Inhaberwechsel beim Café Heilemann: Melanie Wulff übernimmt Traditions-Café – Umbau im kommenden Frühjahr geplant

Lingen. Melanie Wulff ist seit Freitag (15. Oktober) die neue Inhaberin des Café Heilemann am Lingener Marktplatz. Nach rund 20 Jahren hat der bisherige Inhaber Hermann-Josef Heilemann das Geschäft damit in neue Hände übergeben. Für die Kundinnen und Kunden des Traditions-Cafés ändert sich aber zunächst nichts: der Name bleibt bestehen, ebenso wie die Speisekarte und das vielfältige Angebot an Torten und Backwaren aus der Backstube Heilemann. „Auch Gutscheine für das Café können noch bis zum 1. April 2022 ganz unkompliziert eingelöst werden“, versichert Heilemann. Er wünscht seiner Nachfolgerin viel Erfolg und freut sich über den nahtlosen Übergang, der ihm selbst nun etwas mehr Ruhe ermöglicht.

Im kommenden Frühjahr stehen dann umfangreiche Umbaumaßnahmen in dem Café an der Marktplatzterrasse an: Aus dem Café Heilemann wird das Eiscafé Giovanni L. „Zusammen mit meinem Mann betreibe ich bereits ein ‚Giovanni L‘ in Rheine. Ich freue mich darauf, mit leckerem Eis, aber natürlich auch weiterhin mit den beliebten Heilemann-Torten und den Klassikern, wie den Pfannkuchen, einen weiteren Standort in Lingen aufzubauen“, blickt Melanie Wulff freudig in die Zukunft. Nähere Einzelheiten zu dem Konzept des Eiscafés folgen noch. Fest steht aber bereits jetzt, dass das Café auch während der Baumaßnahmen geöffnet bleiben wird.

 

Ein großes Spielschiff für die Kleinen Spielplatz in Ramsel komplett neugestaltet

Lingen. Der Spielplatz Sändkerstraße in Ramsel erstrahlt in neuem Glanz und ist kaum wiederzuerkennen. Die bisherigen Spielgeräte waren bereits über 20 Jahre alt und wurden vollständig zurückgebaut. Dafür dürfen sich die Kinder nun über ein riesiges Spielschiff freuen, das viele Klettermöglichkeiten, eine große Rutsche und Sandspielelemente für sie bereithält. „Das ist ein echtes Highlight, das es so bislang noch nicht auf unseren Spielplätzen gibt“, freut sich Silke Hüter, die seitens der Stadt Lingen die Spielplätze betreut. Neben dem Spielschiff lockt der Spielplatz mit Schaukeln und einer Seilbahn. Rund 50.000 Euro hat die Stadt Lingen in die komplette Sanierung des Geländes investiert.

Die Neugestaltung erfolgte dabei in Absprache mit den Anliegern. „Die Anlieger der Siedlungsgemeinschaft Ramsel-Mitte sind sehr engagiert und kümmern sich um ‚ihren‘ Spielplatz. Eine Hütte, die hier als Treffpunkt dient, wurde von ihnen in Eigenleistung renoviert und für die Kinder haben sie eine große Kiste mit Spielzeug bereitgestellt“, sagt Hüter. So ließen es sich die Vertreterinnen und Vertreter der Siedlungsgemeinschaft auch nicht nehmen, den neugestalteten Spielplatz zusammen mit Baccums Ortsbürgermeister Karl Storm einzuweihen. „Der Spielplatz ist wirklich sehr gelungen. Hier ist immer viel los. 10 bis 15 Kinder sind eigentlich immer da und das auch nicht nur aus Lingen, sondern zum Beispiel auch aus Messingen oder Thuine“, berichtet Paul Hermes von der Siedlungsgemeinschaft.

Bereits seit 1985 besteht der Spielplatz an der Sändkerstraße/ Vogtstraße. „Damals gab es hier allerdings nur eine große Sandfläche. Und wir haben hier unsere Siedlungsfeste mit Tanz und Musik gefeiert“, blickt Hermes mit einem Lachen zurück. Künftig wollen die Anwohnerinnen und Anwohner Spielplatzfeste feiern. Denn die Siedlungsgemeinschaft übernimmt eine eigene Patenschaft für den Spielplatz. Davon, dass der Spielplatz auch nach über 35 Jahren ein beliebter Treffpunkt für Kinder und Familien sein wird, sind alle überzeugt – gerade vor dem Hintergrund der direkt angrenzenden Neubaugebiete.

Der Spielplatz Sändkerstraße in Ramsel erstrahlt in neuem Glanz. Darüber freuen sich die Anwohnerinnen und Anwohner der Siedlungsgemeinschaft Ramsel-Mitte (v.l.) Michael Schmidt und Sohn Karl, Petra Kuhl, Herber Kuer, Adele Benen, Leonie Kuhl, Herbert Sander, Ortsbürgermeister Karl Storm, Rainer Bruns (Reholand), Silke Hüter (Stadt Lingen), Günter Heile und Paul Hermes.

Lagerkehraus findet nicht statt

Lingen. Der am 23. und 24. Oktober 2021 geplante Lagerkehraus in den Emslandhallen findet nicht statt. Diese Entscheidung haben die Emslandhallen als Veranstalter in enger Abstimmung mit den beteiligten Ausstellenden getroffen. Aufgrund der aktuellen Corona-Bestimmungen hatten sich deutlich weniger Ausstellerinnen und Aussteller angemeldet. Letztendlich lagen nicht genügend Anmeldungen vor, um den Besucherinnen und Besuchern einen attraktiven Lagerkehraus bieten zu können. Der Veranstalter bittet um Verständnis und ist davon überzeugt, dass der Lagerkehraus im Frühjahr 2022 wieder wie gewohnt und mit zahlreichen Ausstellenden stattfinden kann.

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Pflegekräfte der Hedon-Klinik sind total überfordert und machen ihrem Unmut Luft Geschäftsführung will Station schließen

Pflegekräfte der Mediclin Hedon – Fachklinik für Neurologie und Orthopädie – haben am Dienstagmittag ihren Unmut über die unhaltbaren personellen Zustände auf ihren Stationen mit einer Kundgebung vor dem Hauptportal Luft gemacht. Sie stellten heraus, dass es zu viele Patienten pro Pflegekraft gibt. Wegen des desolaten Zustandes haben viele Fachkräfte die Notbremse gezogen und gekündigt.

Lingen. Die Gewerkschaft Verdi hat auf die unhaltbaren Zustände auf den vier Akutstationen für neurologische Frührehabili­tation sowie Weaning reagiert und einen Hilfe­ruf gesendet. Dem Aufruf zur Kundgebung vor dem Klinik-Hauptportal waren die Pflegekräfte im Wechsel unter Einhaltung aller Corona-bedingten Vorsichtsmaßnahmen gefolgt. So hielten sie den Notbetrieb auf den Stationen aufrecht.

Oliver Bart, ver.di-Gewerkschaftssekretär, stellte heraus: „Die Krankenschwestern und Pfleger gehen auf dem Zahnfleisch. Sie arbeiten schon lange am Limit und kommen auf den Stationen immer in Bereiche hinein, in denen man die Arbeit nicht mehr verantworten kann. Sie haben das Gefühl, dass sie mit einem Bein im Gefängnis stehen. Trotzt aller Missstände habt sie immer das Wohl der Patienten im Auge. Dafür gebührt ihnen Respekt, Lob und Anerkennung.“

Barth reichte das desinfizierte Mikro weiter an verschiedene Pflegkräfte von den vier betroffenen Akutstationen weiter. Die Krankenschwestern und Pfleger stellten heraus, dass sie seit Wochen deut­lich über ihre Grenzen arbeiten würden. Auch im regu­lären Reha-Bereich sehe es nicht viel anders aus. Die unhaltbaren Zustände dürften keine Dauerlösung sein. Sie seien nicht mehr bereit, die Verantwortung zu übernehmen. Mittlerweile laufe das Hamsterrad auf den Pflegestationen dermaßen auf Hochtouren, dass viele Kollegen/innen schon die Notbremse gezogen und den Job hingeschmissen hätten.         

Zu bedenken gab Barth, dass die Geschäftsführung die Situation erkannt habe und handeln wolle. Der kaufmännische Direktor Holger Kammann betonte, dass sich die Klinikleitung der Verantwortung stelle. „Wir haben schon einige Maßnahmen umgesetzt und wollen weitere in Angriff nehmen, damit wir als Hedon-Klink in ruhiges Fahrwasser kommen. Nach Rücksprache mit dem Vorstand von Mediclin wollen wir bis zum Jahresende sukzessive eine Station im Akutbereich vom Netz nehmen. Die dortigen Mitarbeiter/innen werden dann auf den drei anderen Stationen eingesetzt, um Entlastungen zu schaffen. Das würden wir gerne gemeinsam mit ihnen machen, denn wir können in der Gemeinsamkeit viel mehr bewirken.“      

Betriebsratsvorsitzender Gero Schlagelambers betonte: „Uns ist schon klar, dass dies keine Entscheidung ist, die bei allen Jubel hervorrufen wird, insbesondere bei denen, die es als Station betrifft. Wir als Betriebsrat sind der Überzeugung, dass diese im Moment alternativlos ist. Es gibt keine andere Lösung, um die Pflege jetzt in dieser Situation zu entlasten. Wir wollen das vernünftig begleiten und da jeden mitnehmen. Ganz wichtig ist auch, dass wir mehr Personal brauchen.“

Der Ge­werkschaftssekretär resümierte: „Wir packen es an und stecken nicht den Kopf in den Sand. Es geht uns darum, dass ihr gute Arbeitsverhältnisse habt und die Patientenversorgung entsprechend gewährleistet ist. Wenn es aber nicht läuft, setzen wir auch mal das Brecheisen an.“ 

Neugeborene Lingenerinnen und Lingener herzlichst willkommen Stadt Lingen verteilt Willkommenspakete an die jüngsten Bürgerinnen und Bürger

Lingen. „Wir freuen uns über jeden Lingener, ob groß oder klein – und das möchten wir auch zeigen“, erklärt Oberbürgermeister Dieter Krone. „Deshalb haben sich Rat und Verwaltung der Stadt Lingen nun entschieden, die jüngsten Bürgerinnen und Bürger unserer Stadt sowie ihre Familien mit einem neuen Willkommenspaket zu begrüßen.“ So bekommt ab sofort jedes Neugeborene, das bei der Stadtverwaltung angemeldet wird, per Post ein kleines Überraschungspaket. Dieses beinhaltet ein Geschenk zur Geburt, den Lingener Familienpass sowie zahlreiche Informationsbroschüren der Stadt, von Einrichtungen in der Stadt Lingen und des Bundesministeriums für Familie, Senioren, Frauen und Jugend. Im Schnitt werden pro Jahr circa 550 Neugeborene in Lingen angemeldet. Mit Stand vom 1. September 2021 sind in diesem Jahr in Lingen bereits 406 Kinder angemeldet worden.

Der Familienpass beinhaltet für die Lingener Nachkommen und ihre Familienzahlreiche Vergünstigungen und Zuschüsse. So bekommen sie beispielsweise fünf Euro Rabatt auf die Familienkarte in den Linus Lingen Wasserwelten, Kinder können kostenlos an einem Schwimmkurs teilnehmen und auch die Erstausstellung eines Kinderreisepasses ist in dem Familienpass enthalten. Darüber hinaus finden sich in dem Paket Informationen zu frühkindlichen Fördermöglichkeiten des Familien- und Kinderservicebüros der Stadt Lingen sowie Informationen zu den Kita- und Kindertagespflegeeinrichtungen in der Stadt. „Ein tolles Willkommenspaket, das viele Infos und Tipps bereithält und den Familien auch eine Freude machen soll. Damit zeigen wir einmal mehr, wie wichtig uns Familien sind und wie sehr uns Kinder am Herzen liegen“, so Oberbürgermeister Dieter Krone abschließend.

Oberbürgermeister Dieter Krone (rechts), Katrin Möllenkamp (Fachbereichsleiterin Bürgerservice, Sicherheit und Ordnung) und Frank Botterschulte (Fachbereichsleiter Bildung, Jugend und Sport) präsentieren die Willkommenspakte für Neugeborene.

Kosmetikstudio ‚SchönSein‘ in der Westfalenstraße neu eröffnet

Lingen. „SchönSein im Einklang mit Körper und Seele“ – heißt es auf den Visitenkarten der Inhaberin Silvia Leitz. Dies ist zugleich auch das Motto der staatlich geprüften Kosmetikerin und psychologischen Beraterin. In der Westfalenstraße 5 hat sie nun eine neue Praxis für ganzheitliche Kosmetik eröffnet. „Ich möchte meine Kundinnen und Kunden in ihrer natürlichen Ganzheit abholen. Denn kein anderes Organ spiegelt unsere innere Befindlichkeit so sehr wie unsere Haut“, erklärt Silvia Leitz.

Die Kosmetikerin kann auf eine über 30jährige Berufserfahrung zurückblicken. „Die letzten 25 Jahre war ich selbständig und habe ein eigenes, sehr gut besuchtes Kosmetikstudio in Franken geführt.“ Aus privaten Gründen ist Silvia Leitz dann nach Lingen gezogen und fühlt sich sehr wohl. Nun möchte sie hier wieder mit einem eigenen Studio starten und bietet in der Westfalenstr.5 unter anderem klassische Kosmetikbehandlungen für jeden Hauttyp, Microdermabrasion, Microneedling, Lichtfarbtherapie sowie für das innere Wohlbefinden Energie-Aroma-Klangschalenmassagen und das Auflegen von Heilsteinen an. „In Harmonie mit Körper und Seele steht für mich für ganzheitliches SchönSein“, so Silvia Leitz. Auf ihrer frei zugänglichen Facebookseite informiert sie über ihre verschiedenen Behandlungsmethoden und Angebote. „Ich arbeite fast ausschließlich mit Hildegard Braukmann Institut Kosmetik. Die Kosmetika stehen für mich für eine Haut in Balance, da sie hauptsächlich mit hautidentischen Inhaltsstoffen arbeitet und zudem sehr hautverträglich sind. Ich freue mich sehr, bald viele Kundinnen und Kunden bei mir begrüßen zu dürfen.“ Lara Bemboom gratulierte der Inhaberin von SchönSein zur Neueröffnung. Als Mitarbeiterin der Wirtschaftsförderung hatte sie die Kosmetikerin bei ihrem Neustart in Lingen unterstützt.

Termine sind jederzeit nach Absprache möglich. Terminvereinbarung bitte telefonisch unter 0152 54127920 

 

Jonas Berger ist neuer Citymanager

Lingen. Die Stadt Lingen hat einen neuen Citymanager. „Jonas Berger ist ab sofort zentraler Ansprechpartner und Vermittler für alle Interessenvereinigungen und Akteure der Innenstadt – also für Wirtschaft, Bürger, Politik und Verwaltung“, sagt Oberbürgermeister Dieter Krone bei einer kurzen Vorstellung im Rathaus. Zugleich dankte er dem bisherigen Citymanager Andreas Löpker für seine gute Arbeit. Als Teil des Oberbürgermeisterbüros wird Andreas Löpker wieder einen Teil der Ortsräte betreuen.

Jonas Berger kommt gebürtig aus Listrup, wohnt aber seit einiger Zeit in Lingen. Der 27-Jährige hat bereits ein Duales Studium bei der Stadt Lingen absolviert und ist seit 2016 in der Wirtschaftsförderung eingesetzt. Dort war er für Unternehmensbetreuung und -ansiedlungen zuständig und hat das Marketing für den Wirtschaftsstandort Lingen vorangetrieben. „Ich freue mich auf diese neue Herausforderung, die sicherlich sehr gut an mein bisheriges Tätigkeitsfeld anknüpft“, so Jonas Berger. Den Schwerpunkt seiner Arbeit sehe er darin, ein offenes Ohr für die Kaufleute in der Innenstadt habe und zugleich auch neue Einzelhändler nach Lingen zu holen, um den Einkaufsstandort Lingen so noch attraktiver zu gestalten.

Zwei Nachwuchsmedizinerinnen erhalten Stipendium des Landkreises Emsland

Meppen. Diana Tholen und Mara Stedem sind die neuen Stipendiatinnen des Landkreises Emsland. Die beiden Medizinstudentinnen erhalten künftig über die Meilenstein Weiterbildungsgesellschaft für Ärztinnen und Ärzte im Landkreis Emsland gGmbH finanzielle Unterstützung. 

Tholen und Stedem gehören zu den damit aktuell insgesamt zehn Studierenden der Humanmedizin, die das Stipendium in Anspruch nehmen. Seit seiner Einführung in 2014 entscheiden sich jährlich ein bis zwei Studierende für das Stipendium. Sie verpflichten sich damit, nach ihrem Medizinstudium fünf Jahre als Allgemeinmediziner im Landkreis Emsland tätig zu sein. Im Gegenzug unterstützt der Landkreis Emsland sie während der Regelstudienzeit von 75 Monaten mit 500 Euro monatlich und damit insgesamt 37.500 Euro.

„Wir werden ihre Karrieren in jeglicher Hinsicht begleiten“, sichert Sozialdezernentin Dr. Sigrid Kraujuttis zu, die damit auch auf Angebote wie praktische Kurse für angehende Medizinerinnen und Mediziner u. a. zur Chirurgie, Notfallmedizin oder Neurologie in den emsländischen Krankenhäusern hinweist. „Hier kümmern sich die Chefärzte persönlich um den Nachwuchs. Die beste Möglichkeit, die Häuser kennenzulernen“, sagt sie. Etwa 300 Medizinstudierende sind über Meilenstein vernetzt und erhalten neueste Informationen über die Gesundheitsregion Emsland oder zu konkreten Projekten u. a. in der Telemedizin. 

Die 20-jährige Tholen ist in Werlte aufgewachsen. Nach dem Abitur am Hümmling-Gymnasium verbrachte sie ein Auslandsjahr in Australien, dass sie ein wenig früher als geplant Corona bedingt beenden musste. Als sie aus Australien zurückkehrte, lag ihre Studienplatzzusage für die Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf vor, wo Tholen seit 2020 Humanmedizin studiert. Ihre Mutter, Allgemeinmedizinerin in Lorup, weckte schon früh ihr Interesse für den Arztberuf und vor allem für die Allgemeinmedizin. „Hier hat man es mit jedem gesundheitlichen Bereich und jeder Altersgruppe zu tun“, begründet die Studentin ihren Berufswunsch. Dabei ist ihre Rückkehr ins Emsland gesetzt: „Das gute Gemeinschaftsgefühl und die emsländische Natur vermisse ich in der Großstadt. Düsseldorf ist schön, aber dort muss ich die Straßenbahn nehmen, um ins Grüne zu kommen“, sagt sie.

Die 21-jährige Mara Stedem ist in Aschendorf groß geworden. Sie absolvierte ihr Abitur am Mariengymnasium Papenburg. Da Stedem zunächst keinen Studienplatz erhalten konnte, entschied sie sich für den Bundesfreiwilligendienst beim Malteser Hilfsdienst und war dort im Rettungsdienst eingesetzt, wo sie auch die Prüfung zur Rettungssanitäterin ablegte. Seit April 2021 studiert sie Humanmedizin an der MSH Medical School Hamburg, einer privaten Hochschule für gesundheitliche Berufe. Durch ihren Vater, einem Allgemeinmediziner in Aschendorf, hat Stedem schon als Kind den Berufswunsch entwickelt, Ärztin zu werden. „Im Rettungsdienst sieht man Patienten nur für den kurzen Moment der Notfallbetreuung. Wir wissen dann nicht wie es weitergeht. Als Arzt oder Ärztin begleitet man Familien über Jahre“, sagt sie. Auch das selbstständige Arbeiten in einer eigenen Praxis reize sie.

Wer Kontakt zu Meilenstein herstellen möchte, kann dies unter der E-Mail-Adresse julia.thole@emsland.de und der Rufnummer 05931/44- 2194.

Das Stipendium ist eine von zahlreichen Förderungen, die der Landkreis Emsland seit 2014 auf Beschluss des Kreistages zur Sicherung der Ärzteversorgung im Landkreis Emsland anbietet. Die Gesellschaft Meilenstein koordiniert seit 2010 weitere Maßnahmen zur Nachwuchsgewinnung.

Bild: Mara Stedem und Diana Tholen (vorne, v. l.) unterzeichnen die Stipendiatsvereinbarung mit dem Landkreis Emsland. Sozialdezernentin Dr. Sigrid Kraujuttis (stehend, r.) und Julia Thole von Meilenstein nahmen die neuen Stipendiatinnen in Empfang. (Foto: Landkreis Emsland)

Future Lab in Lingen Krone Validierungszentrum offiziell eingeweiht

Lingen, Im Rahmen einer kleinen Feierstunde hat Krone heute offiziell das Validierungszentrum

Future Lab am Standort Lingen eröffnet. Bernard Krone, Vorsitzender des Aufsichtsrates der Krone Gruppe, begrüßte u.a. die Nachbarinnen und Nachbarn im Lingener Industriepark, Vertreter von Handwerksfirmen, die beim Bau des Validierungszentrums beteiligt waren sowie Landrat Marc-André Burgdorf, Lingens Oberbürgermeister Dieter Krone und natürlich auch die rd. 30 Mitarbeitenden des Future Lab. „Nach Monaten der Corona-Wartezeit freuen wir uns sehr, Sie nun endlich persönlich im Krone Future Lab begrüßen zu dürfen. Was Sie hier sehen, ist absolute State-of-the-Art-Validierungstechnologie, mit der wir nun Krone Maschinen und Nutzfahrzeuge, aber auch einzelne Komponenten von Zulieferern auf Herz und Nieren prüfen werden, bevor wir sie in Krone Produkten verbauen. Präzise Lebensdauer- und Funktionsnachweise sind maßgeblich für eine weitere Optimierung unserer Produktqualität und damit ein wichtiger Beitrag zur Kundenzufriedenheit. Darüber hinaus haben wir auf diesem Gelände auch hervorragende Möglichkeiten, Themen wie z.B. das autonome Fahren zu testen.“

Das Future Lab verfügt über  drei Großprüfstände, zwei Servohydraulik- und einen Leistungsprüfstand. Ergänzt werden diese Prüfmöglichkeiten durch eine Vielzahl von Komponenten- und Baugruppentestständen. Neben den mechanischen Prüfungen spielt das Testen der Maschinenelektronik und -software sowohl auf dem Testgelände als auch in vollautomatisierten Testumgebungen im Future Lab eine umfangreiche Rolle. 

Bei der Konzeptionierung des Standortes stand Nachhaltigkeit im Fokus; so wird beispielsweise die Heizenergie des 4000 qm großen Validierungszentrums  zu 100 Prozent aus der Abwärme der Prüfstände gewonnen und eine komplett auf Eigenbedarf ausgelegte Photovoltaikanlage hilft, einen Teil des Strombedarfes zu decken.

Die geladenen Gäste hatten nach der offiziellen Einsegnung durch Pastorin Martina Korporal und Kaplan Kristian Pohlmann die Möglichkeit, die Hallen des Future Lab mit den verschiedenen

Testständen zu besichtigen. Besonders beeindruckt waren die Besucher vom neu installierten Prüfstand für Straßensimulationen. Mit dem sogenannten X-Poster kann Krone z.B. die Lebensdauer von 1 Mio. km  eines Trailers im Kundeneinsatz in wenigen Wochen auf dem Prüfstand im Zeitraffer abbilden. Die Leistungsversorgung des X-Posters sowie eines variablen Prüffelds erfolgt über ein Hydraulikaggregat mit einer Leistungsbereitstellung von bis zu 2 MW.

Ebenfalls erst wenige Wochen in Betrieb ist der Leistungsprüfstand für Getriebetests. Hier werden Lebensdauertests von Großgetrieben durchgeführt, die z.B. im Krone Feldhäcksler Big X, der Großpackenpresse Big Pack oder in der Pelletpresse Premos verbaut werden. Eine ca. 1,1 km lange Teststrecke, inkl. Steigungshügeln von 18 und 50 Prozent,  runden die Prüfungsmöglichkeiten ab. Auf der Teststrecke werden z.B. Homologationsprüfungen, Systemtests für Softwarefreigaben oder auch Fahrversuche durchgeführt. 

Das Krone Future Lab entstand in nur knapp einem Jahr Bauzeit auf  einer Gesamtflächen von rund 13 Hektar. Das Investitionsvolumen der Krone Gruppe in das Future Lab beläuft sich auf ca. 20 Millionen Euro. 

 

Mit mehr als drei Promille am Steuer

Lingen – Am Montagabend kontrollierten Beamte der Polizei Lingen einen Transporter in der Damaschkestraße. Während der Kontrolle wird bei dem 34-jährigen Fahrer eine Atemalkoholkonzentration von 3,92 Promille festgestellt.

Zuvor war der Transporter durch seine Fahrweise einem Verkehrsteilnehmer aufgefallen, der umgehend die Polizei informierte. Dem Fahrer wurde eine Blutprobe entnommen. Er muss sich nun in einem Strafverfahren wegen Trunkenheit im Verkehr verantworten.

 

Auto auf B70 ausgebrannt

Lingen  – Am Donnerstagabend ist auf der B70, in Höhe der Auffahrt „Frerener Straße“, zu einem Verkehrsunfall gekommen. Eines der Beteiligten Fahrzeuge brannte dabei vollständig aus. Eine 28-jährige Frau aus Wietmarschen war gegen 18.10 Uhr mit ihrem Hyundai auf die B70/B213 in Richtung Nordhorn aufgefahren. Noch auf dem Beschleunigungsstreifen übersah sie, dass ein vor ihr fahrender Lkw anhalten musste, um den fließenden Verkehr durchfahren zu lassen.

Es kam zum Zusammenstoß. Der Pkw fing Feuer und brannte vollständig aus. Der Sattelauflieger des Lkw wurde durch die Flammen ebenfalls beschädigt. Die Feuerwehr konnte den Brand löschen. Die Unfallverursacherin wurde leicht verletzt. Die Sachschadenshöhe ist noch nicht bekannt. Die Polizei hat die Ermittlungen aufgenommen.

 

Weltladen Lingen feiert 40-jähriges Jubiläum

Lingen. Seit 40 Jahren macht sich der Weltladen Lingen e.V. für den Fairen Handel stark. Dieses besondere Jubiläum feiert das Weltladen-Team mit Aktionswochen und Angeboten noch bis Ende September. Zu den Gratulanten zählt auch Lingens Oberbürgermeister Dieter Krone: „Der Weltladen ist mit seinen vielfältigen Produkten und seiner Bildungsarbeit aus Lingen nicht mehr wegzudenken. Herzlichen Dank für Ihre ehrenamtlich geleistete Arbeit. Es ist bewundernswert, dass Sie seit so vielen Jahrzehnten engagiert Flagge zeigen und sich für eine faire, menschenwürdige und nachhaltige Produktion einsetzen.“

Der bundesweit erste Weltladen eröffnete 1973 in Stuttgart. „Nur acht Jahre später folgten wir in der vergleichsweise kleinen Stadt Lingen. Dass wir uns bis heute gehalten haben, ist ein großer Erfolg“, blickt Saskia Gröninger, Vorstandsmitglied des Weltadens Lingen, zurück. Der Weltladen Lingen war zunächst in der Baccumer Straße am Universitätsplatz beheimatet. 2013 folgte der Umzug in die Große Straße. „Die Lage in direkter Nähe zum Marktplatz ist sehr gut für uns. Wir sind hier viel präsenter“, sagt die Ehrenamtliche.

Über 4.000 Produkte bietet das 25-köpfige Weltladen-Team in dem Geschäft in der Großen Straße an. „Darunter insgesamt 35 verschiedene Sorten Kaffee“, berichtet Gröninger. Renner seien zudem Tee und Schokolade. „Gerade im Bereich der Lebensmittel bieten wir aber generell alles an – vom Frühstück bis zum Abendessen“, schmunzelt sie. Neben Lebensmitteln macht das Kunsthandwerk, z.B. mit Taschen, Klangschalen und Schmuck, die Hälfte des Sortiments aus. Auch ein kleines Angebot an Kleidung wird im Weltladen angeboten. Neu im Sortiment sind plastikfreie Produkte, wie Seifen. Eines ist allen Waren gemein: Sie werden unter menschenwürdigen Bedingungen hergestellt und zu Preisen gehandelt, die die Existenzen der Produzenten sichern.

Der Weltladen unterstützt auch die Aktivitäten der Fairtrade-Stadt Lingen seit Beginn an und hat aktuell z.B. das „Sch(l)aufenster“ zu den Themen Fairtrade, Regionalität und Lebensmittelverschwendung in der Marienstraße mitgestaltet. „Die Aufgaben im Weltladen sind sehr vielfältig. Weitere Helferinnen und Helfer sind in unserem Team herzlich willkommen,“ so Gröninger abschließend.

Oberbürgermeister Dieter Krone gratuliert Vorstandsmitglied Saskia Gröninger zum 40-jährigen Jubiläum des Weltladens Lingen.

 

Lingenliefert entspanntes Einkaufen

Lingen. Seit Anfang September bietet das Projekt „LingenLiefert“ in der Innenstadt einen weiteren Service für einen entspannten Einkauf: kostenlose Schließfächer im Kaufhaus Brackmann in der Lookenstraße 3. Die Besucher der Fußgängerzone können dort in unterschiedlich großen Schließfächern sowohl ihre Einkäufe, aber auch Rucksäcke, Motoradhelme o.ä. von 09:30 Uhr bis 18:00 Uhr sicher verstauen, um dann entspannt weiter den Einkaufsbummeln zu genießen. Sehr praktisch sind die Schließfächer auch für die Besucher des Wochenmarkes. Wer dort seine Lebensmittel eingekauft hat, kann diese nun praktisch zwischenlagern, um ohne viele Taschen noch gemütlich einen Kaffee zu trinken oder andere Geschäfte aufsuchen. Wer am Ende des Einkaufs feststellt, dass nicht alles aufs Fahrrad passt oder die Tasche zu klein ist, der kann sich die Ware über den Lieferservice LingenLiefert des Christophorus-Werkes auch nach Hause liefern lassen. Bei Abgabe der Ware bis 14:30 Uhr noch am selben Tag. Das Team von LingenLiefert freut sich über die Ausweitung des Angebotes für ein unbeschwertes Einkauferlebnis in der Lingener Innenstadt. Möglich wurde dies über das Projekt Zukunftsräume Niedersachen, welches LingenLiefert bis 2022 unterstützt.

 

Physiotherapie Fastabend ab sofort auch im Lookentor

Lingen. Im Lookentor findet sich ab sofort die neue Physiotherapie Praxis von Sabine Fastabend. „Wir freuen uns, dass wir Sie in einer solch zentralen Lage in Lingen begrüßen dürfen“, gratulierte Jan Koormann der Geschäftsführer der Lingen Wirtschaft und Tourismus zusammen mit Andreas Löpker von der Wirtschaftsförderung Lingen zur Neueröffnung. Gesellschafterin Sabine Fastabend eröffnet damit zusammen mit Florian Bartschat-Janßen ihre zweite Praxis in Lingen. „Mit den neuen Räumlichkeiten können wir noch mehr Kapazitäten für unsere Patientinnen und Patienten anbieten und das sogar in der Innenstadt“, erklärt Sabine Fastabend.

Die neue Praxis besitzt einen barrierefreien Zugang und umfasst 250 Quadratmeter. Neben den fünf Behandlungsräumen steht auch ein Gruppenraum beispielsweise für Präventions-, Yoga- oder Pilates-Kurse zur Verfügung. Die neuen Räumlichkeiten würden auch viele Möglichkeiten für Kooperationen mit anderen Mietern des Lookentors bieten, erklärt Sabine Fastabend. „Dass Sie aktiv daran arbeiten, den Lingenerinnen und Lingenern ein Angebot zu schaffen, ist für uns von der Stadt Lingen ein Zeichen, dass Sie mit Leib und Seele Lingenerin sind“, so Koormann.

Die jahrelange gesammelte Expertise im Bereich Physiotherapie und Gesundheitsförderung steht jedem auf der zweiten Etage im Lookentor zur Verfügung. „Am 1. September vor 33 Jahren habe ich meine erste Praxis eröffnet und ich freue mich darüber, nun meine ersten Kunden in der neuen Praxis behandeln zu dürfen“, erzählt Sabine Fastabend stolz.

Tödlicher Verkehrsunfall auf der A31 – Polizei sucht Zeugen


Geste – Am frühen Samstagmorgen ist es auf der A31 in Höhe Geeste zu einem schweren Verkehrsunfall gekommen. Ein 31-jähriger Mann aus Bocholt kam dabei ums Leben, ein 27-Jähriger aus Rhede schwebt in Lebensgefahr. Die beiden Männer waren gegen 6.40 Uhr mit einem Audi in Richtung Emden unterwegs. Nach bisherigen Erkenntnissen wechselte der 27-jährige Fahrer vom Überholfahrstreifen auf die rechte Spur und fuhr mit sehr hoher Geschwindigkeit auf einen dort fahrenden polnischen Sattelzug auf. Der 31-jährige Beifahrer verstarb noch an der Unfallstelle. Der Fahrer wurde mit lebensgefährlichen Verletzungen ins Krankenhaus eingeliefert. Für die Zeit der Unfallaufnahme sowie für die Aufräum- und Bergungsarbeiten war die A31 in Richtung Norden bis etwa 13 Uhr voll gesperrt. Zeugen des Unfalles werden gebeten, sich unter der Rufnummer (0591)87715 bei der Autobahnpolizei Lingen zu melden.

 

Lingen empfängt Olympiasiegerin Julia Krajewski Vielseitigkeitsreiterin trägt sich ins goldene Buch ein

Einen großen Empfang hat die Stadt Lingen Julia Krajewski geboten, die bei den Olympischen Spielen in Tokio als Vielseitigkeitsreiterin mit ihrer Stute „Amande de B` Neville“ eine Goldmedaille gewonnen hat. Oberbürgermeister Dieter Krone stellte heraus, dass Krajewski die erste Frau sei, der es bei den Olympischen Spielen im Einzel-Vielseitigkeitswettbewerb gelungen sei, Gold zu holen.

Lingen. Im Rathaus beglückwünschten Dieter Krone, die Stadtratsmitglieder, der Landtagsabgeordnete Christian Fühner, Julia Krawczyk und Bernd Dust vom Vorstand des Kreisreiterverbands sowie der 1. und 2. Vorsitzende des Reit- und Fahrverein (RuF) Lingen, Jürgen Krawczyk und Paul Hauschild, in deren Verein Julia Krajewski reitet, die Olympiasiegerin. Krajewski hatte sich für die olympischen Spiele 2020 in Tokio qualifiziert, die aber aufgrund von Corona in diesem Jahr ausgetragen wurden. Am 2. August wurden Krajewskis Ausdauer und Geduld, ihr Feingefühl mit dem Umgang mit Pferden und dem Superritt auf „Amande de B` Neville“ mit der Goldmedaille belohnt.

Oberbürgermeister Krone freute sich besonders, dass sich Julia Krajewski schon zum zweiten Mal ins das goldene Buch der Stadt Lingen eintrage: Das erste Mal nachdem sie 2016 bei den Olympischen Sommerspielen in Rio die Silbermedaille gewonnen habe und in diesem Jahr sogar die Goldmedaille in Tokio. Krone stellt die brillanten Leistungen der Pferdewirtschaftsmeisterin und Diplomtrainerin heraus, die in Langenhagen geboren wurde, in Klausheide aufwuchs und in Lingen am Gymnasium Georgianum ihr Abitur machte.

Krone betonte: „Hinter Ihnen liegen aufregende Wochen: Tage mit Höhen und Tiefen, die sicherlich auch mit einem enormen Wechselbad der Gefühle einhergingen. Es ist etwas ganz Besonderes, dabei zu sein, wenn sich die besten Sportler dieser Welt in den unterschiedlichen Disziplinen messen. Herausragende sportliche Leistungen, die einen zu Olympia führen, sind kein Zufall, sondern vielmehr das Ergebnis jahrelangem Trainings, des Talents und persönlichen Engagements. Julia Krajewski ist insofern allen Reitern und Sportlern unserer Stadt und des Landes Vorbild. Sie zeigt ihnen, dass auch sie es schaffen können, wenn sie nur bereit sind, hart an sich zu arbeiten und nie aufzugeben – immer vorausgesetzt, dass sie das nötige Talent mitbringen!“

Bei Julia Krajewski, die seit 2016 als Bundestrainerin der Vielseitigkeits-Junioren bei der Deutschen Reiterlichen Vereinigung tätig sei, stimme zwischen ihr und ihrer Stute mit dem vielversprechenden Namen „Amande de B` Neville“, die sie „Mandy“ nenne, die Chemie. Mit dem Goldritt in Tokio im Einzel-Vielseitigkeitswettbewerb habe sie ihre äußerst erfolgreiche sportliche Laufbahn gekrönt.

Krajewski, die mit fünf Jahren mit dem Reiten begonnen habe, meinte bescheiden: „Die Goldmedaille gehöre auch ihrer Stute „Mandy“ und ihrem Team.“Mandy“ sei ein sehr gutes Springpferd und ausgezeichnet für die Vielseitigkeit geeignet. „Am 2. August habe ich vor unserem Vielseitigkeitsritt gespürt, dass es für uns beide ein besonderer Tag wird.“ Nach ihrem zweiten Eintrag in das goldene Buch der Stadt Lingen gab es für das „Goldmädchen“ viele Genschenke und lobende Worte. Jürgen Krawczyk, in dessen Verein Krajewski groß geworden sei, stellte sie als Vorbild für den reiterlichen Nachwuchs und als Aushängeschild für den Lingener  Reit- und Fahrverein dar. Als besondere Überraschung stand die Jugend des RuF stand im rot-weißen Outfit vor dem Rathaus für ihre Julia Spalier.

Oberbürgermeister Krone (links) freute sich, dass sich Julia Krajewski zum zweiten Mal in dem goldenen Buch der Stadt Lingen verewigte.

Auf Bitten von Oberbürgermeister Krone (links) präsentierte Julia Krajewski ihre Goldmedaille, die aus 98 Prozent recycelten Silber und zwei Prozent Gold besteht.

Julia Krajewski freute sich über den Präsentkorb von Jürgen Krawczyk, der ihr gesammelte Artikel über ihre sportlichen Erfolge mitgebracht hatte.

Die Jugend des RuF Lingen stand im rot-weißen Reiter-Outfit vor dem Rathaus für ihre Julia Spalier.

Die Jugend des RuF Lingen begrüßte und gratulierte im rot-weißen Reiter-Outfit vor dem Rathaus ihrer Julia.

Großbrand in Lingen-Brögbern Zwei Dachstühle von Doppelhäusern in Flammen


Lingen. Am Mittwochnachmittag sind im Lingener Ortsteil Brögbern die beiden Dachstühle von zwei aneinander gebauten Wohnhäusern an der Straße Dusthook ein Raub der Flammen geworden. Verletzt wurde niemand. Gegen 16.30 Uhr wurden Polizei und Feuerwehr zu dem Brand gerufen. 60 Einsatzkräfte der Wehren aus Baccum, Brögbern, Bawinkel, Holthausen und Lingen  rückten mit 15 Fahrzeugen an. Als die ersten Feuerwehrleute eintrafen, schlugen die Flammen bereits aus den Dächern. Trotz des schnellen Einsatzes wurden die beiden Dachstühle und die Obergeschosse erheblich in Mitleidenschaft gezogen. Die beiden Wohnhäuser sind derzeit nicht mehr bewohnbar. Die Polizei hat die Ermittlungen zur Brandursache aufgenommen.

 

Großeinsatz im Lingener Stahlwerk Feuer schnell unter Kontrolle

Lingen. Am Montagabend ist es im Ortsteil Darme im Stahlwerk Benteler Steel/Tube an der Niederdarmer Straße zu einem Brand gekommen. Kurz nach 19 Uhr war am Wendekühlbett eine Hydraulikleitung geplatzt und das ausgetretene Öl hatte Feuer gefangen. Bei dem Brand wurde niemand verletzt. Vorsorglich wurden die Ortsfeuerwehren Bramsche, Holthausen und Lingen alarmiert. 51 Einsatzkräfte rückten mit insgesamt elf Fahrzeugen an und konnten den Brand schnell unter Kontrolle bringen, bevor größerer Sachschadens entstehen konnte.

 

Bernhard Wierzoch feiert 102. Geburtstag Lingener blickt auf bewegtes Leben zurück

Lingen. Zum 102. Geburtstag gratulierte Oberbürgermeister Dieter Krone dem Lingener Bernhard Wierzoch. Der Lingener lebt seit mehr als zehn Jahren im Mutter Teresa Haus und kann auf ein bewegtes Leben zurückblicken.
Bernhard Wierzoch wurde 1919 in Ostpreußen als eines von acht Geschwistern geboren. Direkt mit Beginn des Zweiten Weltkrieges wurde er eingezogen, kämpfte in Polen sowie Frankreich und kam später in russische Gefangenschaft. Erst 1948 kehrte er nach Deutschland zurück und lebte zunächst bei einem Onkel in Berlin. Da in der Stadt sowohl Lebensmittel als auch Arbeitsplätze rar waren, suchte sich Bernhard Wierzoch eine Anstellung auf einem Bauernhof in der Nähe von Potsdam. Dort lernte er auch seine spätere Frau kennen und lieben. 1950 heiratete das Paar und Bernhard Wierzoch begann seine Laufbahn bei der Eisenbahn in Oberschönweide. „Ich bin Eisenbahner“, so das Geburtstagskind. 1995 zieht Bernhard Wierzoch mit seiner Frau nach Lingen – eine seiner Schwestern lebt zu dem Zeitpunkt mit ihrer Familie in der Stadt an der Ems.

Der mittlerweile älteste Bewohner des Mutter Teresa Hauses schaut noch immer regelmäßig in die Lingener Tagespost und den EL-Kurier. „Ich lese zumindest die Überschriften und informiere mich im Gespräch mit anderen“, so das Geburtstagskind. Sein Radio und den Fernseher habe er aber abgeschafft. „Das war meinem Zimmernachbarn zu laut.“ Ansonsten habe er einen fest strukturierten Tagesablauf. „Ich beschäftige mich. Es dauert zwar alles etwas länger, aber ich habe ja auch die Zeit.“ So kümmere er sich gerne um seinen kleinen Haushalt im Mutter Teresa Haus. „Ich wasche meine Socken selbst und mache täglich mein Bett – das habe ich als Soldat so gelernt und das sitzt immer noch“, sagt er schmunzelnd. Zudem sei er gerne mit den anderen Bewohnern zusammen. Zum Laufen ist der 102-Jährige mittlerweile auf einen Rollator angewiesen und auch sonst merke er, dass sein Körper 102 Jahre alt sei. „Aber mein Verstand funktioniert noch einwandfrei“, erklärt Bernhard Wierzoch abschließend.

Hafträume in JVA und weitere Privatwohnungen nach Drogen durchsucht

Lingen / Groß Hesepe / Geeste  – Mitte August haben Ermittlerinnen und Ermittler der Polizeiinspektion Emsland / Grafschaft Bentheim, gemeinsam mit mehr als 50 Justizvollzugsbeamtinnen und -beamten, insgesamt 24 Hafträume der Justizvollzugsanstalten in Lingen und Groß Hesepe sowie drei Privatwohnungen in Geeste durchsucht. Den Gefängnisinsassen und ihren Komplizen außerhalb der Justizvollzugsanstalt wird vorgeworfen, Handel mit Betäubungsmitteln betrieben zu haben. Das Ermittlungsverfahren richtet sich gegen mindestens 20 Häftlinge und drei Mittäterinnen und Mittäter aus Geeste. Es besteht der konkrete Verdacht, dass über den Postversand zahlreiche Briefe in die JVA Groß Hesepe geschickt wurden, deren Papiere mit sogenannten „neuen psychoaktiven Substanzen“ (NPS) getränkt waren. Die als Anwaltsschreiben oder private Familienpost getarnten Schriftstücke wurden dann in den Haftzellen zerkleinert, verkauft und
zusammen mit Tabakwaren konsumiert. Die NPS erzeugen teils schwerste Rauschzustände die nicht selten als lebensbedrohlicher medizinischer Notfall enden. Es handelt sich dabei um Gemische aus unterschiedlichen legalen Chemikalien, Kräutern und sonstigen Wirkstoffen. In ihrer Kombination werden sie dann aber zu einer strafrechtlich relevanten Substanz . Die damit meist flächendeckend eingesprühten Schriftstücke waren in der Regel vollkommen geruchsneutral, so dass der Nachweis nur über aufwendige labortechnische Untersuchungen erfolgen konnte. Bei den Durchsuchungen wurden umfangreiche Beweismittel aufgefunden und beschlagnahmt. Die bereits mehrere Monate andauernden Ermittlungen sind noch nicht abgeschlossen.

Kletter-Abenteuer in Lingen Lingener Ferienpass-Aktion an der Paul-Gerhardt-Schule

Lingen. Auf Kisten klettern, geschickt einen Baum erklimmen, auf einer Slackline balancieren oder auf einer mobilen Kletterwand bis nach ganz oben kommen und die Glocke erklingen lassen: Im Rahmen des Lingener Ferienpasses erlebten über 30 Kinder und Jugendliche am Abenteuertag auf dem Schulhof der Paul-Gerhardt-Schule vier verschiedene Kletterstationen.

Im Zentrum des Geländes befand sich eine mobile Kletterwand. Dort kletterten die Teilnehmenden über sieben Meter in die Höhe bis zur Glocke. Neben der Kletterwand bewiesen die Kinder und Jugendlichen beim Kistenklettern ihr Geschick. Mit leeren Getränkekisten bauten die Kletterinnen und Kletterer sich Stück für Stück einen Turm nach oben. Auf der gegenüberliegenden Seite des Schulhofes konnten die jungen Menschen einen Baum am sogenannten „Himmelsstürmer“ aufsteigen. Mit drei Holzstangen, die sie immer wieder neu in die vorgesehenen Laschen einfädelten, bauten die jungen Kletternden sich eine Leiter hinauf. Angrenzend daran war eine Slackline zwischen zwei Bäumen gespannt, auf der die Kinder und Jugendlichen balancierten und ihren Gleichgewichtssinn trainierten.

Der Abenteuertag war ein kostenloses Angebot für alle Kinder und Jugendlichen zwischen sechs bis 18 Jahren. Die Ferienpass-Aktion ist in Kooperation mit der Sportjugend Emsland und der Jugend Initiative Emsland Sport entstanden. Lara Friedetzky, Marc Heister, Daniel Kruse und Axel Nüsse begleiteten als Betreuer die Kinder und Jugendlichen bei ihrem Kletter-Abenteuer. Nächstes Jahr soll der Abenteuertag erneut stattfinden.

 

61-jährige Frau bei Brand leicht verletzt


Lingen. Eine 61-jährige Frau ist bei einem Brand in einem Wohnhaus am Hermann-Gilles-Platz verletzt worden. Die in der Beweglichkeit eingeschränkte Dame erlitt eine Rauchvergiftung. Polizei und Feuerwehr wurden gegen 08.40 Uhr von Nachbarn alarmiert, die eine Rauchentwicklung aus einer Wohnung bemerkt hatten. Die Nachbarn hatten die die 61-Jährige aus dem Haus gerettet, in dem es in der Küche gebrannt hatte. Sie kam im Rettungswagen in das Lingener Krankenhaus. Die Feuerwehr löschte den Brand.

Transporter Brand droht aufs Bahnhofsgebäude überzugreifen

Lingen- Am Montagmorgen wurde die Feuerwehr Lingen zu einem Pkw Brand am Bahnhof in Lingen alarmiert. Bei Eintreffen der Einsatzkräfte stand ein Transporter direkt am Bahnhofsgebäude bereits in voll Brand, das Feuer drohte auf das Bahnhofsgebäude überzugreifen. Die Feuerwehr konnte durch einen massiven Löscheinsatz ein Übergreifen auf das Gebäude verhindern. Die Löscharbeiten gestalteten sich schwierig da immer wieder Treibstoff im Tank das Feuer entfachte.

Impfaktion auf dem Wochenmarkt

Lingen. Lingen schafft die 80: Unter diesem Motto bietet das Impfzentrum Lingen am Samstag eine Impfaktion auf dem Wochenmarkt in Lingen an. Wer mindestens zwölf Jahre alt ist und noch keine Erstimpfung erhalten hat, kann sich von 11 bis 17 Uhr gegen das Coronavirus impfen lassen. Bei Minderjährigen ist die Einwilligung der Sorgeberechtigten notwendig. Zudem sollten diese ihre Kinder begleiten. Die Wahl des Impfstoffs erfolgt dabei nach Rücksprache mit dem Arzt vor Ort. Interessierte sollten lediglich einen Personalausweis und – wenn möglich – ihren Impfausweis mitbringen. Das mobile Impfzentrum wird vor dem Fabeltierbrunnen zu finden sein. „Wir freuen uns sehr, dass wir allen Gästen des Wochenmarktes und unserer Innenstadt dieses Angebot machen können“, sagte Stefan Altmeppen, Lingens Erster Stadtrat. „Sich gegen das Coronavirus impfen zu lassen, war nie einfacher. Es wäre schön, wenn möglichst viele jetzt davon Gebrauch machen und wir so schnell die Herdenimmunität erreichen können.“

 

Neues Fahrzeug des Bodenkulturzweckverbandes Lingen in Betrieb genommen – modernste Technik

Lingen – „Eine intakte Infrastruktur ist eine wesentliche
Säule der Lebensqualität im ländlichen Raum. Aufgabe des Bodenkulturzweckverbandes (BKZV) hierbei ist, den Wirtschaftswegebau und damit verbundene pflegerische Maßnahmen auszuführen“, so der Vorsitzende des Verbandes, Bernhard Hummeldorf bei der offiziellen Inbetriebnahme vom sogenannten “Rep Zug 21“in Lingen.

Diese Maschine ersetzt den im Jahre 2000 als „Prototyp“ durch die Unternehmen Hermann Paus aus Emsbüren und Paul Koldehoff aus Langen speziell für den BKZV entwickelten selbst fahrenden Reparaturzug. Nach 20-jähriger intensiver Betriebsleistung war ein Austausch wirtschaftlich unumgänglich.

Einstimmige Beschlüsse sowohl im Vorstand als auch in der Verbandsversammlung des BKZV waren Grundlage für eine europaweite Ausschreibung durch den Landkreis Emsland. Der BKZV hat rd. 470.000 Euro investiert und sich für ein Modell entschieden, bei dem der Bitumentank auf der Ladefläche des LKW abgesetzt wird und der eigentliche Reparaturzug als Nachläufer konzipiert ist. Da Bitumentank und Splittbunker nicht mehr fest miteinander verbunden sind, ist eine flexiblere Nutzung möglich.

Die technischen Daten des Fahrzeuges stellte der Geschäftsführer des Verbandes, Detlev Thieke, den Vorstandsmitgliedern im Einzelnen vor. Die Höchstgeschwindigkeit des „Rep Zuges 21“ beträgt das doppelte, nämlich 80 km/h. Mit 27.500 kg Gesamtgewicht wiegt der „Neue“ nur gut die Hälfte des bisherigen Zuges und auf 100 km/h ist der Verbrauch 40 Liter Diesel, also um mehr als 3,5 fache zurückgegangen. „Es ist die größte Investition in der Geschichte des seit 1956 bestehenden Verbandes. Diese Investition war auch nur möglich, weil der Verband wirtschaftlich gut aufgestellt ist“, so der Geschäftsführer Thieke.

Sehr zufrieden zeigten sich die Mitarbeiter des BKZV, Bautechniker Johannes Imwalle, Henrick Brögber und Markus Bökers bei der offiziellen Inbetriebnahme und Vorführung der Möglichkeiten des mit modernster Technik ausgestatteten neuen Fahrzeuges.

Dem seit 65 Jahren bestehenden Verband gehören neben dem Landkreis Emsland auch 21 Kommunen, davon 20 aus dem südlichen Emsland sowie die Gemeinde Wietmarschen aus dem Landkreis Grafschaft Bentheim und 16 Wasser- und Bodenverbände im Südkreis an.

 „Ich bin dankbar, dass die Mitglieder des Verbandes  kooperativ zusammenarbeiten und dadurch eine effektive und erfolgreiche Arbeitsweise im Verbandsgebiet mit Unterstützung des Landkreises Emsland möglich machen“, so abschließend der Verbandsvorsitzende Hummeldorf.

v. l. Bernhard Overberg, Reinhard Schröder, Markus Bökers, Matthias Lühn, Detlev Thieke, Henrick Brögber, Andreas Kaiser, Godehard Ritz, Georg Tieben, Johannes Imwalle, Bernhard Hummeldorf

Schlüsselübergabe: Neues Feuerwehrgerätehaus in Holthausen Investition in Sicherheit, Zukunft und Gemeinschaft

Lingen. Das Feuerwehrgerätehaus der Ortsfeuerwehr Holthausen ist fertiggestellt. Vertreter aus Feuerwehr, Politik und Verwaltung kamen nun zur offiziellen Schlüsselübergabe und Besichtigung des Neubaus zusammen. „Die Investition von 2,6 Millionen Euro hat sich ausgezahlt“, sind sich alle Beteiligten einig. „Hier ist ein Feuerwehrgerätehaus entstanden, das Maßstäbe hinsichtlich Funktionalität und Gestaltung setzt. Außerdem gewährleistet und optimiert es die Sicherheit in Holthausen sowie in ganz Lingen, da die Fahrzeuge adäquat untergebracht sind und so die Kameraden optimal ihrer wichtigen Arbeit nachgehen können“, hob Oberbürgermeister Dieter Krone hervor.

Gestiegene Anforderungen machten Neubau notwendig

Das vorherige Feuerwehrgerätehaus stammt aus dem Jahr 1958 und wurde den heutigen Anforderungen nicht mehr gerecht. Die notwendigen räumlichen und logistischen Möglichkeiten waren nicht mehr gegeben. Die Fahrzeuge sind größer geworden, was zu Platzmangel führte. Zudem fehlten angemessene Umkleidemöglichkeiten für die Kameradinnen sowie für die Kinder- und Jugendfeuerwehr. Im Stadtrat ist daraufhin einvernehmlich ein Neubau beschlossen worden. „Die Politik stand immer hinter dem Bauvorhaben“, bekräftigten Günter Reppien, Stefan Wittler und Martin Koopmann, die Ausschussvorsitzenden des PBA und WGA.

Räumlichkeiten optimal auf Feuerwehreinsätze abgestimmt

Der rund 1.100 Quadratmeter große Neubau an der Raffineriestraße unterteilt sich in zwei Bereiche. Zum einen ist eine Fahrzeughalle mit vier Stellplätzen sowie Lagerflächen und Werkstätten entstanden. Eine Besonderheit und ein Novum bei den Lingener Ortsfeuerwehren: Ein Stellplatz kann gleichzeitig als Waschplatz genutzt werden. Zum anderen gibt es einen Sozialtrakt mit Büro, Funkzentrale, Umkleiden für Herren, Damen und für die Jugendfeuerwehr, Schulungs- und Bereitschafträumen sowie einen Jugendfeuerwehrraum. „Wir haben hier ein zukunftsfähiges Musterhaus errichtet. Vor dem Hintergrund der Hygienevorgaben, die immer wichtiger bei der Feuerwehr werden, war insbesondere die Entscheidung für die Waschhalle gut und richtig,“ betonte Stadtbrandmeister Ralf Berndzen. Auch die Höhenretter der Landkreise Emsland und Grafschaft Bentheim haben in dem Neubau ein neues Zuhause gefunden. „Mit diesem Feuerwehrgerätehaus hat die Ortsfeuerwehr Holthausen nicht nur Standards gesetzt, sondern auch ein Haus der Begegnung in unserem Ortsteil geschaffen“, fasste Ortsbürgermeister Uwe Dietrich zusammen.

Das Tragwerk des Gebäudes bildet eine Stahlbetonkonstruktion. Die Außenfassade besteht im Bereich der Fahrzeughalle aus Sandwichelementen und im Bereich des Sozialtrakts aus Verblendmauerwerk. „Alle Räumlichkeiten sind so angeordnet, dass die ehrenamtlichen Einsatzkräfte optimal agieren können“, so Oberbürgermeister Krone. In ersten Einsätzen der Ortsfeuerwehr hätten sich die Räumlichkeiten schon bewährt. Geplant wurde der Neubau von dem Büro Radke Architekten aus Sögel. Weiterhin waren die Ingenieurbüros Eversmann aus Meppen und Hunger aus Lingen sowie die Grünplaner aus Meppen beteiligt. „Es war eine spannende Aufgabe für uns. Es wurde ein modernes Funktionsgebäude und ein Gebäude der Gemeinschaft realisiert“, blickte Henning Radke, Geschäftsführer von Radke Architekten, auf die Bauzeit zurück.

Erfahrungswerte fließen in weitere Bauvorhaben ein

Die Kameradinnen und Kameraden der Ortsfeuerwehr Holthausen erbrachten bei dem Neubau viel Arbeit auch in Eigenleistung. Dafür dankte ihnen Oberbürgermeister Krone bei der Schlüsselübergabe. Insbesondere Ortsbrandmeister Dennis Husmann sei stark in das Bauvorhaben involviert gewesen. Dieser machte deutlich: „Nur durch gute Zusammenarbeit ist dieses Gebäude entstanden. Feuerwehr, Verwaltung und Politik haben eng miteinander zusammengearbeitet. Auch die Arbeitsgruppe der Ortsfeuerwehr hat einen großen Teil dazu beigetragen und sehr gute Vorarbeit für nachfolgende Neubauten geleistet.“ Das Gebäude in Holthausen dient nämlich als Blaupause für andere Feuerwehrgerätehäuser in Lingen. Ein Neubau der Ortsfeuerwehr Baccum befindet sich mittlerweile schon im Rohbau und wird Anfang 2022 fertiggestellt. Die Planungen für die Ortsfeuerwehr Bramsche beginnen nach der Sommerpause.

Abschließend führte Ortsbrandmeister Husmann die Gäste durch das neue Feuerwehrgerätehaus. Für die Öffentlichkeit ist ein „Tag der offenen Tür“ im September geplant.

Die Ortsfeuerwehr Holthausen hat ihr neues Feuerwehrgerätehaus bezogen. Vertreter aus Feuerwehr, Politik und Verwaltung kamen zur offiziellen Schlüsselübergabe zusammen.