Neue CBRN-Einheiten nehmen Dienst auf

Umstrukturierung fast abgeschlossen – Schutz vor atomaren, biologischen und chemischen Gefahren 

Bawinkel. „Der Schutz der Bevölkerung vor den Auswirkungen chemischer (C), biologischer (B), radioaktiver (R) und nuklearer (N) Gefahren ist – insbesondere aufgrund der kerntechnischen Anlagen sowie der weiteren Störfallbetriebe – eine wichtige Aufgabe im Landkreises Emsland. Gerade auch der Moorbrand auf der Wehrtechnischen Dienststelle 91 im Herbst 2018 hat gezeigt, wie wichtig eine eigene CBRN-Einheit im Landkreis Emsland ist“, sagte Dr. Sigrid Kraujuttis, zuständige Dezernentin, bei der Einführung der neuen Dienste im Feuerwehrhaus Bawinkel. Mit der Indienststellung der CBRN-Einheiten schloss der Landkreis Emsland am vergangenen Donnerstag, 12. Mai, die Umstrukturierung des CBRN-Dienstes nahezu ab.

„Die Fahrzeuge sind einsatzbereit, das erste Personal hat die Ausbildung erfolgreich abgeschlossen und die Leitstelle hat die Alarm- und Ausrücke-Ordnung angepasst. Damit ist die Einsatzfähigkeit der CBRN-Gruppen im Landkreis Emsland hergestellt“, betonte Kraujuttis.

In jedem der drei Brandschutzabschnitte Nord, Mitte und Süd nimmt künftig eine CBRN-Gruppe, die aus der Mitte der Freiwilligen Feuerwehren gebildet wurde, ihre Aufgaben wahr. Die CBRN-Gruppe Süd ist bei der Feuerwehr Bawinkel angegliedert. Der Standort Bawinkel soll künftig auch als Basis für die Standortausbildung der CBRN-Einheiten genutzt werden. Der Standort für die CBRN-Gruppe Mitte ist mit dem Gerätewagen Dekontamination bei der Feuerwehr Holte und mit dem Gerätewagen Messtechnik bei der Feuerwehr Schöninghsdorf angesiedelt, der Standort Nord zentral bei der Feuerwehrtechnischen Zentrale in Sögel. Als CBRN-Koordinator für das Emsland ist Werner Haverkamp im Einsatz, sowie Martin Pülsken (Nord), Christian Oberhoff (Süd) und Elmar Leigers (Mitte) als Leiter der drei CBRN-Gruppen.

(v. l.) Regierungsbrandmeister Matthias, Röttger, CBRN Koordinator Werner Haverkamp, Dezernentin Dr. Sigrid Kraujuttis, Kreisbrandmeister Holger Dyckhoff sowie die Leiter der CBRN-Gruppen Martin Pülsken (Nord), Christian Oberhoff (Süd) und Elmar Leigers (Mitte) bei der feierlichen Dienstaufnahme der CBRN-Einheiten. (Foto: Jens Menke)

Die CBRN-Gruppen sind mit Spür-, Mess- und Dekontaminationsfahrzeugen ausgestattet, die überwiegend vom Bund bereitgestellt werden. Die Besatzung der Einsatzfahrzeuge besteht in Doppelbesetzung aus insgesamt 60 Personen.

„Die Umstrukturierung war eine Herausforderung für alle Beteiligten und konnte nur gemeinsam erreicht werden. Insbesondere musste es gelingen, das Personal für die Einheiten zu begeistern und zu rekrutieren. Wegen der umfangreichen Spezialausbildung keine leichte Aufgabe. Hinzu kamen Corona und die begrenzten Kapazitäten an der für die Ausbildung zuständigen Niedersächsischen Akademie für Brand- und Katastrophenschutz, die zu einer Verzögerung führten. Auf Initiative von Kreisfeuerwehrführung und Landkreis Emsland gelang es schließlich durch eine große Anstrengung der Kreisausbilder einen eigenen ABC-Einsatz Lehrgang auf Landkreisebene zu konzipieren und durchzuführen. Alle Beteiligten sowie die neuen Führungskräfte der CBRN-Gruppen haben hier eine herausfordernde Aufgabe übernommen und mit hohem persönlichen Einsatz umgesetzt“, betonte Kraujuttis. An der Veranstaltung in Bawinkel nahmen daher neben den Mitgliedern der CBRN-Gruppen auch die Kreisfeuerwehrführung, der Regierungsbrandmeister Matthias Röttger sowie Führungskräfte der beteiligten Feuerwehren und Vertreter der Samtgemeinde Lengerich und des Landkreises Emsland teil.

Die neuen CBRN-Einheiten ersetzen den ABC-Zug Bawinkel des Deutschen Roten Kreuzes, der im Landkreis Emsland über 50 Jahre lang die Aufgaben zum Schutz der Bevölkerung vor den Auswirkungen atomarer, biologischer und chemischer Gefahren wahrgenommen hatte. Künftig werden das Spüren, Messen, Melden kontaminierter Bereiche und die Dekontamination in die Verantwortung der CBRN-Dienste fallen. Für die vollständige Übernahme auch der Aufgaben des erweiterten Katastrophenschutzes, auch nach einem kerntechnischen Unfall, sind weitere Lehrgänge an der Niedersächsischen Akademie für Brand- und Katastrophenschutz erforderlich, die im zweiten Halbjahr 2022 für die ersten Mitglieder der CBRN Einheiten geplant sind.

„Der ABC-Zug Bawinkel war historisch gewachsen und bundesweit eine absolute Ausnahme, da die Aufgaben grundsätzlich eigentlich von den Feuerwehren wahrgenommen werden“, blickt Kraujuttis zurück. Da sich die Rahmenbedingungen im Lauf der Zeit änderten, wurden bereits 2016 auf verschiedenen Ebenen Gespräche über eine Neuausrichtung des CBRN-Dienstes im Landkreis Emsland geführt. So änderte die Niedersächsische Akademie für Brand- und Katastrophenschutz (NABK) die Zugangsvoraussetzungen für weiterführende CBRN-Lehrgänge: Notwendig wurde eine feuerwehrtechnische Grundausbildung über die die Mitglieder des DRK ABC-Zuges nicht verfügten. Zudem befand sich der Standort des ABC-Zuges Bawinkel nach der Anpassung der Evakuierungsradien nach dem Nuklearunglück in Fukushima 2011 nun selbst im Evakuierungsbereich des Kernkraftwerkes Emsland.

Die Planungen bei der Fortentwicklung des CBRN-Dienstes sahen zunächst vor, den ABC-Zug Bawinkel und die emsländischen Feuerwehren einzubeziehen. Im November 2017 zog sich der ABC-Zug Bawinkel aber vollständig von seinen Aufgaben zurück und löste sich auf. Es folgten intensive Gespräche mit der Kreisfeuerwehrführung. Im Ergebnis wurde ein CBRN-Konzept abgestimmt und die Wahrnehmung der Aufgaben auf die Feuerwehren übertragen. Am 23. April 2018 stimmte der Kreisausschuss des Landkreises Emsland der Neugliederung des CBRN-Dienstes zu. Während der Umstrukturierungsphase war die Aufgabenwahrnehmung durch die entsprechenden CBRN-Einheiten der Nachbarlandkreise im Rahmen der Amtshilfe sichergestellt.

Die Luftaufnahme zeigt die CBRN-Gruppen Nord, Mitte und Süd. (Foto: Gerd Köbbe)

Auto fährt gegen Laterne und kippt um

Bawinkel.Heute Morgen um 09:30 Uhr kam es auf der Hans-Brinkmann-Straße zu einem schweren Verkehrsunfall. Ein 91-jähriger Fahrer eines Daimler Benz beschleunigte im Abbiegevorgang aufgrund eines Bedienfehlers, so dass er nach rechts von der Fahrbahn abkam und dort gegen eine Straßenlaterne prallte.

Infolge des Anstoßes kippte das Fahrzeug auf die Fahrerseite, wodurch der Fahrer eingeklemmt wurde. Durch die Freiwillige Feuerwehr Bawinkel und Langen, die mit insgesamt 35 Einsatzkräften im Einsatz waren, wurde der 91-Jährige geborgen. Er verletzte sich schwer und wurde durch eine Rettungswagenbesatzung in das Ludmillenstift Meppen gebracht.

 

 

Zwei Personen bei Unfall verletzt

Bawinkel – Am Donnerstag kam es auf der Lingener Straße in Bawinkel zu einem Verkehrsunfall, bei dem zwei Personen verletzt wurden. Ein 83-Jähriger war gegen 17.40 Uhr in seinem Kia in Richtung Bawinkel unterwegs. Ein vor ihm fahrender 27-Jähriger musste seinen Opel kurz vor der Einmündung zum Eschweg verkehrsbedingt abbremsen. Das übersah der 83-Jährige und fuhr ungebremst auf den Opel auf. Der Opel wurde durch die Wucht des Aufpralls auf den Nissan eines 70-jährigen Mannes geschoben, der wiederum auf ein viertes Auto stieß. Der Nissan- und der Opel-Fahrer wurden mit schweren Verletzungen ins Krankenhaus gebracht. Alle anderen Beteiligten blieben unverletzt. Es entstand ein Sachschaden in Höhe von etwa 14.000 Euro. Während der Unfallaufnahme kam es
zeitweise zu Verkehrsbehinderungen.

Jetzt ist es offiziell Schulen und Kitas in ganz Niedersachsen schließen ab Montag

Niedersachsen schließt als nächstes Bundesland wegen der Ausbreitung des Coronavirus und als Sicherheitsmaßnahme alle Schulen und KITAS!

 

Die Schließung soll zunächst bis zum 30. März dauern, dann beginnen in Niedersachsen die Osterferien. Das bedeutet, dass die niedersächsischen Schülerinnen, Schüler  und Kindergartenkinder frühestens am 18. April wieder zur Schule und Kita gehen können …..sofern der Krisenstab der Landesregierung die Schul- und Kitaschließungen nicht verlängert.

Für Beschäftige aus den Bereichen Pflege, Gesundheit, Medizin und öffentliche Sicherheit wie Polizei, Justiz, Rettungsdienste, Feuerwehr und Katastrophenschutz, sowie zur Aufrechterhaltung der Daseinsvorsorge soll eine Notbetreuung für Schülerinnen und Schüler bis maximal Schuljahrgang 8 in Schulen angeboten werden. Auch in Kindertagesstätten können Notgruppen gebildet werden. Diese Notbetreuung soll in kleinen Gruppen stattfinden und auf das notwendige Maß begrenzt werden.

Wir halten euch auf dem laufenden.

Großbrand in Bawinkel Tischlerei wird ein Raub der Flammen

Bawinkel. Zwischen Lingen und Haselünne ist am Mittwochnachmittag ein Tischlereibetrieb in Flammen aufgegangen. Die Feuerwehr wurde um 15.22 Uhr zu dem Brand in Bawinkel an der Straße „Im Sande“ alarmiert. Als die ersten Einsatzkräfte eintrafen, schlugen die Flammen schon aus dem Dach des 20 Mal 40 Meter großen Gebäude. Die Wehren aus Handrup, Langen, Lengerich und Wettrup wurden zusätzlich angefordert. Die 60 Einsatzkräfte konnten ein Übergreifen der Flammen auf Nachbargebäude verhindern. Es war Sachschaden von mehreren Hundertausend Euro entstanden. Die Polizei hat die Ermittlungen zur Brandursache aufgenommen.