendler ihre Fahrräder abstellen können. Die Fertigstellung ist für August 2020 geplant. In der Radstation West sollen rund 240 Fahrräder Platz finden. Die Nutzung der Anlage ist kostenlos.

Mit der Radstation West soll auch aus Klimagesichtspunkten die Fahrradnutzung in Rheine weiter gesteigert und Pendler dazu angeregt werden, mit der Bahn zu fahren. Auch aus städtebaulicher Sicht ist die neue Radstation ein Gewinn, wie Bürgermeister Dr. Peter Lüttmann in seiner Begrüßung betonte: „Wir schaffen hier eine funktionale wie ansprechende Lösung, die sich gut in das Umfeld einpasst“. Bürgermeister Dr. Lüttmann dankte auch dem Zweckverband Nahverkehr Westfalen-Lippe (NWL), der den Bau mit 322.800€ förderte. Die Gesamtbaukosten für die neue Abstellanlage am Bahnhof liegen bei rund 500.000€.

Freies WLAN Rheine – Online bleiben, ohne den Datentarif des eigenen Smartphones aufzubrauchen

Online bleiben, ohne den Datentarif des eigenen Smartphones aufzubrauchen – dies ist seit Ende 2015 in der Rheiner Innenstadt möglich. Das Freie WLAN Rheine erstreckt sich seither über neun Hotspotstandorte und ermöglicht es damit den Besuchern digital am Leben teilzunehmen.

Die EWG – Entwicklungs- und Wirtschaftsförderungsgesellschaft für Rheine mbH mit der Koordinierungsstelle „RheineMarketing“ kümmert sich bereits seit dem Startschuss im Emsquartier vor fünf Jahren um das Freie WLAN Rheine und ist mit der Entwicklung sichtlich zufrieden. „Im Jahr 2019 konnten wir mehr als 1,2 Millionen Logins verzeichnen. Das ist eine beeindruckende Zahl, die uns zeigt, dass das breite Angebot bei den Innenstadtbesuchern ankommt.“, freut sich Marike Thien, zuständig für Stadtmarketing bei der EWG.

Beim Vergleich der Hotspotstandorte positioniert sich die Emsgalerie dabei erneut an erster Stelle. Mehr als 300.000 Logins konnten dort im vergangenen Jahr registriert werden. Auch der Busbahnhof zeigt sich als gern genutzter WLAN-Standort und ist der Emsgalerie mit gut 280.000 Logins dicht auf den Fersen. Im letzten Jahr sticht als nutzungsstärkster Monat der Februar mit knapp 115.000 Logins heraus.

Bei der Analyse einzelner Wochentage fällt auf, dass sich freitags die meisten Menschen in das freie WLAN einloggen, sonntags hingegen deutlich weniger. Auch interessant ist eine Betrachtung der Nutzerzahlen an besonderen Events in der Innenstadt oder den verkaufsoffenen Sonntagen. Während der Ausbildungsmesse Rheine mit einer jungen Zielgruppe, sind auch die Login-Zahlen am Standort Stadthalle deutlich höher.

„Unser Ziel ist es, den Besuchern der Innenstadt Ihren Aufenthalt in Rheine so angenehm wie möglich zu gestalten. Das breite Netz des Freien WLAN Rheine trägt auch in Zukunft sicherlich zu einer längeren Verweildauer unserer Gäste bei.“, so Ingo Niehaus, Geschäftsführer der EWG.

Vorbereitungslehrgang zur Fischereiprüfung – Anmeldungen noch bis kommenden Dienstag möglich

Rheine- Der Anglersportverein (ASV) Rheine weist auf die letzten Möglichkeiten zur Teilnahme am Vorbereitungslehrgang für die Fischereiprüfung hin. Der Lehrgang hat zwar am vergangenen Dienstag begonnen, aber auch Nachzügler und Spätentschlossene sollen noch eine Chance auf Teilnahme erhalten. Interessenten müssen sich dazu am Donnerstag oder spätestens am Dienstag jeweils um 18:30 Uhr am Vereinsheim der Kanalangler in Altenrheine, Am Moosgraben 90, einfinden. Auch am Samstag ab 08:30 Uhr ist noch die Anmeldung möglich. Danach ist ein Einstieg in den Lehrgang nicht mehr sinnvoll. Bis zum Prüfungstag am 23. März wird dann dreimal pro Woche geschult, um den werdenden Petrijüngern das nötige Wissen zu vermitteln. Teilnehmen kann Jeder, der spätestens am Prüfungstag das 13. Lebensjahr vollendet. Ein Wohnsitz im Kreis Steinfurt ist nicht erforderlich. Auch Einwohner der Nachbarkreise und aus Niedersachsen sind willkommen. Nähere Informationen gibt Lehrgangsleiter Bernd Abel unter der Telefonnummer 0176 56179111 bei der Anmeldung.

Es sind zwei Jungs – Neues von den Bären-Zwillingen

Rheine- Nun steht es fest: Die Lippenbären-Zwillinge, die am 6. Dezember 2019 im Natur Zoo Rheine geboren wurden, sind zwei Männchen. Dies ist das Ergebnis der ersten direkten Kontrolle, die am 12. Februar stattfand. Und dabei war es unzweifelhaft, dass es zwei „stramme Jungs“ sind, die sich lautstark und kraftvoll gegen den Gesundheits-Check wehrten.  Auch Mutter „Devi“ missfiel die Aktion, was sie im Nachbarraum unmissverständlich zu erkennen gab, weshalb die ganze Aktion auch nur wenige Minuten dauerte, um den Tieren nicht zu viel Aufregung zuzumuten.

Die jungen Bären sind mittlerweile recht agil und erkunden auch den an die Wurfbox angeschlossenen Innenraum. Hier können sie mit etwas Glück auch von den Zoobesuchern beobachtet werden, allerdings noch aus der Distanz, um die Mutter mit ihren Jungen nicht zu stören.

Aktion Sauberes Rheine – Jetzt anmelden!

Rheine. Bereits zum 23. Mal findet in diesem Jahr die „Aktion Sauberes Rheine“ statt.

Die Aktion hat sich in den vergangenen Jahren zu einer festen Größe im Jahreskalender unserer Stadt entwickelt. Jedes Jahr kommen viele freiwillige große und kleine Helferinnen und Helfer zum Großreinemachen zusammen. Nur durch Ihren Einsatz ist es Jahr für Jahr möglich, unsere Stadt mit diesem Frühjahrsputz aufzuwerten.

In diesem Jahr findet die Aktion am Samstag, 14. März 2020, in der Zeit von 10:00 Uhr bis 13:00 Uhr statt. Kindertageseinrichtungen und Schulen haben bereits in der 11. Kalenderwoche, vom 9. bis zum 14. März 2020, die Möglichkeit sich einzubringen.

Die alljährliche Aktion spricht alle Bürgerinnen und Bürger unserer Stadt an, die sich zugunsten des Umwelt- und Klimaschutzes engagieren möchten. Dies können Sie als Einzelperson machen oder in der Gruppe mit Freunden, Nachbarn, Vereinskameraden oder Arbeitskollegen. Den Einsatzort wählen Sie selbst aus – egal ob in der direkten Umgebung oder auch an besonderen Orten (Stadtpark, Ems, Waldhügel, etc.) der Stadt. Bitte teilen Sie den Einsatzort bei der Anmeldung mit, damit bei Doppelnennung eine Abstimmung untereinander vorgenommen werden kann.

Die Stadt Rheine unterstützt, zusammen mit den Technischen Betrieben Rheine, alle Akteure durch die Bereitstellung von Müllsammelgefäßen und zusätzlichen kostenfreien Abfuhrstellen. Eine Liste mit den Sammelpunkten wird auf der Internetseite der Stadt unter www.rheine.de/sauberesrheine bereitgestellt.  

Wenn Sie Interesse an der Aktion haben, wenden Sie sich bitte an Herrn Wermers unter 05971/939-595 oder aktion.sauberes@rheine.de. Die Anmeldung kann ab sofort online über die Seite der Stadt Rheine unter www.rheine.de/sauberesrheine erfolgen. 

 

Kita St. Ludgerus als KlimaKita ausgezeichnet

Rheine. Die Kita St. Ludgerus ist von der EnergieAgentur.NRW und dem Wirtschaftsministerium NRW als KlimaKita ausgezeichnet worden. Damit ist sie die dritte KlimaKita in NRW und die erste KlimaKita in Rheine. Gestern fand in der Kita die feierliche Übergabe der Auszeichnungsplakette statt. Zum Gratulieren kam auch Bürgermeister Dr. Peter Lüttmann vorbei. Die Kita-Kinder feierten die Auszeichnung mit einem Lied zum Klimaschutz. Durch verschiedene Projekte – wenn zum Beispiel ein eigener Wasserfilter gebaut oder ein kleiner Garten angelegt wird – lernen die Kinder in der Kita St. Ludgerus spielerisch, wie man das Klima schützt. Auch Mülltrennung wird bei den Kleinen natürlich schon ganz groß geschrieben!

Als erste KlimaKita NRW ist übrigens mit der Kath. Kita St. Mariä Himmelfahrt aus Greven ebenfalls eine Kita aus dem Kreis Steinfurt ausgezeichnet worden. Kitas, die sich ebenfalls stärker mit dem Thema Klimaschutz befassen möchten, können sich bei der EnergieAgentur.NRW unter anderem Materialien zum Thema bestellen oder einen Puppenspieler in die Einrichtung einladen, der den Kindern das Thema näherbringt. Hat eine Kita schon viele Klimaschutzaktivitäten umgesetzt, kann sie sich für eine Auszeichnung als KlimaKita bewerben.