KULTOURsommer nur mit Notprogramm Corona-Virus legt kulturelles Angebot nahezu lahm

Meppen. Das Corona-Virus beeinträchtigt nahezu alle Bereiche des öffentlichen Lebens, betroffen davon ist u. a. auch die Kultur. Kulturfreunde werden in diesem Jahr auf die gewohnte Vielfalt des KULTOURsommers verzichten müssen.

 

Gemäß der aktuellen Verordnung des Landes Niedersachsen dürfen Großveranstaltungen bis einschließlich 31. August 2020 nicht durchgeführt werden. Die Regelungen wirken sich aber ebenfalls auf kleinere Angebote aus, die im Rahmen des KULTOURsommers 2020 stattfinden sollten. Ähnlich den Freilichtbühnen können viele Protagonisten aufgrund der derzeit geltenden Kontaktbeschränkungen nicht proben und sich nicht auf ihre Auftritte vorbereiten. „Es ist sehr bedauerlich, dass wir aufgrund der Vorsichtsmaßnahmen gegen Corona in diesem Sommer auf die gewohnte kulturelle Vielfalt im Emsland verzichten müssen“, sagt Landrat Marc-André Burgdorf und bittet um Verständnis bei Bürgerinnen und Bürgern.

Trotz aller Einschränkungen versuchen die Kulturschaffenden im Emsland, ein wenig Normalität zu bewahren und planen, soweit möglich, kulturelle Angebote in ganz kleinem Rahmen. Dies geschieht in der Hoffnung, möglicherweise im Spätsommer die eine oder andere kleine Kulturveranstaltung mit entsprechenden Vorsichtsmaßnahmen durchführen zu können. Ob bzw. welche Veranstaltungen realisiert werden können, ist derzeit noch unklar.

Auch die Veranstaltung „Traumpirsch“, die am 29. August auf Schloss Clemenswerth in Sögel stattfinden sollte, fällt den Vorsichtsmaßnahmen gegen das Corona-Virus zum Opfer. Diese mit viel Liebe zum Detail von der Theatercompagnie ANU aus Berlin vorbereitete Nachfolgeveranstaltung des Kleinen Fests im großen Park soll nach momentanem Stand voraussichtlich im Sommer 2021 ihre Premiere erleben. Aber auch hier sei vor einer endgültigen Entscheidung zunächst eingehend zu prüfen, ob eine solche Veranstaltung durchgeführt werden könne, betont Burgdorf.

Befristeter Aufnahmestopp in Heimen -Landkreis Emsland erlässt weitere Allgemeinverfügung

 

Meppen. Das Land Niedersachsen hat einen Aufnahmestopp für Heime, für ambulant betreute Wohngemeinschaften, auch zum Zweck der Intensivpflege, sowie für besondere Formen des betreuten Wohnens beschlossen. Dies wird auch im Landkreis Emsland mit einer Allgemeinverfügung umgesetzt.

„Auch diese Maßnahme dient dazu, die Verbreitung des Coronavirus zu verzögern und besonders gefährdete Risikogruppen zu schützen. Die Tatsache, dass es trotz eines bestehenden Betretungs- und Besuchsverbots zu Coronainfektionen in niedersächsischen Heimen gekommen ist, macht diesen befristeten Aufnahmestopp auch für die emsländischen Heime notwendig“, erläutert Landrat Marc-André Burgdorf. Er macht deutlich, dass aktuell keine Coronaerkrankung in emsländischen Senioren- und Pflegeheimen vorliegt.

Demnach wird die Aufnahme neuer Bewohnerinnen und Bewohner untersagt. Ausgenommen von dieser Regelung sind Einrichtungen, die neu aufzunehmende Bewohnerinnen und Bewohner für 14 Tage in Quarantäne unterbringen können.

Darüber hinaus soll ein Besuchs- und Betretungsverbot nunmehr auch in besonderen Formen des betreuten Wohnens durchgesetzt werden. Von diesem Besuchs- und Betretungsverbot ausgenommen sind nahestehende Personen von palliativmedizinisch versorgten Bewohnerinnen und Bewohnern sowie Fachkräfte bestimmter Berufsgruppen. Dies gilt im Einzelfall auch für Seelsorger, Geistliche oder Urkundspersonen. Die behandelnden Ärzte und die zur Pflege bestimmten Personen haben freien Zutritt.

Zudem sind neben den Pflegekräften auch Dienstleister zugelassen, die über die allgemeine Unterstützungsleistung hinaus Leistungen erbringen wie Notrufdienste, Informations- und Beratungsleistungen sowie Leistungen der hauswirtschaftlichen Versorgung und der Betreuung. Bei den betreuten Wohngemeinschaften zum Zweck der Intensivpflege gelten diese Ausnahmen ebenfalls.

„In allen Fällen sind beim Betreten der Einrichtungen umfassende Hygienemaßnahmen zu beachten. Mögliche Fragen hierzu beantwortet unser Fachbereich Soziales“, sagt Burgdorf. Der Fachbereich Soziales ist unter der Telefonnummer 05931/44-1260 zu erreichen.

Die seit dem 16. März festgelegte Regelung zur Notbetreuung der Tagespflege in kleinen Gruppen wird ebenfalls ergänzt. Betreut werden in diesen Gruppen ältere und pflegebedürftige Menschen sowie Menschen mit Behinderungen, die von Angehörigen gepflegt werden, die in so genannten kritischen Infrastrukturen tätig sind. Künftig dürfen im Einzelfall Nutzerinnen und Nutzer der Tagespflegeeinrichtungen unter bestimmten Voraussetzungen in die Notbetreuung aufgenommen werden. Darunter fallen Betroffene, die andernfalls gesundheitlich geschädigt werden könnten oder die einer ärztlich verordneten Behandlung bedürfen, die nicht durch pflegende Angehörige oder den ambulanten Pflegedienst sichergestellt werden kann.

Alle Träger und Betreiber von Einrichtungen werden angehalten dafür zu sorgen, dass die Bewohnerinnen und Bewohner die Einrichtungen und das dazugehörige Gelände nicht verlassen.

Öffentliches Leben auf Sparflamme Corona: Geschäfte bleiben zu – Veranstaltungen können nicht stattfinden

Meppen. Die Regierungschefs der Bundesländer und die Bundesregierung haben sich auf Leitlinien zum einheitlichen Vorgehen gegen die Corona-Epidemie verständigt. „Soziale Kontakte im öffentlichen Bereich sollen weitestgehend heruntergefahren werden, um die Verbreitung der Coronaviren möglichst zu verlangsamen“, sagt Landrat Marc-André Burgdorf. Nicht nur Geschäfte müssen schließen, auch private Veranstaltungen mit mehr als 50 Teilnehmenden sind nicht mehr gestattet. Der Landkreis Emsland hat mit einer Allgemeinverfügung die rechtliche Grundlage geschaffen, um alle notwendigen Maßnahmen auch auf Kreisebene umsetzen zu können. Die Verordnung ist zunächst bis zum 18. April gültig. 

„Diese neuen weitreichenden Maßnahmen sind dringend notwendig, um im Interesse der Bevölkerung das Gesundheitssystem aufrechterhalten zu können. Dadurch, dass wir soziale Kontakte mit der neuen Verordnung weitestgehend eindämmen, hoffen wir, das Infektionsrisiko verringern zu können. Auch Veranstaltungen müssen daher nun verboten werden. Um die Dynamik der Ausbreitung einzudämmen, reicht es nicht mehr aus, Auflagen für Veranstaltungen zu erlassen. Das öffentliche Leben kann nur noch auf Sparflamme stattfinden“, erläutert Burgdorf. 

Zur Klarstellung zunächst folgender Hinweis: Ausdrücklich nicht geschlossen werden Geschäfte für den täglichen und gesundheitlichen Versorgungsbedarf wie der Einzelhandel für Lebensmittel, Wochenmärkte, Abhol- und Lieferdienste, Getränkemärkte, Apotheken, Sanitätshäuser, Drogerien, Tankstellen, Banken und Sparkassen, Poststellen, Frisöre, Reinigungen, Waschsalons, der Zeitungsverkauf, Bau-, Gartenbau- und Tierbedarfsmärkte, der Großhandel sowie Dienstleister aus dem Gesundheitsbereich. Vielmehr soll hier künftig auch eine sonntägliche Öffnung u. a. unter bestimmten Auflagen zur Hygiene und zur Steuerung des Zutritts möglich sein.

Zu schließen sind nunmehr Bars, Clubs, Kulturzentren, Diskotheken, Kneipen. Darüber hinaus stellen kulturelle Einrichtungen wie Theater, Opern- und Konzerthäuser, Museen und Bibliotheken vorerst ihren Betrieb ein. Zudem sind Messen, Ausstellungen, Kinos, Zoos, Freizeit- und Tierparks sowie Anbieter von Freizeitaktivitäten (drinnen und draußen), Spezialmärkte, Spielhallen, Spielbanken, Wettannahmestellen und ähnliche Einrichtungen von den Regelungen betroffen.

Auch Prostitutionsstätten, Bordelle und ähnliche Einrichtungen unterliegen der Verordnung. Des Weiteren ist auch der Betrieb auf und in allen öffentlichen und privaten Sportanlagen, in Schwimm- und Spaßbädern, Fitnessstudios und Saunen eingestellt. Auch Outlet-Center sowie Spielplätze, einschließlich der Indoor-Spielplätze, müssen schließen.

Mensen, Restaurants und Speisegaststätten dürfen unter Auflagen und beschränkten Zeiten weiterhin von 8 bis 18 Uhr geöffnet bleiben. Davon ausgenommen ist der Außer-Haus-Verkauf, Lieferservice, bzw. Drive-Inn-Angebote. Um das Risiko einer Verbreitung des Corona-Virus zu verringern, müssen Tische in einem Abstand von 1,50 m aufgestellt werden. Der Abstand zwischen den Gästen – auch an Stehplätzen – muss zudem 1,50 m betragen.

Neben diesen Anordnungen werden Zusammenkünfte in Vereinen und sonstigen Sport- und Freizeiteinrichtungen untersagt. Angebote von Volkshochschulen, Musikschulen und sonstigen öffentlichen und privaten Bildungseinrichtungen außerhalb von Schulen dürfen nicht wahrgenommen werden. Dazu zählen auch Reisen mit dem Bus.

Unter die Anordnung fallen auch Zusammenkünfte in Kirchen, Moscheen und Synagogen sowie Zusammenkünfte anderer Glaubensgemeinschaften, einschließlich von Zusammenkünften in Gemeindezentren.

Alle öffentlichen Versammlungen sowie Ansammlungen im Freien (mehr als zehn Personen) und private Veranstaltungen mit mehr als 50 Personen sind ebenfalls untersagt. Die Nutzung des ÖPNV ist gestattet. Im Landkreis Emsland ist seit Dienstag (17. März) wegen des Schulausfalls der Ferienfahrplan zunächst bis zum 18. April in Betrieb genommen worden. Weitere Informationen sind über die Homepage des jeweiligen Busunternehmens und über die Mobilitätszentrale Emsland unter der Rufnummer 05931/9336-33 erhältlich.

Corona-Fälle 17.03.2020,15 Uhr

Die Zahlen der bestätigten Corona-Fälle im Landkreis Emsland sind hier nach Städten und Samtgemeinden aufgegliedert. Insgesamt sind derzeit 36 Personen infiziert.

Papierbehälter erhalten Identchip Emslandweite Ausrüstung läuft von März bis Mai

Meppen- Bereits 2014 hat der Abfallwirtschaftsbetrieb Landkreis Emsland (AWB) alle rund 170.000 Restmüll- und Biotonnen mit einem Chip und einem weißen so genannten Identaufkleber ausgerüstet. Im Zeitraum März bis Mai 2020 folgt emslandweit die Chip-Ausrüstung sämtlicher Papiertonnen und Papiercontainer.

Im Laufe der nächsten Wochen und Monate werden alle Objekteigentümer sukzessive schriftlich informiert. Der AWB bittet alle Bürgerinnen und Bürger, Papiertonnen und Papiercontainer an dem im Anschreiben genannten Termin zur Chip-Ausrüstung bereitzustellen. Davon betroffen sind auch Papiertonnen, die mit einem Logo, beispielsweise einer karitativen Einrichtung (Kolping, Cape Kids), beschriftet sind. Vermieter werden gebeten, ihre Mieter entsprechend zu informieren und dafür zu sorgen, dass die am Mietobjekt verwendeten Papierbehälter termingerecht zur Ausrüstung bereitstehen. Sobald an der linken Behälterseite der weiße Identaufkleber mit der Jahreszahl 2020 angebracht wurde, ist die Ausrüstung abgeschlossen. Selbstverständlich können die Papierbehälter während der Ausrüstungsphase wie gewohnt befüllt werden.

Die Chip-Ausrüstung der Papiertonnen dient vorrangig zur Bestandsaufnahme aller im Landkreis Emsland genutzten Papierbehälter. Dadurch ist nachvollziehbar, wo Papiertonnen stehen, welche möglicherweise vertauscht oder ob und wann diese geleert wurden. Das so genannte Identsystem für Abfallbehälter ermöglicht grundsätzlich eine effizientere Abfuhrplanung, bessere Auslastung der Sammelfahrzeuge, dadurch weniger CO²-Ausstoß und Verbesserung des Kundenservices. Trotz sinkender Erlöse bei der Vermarktung des Altpapiers ist die Einführung einer Abfallgebühr für privat genutzte Papiertonnen und Papiercontainer zurzeit nicht vorgesehen.   

Faire Süßigkeiten im Februar im Stadthaus

Meppen.Der Februar steht in diesem Jahr im Zeichen des fairen Handels. Mit zwei Aktionen möchte die Fairtrade-Steuerungsgruppe den Meppener Bürgerinnen und Bürgern den Februar „fairsüßen“.

„Faire Herzen“ werden am Valentinstag, Freitag, 14. Februar, an die Besucherinnen und Besucher des Stadthauses ausgegeben. Wer an diesem Tag das Bürgeramt, das Standesamt oder die Tourist Information Meppen (TIM) aufsucht, erhält eine kleine Aufmerksamkeit: Faire Schokoladenherzen mit der Botschaft „Bleib fairliebt“.

Und auch am Rosenmontag, 24. Februar, erhalten die Besucher bei ihrem Gang ins Stadthaus eine „faire Kamelle“ in Form von Weingummi oder Schokolade. Ausliegen werden die „jecken Versuchungen“ im Bürgeramt und in der Tourist Information Meppen (TIM).

Seit Mai 2018 gehört Meppen als 536. Stadt zu den weltweit mehr als 2.200 „Fairtrade-Towns“ in 36 Ländern. Ziel einer „Fairtrade-Town“ ist es, den fairen Handel auf kommunaler Ebene zu fördern. Die „Towns“ sind das Ergebnis einer erfolgreichen Vernetzung von Akteuren aus Zivilgesellschaft, Politik und Wirtschaft, die sich gemeinsam lokal für den fairen Handel stark machen. Dieses Engagement zeigt, dass eine Veränderung möglich ist, sowie jede und jeder etwas bewirken kann. Auch in Meppen unterstützen bereits heute Vereine, Einzelhändler und Kirchengemeinden den fairen Handel. Dadurch ist es möglich, den Produzentinnen und Produzenten weltweit institutionelle Vorteile zu verschaffen, ihnen eine höhere wirtschaftliche Stabilität zu ermöglichen und das Selbstvertrauen und die Würde von Kleinbauernfamilien und Beschäftigten auf Plantagen zu fördern.

Mit den Aktionen möchte die Fairtrade-Steuerungsgruppe der Stadt Meppen den Bürgerinnen und Bürgern zeigen, dass  Süßigkeiten nicht nur lecker, sondern auch fair sein können. „Fairtrade-Produkte in den Alltag zu integrieren ist kinderleicht. Rund 20 Meppener Geschäfte bieten bereits Fairtrade-Produkte an“, freut sich Bürgermeister Knurbein über das Engagement der Meppener zur Verbesserung des fairen Handels.

Auch Sie sind Gewerbetreibender, Mitglied in einem Verein oder einer anderen Einrichtung und möchten dazu beitragen, dass die Fairtrade-Stadt Meppen noch fairer wird? Dann melden Sie sich bei der Fairtrade-Steuerungsgruppe, Ansprechpartner: Florian Jürgens, E-Mail: f.juergens@meppen.de , Tel. 05931/153-160 und teilen Sie Ihre Ideen mit uns.

Hiebing: „Wir stehen an der Seite unserer Landwirte!“ – Die CDU im Emsland wünscht sich mehr Sachlichkeit in der Landwirtschaftsdebatte

Meppen/Emsland. Der CDU-Emslandvorsitzende Bernd-Carsten Hiebing MdL stellt fest, dass die aktuelle Debatte um die Zukunft der Landwirtschaft sachlich geführt werden müsse. Dabei stellt er heraus, dass sich die CDU seither um den ländlichen Raum gekümmert und um einen Ausgleich zwischen Stadt und Land bemüht habe.

Am vergangenen Wochenende hat sich der CDU-Emslandvorstand mit den aktuellen Diskussionen um die Landwirtschaft beschäftigt. Deren Vorsitzender Bernd-Carsten Hiebing MdL stellt fest: „Seit Jahrhunderten sichern die Familien auf den Höfen in Niedersachsen die Ernährung der Bevölkerung. Und mehr als das – sie sind Rückgrat der ländlichen Regionen in Niedersachsen.“ Für Hiebing ist klar, dass mit allen vor- und nachgelagerten Bereichen die Land-, Ernährungs- und Forstwirtschaft ein starker Wirtschaftsmotor auf dem Land sei.

Für ihn ist dabei wichtig zu betonen, dass diese bäuerlichen Betriebe unsere heutige Kulturlandschaften geschaffen und bis heute gepflegt haben. „Die bäuerlichen Familien, ihre nachhaltige Lebensweise sind eine gesellschaftliche Säule in vielen Dörfern. Sie haben ein Recht auf Respekt und Anerkennung, ein Recht auf Achtung ihres Eigentums, ein Recht auf Vertrauen – von Politik und Gesellschaft.“

Die aktuellen Demonstrationen der Landwirte sollten laut Bernd-Carsten Hiebing ernst genommen werden. „Grundlage von Entscheidungen müssen wissenschaftliche Fakten sein. Das gilt gerade auch für die Düngeverordnung. Die Landwirtschaft in Niedersachsen leistet seit der Verschärfung 2017 einen Kraftakt. Die Ergebnisse sind sichtbar. Mineraldüngerabsatz und Tierbestandszahlen sind rückläufig. Dies muss anerkannt werden. Zur Ausweisung „Roter Gebiete“ setzen wir daher auf eine Binnendifferenzierung am Verursacherprinzip orientiert.“

Die CDU im Emsland bedauert, dass das gesellschaftliche Klima aktuell derzeit aufgeladen sei. Bernd-Carsten Hiebing appelliert daher, dass Landwirtschaft und Gesellschaft wieder zusammengeführt werden müssen: „Die CDU ist dazu bereit. Wir hören zu. Die CDU will einen Beitrag für einen breiten, fairen und ehrlichen Dialog in Niedersachsen. Gegenseitige Wertschätzung und Vertrauen muss wiederhergestellt werden – auf allen Ebenen.“

Stadtwerke Meppen überzeugen erneut mit Energiemanagementsystem

(v. l.) Gregor Gonsior, TÜV Nord, überreichte das Zertifikat Mechthild Wessels, Betriebsleiterin Stadtwerke Meppen, Kevin Derks, Stellvertretender Betriebsleiter Stadtwerke Meppen, und Bürgermeister Helmut Knurbein.

Meppen. Die Stadtwerke Meppen wurden im Rahmen Ihres Energiemanagementsystems für die Bereiche Wasserversorgung und Parkeinrichtungen rezertifiziert. Dabei konnte sogar mehr Energie eingespart werden als ursprünglich angedacht.

Nach dem Energiedienstleistungsgesetz sind die Stadtwerke mit ihren Unternehmen Wasserversorgung und Parkeinrichtungen verpflichtet, ein Energieaudit nach DIN 16247-1 durchzuführen. Die Stadtwerke haben sich jedoch im Jahr 2015 dazu entschieden, ein deutlich umfangreicheres Energiemanagementsystem nach DIN EN ISO 50001 zu implementieren. Die erstmalige Zertifizierung erfolgte vor rund drei Jahren.

Das neue Energiemanagementsystem, das systematisch und transparent die Energieströme erfasst und analysiert, trägt zu einer nachhaltigen Optimierung des Energieeinsatzes, des Energieverbrauchs und damit schlussendlich zu einer Steigerung der Energieeffizienz bei. „Das Managementsystem hat gegenüber dem Energieaudit den deutlichen Vorteil, dass es sich nicht nur um eine Bestandsaufnahme, sondern um einen Begleiter im Rahmen eines kontinuierlichen Optimierungsprozesses handelt“, sagte Betriebsleiterin Mechthild Wessels. „Im Zuge dieses Verfahrens fiel beispielweise eine Reinwasserpumpe auf, die zwar noch funktionsfähig ist, es sich aber mit Blick auf den Energieverbrauch empfiehlt, diese auszutauschen“, ergänzte Stellvertretender Betriebsleiter Kevin Derks, der federführend das Energiemanagementsystem umsetzt.

„Das Energiemanagementsystem bedeutet natürlich ein Mehr an Zeit- und Arbeitsaufwand für die Kolleginnen und Kollegen unserer Stadtwerke – aber es rechnet sich im wahrsten Sinne des Wortes“, so Bürgermeister Helmut Knurbein und spielt damit auch auf das von den Stadtwerken selbstgesteckte Ziel, den Energieverbrauch von 2015 bis 2020 um sechs Prozent für die zertifizierten Unternehmensbereiche zu senken, an: So wurde der Energieverbrauch bislang sogar um acht Prozent gesenkt. Außerdem seien die Stadtwerke durch die Einführung dieses Systems berechtigt, den sogenannten Spitzenausgleich nach § 10 Stromsteuergesetz zu stellen. Das bringt eine Erstattung von rund 10.000 Euro jährlich.

Der Anforderungskatalog des Energiemanagementsystems wurde jüngst angepasst, sodass für die nächste Rezertifizierung mehr Bedingungen zu erfüllen sind. Im Fokus steht dabei die Nachhaltigkeit der betrieblichen Optimierungsprozesse.

Hospiz-Hilfe Meppen freut sich über Erlös aus Stollenverkauf

Meppen. Die Hospiz-Hilfe Meppen e. V. konnte sich über einen Scheck in Höhe von 1.260,50 Euro freuen. Diese beachtliche Summe wurde beim traditionellen Stollenverkauf auf dem Meppener Weihnachtsmarkt eingenommen.

(v. l.) Hermann Dröge, Vorsitzender Stadtmarketingverein WiM, Bürgermeister Helmut Knurbein, Elisabeth Beerling-Albert, Koordinatorin Hospiz-Hilfe Meppen, Günther Hoyng, Obermeister der Bäcker-Innung Meppen, Antonia Gruber, 2. Vorsitzende Hospiz-Hilfe Meppen, Irmgard Wobken, Koordinatorin Hospiz-Hilfe Meppen, Ansgar Limbeck, WiM-Geschäftsführer, bei der Scheckübergabe.

Seinen Dank richteten Bürgermeister Helmut Knurbein und Hermann Dröge, Vorsitzender Stadtmarketingverein WiM, bei der Scheckübergabe insbesondere an Günther Hoyng (Stadtbäckerei Hoyng aus Meppen), Berthold Heidkamp (Bäckerei u. Konditorei Heidkamp aus Geeste) und Sebastian Pleus (Bäckerei Pleus aus Lähden) von der Bäcker-Innung Meppen, durch deren Handwerkskunst und Stollenrezeptur diese stattliche Summe erzielt werden konnte. Der Stollenverkauf ist ein Highlight im Veranstaltungskalender des Meppener Weihnachtsmarktes. Wer ein Stück des Traditionsgebäckes ergattern möchte, muss schnell sein. Denn ebenso scheint es Tradition geworden zu sein, dass die Stollen binnen kürzester Zeit ausverkauft sind – lautet auch in 2019 die positive Bilanz. Mehr als 200 Stollen fanden am zweiten Adventssonntag in weniger als zwei Stunden ihre Abnehmer.

Die Einnahmen, die nun im vollen Umfang der Hospiz Hilfe Meppen zugutekommen, sieht Bürgermeister Knurbein als „sehr gut angelegt“: „Trauer, Tod – Themen, die uns alle betreffen, aber über die keiner gerne spricht. Die ehrenamtlichen Mitglieder der Hospiz Hilfe Meppen sind in dieser Lebenslage ein vertrauensvoller Gesprächspartner oder auch stiller Zuhörer. Sie engagieren sich unentgeltlich und leisten Unbezahlbares“, lobte er das gesamte Team um die 1. Vorsitzende Dr. Carmen Breuckmann-Giertz und Antonia Gruber, Gründungsmitglied und 2. Vorsitzende.

Seit mittlerweile 20 Jahren gibt die Hospiz-Hilfe Meppen den Sterbenden und Trauernden eine Stimme. Seit der Gründung wächst der Bedarf an diesem Angebot stetig. Die Einnahmen aus dem Stollenverkauf sollen unter anderem in den Aufgabenbereich „Kinder und Jugendliche“ fließen. „Das Thema kennt leider keine Altersbeschränkung und insbesondere bei den jungen Menschen ist eine entsprechende Begleitung von großer Bedeutung“, so Bürgermeister Knurbein.

 

Teddybär-Krankenhaus ein voller Erfolg

Meppen. Während ein großer Teddybär geröntgt und am Bein gegipst werden musste, wurden bei einem Fußball per Ultraschall Bauschmerzen diagnostiziert und direkt im OP die zu viel gegessenen Gummibärchen herausoperiert. Auch der Kuh „Annabell“ sowie Drachen, Einhörnern und weit über 100 weiteren tierischen und kuscheligen Patienten und deren Besitzern konnte im ersten emsländischen Teddybär-Krankenhaus geholfen werden.

 

Vor kurzem haben Medizin- und Pharmaziestudenten der Universität Düsseldorf mit viel Einsatz und Herzblut das Kreishaus in Meppen zum Teddybär-Krankenhaus umfunktioniert. Das Projekt wurde vom Gesundheitsamt des Landkreises Emsland erstmals im Rahmen der Weiterbildungsgesellschaft für Mediziner „Meilenstein“ ins Emsland geholt. „Durch das Teddybär-Krankenhaus möchten wir den Kindern eine neue Sicht auf den Arzt und das Krankenhaus ermöglichen. Um das zu erreichen, bieten wir ihnen einen geschützten Raum, in dem sie Fragen stellen und alles selbst ausprobieren können“, erklärte Johanna Sievering, Leiterin des Gesundheitsamtes. „Unser Ziel ist es, dass sie mit dieser neu gewonnenen Erfahrung zukünftig weniger Angst vor dem Arztbesuch haben und gleichzeitig möchten wir den Medizinstudenten Erfahrungen im Umgang mit den Kindern sammeln lassen“, so Sievering weiter.

Die Teddybär-Ärzte behandelten im kostenlosen Teddybär-Krankenhaus für Kinder im Alter von drei bis sieben Jahren die Kuscheltiere der Kinder und gaben ihnen so spielerisch einen Einblick in die Vorgänge und Abläufe eines Krankenhauses und eines Arztbesuches. Die Klinik war gut ausgestattet, beispielsweise mit Reflexhammer, Stethoskop und Impfung, aber auch mit modernster Bildgebung, mittels „MRT“ und „CT“.

Auch der Operationssaal war umfänglich ausgerüstet, in dem die Knochenbrüche der flauschigen Patienten unter der Assistenz vieler kleiner, grün bekittelter Helfer chirurgisch versorgt wurden. Im Behandlungsbereich teilte eine blinkende Maschine das Ergebnis der Blutanalyse mit; hat das Plüschtier auch gute Laune? Hat es vielleicht zu viel Zucker im Blut oder zu wenig getrunken? Die medizinischen Geräte wurden in liebevoller Kleinstarbeit von den „Teddy-Docs“ selbst entwickelt und gebaut. Bei der Zahnprophylaxe konnte spielerisch der richtige Umgang mit Zahnbürste und Co. an den Kuscheltier-Patienten geübt werden.

Nachdem die Tiere geröntgt, operiert und behandelt wurden, gab es am Ende in der Apotheke der Pharmaziestudenten noch die gesamte Palette der heutigen Teddypharmazie – von Pflastermäppchen, Äpfeln, trostspendenden Gummibärchen bis hin zum „Alles- wird–gut –Tee“. Ein echter Rettungswagen mit dem Patienten „Manni“ an Bord, einem riesigen Stofftier-Elch, war ebenfalls dabei und konnte eingehend besichtigt werden.

Ob Eltern, Medizinstudenten oder Mitarbeiter in einem waren sich alle einig: Eine Teddybär-Sprechstunde sollte zukünftig wiederholt werden.

Schornsteinfeger wünschen Glück für 2020 Landkreis Emsland empfängt Abordnung zum Gespräch

Landrat Marc-André Burgdorf (Mitte) und Michael Steffens (l.) als neuer zuständiger Dezernent für Sicherheit und Ordnung empfingen sechs Schornsteinfeger im Meppener Kreishaus. Rechts im Bild Fachbereichsleiter Sicherheit und Ordnung Christoph Lühn.

Meppen. Sechsfach hält besser – frei nach diesem Motto überbrachte ein Schornsteinfeger-Sextett aus dem Landkreis Emsland Landrat Marc-André Burgdorf und dem Landkreis Emsland die besten Wünsche für das Jahr 2020. „Es ist eine schöne Geste, dass Sie den Menschen im Landkreis Glück zum neuen Jahr bringen möchten“, bedankte sich Burgdorf bei Gerd Rechtien, Obermeister der Schornsteinfegerinnung Osnabrück-Emsland, sowie bei seinen fünf Kollegen.

Die Abordnung war stellvertretend für alle 31 bestellten bevollmächtigten Bezirksschornsteinfeger im Landkreis in der Meppener Kreisverwaltung zu Gast. Die Vertreter des Schornsteinfegerhandwerks hatten die Möglichkeit, ihren neuen Dezernenten für Sicherheit und Ordnung, Michael Steffens,  kennenzulernen, der mit der Wahl Burgdorfs zum Landrat diese Aufgabe übernommen hat. Im Verlauf des Treffens tauschten sich alle Teilnehmer ebenfalls über aktuelle Themenbereiche im Schornsteinfegerhandwerk aus. Dazu zählte auch die zum 1. Januar 2022 anstehende erneute große Ausschreibung von frei werdenden Kehrbezirken.

 

 

 

Bitburger After-Work-Party auf dem Meppener Weihnachtsmarkt

Foto: Stefan Schöning

Meppen. Auf dem Meppener Weihnachtsmarkt steht die „Kult-Party“ des Jahres vor der Tür. Am Donnerstag, 12. Dezember, ab 18.00 Uhr, verwandelt sich der Weihnachtsmarkt mit der Bitburger-After-Work-Party wieder für einige Stunden zur Weihnachts-Party-Location.

Ansgar Limbeck, Geschäftsführer vom Stadtmarketingverein WiM, erwartet wieder ein „volles Haus“: „Auf der Eisbahn wird DJ Ralf in bewährter Manier musikalisch für gute Laune sorgen. Darüber hinaus werden wir in diesem Jahr auch wieder auf dem Windthorstplatz und vor dem historischen Rathaus jeweils einen DJ auflegen lassen. Wir sind überzeugt, so den erwarteten mehreren tausend Besuchern mehr als gerecht zu werden“, so Limbeck.

Eigens für diesen Abend wird die 400 Quadratmeter große Eisbahn mit einem Holzfußboden abgedeckt, auf dem auch einige Bewirtungsstände untergebracht werden. So habe man keine kalten Füße zu befürchten. Und auch regnerisches Wetter könne dem Event nichts anhaben. Im Lichterglanz des Riesenrades und der Weihnachtspyramide ist zum wiederholten Male eine tolle Veranstaltung garantiert! Aufgrund der Aufbauarbeiten wird die Eisbahn für das Schlittschuhlaufen am Donnerstag ganztägig geschlossen.