Reinhard Winter erhält Emslandmedaille Landrat Marc-André Burgdorf würdigt Verdienste seines Vorgängers

Sögel. Insgesamt 28 Jahre, zuletzt von 2011 bis 2019 als Landrat des Landkreises Emsland, war Reinhard Winter an entscheidenden Schaltstellen der emsländischen Kreisverwaltung für die gute Entwicklung des Landkreises Emsland mit verantwortlich. Am vergangenen Samstag (18. September) erhielt er dafür die Emslandmedaille des Landkreises Emsland auf Schloss Clemenswerth in Sögel. 

Landrat Marc-André Burgdorf stellte in seiner Laudatio Winters Verdienste für den Landkreis Emsland heraus. Er sei maßgeblich mitverantwortlich dafür, dass das Emsland heute bei den „entscheidenden Kennzahlen zur Beschäftigung, Familienfreundlichkeit und Lebensqualität sowie wirtschaftlicher Entwicklung glänzt und Vorbildcharakter für andere ländliche Räume hat“. An vielen Stellen seien „Rekorde gepurzelt“, so bei der Zahl der Arbeitslosen, die sich auf Rekordtief befinde, der Steuerkraftentwicklung der emsländischen Gemeinden, die ein Rekordhoch erreicht habe, und der Verschuldung, die auf einem historischen Tiefstand sei. Als besondere Ereignisse, die erfolgreich in Winters Amtszeit bewältigt wurden, nannte Burgdorf die Flüchtlingskrise in 2015/16 und den Moorbrand in 2018. Landrat Burgdorf dankte Winter, dass dieser ihm bei der Übernahme der Amtsgeschäfte im November 2019 ein so gut bestellte Feld und eine intakte Gemeinschaft hinterlassen habe, die Räume zur Weiterentwicklung eröffneten.

Burgdorf stellte heraus, dass die Emslandmedaille ausschließlich an Persönlichkeiten verliehen werde, die sich in außergewöhnlichem Maße um den Landkreis Emsland verdient gemacht haben. Nur 22 lebende Personen dürfen im Besitz dieser Auszeichnung sein. Neun der insgesamt 18 Träger der Emslandmedaille waren der Einladung ins Schloss gefolgt, darunter der Politiker und 12. Präsident des EU-Parlaments, Dr. Hans-Gert Pöttering, der ehemalige Landrat Hermann Bröring, der Lingener Kulturmacher Norbert Radermacher sowie Kreistagsabgeordnete und ehrenamtliche Behindertenbeauftrage Ursula Mersmann. Ein weiterer Medaillenträger und langjähriger CDU-Fraktionschef im Kreistag, Heinrich Hövelmann, war ebenfalls zu Gast. Winter verriet in seiner Dankesrede, dass dieser für seinen Wechsel ins Emsland verantwortlich gewesen sei. Vor drei Jahrzehnten habe Hövelmann eine spannende Zukunft in einem aufstrebenden Landkreis vorausgesagt und damit Recht behalten. Winter dankte auch seiner Frau Susanne, die die Entscheidung für den Umzug und Neuanfang im Emsland mitgetragen habe.

Für den musikalischen Rahmen der Veranstaltung sorgte die Musikschule Emsland, für dessen Weiterentwicklung sich Winter ebenfalls stark eingesetzt hatte. Anna Sophie Mansfeld am Klavier und Vincent Liu mit der Violine spielten in der barocken Pracht des Schlosses Kompositionen von Dvorák, Bach und Vivaldi.

Bild 1: Landrat Marc-André Burgdorf (r.) zeichnete Reinhard Winter mit der Emslandmedaille aus. Susanne Winter freute sich gemeinsam mit ihrem Mann über diese besondere Würdigung.

Bild 2: Nahmen den neuen Träger der Emslandmedaille in ihre Mitte: Die Emslandmedaillenträger (v. l.) Heinrich Hövelmann, Hans-Gert Pöttering, Norbert Radermacher, Hermann Bröring, Ursula Mersmann, Hans-Gerd Strube, Richard Schimmöller, Rudolf Seiters und Hans Brauer. Landrat Marc-André Burgdorf (5. v. r.) hielt die Laudatio auf Reinhard Winter (5. v. l.). (Fotos: Landkreis Emsland)

Rettungseinsatz beim Schlachthof Weidemark Mitarbeiter reanimiert

Sögel. Am Freitagabend kam es gegen 18.30 Uhr zu einem größeren Einsatz von Rettungsdienst, Feuerwehr und Polizei beim Schlachthof Weidemark in Sögel. Ein Mitarbeiter musste reanimiert werden, ein weiterer erlitt Verletzungen.

Der Rettungsdienst war zunächst zu einem Betriebsunfall während des laufenden Schlachtbetriebs, bei dem ein Mitarbeiter im Erdgeschoß erheblich verletzt wurde, alarmiert worden. Noch während der Versorgung des Verunglückten, wurde im zweiten Obergeschoss des Schlachthofes ein Schlachthelfer bewusstlos aufgefunden. Ein beim Unfall eingesetzter Rettungssanitäter übernahm sofort die Reanimation und sorgte für die Alarmierung von weiteren Rettungs- und Notarztwagen sowie der Feuerwehr Sögel aufgrund der örtlichen Gegebenheiten.

Nachdem die erfolgreich reanimierte Person stabilisiert worden war, wurde sie mit Hilfe der Feuerwehr mit einem Spineboard (Rettungsbrett) aus dem zweiten Obergeschoß des verwinkelten Schlachtgebäudes über Treppen nach unten gebracht und zunächst in einen Rettungswagen transportiert. Die Notärzte entschieden sich für einen Weitertransport mit einem Rettungshubschrauber, der auf dem Schlachthofgelände landete und den Patienten ins Krankenhaus nach Meppen flog.
Die Feuerwehrleute hatten zwischenzeitlich das Gelände, auf dem der Schlachtbetrieb weiterlief und noch reger Betrieb mit ankommenden und abfahrenden LKW herrschte, abgesichert.

Insgesamt waren 30 Feuerwehrleute, mehrere Notärzte und Rettungssanitäter sowie Beamte der Polizei Sögel im Einsatz.

Emslandmuseum Schloss Clemenswerth in neuen Händen Heimatbund übergibt Trägerschaft an Landkreis – Vertragsunterzeichnung

Sögel. Die bereits im vergangenen Herbst aufgenommenen Gespräche münden nun in der Vertragsunterzeichnung: Landrat Marc-André Burgdorf und Hermann Bröring, Vorstandsvorsitzender des Emsländischen Heimatbundes, besiegelten vertraglich, dass das Emslandmuseum Schloss Clemenswerth in Sögel vom Emsländischen Heimatbund in die Trägerschaft des Landkreises Emsland übergeht. 

Das Emslandmuseum feiert im Jahre 2022 sein 50-jähriges Jubiläum. Das ist jetzt der geeignete Augenblick, um das Museum in die Hände des Landkreises Emsland zu geben“, sagt Burgdorf. Und Bröring hebt hervor: „Beim Blick in die Geschichte dieses Museums ist festzuhalten, dass es Anfang der 70er Jahre eine unbedingt richtige Entscheidung der damals drei emsländischen Landkreise war, dem Emsländischen Heimatbund als einem gemeinsamen Dach in der Kultur- und Heimatpflege die Trägerschaft für dieses Museum anzutragen“.

Unter dem ersten Museumsdirektor Eckhard Wagner geschah der Aufbau des Emslandmuseums, der zur vom damaligen Landkreis Aschendorf-Hümmling erworbenen Schlossanlage Clemenswerth gehörte. Über das Museum sollte kulturelles, aktives Leben auf die Schlossanlage gebracht werden. „Dies ist zweifelsohne gelungen. Dafür spricht unter anderem der Aufbau der Ausstellungsreihe ,Forum Form Clemenswerth`, die in der Anfangszeit weit über die Grenzen des Emslandes Beachtung gefunden hat und Vorbild für zahlreiche vergleichbare Ausstellungskonzepte anderer Einrichtungen war“, sagt Bröring. Ähnliches gelte für die Auseinandersetzung mit dem Baudenkmal Clemenswerth, der Geschichte der Wittelsbacher um Clemens August und später der Arenberger des Niederstiftes Münster, aber auch zum Teil der bürgerlichen Gesellschaft in der Region.

Zeitweise war im Emslandmuseum Schloss Clemenswerth auch das Archäologiemuseum untergebracht. „Von Anfang an hat der Landkreis Aschendorf-Hümmling und später sein Rechtnachfolger, der Landkreis Emsland, das Museum personell, beispielsweise durch die Finanzierung von Museumspersonal, insbesondere des Museumsdirektors, sichergestellt. Mittlerweile sind aber wohl alle, die mit der Entwicklung dieses Hauses enger vertraut sind, der Auffassung, dass eine derartige Trägerschaft eines Heimatbundes durch die geänderte Museumskonzeption des Landkreises Emsland aus der Zeit gefallen scheint“, betont Burgdorf. Schloss Clemenswerth sei nicht mehr das zentrale Heimatmuseum, als das es in den 1970er Jahren angedacht war. „Es ist ein weitausstrahlendes Haus, sowohl für das Zeitalter des Barocks, als auch für die moderne Kunst“, so Burgdorf.

Das Museumskonzept des Landkreises Emsland hat sich in den vergangenen Jahrzehnten mit der Übernahme der Trägerschaften für das Moormuseum in Geeste und seinem Schwerpunkt der Emslanderschließung, dem Emslandmuseum in Lingen mit dem Fokus auf die Geschichte der Grafschaft Lingen und dem Archäologiemuseum in Meppen mit dem Schwerpunkt der Archäologiegeschichte der Region weiterentwickelt.

Zudem werde zu Recht die Frage gestellt, ob getrennte Trägerschaften für das Baudenkmal Clemenswerth, das in den Händen des Eigentümers Landkreis Emsland liegt, und für das Museum – dessen wichtigstes Exponat wiederum das Jagdschloss mit dem umliegenden Park ist – durch den Emsländischen Heimatbund noch zeitgemäß und zielführend seien, erläutert Burgdorf weiter. „Für Entscheidungsprozesse ist es zweckmäßiger, wenn Konzeption und deren Umsetzungen, ob für die Anlage oder das Museum, in einer Hand liegen“, betont der Landrat.

Die Trägerschaft ist zum 1. Juli 2021 mit Zustimmung der Gremien des Landkreises Emslandes an den Landkreis Emsland übergegangen. Entscheidend war, dass auch die Mitgliederversammlung des Heimatbundes der Übergabe des Museums mit dem gesamten Inventar und Personal an den Landkreis Emsland zugestimmt hat.

 Landrat Marc-André Burgdorf (l.) und Hermann Bröring, Vorstandsvorsitzender des Emsländischen Heimatbundes, schließen mit der Unterzeichnung des Vertrags die Übergabe des Emslandmuseums Schloss Clemenswerth an den Landkreis Emsland formal ab. (Foto: Landkreis Emsland)

„Traumpirsch“ auf Schloss Clemenswerth – Ein Stationentheater durch den Schattenwald

Sögel. Mit der Veranstaltung „Traumpirsch. Licht.Fest.Spiel“ hält ein ganz neues Veranstaltungsformat Einzug auf dem Gelände von Schloss Clemenswerth in Sögel. Am Freitag und Samstag, 27. und 28. August, entführt das Theater ANU seine Gäste in einen magischen „Schattenwald“. 

Der letzte Samstag im August war über 15 Jahre lang ein fester Termin für das Kleine Fest im großen Park. Nach dem Corona-Jahr 2020 wird dieser Termin neu besetzt mit der Veranstaltung TRAUMPIRSCH, produziert vom Theater ANU aus Berlin.

Landrat Marc-André Burgdorf stellte u. a. gemeinsam mit den künstlerischen Leitern der Veranstaltung, dem Ehepaar Stefan und Sybille Behr, die neue Veranstaltung vor, die vollständig eigene Wege beschreiten möchte und nicht als Nachfolge des Kleinen Festes verstanden werden will. Darüber hinaus findet die Veranstaltung Corona konform noch in „abgespeckter“ Form statt und soll in den Folgejahren erheblich ausgebaut werden, erläutert der Landrat.

Traumpirsch startet in diesem Jahr mit der Edition 21 SCHATTENWALD, einem Corona konformen Stationentheater rund um die Teiche der Schlossanlage. Charakteristisch für die Produktionen der Compagnie Theater ANU sind begehbare Installationen und Begegnungen zwischen Künstlern und Besuchern. Die Theatermacher versprechen einen märchenhaften Abend, der zum Wandeln und Genießen einlädt. Die Atmosphäre und Schönheit von Natur und Spielort, Zeit, Muße, Entschleunigung und Begegnung mit den Künstlern stehen im Fokus. Die einzigartige Verbindung von Schauspiel und Lichtinstallation soll neue Erfahrungsräume schaffen, deshalb auch der Zusatz LICHT.FEST.SPIEL.

Die Produktion „Schattenwald“ in Form eines Parcours mit sechs bis acht Spielstandorten kann und wird ausschließlich in der Dunkelheit an den bewaldeten Rändern der Alleen stattfinden. Aber auch der zentrale Schlossplatz ist durch magische Illuminationen in das künstlerische Gesamtkonzept eingebunden. Die Besucher werden in Kleingruppen von 30 bis 50 Personen im 15-Minuten-Takt auf die Reise gehen, auf der sie unterschiedlichen Figuren und Installationen begegnen. Die Dauer des Theaterrundgangs beträgt etwa 90 Minuten. Im Vorfeld oder aber im Anschluss an den Theatergenuss hält das Restaurant Schlosskeller Clemenswerth Getränke und Kulinarisches parat und lädt zum Verweilen ein.

Karten für die verschiedenen Zeitfenster der Veranstaltung sind ab sofort über die Homepage www.traumpirsch.de erhältlich. Die Karten zum Preis von 24 Euro, ermäßigt (Kinder, Schüler, Studierende, Senioren, Menschen mit Behinderung) 10 Euro entsprechen dem Niveau der Vorjahre und sind ausschließlich online erhältlich.

Bild: Bewerben das neue Veranstaltungsformat „Traumpirsch. Licht.Fest.Spiel“ auf Schloss Clemenswerth: der Landkreis Emsland, die Gemeinde Sögel, die künstlerische Leitung und Sponsoren. (Foto: Landkreis Emsland)

 

Tauwasser löst Brandmeldeanlage aus

Sögel. Nachdem die Freiwillige Feuerwehr Sögel in diesem Jahr bereits zu fünf überwiegend nächtlichen Einsätze ausrücken musste, die durch Fehlalarme von Brandmeldeanlagen (BMA) verursacht worden waren, hatte am Dienstagmorgen um 4.50 Uhr der BMA-Alarm  aus einem größeren Verbrauchermarkt in der Wahner Straße einen anderen Hintergrund. Auf dem Dach und unterhalb des Daches in der Dachfolie angesammelte Schneereste waren offensichtlich aufgetaut, wie die Erkundung durch die Feuerwehr ergab. Das Tauwasser floss dann durch die Zwischendecke in den Laden. Dabei erfasste das Wasser auch mehrere Rauchmelder im Dachgeschoß, die an den Sparren angebracht waren und den Alarm für die Feuerwehr und den Betriebsleiter auslösten. Nachdem die Anlage erneut auslöste, wurden alle durchfeuchteten Melder entfernt. Die Feuerwehr Sögel war mit dem Einsatzleitfahrzeug und einem Löschgruppenfahrzeug ausgerückt. Weitere Kräfte standen im Feuerwehrhaus in Bereitschaft. Nach Angaben des Marktleiters konnte der Markt am Dienstagmorgen nach Beseitigung der Schäden öffnen.


Als die Feuerwehr Sögel nach der Auslösung der Brandmeldeanlage des Verbrauchermarkt die Räume überprüfte, stellte sie fest, dass Tauwasser die Rauchmelder aktiviert hatte. Foto: SG Sögel/Feuerwehr

Einsatz am Neujahrsmorgen in Sögel: Küche brannte in voller Ausdehnung – Wohnhaus unbewohnbar – Bewohner konnten Haus rechtzeitig verlassen

Sögel. In voller Ausdehnung brannte am Neujahrsmorgen gegen 5.39 Uhreine Küche in einer Doppelhaushälfte im Pfarrer-Wolters-Ring in Sögel. Die beiden Hausbewohner hatten das Feuer rechtzeitig entdeckt und konnten das Gebäude verlassen. Eine Katze wurden von der Feuerwehr gerettet.

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Als die Feuerwehr Sögel an der Einsatzstelle eintraf, schlugen die Flammen bereits aus dem geplatzten Fenster heraus und drohten auf die gesamte Doppelhaushälfte überzugreifen. Mehrere Atemschutztrupps bekämpften die Flammen von innen und außen und brachten das Feuer schnell unter Kontrolle. Vorsorglich wurde die Feuerwehr Werpeloh mitalarmiert.

Das Kücheninventar wurde teilweise nach draußen befördert und dort endgültig abgelöscht. Mit einen Hochdrucklüften wurde der Brandrauch, der sich bereits im ganzen Haus verbreitet hatte, hinausbefördert.
Mit Hilfe einer Wärmebildkamera lokalisierten die Feuerwehrleute weitere Glutnester und löschten sie ab.

Das Haus ist nach Angaben der Feuerwehr unbewohnbar, da sich giftige Rauchpartikel im ganzen Haus abgelagert haben. Die Schadenhöhe ist auch wegen völlig ausgebrannten Küche und der notwendigen Sanierungsarbeiten sehr hoch. Das persönliche Hab und Gut der Bewohner wurde ebenfalls kontaminiert.  Die Feuerwehren, die mit insgesamt 30 Einsatzkräften und fünf Fahrzeugen vor Ort waren, konnten nach rund eineinhalb Stunden wieder abrückten.

Nach Auskunft der Leitstelle Ems-Vechte und der Polizei Sögel gab es in der Neujahrsnacht im Gegensatz zu den Vorjahren keine nennenswerte weiteren Einsätze im nördlichen Emsland.

Verkehrsunfall mit zwei Verletzten in Sögel

Sögel- Am Montagmorgen kam es gegen 8.20 Uhr zu einem Verkehrsunfall auf der Berßener Straße in Höhe der Kreuzung Staverner Straße. Zwei PKW, ein KIA und ein Nissan, prallten zusammen, dabei wurden zwei Personen verletzt. Sie wurden ins Krankenhaus gefahren.
Die Rettungskräfte und die Polizei waren mit einem Großaufgebot zur Stelle. Da zunächst davon ausgegangen war, dass der Fahrer des beteiligten KIA eingeklemmt sei, würde die Freiwillige Feuerwehr Sögel ebenfalls alarmiert. Es war jedoch kein Einsatz mehr erforderlich, da der Fahrer den Wagen durch eine andere Tür verlassen konnte. Die Feuerwehr Sögel war mit drei Fahrzeugen und 20 Kameraden ausgerückt. Die Straße musste gesperrt werden, so dass sich ein längerer Rückstau bildete.

Auf der Berßener Straße in Sögel ereignete sich an der Abfahrt Stavern eine Verkehrsunfall, bei dem zwei Personen verletzt wurden. Foto: SG Sögel/Feuerwehr

Landkreis ordnet Schließung an Weidemark stellt vorübergehend den Betrieb ein

Meppen. Wegen aktuell hoher Fallzahlen beim Unternehmen Weidemark verfügt der Landkreis Emsland das Auslaufen des Betriebes, so dass die Schlachtung am Freitag, 9. Oktober, und die Zerlegung am Sonntag, 11. Oktober, enden und das Unternehmen dann vorübergehend schließt. Diese Regelung ist wichtig, um zu vermeiden, dass es zu einer exponentiellen Verbreitung des Virus in der Belegschaft, aber auch außerhalb des Schlachthofes kommt.

Die Zahl der positiv getesteten Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter im Bereich der Zerlegung stieg in den vergangenen Tagen kontinuierlich bis aktuell auf 112 laborbestätigte Covid 19-Fälle an. Die Schließung des Betriebs ist zunächst für die Dauer von 22 Tagen, also bis spätestens 3. November, befristet vorgesehen. Der Kreis befindet sich im Austausch mit dem Unternehmen und wird fortlaufend die angeordneten Maßnahmen überprüfen. Wegen der räumlichen Trennung von Produktion und Verwaltung sind der Sicherheitsdienst und die Verwaltung von dieser Schließung ausgenommen.

In den vergangenen Tagen hatte das Unternehmen bereits unterschiedliche Maßnahmen umgesetzt, um die Infektionsketten zu durchbrechen. So wurden u. a. die Abstände zwischen den Arbeitskräften im betroffenen Arbeitsbereich vergrößert und die Mitarbeiterzahl erheblich reduziert. Ebenfalls waren Teile der Umkleide provisorisch erweitert worden und neben den täglichen Reihenuntersuchungen ist zudem vor der Arbeitsaufnahme bei jeder Kraft ein Corona-Schnelltest durchgeführt worden. Die angeordnete Schließung soll nun ein weiteres Ausbreiten der Infektionen verhindern.

 

Corona: Kontaktreduzierende Maßnahmen für Sögel angeordnet

Landkreis erlässt Allgemeinverfügung für die Samtgemeinde Sögel

Meppen. Im aktuellen Ausbruchsgeschehen im Zusammenhang mit der WeidemarkFleischwaren GmbH & Co. KG in Sögel sind derzeit 81 positive Fälle ermittelt, weitere Testungen laufen. Alle Betroffenen und ihre Kontaktpersonen, die zu einem Großteil in der Samtgemeinde Sögel wohnen, befinden sich in Quarantäne. Um die Ausbreitungsdynamik gezielt zu bremsen, sieht sich der Landkreis Emsland dennoch gezwungen, kontaktreduzierende Maßnahmen auf dem Gebiet der Samtgemeinde Sögel anzuordnen.„In Abstimmung mit den Landesbehörden folgen wir hier der bundesweiten Strategie, bei erhöhten Fallzahlen bestimmte Bereiche des öffentlichen Lebens wieder einzuschränken. Die Samtgemeinde Sögel stellt mit ihren derzeitigen Infektionszahlen einen Hot Spot dar, der vor Ort zusätzliche Maßnahmen erforderlich macht“, unterstreicht Landrat Marc-André Burgdorf.

Infektionsketten zu verkürzen und eine weitere Ausbreitung des Virus einzudämmen ist das Ziel der neuen Allgemeinverfügung, die zunächst bis einschließlich 19. Oktober 2020 gültig ist. Auf dieser Grundlage dürfen in der Samtgemeinde Sögel Zusammenkünfte sowohl im öffentlichen als auch im privaten Raum ab sofort nicht mehr als 6 Personen umfassen, diese Grenze gilt auch für Betriebe des Gaststättengewerbes pro Tisch/Tischeinheit. Die Kontaktbeschränkung bezieht sich nicht auf enge Familienangehörige oder ein Treffen von maximal zwei Hausständen. Ausnahmen stellen auch Anlässe wie Hochzeits- oder Erstkommunionfeiern, Taufen oder Beerdigungen dar, wie sie die derzeit gültige Niedersächsische Verordnung definiert.

Untersagt sind vorerst zudem der Trainings- und Wettkampfbetrieb in Mannschafts- oder Kontaktsportarten sowie der Schulsport. Für Veranstaltungen in der Samtgemeinde Sögel gibt die Allgemeinverfügung eine maximale Teilnehmerzahl von 100 Personen vor, überdies gilt hier ein Verbot des Ausschanks von Spirituosen ab 18:00 Uhr und von sonstigen alkoholischen Getränken ab 22:00 Uhr.

Einschränkungen gelten ebenfalls für alle Schülerinnen und Schüler sowie das gesamte Lehrpersonal der allgemeinbildenden Schulen des Sekundarbereichs I und II in der Samtgemeinde: Bis zu den Herbstferien muss der Mund-Nasen-Schutz auch in den Klassenräumen während der Unterrichtsstunden getragen werden.

„Im gesamten Kreisgebiet beobachten wir ein dynamisches Infektionsgeschehen, so dass wir bei derzeit 137 Fällen die kritische Marke von 35 Corona-Neufällen pro 100.000 Einwohner innerhalb von sieben Tagen überschritten haben, auf die sich die Bundesländer als eine Grenze zur Umsetzung regionaler Lockdown-Maßnahmen geeinigt haben. Gleichwohl können wir mit Augenmaß agieren und auf kreisweite Maßnahmen derzeit verzichten, da wir den größten Infektionsherd mit aktuell 52 Fällen in Sögel sehr klar identifizieren können. Insofern bitte ich die Bürgerinnen und Bürger der Samtgemeinde um Verständnis für die verschärften Maßnahmen und appelliere an alle, die Regeln diszipliniert zu befolgen. Wir müssen da jetzt gemeinsam durch“, so der Landrat abschließend.

In enger Abstimmung zwischen dem Gesundheitsamt und der Fa. Weidemark werden im Unternehmen selbst verschiedene zusätzliche Infektionsschutzmaßnahmen umgesetzt, zum Beispiel eine deutliche Reduzierung der eingesetzten Mitarbeiter und die Umstellung auf einen Minimalbetrieb, der Einsatz eines Zeltes zur Entzerrung im Umkleidebereich sowie die Nutzung von Schnelltests für die Mitarbeiter vor Arbeitsantritt.

Den Wortlaut der Allgemeinverfügung sowie weitere Informationen finden Interessierte unter www.emsland.de. Zudem ist ein Bürgertelefon eingerichtet, das unter den Telefonnummern 05931 44-5701 und 05931 44-5702 zu den Öffnungszeiten der Kreisverwaltung sowie am Wochenende von 10 bis 14 Uhr erreichbar ist.

Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Samtgemeinde Spelle kontrollieren die Einhaltung der Corona-Schutzverordnung in Spelle ( Video)

Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Samtgemeinde Spelle kontrollieren die Einhaltung der Corona-Schutzverordnung in Spelle.

Spelle- Erfreulicherweise hält sich ein Großteil der Bevölkerung aus Spelle an die Vorgaben der Ausgangsbeschränkung und das Versammlungsverbot, aber leider gibt es immer wieder Jugendliche und junge Erwachsene, die sich nicht an die Corona-Schutzverordnung des Landkreises halten. Sie treffen sich in Gruppen an verschiedenen Stellen im Ortskern von Spelle. Darum setzt die Samtgemeinde Spelle seit Mitte März Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter aus der Verwaltung, den Schulen, den Kindergärten und aus der offenen Jugendarbeit ein, um die Bürgerinnen und Bürger in Spelle auf die Einhaltung hinzuweisen.

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Jetzt ist es offiziell Schulen und Kitas in ganz Niedersachsen schließen ab Montag

Niedersachsen schließt als nächstes Bundesland wegen der Ausbreitung des Coronavirus und als Sicherheitsmaßnahme alle Schulen und KITAS!

 

Die Schließung soll zunächst bis zum 30. März dauern, dann beginnen in Niedersachsen die Osterferien. Das bedeutet, dass die niedersächsischen Schülerinnen, Schüler  und Kindergartenkinder frühestens am 18. April wieder zur Schule und Kita gehen können …..sofern der Krisenstab der Landesregierung die Schul- und Kitaschließungen nicht verlängert.

Für Beschäftige aus den Bereichen Pflege, Gesundheit, Medizin und öffentliche Sicherheit wie Polizei, Justiz, Rettungsdienste, Feuerwehr und Katastrophenschutz, sowie zur Aufrechterhaltung der Daseinsvorsorge soll eine Notbetreuung für Schülerinnen und Schüler bis maximal Schuljahrgang 8 in Schulen angeboten werden. Auch in Kindertagesstätten können Notgruppen gebildet werden. Diese Notbetreuung soll in kleinen Gruppen stattfinden und auf das notwendige Maß begrenzt werden.

Wir halten euch auf dem laufenden.

Emslandmuseum Schloss Clemenswerth erhält Museumsgütesiegel Festakt in Hannover – Träger der Auszeichnung bis 2024

Sögel/Hannover. In einem offiziellen Festakt in Hannover wurden am gestrigen Donnerstag insgesamt neun Museen mit dem Museumsgütesiegel ausgezeichnet  – darunter auch das Emslandmuseum Schloss Clemenswerth in Sögel. „Diese Auszeichnung freut uns sehr. Es ist damit das dritte Museum in Mitträgerschaft des Landkreises Emsland, das mit dem Museumsgütesiegel ausgezeichnet wurde. Dem Emslandmuseum Schloss Clemenswerth gratuliere ich herzlich zur Verleihung dieser Würdigung“, sagt Landrat Reinhard Winter.

(v. l.) Museumsdirektor Oliver Fok, Josef Grave vom Emsländischen Heimatbund, Ramona Krons vom Emslandmuseum Schloss Clemenswerth, Hermann Bröring, Vorstandsvorsitzender Emsländischer Heimatbund, Dr. Sabine Schormann, Dr. Andrea Kaltofen, Fachbereichsleiterin Kultur beim Landkreis Emsland, Dr. Sabine Johannsen und Prof. Dr. Rolf Wiese.(Foto: Helge Krückeberg / Niedersächsiche Sparkassenstiftung)

Das Emslandmuseum Schloss Clemenswerth konnte sich nach der erstmaligen Registrierung 2010 erneut für das Museumsgütesiegel qualifizieren. Für den Zeitraum 2018 bis 2024 ist es Träger dieser Auszeichnung. Nach dem Eindruck der Kommission wurde die Schlossanlage durch zahlreiche bauliche Maßnahmen weiter aufgewertet und erschlossen, historische Baudetails konnten zum Teil wieder für die Besucherinnen und Besucher sichtbar gemacht werden. Zum 275-jährigen Jubiläum im Jahr 2012 wurde die Baugeschichte des Schlosses mit einer Sonderausstellung gewürdigt. Positiv vermerkte die Kommission die Entwicklung im Bereich Inklusion durch einen behindertengerechten Ausbau bei Wegeführung und der Planung des neuen Funktionsgebäudes.

Die drei Partner des Museumsgütesiegels – das Niedersächsische Ministerium für Wissenschaft und Kultur, die Niedersächsische Sparkassenstiftung und der Museumsverband Niedersachsen und Bremen – verleihen die Auszeichnung seit elf Jahren an kleine und große Museen, die die Standards des Deutschen Museumsbundes in vorbildlicher Weise umsetzen. Um dieses zu erlangen, muss das Museum ein einjähriges Verfahren durchlaufen und seine Arbeit in u.a. verschiedenen Konzepten darstellen und sichtbar machen. Museumsdirektor Oliver Fok sagt: „Die Erstellung dieser Konzepte haben uns zwar eine hohe Arbeitsbelastung gebracht, erlaubten uns aber eine Selbstevaluation, die unsere Stärken und Schwächen aufzeigte. Diese Reflexion ist eine gute Basis für die weitere Entwicklung des Museums. Wir sind stolz, dass wir diese hohe Auszeichnung erneut erhalten haben.“

In der gestrigen Feierstunde würdigten Dr. Sabine Johannsen, Staatssekretärin im Wissenschaftsministerium, Dr. Sabine Schormann, Direktorin der Sparkassenstiftung, und Prof. Rolf Wiese, Vorsitzender des Museumsverbandes, die herausragende Arbeit der Museen und dankten für die Arbeit, mit denen die Museen weiter professionalisiert wurden: „Ihr Engagement ermöglicht es, kulturelles Erbe nach internationalen Museumsstandards zu bewahren, kulturelle Bildung auf vielfältige Weise weiterzugeben und attraktive Freizeitangebote zu ermöglichen“.

Auch das Emsland Moormuseum und das Emslandmuseum Lingen, beide in Trägerschaft des Landkreises Emsland, sind bereits mit dem Museumsgütesiegel, hier für die Jahre 2015 bis 2021, für ihre gute Arbeit, die vom Museumskonzept über das Sammeln, Bewahren, Dokumentieren und Forschen auch das Ausstellen und Vermitteln beinhaltet, ausgezeichnet worden.